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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

27.07.2014 Gastspiel

GFDK - Landestheater Linz

Schwanensee – der Inbegriff des Balletts. Seit der Uraufführung 1895 war Tschaikowskys Meisterwerk stets Inspiration und Herausforderung für Generationen von Choreografen und Regisseuren.

Theater in Linz

Eine völlig neue Facette fügt nun Fredrik Rydman's Swan Lake Reloaded dem klassischen Stoff hinzu. Swan Lake Reloaded - Tchaikovsky meets Streetdance ist eine kühne Vision modernen Tanztheaters, der es gelingt, die technisch und akrobatisch hochanspruchsvollen Choreografien einer Streetdance-Show in ein künstlerisches und erzählerisches Konzept einzubinden. Hochkultur und Entertainment verschmelzen zu einem überwältigenden audiovisuellen Gesamtkunstwerk und machen Swan Lake Reloaded zu einer der spektakulärsten Inszenierungen der jüngeren Vergangenheit. 

Die bekannte Geschichte um Prinz Siegfried und die schöne Odette ist in die Moderne transportiert. Die Schwäne sind, gekleidet in weißem Pelz, heroinabhängige Prostituierte. Rotbart, der sich als Zuhälter und Drogendealer die Macht über seine Umgebung verschafft, versorgt die Schwäne mit dem begehrten Stoff.

Freunde der Kunst

Als sich zwischen dem Schwan Odette und Prinz Siegfrid eine zarte Romanze entwickelt, versucht der finstere Rotbart mit allen Mitteln, die Liebe der beiden zu unterbinden. Denn nur diese Liebe kann Rotbarts bösen Bann brechen. In einem Umfeld aus Lug und Trug, Schein und Verlockung müssen die beiden etliche Hindernisse überwinden, die ihren Glauben an die eigene Urteilskraft nachhaltig erschüttern.

Premiere am 12.08.2014

ardelt@remove-this.landestheater-linz.at

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27.07.2014 18. und 19. Oktober 2014

GFDK - Centralstation Darmstadt

Nach einem Abstecher nach Paris, aus dem die mit Platin ausgezeichnete CD „In Paris“ und das gleichnamige Erfolgs-Live-Programm hervorgingen, machen sich Götz Alsmann und seine Band nun auf in Richtung Broadway – den Ort, wo klassische Musicals und unsterbliche Revueschlager seit jeher das Rückgrat des „American Songbook“ bilden.

Kompositionen von Cole Porter, George Gershwin, Jerome Kern, Rodgers & Hammerstein und vielen anderen faszinieren das europäische Publikum schon seit Beginn des Jazz-Zeitalters. Kein Wunder, dass bereits in den frühesten Tagen dieser Epoche auch deutschsprachige Fassungen der großen Broadway-Klassiker entstanden.

Konzert in Deutschland

Diese weitgehend in Vergessenheit geratenen Texte hat Götz Alsmann, der Großmeister des deutschen Jazzschlagers, aus den Tiefen der Archive ausgegraben. Er hat den Songs den typischen Alsmann-Sound verpasst und gestaltet mit seinen Musikern nun einen faszinierenden Abend mit einem Programm, das den Broadway und seine Protagonisten feiert und dem Jazzschlager eine weitere Dimension eröffnet. Die Vorpremiere des neuen Programms „Broadway“ ist gleich zweimal in der Centralstation zu erleben: am Samstag, dem 18., und Sonntag, dem 19. Oktober.

Konzert in Darmstadt

Götz Alsmann & Band: Broadway (Vorpremiere)

Centralstation Darmstadt

Samstag, 18. Oktober 2014
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr

Besetzung: Götz Alsmann (voc, fl), Altfrid Maria Sicking (vb, xyl, tp), Michael Ottomar Müller (bg), Rudi Marhold (dr), Markus Paßlick (perc)

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27.07.2014 Herbstliche Themenwoche

Piroth Kommunikation

"Auf in die Pilze" mit den Schwarzwaldguides, "Ran an den Steinpilz" mit den Naturköchen - vom 27. September bis 5. Oktober 2014 lädt das Enztal zum Pilz-Führerschein in den Nordschwarzwald ein. Pilz-Einsteiger erfahren während der Themenwoche allerhand Wissenswertes zum Vorkommen, den Fundorten und der Verarbeitung der herbstlichen Schätze in der heimischen Küche. Erfahrene Sammler entdecken in den Nadelwäldern rund um die Kur- und Ferienorte Bad Wildbad, Enzklösterle und Höfen an der Enz das reiche Pilzvorkommen der Natur- und Gesundheitsregion. Mit dem Pilz-Führerschein bestehend aus Theorie- und Praxisteilen, vervollständigt das Enztal die kulinarische "Führerschein-Trilogie" für heimische Kräuter, Heidelbeeren und Pilze für seine Genuss-Gäste.

Lamellen oder Schwamm? Hier klären die Pilzexperten des Enztals im Theorie-Teil des Führerscheins auf und geben "den Korb frei". Das notwendige Hintergrundwissen zu den meist schmackhaften, aber oft auch tückischen kleinen Waldbewohnern vermittelt unter anderem Thomas Schindhelm in seiner Einführung "Pilze und ihre Eigenheiten" am 27. September mit anschließender Wanderung. Den Blick auf den Boden gerichtet, durchstreifen Teilnehmer die Wälder rund um das 400 Hektar große Hochmoor-Naturschutzgebiet Kaltenbronn in den Naturräumen Grindenschwarzwald und Enzhöhen. "Auf in die Pilze" - am 30. September führt Schwarzwaldguide Heidemarie Siebler durch die Wälder. Mit dem mitgebrachten Körbchen und Messer suchen Gäste die Naturschätze unter der Leitung der geprüften Pilzsachverständigen. Weiter geht es in der "Theorie" am 2. Oktober mit "Geschichten und Wissenswertes zu Pilzen und Kräutlein" bei der herbstlichen Wanderung mit Schwarzwaldguide Brunhilde Volle. Bei der geführten "Hütten-Wanderung" am 1. Oktober gibt es während der kostenlosen Bewirtung durch einheimische Gastronomie und Gemeinde die erste herbstliche Kostprobe.

In die Pilz-Praxis starten die Sammler am Sonntag, 28. September mit Thomas Schindhelm im Hotel Weingärtner. Der Experte gibt hilfreiche Tipps für das gelungene Pilz-Rezept beim Kochkurs "Kochen mit heimischen Pilzen". Herbstliche Wildgericht-Kombinationen lernen Prüflinge außerdem am 4. und 5. Oktober bei den Kochkursen "Pilz- und Wildgerichte: Leckeres aus der Naturparkregion - dem Koch über die Schulter geschaut". Nach dem "Bestehen" der Theorie und Praxis stellt die Touristik Bad Wildbad GmbH den "Pilz-Führerschein" für ihre Gäste aus und gibt den Korb für das Sammeln in heimischen Gefilden frei.

Das Paket "Pilz-Führerschein im Enztal" vom 27. September bis 5. Oktober 2014, mit vier Übernachtungen und Frühstück ist ab 247 Euro pro Person im Doppelzimmer bei der Touristik Bad Wildbad GmbH unter www.bad-wildbad.de/urlaubsziel-schwarzwald/pauschalangebote buchbar. Enthalten sind hier die Programmpunkte "Kochen mit Pilzen" mit anschließender Verkostung, eine Pilzwanderung oder ein Pilz-Vortrag, ein Abendessen, eine Berg- und Talfahrt mit der Sommerbergbahn, ein Eintritt zum neu eröffneten Baumwipfelpfad Schwarzwald, ein Eintritt in das Infozentrum Kaltenbronn, die Konus-Gästekarte sowie ein vierstündiger Besuch im Palais Thermal. Den "Pilz-Führerschein" erhalten die Gäste mit einem kleinen Präsent zum Abschied.

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27.07.2014 Gioacchino Rossini

GFDK - Theater Magdeburg

»Ich bin das Faktotum der schönen Welt, ich bin der Cicero aller Barbiere.« – Unter dem Namen »Lindoro« hat Graf Almaviva das Herz der schönen Rosina erobert.

Theater in Magdeburg

Doch leider möchte Dr. Bartolo, der eifersüchtige Vormund des Mädchens, sein Mündel selbst ehelichen und versucht alle Verehrer von ihr fernzuhalten. Zum Glück steht »Lindoro« jedoch der ebenso einfallsreiche wie liebenswerte Barbier Figaro zur Seite. Inspiriert von ein wenig Geld hilft dieser nämlich nicht nur bei »haarigen« Angelegenheiten. Mit verschiedenen Maskeraden und allerlei
raffiniert eingefädelten Verwicklungen führen Almaviva und Figaro den alten Bartolo hinters Licht, sodass Rosina und der Graf nach einem turbulenten Verwirrspiel schließlich doch noch glücklich zum Traualtar schreiten können. Und wie die Geschichte weitergeht, erzählt Wolfgang Amadeus Mozart in »Die Hochzeit des Figaro« …

Mit seinem »Barbier von Sevilla« schuf der fast 24-jährige Rossini innerhalb von nur drei Wochen ein geistreiches, prickelnd-feuriges und pulsierendes Meisterwerk ganz im Sinne der italienischen Opera buffa. Dafür griff er auf die Vorlage »La Précaution inutile ou le Barbier de Séville« des französischen Dichters, Geheimagenten und Waffenschmugglers Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahr 1772 zurück. Mit den musikalisch humorvoll gezeichneten Charakteren, den brillanten Solopartien, mitreißend-eingängigen Melodien und temporeichen Ensembles gehört Rossinis Lustspiel heute zu den meistgespielten Opern weltweit.

Freunde der Kunst

am 29.09.2014

ivonne.woltersdorf[at]theater.magdeburg.de

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27.07.2014 Silberschmiedekunst

Wiener Silber Manufactur

Jungdesignerin Julia Obermüller, Studentin an der Universität für angewandte Kunst Wien, entwirft für das Traditionsunternehmen die Schale „Plain“ im Rahmen der WIEN PRODUCTS Collection 2014. Auf der Suche nach jungen Talenten lud die Wiener Silber Manufactur erstmals die Klasse für Industrial Design ein, Entwürfe für Tafelobjekte in Silber zu gestalten. Bei einem Besuch der Produktionsstätte lernten die Studentinnen und Studenten die Silberschmiedekunst aus erster Hand kennen. Im regen Austausch mit den Silberschmiedemeistern setzten sie sich zum ersten Mal mit den Materialmöglichkeiten des Silbers auseinandersetzen. Aus dieser Begegnung entstand eine beachtliche Anzahl an originellen Entwürfen, die eine Vielfalt in Formensprache und Funktionalität aufwiesen.

Die Wiener Silber Manufactur bewertete die Entwürfe anhand der Kriterien innovatives Design, einleuchtende Funktion, technische Machbarkeit und überschaubarer Kostenaufwand. Zur Realisierung gelangt die Schale „Plain“ von Julia Obermüller, weil sie mit schlichtem Design und kluger Funktionalität am überzeugendsten der Materialität und ästhetischen Wirkung des Wiener Silbers gerecht wurde.

In einem Materialexperiment übertrug Julia Obermüller ihre Leidenschaft für Origami auf das edle Metall Silber und gestaltete durch eine simple Falttechnik eine graziöse Schale. „Die Schwierigkeit lag darin, eine Faltung mit dem Material Silber umzusetzen, ohne dass die Teile auseinanderbrechen und eine Lötung erzwingen würden. Wir haben die Materialgrenzen ausgelotet und nach mehreren Experimenten ist es uns gelungen, das Silber über eine Kante zu biegen und damit die richtige Einknickung zu erreichen“, erklärt Julia Obermüller ihren Lösungsansatz. Mit dem englischen Namen „Plain“ bringt sie die Schlichtheit der Form, in der sich aus einer Ebene durch den Schwung einer Linie eine Schale wölbt, zum Ausdruck.

„Das Engagement der Studentinnen und Studenten hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind begeistert von der Vielfalt und Qualität der Entwürfe, die uns bei diesem Projekt präsentiert wurden. Das Ergebnis dieser anregenden Begegnung hat uns darin bestärkt, vermehrt die Zusammenarbeit mit jungen Talenten zu suchen und ihnen eine Chance zu geben, ihre kreativen Ideen bei uns zu realisieren“, sagt Dr. Barbara Kamler-Wild, Art Director der Wiener Silber Manufactur. Ziel des Unternehmens ist es, in Kooperation mit heimischen und internationalen Designern und Künstlern neue Akzente für Tafelobjekte in Silber zu setzen und die Produktpalette kontinuierlich auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln im Sinne ihrer großen Designtradition.

Projektleiter Marcus Bruckmann von der Klasse Industrial Design an der Universität für angewandte Kunst zur Kooperation: „Es ist sehr erfrischend mit einer Firma zusammen zu kommen, welche die Sprache von Designerinnen und Designern seit Generationen versteht. Unsere Begegnung erfolgte auf Augenhöhe und mit größtem Respekt voreinander. Voller Hochachtung vor den außergewöhnlichen handwerklichen Fähigkeiten der Silberschmiede haben die Studierenden großes Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt.“

Das Objekt „Plain“ von Julia Obermüller wird im Rahmen der jährlichen WIEN PRODUCTS Collection der Wiener Traditionsunternehmen umgesetzt und am 11. September 2014 der Öffentlichkeit präsentiert. „Ich betrachte es als eine besondere Ehre, mit der Wiener Silber Manufactur zusammenzuarbeiten und ein Teil dieser bedeutenden Tradition sein zu dürfen“, sagt die Jungdesignerin.

Zur Wiener Silber Manufactur

Das Unternehmen wurzelt in einem der ältesten heimischen Kunsthandwerksbetriebe und blickt auf eine mehr als 130 Jahre alte Geschichte zurück. 1882 gegründet, entwickelte sich die Manufaktur um 1900 zu einem Partner wichtiger Protagonisten der Wiener Werkstätte. Nach Originalvorlagen in ihrem Archiv reproduziert die Wiener Silber Manufactur in Handarbeit Klassiker der Designgeschichte, wie zum Beispiel das revolutionäre  Besteck Nr.135 von Josef Hoffmann, das zu einer Ikone des Wiener Designs wurde. Die klare und funktionelle Eleganz machen diese Klassiker zu zeitlosen Objekten. Neben Tee- und Kaffeegarnituren, Schalen, Vasen, Kerzenhaltern und dergleichen aus der Zeit der Wiener Werkstätte und danach, wird auch gehobene Tafelkultur in modernem Design angeboten. Die Wiener Silber Manufactur setzt Jahr für Jahr in Kooperation mit internationalen zeitgenössischen Künstlern und Designern neue Akzente für Design in Silber auf höchstem Niveau.

www.wienersilbermanufactur.com

office@tonincommunications.com 

 

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27.07.2014 Kunsthalle

GFDK - Kunsthalle zu Kiel

Die im Jahr 2012 durch den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein für ihr Lebenswerk geehrte Künstlerin Elsbeth Arlt (* 1948) ist mit einer Werkschau der besondere Art in der Graphischen Sammlung vertreten.

Ausstellung in Kiel

Die tagebuchartige Serie, von der Künstlerin lakonisch „aquarellieren“ betitelt, dokumentiert in 95 Einzelblättern eindrucksvoll die intellektuelle und ästhetische Dimension ihrer konzeptuellen Arbeitsweise.

Die fast hundert Blätter sind als künstlerisch-sprachliche Aufzeichnungen vom 1. September bis zum 30. November 1996 in Aquarell, Bleistift und Schreibmaschine entstanden. Das tagtägliche Malen und Zeichnen, Sammeln, Notieren und Bearbeiten von Gegenständen, Bildern, Wörtern und Sätzen ließ ein Archiv entstehen, in dem Bild und Text eine Synthese bilden, oder auch in einer antithetischen Zusammenfügung gerade durch das scheinbar Gegensätzliche ihre Bedeutung erlangen.

Teil der Ausstellung ist zudem der Film „morgens um halb acht“ (1993), in dem die Künstlerin einprägsam über ihre Arbeit, ihre Malgründe und ihr Umfeld spricht, während vor ihrem Flensburger Atelier der morgendliche Verkehr mal fließt, mal stockt.

Freunde der Kunst

Die Arbeiten wurden als Schenkung der Künstlerin dem Schleswig-Holsteinischen Kunstverein übergeben.

presse@kunsthalle-kiel.de

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27.07.2014 im Grafschafter Museum im Moerser Schloss

GFDK - Grafschafter Museum im Moerser Schloss

Vor rund 2000 Jahren gründeten die Römer im heutigen Asberg ein Militärlager, im benachbarten Lagerdorf siedelten Handwerker und Händler. Der Geschichtsschreiber Tacitus glaubte, Odysseus habe ASCIBURGIUM gegründet. Wie lebten die Menschen in jeder kleinen Grenzsiedlung am Niederrhein? Die Ausstellung geht der Frage nach und präsentiert zahlreiche Grabungsfunde aus der Zeit der ersten Grabungen im 19. Jahrhundert bis zu den aktuellsten Funden.

Ausstellung in Moers

Die Ausstellung führt 2000 Jahre zurück, in die Zeit, als der Rhein die Grenze zwischen dem Römischen Reich im Westen und den freien germanischen Stämmen im Osten bildete. Um diese Grenze zu bewachen, errichteten die Römer 16. v. Chr. an einem Altarm des Rheins im Gebiet des heutigen Moers-Asberg ein Kastell, das etwa 100 Jahre Bestand hatte: Asciburgium. Zum Lager gehörten ein Dorf, ein Hafen und Gräberfelder.

Die in Asciburgium stationierten Soldaten stammten aus Italien, Syrien, Germanien und dem Balkan.  Zu ihrem durchorganisierten Alltag gehörten Kampfübungen, Reparaturen an den Lagerbauten, die Versorgung der Pferde, die Pflege der Rüstung und die Zubereitung der Mahlzeiten. Die Soldaten lebten auf sehr engem Raum, ihre spärliche Freizeit verbrachten sie im Badehaus oder im Lagerdorf. Geradezu luxuriös dagegen lebten der Kommandant und sein Stab: Sein Haus, das praetorium, bot großzügig eingerichtete Privatgemächer mit eigenen Baderäumen.

Außerhalb der befestigten Mauern des Kastells entwickelte sich ein Lagerdorf. Hier gab es nicht nur Tavernen, in denen die Soldaten bei Wein, Würfelspiel und weiblicher Gesellschaft ihre Freizeit verbrachten. Hier lebten vor allem Handwerker und Händler aus benachbarten Provinzen und Veteranen mit ihren Familien. Metzger, Bäcker, Töpfer, Schneider und Schmied reihten sich neben Obst- und Gemüseläden. Hier versorgte sich die Kundschaft mit verschiedenen Käsesorten, feinen Ölen, Kräutern und würzigen Fischsaucen.

Außerhalb der Dörfer lagen auf beiden Seiten der Straßen die Gräberfelder. Jedes Jahr im Februar richteten die Hinterbliebenen ein Festmahl am Grab aus, an dem die Toten symbolisch teilnahmen. Totengedenken war in der römischen Kultur wichtig: Gedachte man der Toten nicht in angemessener Weise, zogen – so glaubte man - die Schatten der Verstorbenen nachts jammernd und heulend durch die Straßen. Wer es sich leisten konnte, gab den Verstorbenen kostbare Grabbeigaben mit: Sechs reich ausgestattete, nebeneinander liegende Gräber wurden 2009 entdeckt.  

Das Römerlager Asciburgium wurde um 90 n. Chr. aufgelöst, das Lagerdorf blieb noch längere Zeit bestehen. Aus dem römischen Asciburgium entwickelte sich die Ortbezeichnung Asberg. Von den römischen Holzgebäuden war jedoch längst nichts mehr zu erkennen. Im 19. Jahrhundert wuchs die Sensibilität der Menschen für ihre Geschichte – und damit das Interesse am römischen Erbe Asbergs. Pionier war hier der Amtsgerichtsrat Dr. Hermann Boschheidgen. Der Begründer des Grafschafter Museums leitete Ende des 19. Jahrhunderts die ersten systematischen Ausgrabungen auf dem Burgfeld.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung ist in großen Teilen eine Übernahme aus dem Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg. Das Grafschafter Museum erweitert die Präsentation um die ersten Grabungsfunde aus der Sammlung Boschheidgen und die spektakulären neuesten Grabungsfunde aus dem Jahr 2009. 

grafschafter-museum@remove-this.moers.de

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26.07.2014 26. Oktober bis 2. November 2014

GFDK - Maria Schenderlein

Lutherstadt Wittenberg: Das Wittenberger Renaissance Musikfestival gehört zu den jährlichen Veranstaltungshöhepunkten der Lutherdekade und findet traditionell in der Woche rund um den Reformationstag statt.

In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto »Spanische Musik am Hofe Kaiser Karl V.« und präsentiert vom 26. Oktober bis zum 02. November insgesamt 14 Konzerte, 10 Workshops für Instrumentalspiel und Tanz, sowie Vorträge, einen Renaissancemarkt, einen Tanzball und eine historische Instrumentenausstellung. Mit insgesamt 28 Veranstaltungen an 7 Spielorten präsentiert sich das diesjährige Festivalprogramm so vielfältig und umfangreich, wie nie zuvor.

Karten sind ab sofort erhältlich über die Tickethotline 0700.20082017 oder auf der Website von Reservix.

Zum Auftakt des Festivals treten der gefeierte „Kulttenor“ (MDR Figaro) Marco Beasley und das Ensemble L’Accordone auf. Weitere Stars der Alten Musik, die 2014 beim Festival zu erleben sein werden, sind das vielfach ausgezeichnete Blockflötenquartett Flautando Köln, das Spezialensemble Capella de la Torre, der Vihuelaspieler Rafael Bonavita, der Lautenist Joachim Held sowie das gastgebende Ensemble der Wittenberger Hofkapelle.

Festival in Deutschland

Thomas Höhne, künstlerischer Leiter des Festivals, freut sich dieses Jahr besonders über die Kooperation mit dem Verband der Blockflötenpädagogik in Deutschland e.V. (ERTA), der am Reformationswochenende zeitgleich eine dreitägige Tagung mit dem Titel »Musik um Luther« in Wittenberg veranstaltet und somit viel Fachpublikum in die Stadt lockt. „Dies ermöglicht uns, ein größeres Spektrum an Veranstaltungen sowie wissenschaftlichen Vorträgen über die Musik der Lutherzeit zu präsentieren. Außerdem bereichert die Kooperation mit der ERTA unsere Historische Instrumentenausstellung, bei der in diesem Jahr über 40 Instrumentenbauer, Notenhändler und Verleger aus ganz Deutschland erwartet werden“.

Weiterhin, so Thomas Höhne, präsentiert das Festival erstmals auch Kurse für Harfe und Hackbrett. Die beliebten Workshops für Renaissancetanz, Barockgitarre, Viola da Gamba und Laute werden ebenfalls wieder während der Festivalwoche von erfahrenen Dozenten geleitet, wobei hier, unter Bezug auf das Festivalmotto, spanische Musik im Mittelpunkt steht.

Festival in Wittenberg

Auch in diesem Jahr gehören die Konzerte der Nachwuchsensembles zum festen Programm der Renaissance Musiktage, um die Bedeutung und den Erfolg der musikalischen Nachwuchsarbeit vor großem Publikum zu zeigen und in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Zum einen wird das Wittenberger Praetorius Consort mit der Leipziger Jugendmusiziergruppe Michael Praetorius auftreten. Zum anderen präsentiert auch die ERTA ein Konzert, bei dem gleich 4 Nachwuchsensembles aus Leipzig und Halle, die allesamt auch Preisträger des Bundesjugendwettbewerbs „Jugend Musiziert“ sind, zu erleben sein werden. Außerdem präsentiert die ERTA anlässlich ihres Jahreskongresses im Rahmen des Festivalprogramms das Blockflötenquartett Flautando Köln. Gemeinsam mit dem bekannten Schauspieler Martin Brambach vertont das Ensemble die Reformation mit Musik und Text. Weitere Künstler, die die ERTA zum Kongress und zum Festival nach Wittenberg geladen hat, sind das Blockflötenconsort Paradizo des Instituts für Alte Musik der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar und das Ensemble La Mouvance.

9. WITTENBERGER RENAISSANCE MUSIKFESTIVAL
vom 26. Oktober – 02. November 2014 in Wittenberg

Workshops: 26. Oktober – 02. November 2014

Renaissance Fest & Ausstellung: 01. - 02. November 2014

DAS KONZERTPROGRAMM

26. Okt. | 17 Uhr | Stadtkirche zu Wittenberg | Eröffnungskonzert
Marco Beasley und das Ensemble Accordone „Musica nella Napoli vicereale“

27. Okt. | 19 Uhr | Lutherhaus zu Wittenberg
Rafael Bonavita »Juan Bermudo y la vihuela en la España de Carlos V«

28. Okt. | 19 Uhr | Katholische Kirche zu Wittenberg
Wittenberger Hofkapelle und Anne Schneider

29. Okt. | 19 Uhr | Stadtkirche zu Wittenberg
Jugendmusiziergruppe „Michael Praetorius“ Leipzig und Praetorius Consort Wittenberg „Wir gleuben all an einen Gott“

30. Okt. | 19 Uhr | Schloss Pretzsch
Wittenberger Hofkapelle „Spanische Musik“

30. Okt. | 20 Uhr | Lutherhaus zu Wittenberg
DIE NACHT DAVOR – Kurzvorträge und Musik mit der Capella Bambergensis „Die Schlange und das Lamm – auf den Spuren der Familie Cranach“

31. Okt. | 14 Uhr | Schlosskirche zu Wittenberg
Wittenberger Hofkapelle – Festkonzert zum Reformationstag »Eine feste Burg ist unser Gott«

31. Okt. | 16 Uhr | Schlosskirche zu Wittenberg
English Choir Berlin – Fest der Lieder zum Reformationstag »Lieder und Chormusik aus der anglikanischen Tradition«

31. Okt. | 15 & 17 Uhr | Katholische Kirche zu Wittenberg
Lorenz Duftschmid (Viola da gamba) und Joachim Held (Laute) »Folies d’Espagne«

31. Okt. | 22 Uhr | Katholische Kirche zu Wittenberg
Ensemble Paradizo und Myriam Eichberger »Musik der Renaissance« (Eine Veranstaltung der ERTA)

01. Nov. | 12 - 18 Uhr | Altes Rathaus
02. Nov. | 10 – 15 Uhr | Altes Rathaus
Renaissancefest - Renaissancemarkt | Instrumentenausstellung | Renaissancetanzball

01. Nov. | 20 Uhr | Altes Rathaus
Renaissancetanzball

01. Nov. | 15 Uhr | Schlosskirche zu Wittenberg
Schülerkonzert mit Preisträgern des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ (Eine Veranstaltung der ERTA)

01. Nov. | 15 Uhr | Schlosskirche zu Wittenberg
La Mouvance und Christine Mothes
»Die himmlische Kunst Musica« (Eine Veranstaltung der ERTA)

02. Nov. | 11 Uhr | Leucorea Audimax
Flautando Köln und Martin Brambach
„Non moriam sed vivam“ (Eine Veranstaltung der ERTA)

02. Nov. | 15 Uhr | Stadtkirche zu Wittenberg | Abschlusskonzert
Capella de la Torre und die Wittenberger Hofkapelle



MEDIENARBEIT
Maria Schenderlein
info@pro-kultur.de

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26.07.2014 Galerie 100 kubik

GFDK - Galerie 100 kubik

100 kubik präsentiert unter dem Titel „Helden“ die Arbei- ten des Künstlers Jordi Urbón (*1962, Puigcerdà). Der Künst- ler ist der Gewinner der IV. biennalen Ausschreibung von 100 kubik. Die Ausstellung fin- det im Rahmen des Photosze- ne-Festivals 2014 statt.

Ausstellung in Köln

Jordi Urbón kreiert in seinen  Computer generierten Bildern fiktive Welten, die er mit kleinen Erzählungen anreichert. Die Figuren seiner Bilder fin- den sich an surrealen, traumartigen Orten wieder, die aus ihrem Unterbewusstsein her- vorzutreten scheinen und an den innersten Emotionen der menschlichen Existenz rühren. Oftmals portraitiert er sich selbst und tritt als Protagonist seiner Arbeiten, mal als Held, mal als clownesker Gänsehirte auf. In seinen Bildern reflektiert er mit viel Ironie und Humor die Rolle des Künstlers und der Kunst und verweist in den neugeschaffenen Wel- ten durch Anspielungen auf die Kunst als Medium zur Erweiterung der Realität. 

In seiner Serie „Helden“ führt uns Jordi Urbón eben diese anders als erwartet vor Augen. Sie scheinen ihrer  „Heldenhaftigkeit“ beraubt und haben etwas närrisches  und regelrecht lächerliches an sich. Jordi Urbóns Helden sind Helden des Alltags und werden von einer privaten, häuslichen Seite, bügelnd, Wäsche aufhängend und putzend dargestellt. Es sind Helden, die Zweifel und Probleme haben, die sie jedoch vor der Welt verbergen, um ihrer Rolle gerecht zu werden.

In seinen Bildern blickt Urbón mit einem Au-genzwinkern hinter die Kulis-sen und zeigt, dass auch Hel-den normale Menschen sein können.  Bildnerische Mittel wie die Malerei finden zwar Anklang  und verschwinden in seinen Werken nicht gänzlich, aber sie werden durch neue künstlerische Strategien, Medien und Arbeitsmethoden ersetzt. Für seine digitalen Malereien bedient sich der Künstler verschiedener Techniken wie Fotografie, Zeichnung, Malerei und digitalen Texturen. Die Bilder Jordi Urbóns wollen nicht nur gesehen, sondern auch verstanden und gelesen werden.

Freunde der Kunst

Mit seinen Werken sollen beim Betrachter verschiedene Ebenen des Bewusstsein ange- sprochen  und wachgerufen werden. Zudem versucht Urbón den Betrachter dazu zu bringen, seine eigenen Ideen zu den Werken beizusteuern und festgefahrene Vorstellungen aufzulösen und zu hinter- fragen.  Urbón illustriert auf poetische Weise und durch starke Bilder die Themen, die ihn beschäfti- gen, und eröffnet bei genauem Betrachten neue Welten, voller Anspielungen, Metaphern und mit einer Vielfalt von Bedeutungen aufgeladen.  

Vernissage: 05.09.14,19-21 h

presse@100kubik.de

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26.07.2014 nach Molière

GFDK - CAMMERSPIELE

Harpagon ist reich – stinkreich. Und alle wollen an sein Geld: der Kutscher, der Koch und seine Kinder. Alle wollen einen auf dicke Hose machen, den Jet Set leben, mit der großen Liebe durchbrennen und vor allem: nicht arbeiten müssen, denn Papa hat ja das Geld!

Theater in Leipzig

Wirklich dumm für sie, dass er es nicht einfach so hergeben will. Für Cléante und Élise bedeutet das puren Stress, denn immerhin spekulieren sie auf Papas Finanzspritzen. Aber auch Harpagon ist nervös: möglichst gewinnbringend will er seine Kinder unter die Haube bringen. Doch die haben ganz andere Pläne. Nur gut, dass keiner vom geheimen Goldschatz im Garten weiß.

Das nicht abgesprochene Tauschgeschäft zwischen den Generationen bleibt selbst innerhalb einer Familie undurchsichtig. Liebe und Fürsorge sind schließlich nicht mit einem Geldwert gleichzusetzen. Oder etwa doch?

Das Sommertheater der Cammerspiele widmet sich in diesem Jahr Frankreichs größten Komikern: Molière und Louis de Funès. Letzterer hätte in diesem Sommer seinen hundertsten Geburtstag gefeiert. Er selbst träumte lange davon, Molières Stück am Theater zu spielen, doch sein gesundheitlicher Zustand nach einem Herzinfarkt erlaubte ihm „nur“ die Hauptrolle im Film „Louis, der Geizkragen“.

Der von de Funès verkörperte, tobsüchtige Harpagon wird zur Paraderolle und ist zugleich eine Verbeugung vor dem Werk Molières.

Zum 10ten Mal in der Galerie KUB sowie erstmals auch in der Villa Hasenholz!

Freunde der Kunst

26.07., 30.07., 31.07., 01.08., 02.08., 06.08., 07.08., 08.08., 09.08. | je 19.30 Uhr: Galerie KUB, Kantstr. 18 (Südvorstadt) und: 27.08., 28.08., 29.08. | je 19.30 Uhr: Villa Hasenholz, Gustav-Esche-Str. 1 (Leutzsch)

koch@cammerspiele.de

 

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