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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

14.03.2020 kein Anspruch auf Entschädigungen

GFDK - Kultur und Medien

Der Coronavirus COVID-19 hat sich mittlerweile in den meisten Teilen der Welt verbreitet und beeinträchtigt das öffentliche Leben erheblich – einschließlich des Flugverkehrs. In der Folge herrscht aktuell viel Unklarheit bei Passagieren und Fluggesellschaften.

Die Verbraucherschutz-Organisation Association of Passenger Rights Advocates (APRA) macht aktuell klar, dass Flugprobleme aufgrund des Virus als außergewöhnliche Umstände zu werten seien.

Keine Entschädigungen wegen Corona-Flugproblemen

Normalerweise haben Passagiere bei Flugausfällen oder -verspätungen unter Umständen einen Anspruch auf Entschädigungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Dies gilt jedoch nur, wenn dieses Flugproblem in dem Verantwortungsbereich der jeweiligen Airline lag.

Entschädigungsforderungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden jedoch alle APRA-Mitglieder konsequent ablehnen.

Dennoch stehen die Airlines weiterhin in der Beförderungspflicht und müssen ihren Passagieren die Ticketkosten bei Flugausfällen ersetzen oder eine Alternativbeförderung ermöglichen. Stranden Passagiere über Nacht an einem Airport, haben diese zudem unter anderem Anspruch auf die Unterbringung in einer Unterkunft sowie die Beförderung dorthin.

Adeline Noorderhaven, Präsidentin der APRA, kommentiert: „Unsere Mitglieder haben bereits proaktiv damit begonnen, Entschädigungen für Fluggäste im Zusammenhang mit COVID-19 abzulehnen. Fluggäste sind sehr schutzbedürftige Verbraucher.

Es ist unsere Mission, sie zu verteidigen, wenn sie rechtswidrig behandelt werden. Dennoch finden wir es wichtig, stets realistisch vernünftig zu denken.

Rechtsklarheit und -sicherheit sind in der gegenwärtigen Situation von größter Bedeutung. Unserer Ansicht nach ist die aktuelle Corona-Krise mittlerweile eindeutig außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaften und sollte daher rechtlich als außergewöhnlicher Umstand eingestuft werden.

Wir bewerten Ansprüche von Fall zu Fall, helfen den Passagieren mit einer unkomplizierten Durchsetzung ihrer Rechte. Dadurch entlasten wir auch die Fluggesellschaften, da wir nur wirklich entschädigungsberechtigte Forderungen an diese weiterleiten.

Von überforderten Rechtssystemen, verwirrten Passagieren und frustrierten Airlines profitiert schließlich niemand.

Wir möchten  betonen, dass ein solider Rahmen der Fluggastrechte heute entscheidender denn je ist. Einige Fluggesellschaften haben bereits klargestellt, dass die aktuelle Krise die Konsolidierung innerhalb der Luftfahrtindustrie vorantreiben wird und einige kleinere Airlines ihren Betrieb vermutlich aufgeben werden.

Dadurch werden Verbraucher mittelfristig eine geringere Auswahl an Airlines haben und aufgrund dieser oligopolähnlichen Situation mit höheren Preisen konfrontiert sein.

Wir werden weiterhin eng mit den EU-Institutionen zusammenarbeiten und darauf vertrauen, dass sie diese Krise angemessen bewältigt wird und die Passagiere auch in Zukunft im Zentrum der Interessen aller Luftfahrt-Vertreter stehen.“

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13.03.2020 Torstraßen Festival 2020

GFDK - Kultur und Medien

2020 feiert das Torstraßenfestival schon sein zehntes Jubiläum und wir bringen zu dieser Feier über 30 Künstler*innen, Bands und DJs, als auch die Fans und Akteur*innen der verschiedenen Musikszenen, an einem Tag und einer Nacht in verschiedenen Spielstätten in Berlin Mitte zusammen. 

Wir stellen dazu das in den Vordergrund, was das Festival für uns immer im Kern ausgemacht hat - und organisieren eine musikalische Entdeckungsreise durch die verschiedenen Ecken des Berliner Pop Undergrounds und seiner internationalen Verbindungen.

Als Geburtstags-Special planen wir eine Fotoausstellung mit den vielen Fotos aus unserem Archiv - das gleichzeitig auch ein wenig die jüngste Geschichte der Berliner Musikszenen begleitet. 

Zum Super Sunday sind wir dann mit dem Independent Label Market in den schönen Räumlichkeiten der Volksbühne. Auf dem Independent Label Market können tagsüber Platten, Tapes und Zines von mehr als 50 Labels erstanden werden und abends beenden wir das Festival mit einem letzten Konzert im Großen Haus.

Umarmungen, Verschränkungen, Wachstum 

Das römische X markiert die Dekade und funktioniert als Leitmotiv für die Jubiläumsausgabe des Festivals. 

Das X steht symbolisch für Aufeinandertreffen und Austausch, für die gekreuzten Wege und Perspektiven, die sich begegnet, überschneiden oder auch widersprechen.

Von Beginn an hat das Torstraßen Festival verschiedenste Sounds, Szenen, Orte und Menschen zusammengeführt, das X steht für die Geschichte des Festivals, seinem Ethos und Anspruch.

In einem weiteren Kontext möchten wir das X den Themen Community und Solidarität widmen. Angesichts von Umweltzerstörungen und Klimawandel, dem Anwachsen alter und neuer Formen des Faschismus, als auch durch die im Neoliberalismus gewachsenen individualisierten Gesellschaften, ist es dringlich Gemeinschaft zu bilden, zusammenzukommen, solidarisch zu agieren und aus dem »independent« ein »interdependent« zu machen, um gemeinsam Handlungsfähigkeit zu entwickeln, unter Einbeziehung und Aushandlung verschiedener, vor allem auch marginaler Perspektiven.

Freitag, 12. Juni 2020 @ ACUD
Festivaleröffnung & Vernissage 

Samstag, 13. Juni 2020 ab 14:00 Uhr,
Konzerte in verschiedene Spielstätten in Berlin-Mitte
(Roter und Grüner Salon der Volksbühne, AckerStadtPalast, Z-Bar, Prassnik, ACUD, Schokoladen und eine Outdoor-Bühne im Rosengarten)


ab 23:00 Uhr Clubnacht im ACUD

Sonntag, 14. Juni 2020, 12:00 bis 18:00 Uhr
Independent Label Market (kostenfrei zugänglich) und Abschlusskonzert (20:00 Uhr) in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz

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13.03.2020 aus Sicht der Vergangenheit

GFDK - Kultur und Medien

"Gewalt-Staat-Ästhetik” verbindet die Serien „SEK-Spinde” von Eva-Maria Horstick und „Schwule Nazis” von Tankred Tabbert, die mal aus historischer Perspektive, mal aus Sicht der Gegenwart nach den Menschen hinter den Kulissen staatlicher Macht fragen.

Ihre Gesichter dürfen nie zu sehen sein und auch ihre Namen existieren nur im Verborgenen:

Für Eva-Maria Horstick, die als erste die Spinde von Sondereinsatzkommando-Polizisten fotografierte, sind diese Aufnahmen gleichzeitig Psychogramme ihrer Besitzer, die in Zeiten eines anhaltenden Rechtsrucks in staatlichen Institutionen das Kopfkino des Publikums anwerfen.

Tankred Tabberts „Schwule Nazis” begeben sich ebenfalls auf Spurensuche in einer geheimen Männerkultur und offenbaren die inneren Widersprüche und massenpsychologischen Ursachen einer Ideologie, deren Ästhetik sich vielerorts in unserer heutigen Popularkultur wiederfindet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (ISBN 978-3-9820707-5-9)

AUSSTELLUNG „GEWALT - STAAT - ÄSTHETIK”

Eva-Maria Horstick & Tankred Tabbert, 07. Mai - 12. Juni 2020
Kunstklinik, Martinistr. 44a, 20251 Hamburg

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 07. Mai 2020, 19:30 Uhr

Besichtigungszeiten: Montag, Dienstag, Freitag 12:30 - 15:00 Uhr, Mittwoch 18:00 - 19:30 Uhr und nach Vereinbarung. Eintritt frei.

Kunstklinik Hamburg
Martinistr. 44a
20251 Hamburg


U1 und U3 Kellinghusenstraße
Bus 20 u. 25 Julius-Reincke-Stieg (Bethanien)
Bus 22 Tarpenbekstraße
Bus 114 u. 34 Eppendorfer Marktplatz 

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08.03.2020 Ausstellung in St. Peterburg

GFDK - Kultur und Medien

Eines können wir von der GFDK-Redaktion jetzt schon versprechen, nach den Erfahrungen der letzten Monate mit der Galerie Geuer & Geuer aus Düsseldorf  wird diese Ausstellung zu einem Massenansturm am Eröffnungstag führen. Geuer & Geuer ist mit Dieter Nuhr wieder einmal ein großer Wurf gelungen.

Dieter Nuhr ist einem breiten Publikum vor allem als scharfzüngiger Kabarettist bekannt. Was viele nicht wissen: Dieter Nuhr hat Kunst an der ehemaligen Folkwang Schule in Essen (heute: Folkwang Universität der Künste) studiert und die Malerklasse von Laszlo Lakner besucht.

(Lakner wurde 1972, 1976 und 1990 zur Teilnahme an der Biennale Venedig und 1977 zur Documenta in Kassel eingeladen).

 Seit 1995 widmet Nuhr sich neben seinen Auftritten als Kabarettist zunehmend der Fotografie. Seit 1999 stellt er seine Fotos, die meist auf Reisen entstehen, international erfolgreich aus.

Jetzt zeigt Dieter Nuhr in Kooperation mit der Galerie Geuer & Geuer aus Düsseldorf 33 seiner Arbeiten unter dem Titel „Transit“ in einer großen Doppelausstellung:

Ab 1. April 2020 sind seine Werke gemeinsam mit mehr als 25 Gemälden des namhaften Düsseldorfer Künstlers Stephan Kaluza im Puschkin-Museum/Villa Derzhavin im russischen St. Petersburg – auf zwei Etagen - zu sehen.

Stephan Kaluza

Stephan Kaluza, der auch als Fotokünstler und Literat tätig ist, bedient sich fotografisch anmutender Strategien in seiner Malerei: so gehen seine Sujets einher mit unterschiedlichen Schärfegraden, die derart in ihrer  abgebildeten Synchronizität von keiner Kameralinse gleichzeitig eingefangen werden könnte.

Von seiner Malerei jedoch schon. Das Dargestellte wird also künstlich sowie künstlerisch verfremdet; der vermeintliche Realismus in eine Irrationalität überführt.

Denn Kaluza malt nicht von Fotografien ab, sondern setzt Details aus verschiedenen Einzelbildern erst auf der Leinwand zu einem endgültigen Motiv neu zusammen.

Kaluza kreiert also eine rein denkbare Natur, die es so in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ein Großteil seines 2019 entstandenen Zyklus „Transit II“, der vom 31. Januar bis 8. März 2020 in der Galerie Geuer & Geuer zu sehen war, geht nun nach St. Petersburg – größtenteils als Leihgaben, da die Werke bereits verkauft worden sind. 

Dieter Nuhr

Dieter Nuhr beweist in seinen Fotoarbeiten ein beeindruckendes Gespür für Komposition. Beinahe malerisch wirken seine auf Stoff gedruckten und aufgespannten Fotografien, die oftmals nur ausschnitthafte Texturen zeigen.

Nuhr, der mit seiner Kamera die Welt bereist, wählt seine Motive stets aus Vorgefundenem aus. Häuserwände, Fassaden jeglicher Art, die noch Spuren kulturellen Lebens tragen, stehen dabei im Fokus seines künstlerischen Schaffens.

Fremde Schriftzeichen, abgerissene Tapeten oder Plakate sowie zurückgelassene Reliquien an verlassenen oder vor dem Zerfall stehenden Orten zeugen von Kulturen außerhalb des Heimischen. Indien, Iran, Georgien – nur wenige Stationen auf Nuhrs Reisen. 

Die Werkschau wird durch das Filmteam von Kai Böcking für die Sendung n-tv inside art vor Ort in St. Petersburg filmisch begleitet werden. n-tv Kunstexperte Wolfram Kons, der seit Jahren das erfolgreiche Format moderiert, wird eigens zur Eröffnung nach St. Petersburg fliegen, um die beiden Künstler dort vor Ort in ihrer Ausstellung zu besuchen.

Die Ausstrahlung dieser n-tv inside art Dokumentation ist noch in der ersten Jahreshälfte vorgesehen. Die konkreten Termine geben wir noch frühzeitig bekannt.

Die Bilder werden in einen eigens dafür gestalteten LKW verladen, der dann vom Andreas Quartier aus seine lange Fahrt durch Deutschland, Polen, Litauen und Lettland nach Russland antreten wird.

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07.03.2020 kulinarische Visionen von Freiheit

GFDK - Essen und Trinken

Restaurants in Vilnius feiern das 30-jährige Bestehen Litauens, indem sie ihre kulinarischen Visionen von Freiheit anbieten.

16 Restaurants in Vilnius, Litauen, haben sich der Feier angeschlossen und Gerichte zum Thema Unabhängigkeit vorgestellt, die für diesen Anlass kreiert wurden.

Vier Monate lang können die Gäste in Vilnius die Freiheit buchstäblich schmecken und den Fortschritt der litauischen Küche miterleben, nachdem ihre Essenstraditionen fünfzig Jahre lang vernachlässigt wurden.

Vor dreißig Jahren, am 11. März 1990, erklärte Litauen seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Um sich der landesweiten Gedenkfeier anzuschließen, fügen die Restaurants in Vilnius, der Hauptstadt Litauens, einzigartige, von der Unabhängigkeit inspirierte Gerichte zu ihren Menüs hinzu.

Bis zum 6. Juli können Gäste und Einheimische die Unabhängigkeit Litauens probieren, wie sie sich die besten Köche der Stadt vorgestellt haben.

„Die Stadt suchte nach einer kreativen Möglichkeit, diesen schönen Meilenstein mit Gästen und Einheimischen gleichermaßen zu teilen“, sagte Inga Romanovskienė, die Direktorin von Go Vilnius, der offiziellen Entwicklungsagentur der Stadt.

„Da wir wissen, dass wir eine Stadt voller Spitzenköche haben und dass viele Reisende nach gastronomischen Erlebnissen suchen, war es nur sinnvoll, die Restaurants einzubeziehen. Wir waren überwältigt davon, wie kooperativ und eifrig die Köche waren, an Bord zu springen.“

Die ursprüngliche Idee war, Gerichte zu kreieren, die Freiheit bedeuten. Von den Köchen wurde erwartet, dass sie die Freiheit interpretieren, ein Gericht zu kreieren, das ihre persönliche Vorstellung von Freiheit repräsentiert.

Es überrascht nicht, dass einige von ihnen die Freiheit mit der Unabhängigkeit Litauens in Verbindung brachten und Gerichte in den Farben Gelb, Grün und Rot kreierten - den Farben der litauischen Flagge.

Tomas Versockas von Meat serviert den dreifarbigen Pavlova mit Mascarponecreme, Himbeer- und Passionsfruchtpüree und Beeren.

Andere Köche wählten lokale Zutaten für ihren Ausdruck der Freiheit als von Natur aus litauischen Wert. Tomas Rimydis von Ertlio namas kombinierte traditionelle litauische Räucherfleisch-Skilandis mit nicht weniger traditionellen Rote Beete, Buchweizen und Äpfeln.


Eine weitere Interpretation der Freiheit bezog sich auf die Freude, das wahre Selbst zu sein. Die Besucher des Restaurants Paupio 12 haben die Möglichkeit, einfache hausgemachte Speisen zu probieren, die sich mit jeder Generation weiterentwickeln und verändern. Gekochte Scones mit Pancetta und Meerrettichsauce sind genau das.

Durch diese und andere Vorspeisen interpretierten Hauptgerichte und Desserts kulinarische Künstler Freiheit und Unabhängigkeit auf ihre eigene Weise und machten die Menüs vielfältig und originell in ihrem Aussehen, Geruch und Geschmack.

„In den 30 Jahren der Unabhängigkeit ist das Niveau unserer Küche enorm gewachsen“, fügte Frau Romanovskienė hinzu.

„Nachdem das Land - und die Stadt - 50 Jahre lang die milde sowjetische Gastronomie überstanden haben, haben sie sprunghafte Fortschritte bei der Etablierung einer einzigartigen, modernen Küche gemacht.

Unsere Köche konnten endlich ins Ausland gehen und von den Weltmeistern studieren, nach Hause zurückkehren und innovativ sein.

Auf der anderen Seite haben wir durch den Ausbruch einheitlicher sowjetischer kulinarischer Standards unsere historischen Wurzeln wiederentdeckt.

Die neue Generation litauischer Köche fand Inspiration in der edlen Küche der litauischen Renaissance und in der multikulturellen Gastronomie von Vilnius. Infolgedessen genießen wir, die Feinschmecker in Litauen, jetzt erstklassige und dennoch authentische Gerichte.“

Insgesamt werden 16 Restaurants an der Feier teilnehmen. Auf der Liste stehen die erstklassigen Restaurants wie Amandus, Ertlio namas und Meat, Touristenfavoriten wie Mykolas 4 und Sugamour sowie spezialisierte Restaurants wie das Fischrestaurant Žuvinė.

Das Riverside Restaurant des Hotels Radisson Blu hat für diesen Anlass sogar das spezielle Drei-Gänge-Menü zusammengestellt. Jedes der Gerichte zum Thema Unabhängigkeit wird in den Menüs dieser Restaurants besonders gekennzeichnet.

Die vollständigen Informationen zu freiheitsinspirierten Gerichten in Vilnius finden Sie auf der speziellen Webseite. Die Seite enthält die Liste aller Restaurants und ihrer Spezialgerichte.

Es ist nicht das erste Mal, dass Vilnius und seine Restaurants zusammenarbeiten, um das globale Publikum zu überraschen. Im vergangenen September, als Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo die Stadt für ein Match besuchte, bot Vilnius an, Ronaldos Abendessen mit seinem langjährigen Rivalen Lionel Messi auszurichten.

Damals waren Tische in Top-Restaurants für „Ronaldo & Messi“ reserviert, während ein lokaler Food-Künstler ein 3D-Food-Kunstwerk schuf, das die beiden Fußballer darstellt.

Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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07.03.2020 DIE WELT VOR DEINEN FÜSSEN Ein Bild, das Text, Buch enthält. Au

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

15.000 Kilometer. Das ist die Distanz, die Matt Green seit 2012 zu Fuß zurückgelegt hat. Sie entspricht ungefähr der Entfernung zwischen Deutschland und Australien. Allerdings ist Matt diese Strecke ausschließlich in einer einzigen Stadt gelaufen – in seiner Wahlheimat New York City.

Für seine Mission hat Matt fast alles aufgegeben – seinen Job als Ingenieur, seine Beziehung, selbst seine Wohnung. Was macht es mit einem, wenn man acht Jahre zu Fuß in der eigenen Stadt unterwegs ist?

Mit kleinem Besitz, aber großer Aufmerksamkeit für Menschen und Momente. Wie kommt man auf einen so eigensinnigen Plan? 

Matt Green hat New York auf eine Weise erkundet wie noch niemand vor ihm. Was er dabei über die Stadt herausgefunden hat, diese wundervolle, wahnsinnige und wilde Metropole, deren Faszination sich kaum jemand auf der Welt entziehen kann, zeigt uns: NEW YORK – DIE WELT VOR DEINEN FÜSSEN

Für den Dokumentarfilmer Jeremy Workman ist NEW YORK – DIE WELT VOR DEINEN FÜSSEN eine Herzensangelegenheit. Workman (MAGICAL UNIVERSE) wurde 2012 erstmals auf Matt Greens Projekt aufmerksam.

Mit Matts Einwilligung folgte er ihm auf einem Teil seiner Wanderung – als Ein-Mann-Filmteam mit Minimalausrüstung.

Alles Weitere – die Begegnungen mit Anwohnern und Passanten, Entdeckungen am Wegesrand, das Wetter – blieb dem Zufall überlassen. Als ausführender Produzent fungiert der Schauspieler – und gebürtige New Yorker – Jesse Eisenberg (THE SOCIAL NETWORK).

Regie: Jeremy Workman

mit Stadtläufer Matt Green

USA 2018, 95 Min.

Kinostart: am 12. März 2020 im Verleih von HAPPY ENTERTAINMENT

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03.03.2020 Landschaft um Auschwitz

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

In diesem Jahr jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee zum 75. Mal. Stephan Kaluza, bekannter Maler, Fotokünstler und Autor aus Düsseldorf, setzt sich in seiner malerischen Arbeit unter dem Titel „Unruhig wandern“ mit diesem Ort auseinander.

Ab Mitte März zeigt das Osthaus Museum Hagen seine diesbezüglichen Werke. Präsentiert werden fünf großformatige Gemälde zum Thema Auschwitz sowie drei weitere Arbeiten. Die Werkschau wird in Kooperation mit der renommierten Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer Art realisiert.

Die Ausstellungseröffnung findet am Samstag, dem 14. März 2020 um 16 Uhr im Osthaus Museum Hagen statt. Es sprechen Dr. Tayfun Belgin sowie Dieter Nuhr.

Die Bilder der idyllischen Landschaft um Auschwitz stehen im bewussten Kontrast zum Wissen über das dort Geschehene; in diesen Gemälden von romantisch anmutenden Wäldern, Wiesen und Flüssen zeigt sich die Unbeirrbarkeit der Natur, unabhängig von den Abgründen des stattgefundenen menschlichen Handelns.

Die Werke basieren auf einer Art „doppelten“ Wahrnehmung; das Wissen von den Ereignissen in Auschwitz findet parallel zum eigentlich Sichtbaren statt, es entsteht so die Illusion einer entnommenen Zeit, eines angehaltenen Augenblicks.

Hintergrund:

Stephan Kaluza besuchte 2014 den polnischen Ort Oświęcim (deutsch: Auschwitz), einen am Fluss Soła gelegenen Ort, der etwa 50 Kilometer westlich von Krakau liegt. Der Lagerkomplex Auschwitz bestand aus drei nacheinander ausgebauten Konzentrationslagern.

In einem Interview mit dem Geisteswissenschaftler Ralph Güth berichtet der Künstler über seine Begegnung jenseits der Lager: „Ein Blick durch den Zaun nach draußen zeigt selbst hier liebliche Felder…

Ein ähnliches Szenario bietet sich einem direkt vor der Gedenkstätte Auschwitz 1; auf der anderen Seite der Legionov-Straße zeigen sich baumbestandene Auen, die Soła fließt wenige Meter vor dem KZ ruhig dahin.

An diesem Sommertag waren es weit über 30 Grad, die Bewohner Oświęcims gingen zum Baden an den Fluss, zumeist Familien, junge, alte Menschen, man stellte die Liege oder den Sonnenschirm auf und ließ es sich gut gehen – so wurde es fotografiert, im Rücken die Gedenkstätte an das Grauen, das hier stattfand, vor mir fast ein surreal-schönes und vor allen Dingen unerwartetes Idyll, ich kam hierher um Auschwitz zu fotografieren, ein einfaches Drehen des Körpers genügte, um das Gegenteil aller Assoziationen zu diesem Ort vorzufinden.

Die Ausstellung STEPHAN KALUZA – UNRUHIG WANDERN ist vom 15. März 2020 bis zum 3. Mai 2020 in Hagen zu sehen. Gezeigt werden ausschließlich Gemälde aus dem Jahr 2020 und Ende 2019.

Stephan Kaluza wurde am 5. April 1964 in Bad Iburg geboren. Er studierte u.a. Kunstgeschichte an der Kunstakademie Düsseldorf.

Seit 1995 stellt der studierte Künstler, der auch literarisch arbeitet, seine Werke u. a. im Museum on the Seam, Jerusalem, im State Museum of Contemporary Art, Seoul, in den Kunsthallen Düsseldorf und Osnabrück, im Zendai Museum of Modern Art, Shanghai, im Kunstverein Bethanien, Berlin aus. Stephan Kaluza ist auch als Autor zahlreicher Theaterstücke, Hörstücke und literarischer Prosa erfolgreich.

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02.03.2020 Teilnahme am Rust-Preis 2020

GFDK - Kultur und Medien

Sie begeisterte gestern mit ihrem Auftritt beim Festakt zur Eröffnung des Kurt Weill Festes im Foyer des Anhaltischen Theaters Dessau: die junge Violinistin Paula Borggrefe. Sie ist 1. Preisträgerin des Rust-Preises 2018 und spielt eine moderne Geige aus dem Fonds der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Heute startet die Bewerbungsphase für die Teilnahme am diesjährigen Violin-Förderwettbewerb Rust-Preis: Ab sofort können sich Geigerinnen und Geiger im Alter zwischen 12 und 21 Jahren aus Brandenburg,

Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt bewerben. 14 Meistergeigen der Stiftung winken als Gewinn, dazu Geldpreise und Auftrittschancen. Der Wettbewerb findet vom 13. bis 15. November 2020 im „Alten Theater“ Dessau statt.

Paula Borggrefe (Jahrgang 2000) hatte sich schon beim Wettbewerb 2012 ihre Traumgeige und den 3. Preis erspielt, errang mit diesem Instrument 2014 und 2016 den 2. Preis, um 2018 mit einem 1. Preis belohnt zu werden. Ein Erfolg, der belegt, wie wichtig ein gutes, zu ihnen und ihrem Können passendes Instrument für begabte junge Geigerinnen und Geiger und ihre Entwicklung ist.

Der Wettbewerb findet zum elften Mal insgesamt und zum sechsten Mal in Kooperation mit dem Anhaltischen Theater und dem Kurt Weill Zentrum in Dessau statt. Die Stiftung setzt damit die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit beiden Institutionen fort.

Alle Instrumente, die beim Wettbewerb vergeben werden, wurden im Auftrag der Stiftung von ostdeutschen Geigenbauern gebaut. So fördert sie gleichzeitig den künstlerischen Nachwuchs und das traditionsreiche Handwerk – eine Kombination, die bundesweit einmalig ist.

Rust-Preis

13. bis 15. November 2020 im „Alten Theater“ Dessau

Bewerbungsschluss:

10. September 2020

Informationen und Bewerbung:

Telefon: 0340. 61 95 95

www.kurt-weill.de

Telefon: 030. 20 69 18 55

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29.02.2020 Düsseldorf erweitert Vorstand

GFDK - Kultur und Medien - Unternehmen

Mehr Zukunft wagen, kreativ und innovativ sein, sich einbringen: Der Verband DIE JUNGEN UNTERNEHMER bietet Familien- und Eigentümerunternehmern sowie Gründern bis 40 Jahre eine schlagkräftige wirtschaftspolitische Interessensvertretung.

Das Vorstandsteam des Wirtschaftsverbands wird ab sofort um Alexander Werhahn ergänzt. Werhahn ist überzeugt: Mutige Visionäre, die das digitale Zeitalter als Chance begreifen, müssen tatkräftig unterstützt werden.

„Ich möchte mit meinem Engagement besonders junge Leute ermutigen, ihre Ideen umzusetzen und ein eigenes Unternehmen zu gründen“, betont Alexander Werhahn, der vor fünf Jahren selbst ein Start-up gründete und heute im Familienunternehmen arbeitet.

Er fährt fort: „Die ökonomischen Veränderungen der kommenden Jahre benötigen Jungunternehmer mit Visionen, Durchsetzungskraft und Optimismus. Wir als Verband unterstützen jedes Engagement, das in diese Richtung geht.“

Neben Alexander Werhahn gehören zum Vorstand der Vorsitzende Paolo Anania, sein Stellvertreter Marvin Müller, die Mönchengladbacher Unternehmerin Kathrin de Blois, Christian Tscharke aus Wuppertal sowie der Düsseldorfer Gründer Christoph Lay.

Vorstandschef Paolo Anania skizziert die Arbeitsausrichtung für 2020 folgendermaßen: „Die Oberbürgermeisterwahl in Düsseldorf werden wir kritisch-konstruktiv begleiten. Zudem werden wir die Einführung von Wirtschaft als Schulfach weiterhin verfolgen und den Meinungs- und Erfahrungsaustausch unserer Mitglieder stärken.“

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28.02.2020 Allein, aber nicht verlassen

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Ein kleiner Feldhase, allein und verlassen am Wegesrand? In der Regel kein Grund zur Sorge, denn meist ist die Mutter nicht weit. VIER PFOTEN gibt Tipps, worauf Spaziergänger beim Fund von jungen Wildtieren achten sollten.

Bereits ab Januar bringen Feldhasen ihre Jungen in flachen Erdmulden, sogenannten Sassen, zur Welt. Die kleinen Hasen sind bei ihrer Geburt schon komplett behaart und haben die Augen offen, trotzdem sind sie sehr verletzlich. Viele Jungtiere fallen Füchsen oder Greifvögeln zum Opfer, erfrieren bei extremen Minusgraden oder sterben bei Stürmen.

Hunde anleinen und Unglücke vermeiden

Auch Katzen und Hunde, die auf ihren Streifzügen oder beim Gassigehen wildern, können ihnen gefährlich werden. Aus Rücksicht auf die hilflosen Hasenkinder sollten Hundehalter deshalb bei Wald- und Wiesenspaziergängen ihren Hund unbedingt anleinen.

„Auch ein Hund, der nicht besonders jagdtriebig ist, kann beim Streunern zufällig über ein Nest stolpern. Damit es gar nicht erst zu einem tragischen Zwischenfall kommt, sollten Hund und Halter auf den Wegen bleiben“, so Christian Erdmann, Geschäftsführer der Wildtierstation Hamburg/Schleswig-Holstein und Wildtierexperte bei VIER PFOTEN.

Allein, aber nicht verlassen

Die jungen Feldhasen werden noch 33 Tage nach der Geburt von ihrer Mutter gesäugt. Weil die Häsin selbst Futter finden muss, verlässt sie ihren Nachwuchs regelmäßig, kehrt aber immer wieder zurück. „Feldhasen sind echte Feinschmecker und ernähren sich von Wildkräutern und Gräsern.

Weil sie längst nicht mehr überall die Auswahl finden, die sie brauchen, müssen die Häsinnen immer weitere Strecken bei der Futtersuche zurücklegen“, weiß Wildtierexperte Erdmann.

„Während die Häsin auf Nahrungssuche ist, sind ihre Kleinen zwar allein, aber nicht verlassen. Ihre Mutter kehrt immer wieder zurück.“

Feldhasen sind Nestflüchter, sie bleiben also nicht permanent in ihrer Sasse sitzen, sondern erkunden schon nach zwei bis drei Tagen die Welt um sich herum. Bei Gefahr drücken sich die scheuen Tierkinder fest an den Boden.

„Wer einen jungen Hasen findet, sollte möglichst einen Bogen um ihn machen. Menschen werden als Bedrohung wahrgenommen und können die Tiere durch ihre Gegenwart in Todesangst versetzen“, so Erdmann.

Gesunde Tiere in Ruhe lassen

Die meisten Junghasen sind weder verwaist noch krank, weshalb man sie nicht unnötig stören und in Panik versetzen sollte. Entdeckt man jedoch ein junges Tier direkt am Straßenrand oder einer anderen Gefahrenzone, kann man es vorsichtig aufnehmen und etwa 30 Meter vom Fundort wieder aussetzen.

„Auch nach dem Umsetzen wird die Häsin ihr Junges wiederfinden und annehmen. Ihr Muttertrieb ist stärker als die Furcht vor dem menschlichen Geruch. Trotzdem sollte man ohne triftigen Grund niemals ein Wildtier anfassen“, erklärt der Wildtierexperte.

Verletzte Hasenjunge sollten vorsichtig aufgelesen und in einen Karton (mit Luftlöchern!) zur nächsten Wildtierstation gebracht werden. Die Aufzucht und Auswilderung von jungen Wildtieren muss immer Experten überlassen werden.

„Wenn der kleine Hase nicht verletzt oder in Gefahr ist, darf man ihn auf keinen Fall mitnehmen. Dadurch macht man sich der Wilddieberei schuldig. Dazu ist es verboten, ohne Genehmigung Wildtiere bei sich aufzunehmen“, warnt Wildtierexperte Erdmann.

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