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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

26.07.2014 Schwarzer Humor

Kino.de

Deftige Balkankomödie über einen Priester, der mit unkonventionellen Methoden für mehr Nachwuchs auf einer kroatischen Insel sorgt. Schwarzer, manchmal etwas grenzwertiger Humor, absurde und überdrehte Situationen, kraftvolle Sprüche und dröhnende Musik auf die Ohren, diese Zutaten der typischen Balkankomödie mischt Vinko Bresan zu einem pikanten Potpourrie. Kirche und Sexualität, diese unendliche Geschichte zweier Gegensätze, inszeniert er nicht als Klatsche für katholische Moral, sondern spinnt ein unterhaltendes Histörchen, in dem der Priester nicht der verkniffene Gottesdiener ist, sondern ein sympathischer und einfallsreicher Hirte, der seinen widerborstigen Schäfchen zu mehr Kindern verhelfen will.

Der junge Geistliche sorgt sich um die niedrige Geburtenrate auf der kleinen dalmatischen Insel. Mehr Begräbnisse als Taufen in der Gemeinde, das geht ihm gegen den Strich. Da fromme Ermahnungen verpuffen, greift er bald zu rabiateren Methoden. Vor dem Kondomverkauf am Kiosk wird im Akkord mit der Nadel in die Verhüterli gepiekt, in der Apotheke gibt's bald Vitamine statt Antibaby-Pille und in neun Monaten im Dorf viel Babygeschrei.

Das hört sich nicht nur nach Klamauk an, ist auch Klamauk. Aber einer von der liebenswerten Sorte, der es in manchen Momenten so richtig schön menscheln lässt. Kresimir Mikic ist als göttlicher Stellvertreter zwar kein Don Camillo und die Dorfhonoratioren sind keine Figuren à la Peppone, aber die Ankurbelung des Kindersegens unterhält durch schlitzohrige und hintersinnige Komik. Bresan haut beim Sägen an kirchlicher Autorität heftig auf den Putz, reißt nicht gerade subtile Witze und sein Frauenbild hat schon einigen Staub angesetzt (wobei die Männern auch nicht gerade durch Modernität auffallen).

Umrahmt wird das Geschehen von der Beichte des engagierten Seelsorgers, dem im Krankenbett die Sünden auf der Seele lasten und der oft direkt in die Kamera spricht, die ansonsten im Breitbildformat die Schönheit der Insel einfängt. Der entspannte Ton verändert sich zum dramatischen durch Themen wie Kindsmissbrauch durch einen Priester, Kindsaussetzung nach der Geburt oder dem Ansturm von ungewollt kinderlosen Paaren auf die Insel, die verzweifelt auf Nachwuchs hoffen. Da knirscht es im dramaturgischen Getriebe, geht die Leichtigkeit etwas flöten. mk.

Kinostart: 08.07.2014

Quelle: kino.de

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26.07.2014 Newcomer

fame creative lab

Laut dem Tourismusinstitut von Nicaragua INTUR besuchten von Januar bis einschließlich Mai 2014 insgesamt 545.174 Touristen das mittelamerikanische Land, dies bedeutet einen Zuwachs von 8,4% im Vergleich zum Vorjahr. Der bisher stärkste Monat war der April mit einer Steigerung der Einreisen von über 25%. Im laufenden Jahr 2014 reisten 7.287 deutsche Touristen nach Nicaragua, damit ist Deutschland der wichtigste europäische Markt. Mit einem Zuwachs von 9,6% steht Deutschland im Hinblick auf die Besucherentwicklung an dritter Stelle, hinter Großbritannien und den USA.

Die Einreisen aus Gesamteuropa nahmen von Januar bis Mai 2014 um 9,3% auf 39.502 zu. Auch der Devisenfluss ins Land entwickelt sich positiv: mit Einnahmen aus dem Tourismus in Höhe von $114,5 Millionen erfolgte eine Steigerung von 7%. Deutsche Touristen verweilen im Durchschnitt 10,8 Tage in Nicaragua und geben dabei rund $51,30 pro Tag aus. Im Mai ging außerdem die Kreuzfahrtsaison 2013/2014 zu Ende. Insgesamt legten während der
Saison 43 Schiffe in den Häfen von Nicaragua an und brachten 48.234 Passagiere und 22.917 Crewmitglieder ins Land. Neben den Häfen von Corinto und San Juan del Sur standen die Kolonialstädte Granada und León hoch im Kurs bei den Kreuzfahrern.

Auch in Zukunft möchte sich Nicaragua weiter als internationale Tourismusdestination entwickeln. Aktuell sind zahlreiche Projekte zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur in der Umsetzung, insgesamt liegen Investitionen in Höhe von $56,21 Millionen zugrunde, die während der Bauphase 1.675 Arbeitsplätze sowie nach ihrer Inbetriebnahme 309 neue Arbeitsplätze schaffen werden. Schlüsselregionen für die Investitionsprojekte sind Managua, Granada, León und Matagalpa.

Über CATA, Central America Tourism Agency

CATA ist die verantwortliche Stelle zur touristischen Förderung der Multidestination Zentralamerika. Ihre Tätigkeit zielt darauf ab, die Positionierung Zentralamerikas als Reiseziel mittels strategischer Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen auf internationalem Niveau zu festigen. Zentralamerika soll als wettbewerbsfähige, innovative und vielfältige Destination wahrgenommen werden. Weitere Ziele sind die stetige Erhöhung der internationalen Einreisezahlen in die sieben Länder, die Pflege internationaler Kontakte und das Erschließen neuer
Geschäftsfelder.

Weitere Informationen zu Zentralamerika unter www.visitcentroamerica.com.

isabell@fame-creativelab.com

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26.07.2014 Seele des irischen Pops

GFDK - MLK

The Script sind mit weltweit über 20 Millionen verkauften Tonträgern eine der größten Sensationen der letzten Jahre. Quasi aus dem Nichts tauchte das Trio aus Dublin auf und eroberte überall auf der Welt die Hitlisten im Sturm. Seit Veröffentlichung ihrer ersten Single „We Cry“ 2008 ist die Band Dauergast in den globalen Charts. Alle ihrer drei bisherigen Alben, „The Script“, „Science & Faith“ und „#3“, erhielten Multi-Platin-Auszeichnungen.

Mit der Singleauskopplung aus dem letzten Album, „Hall Of Fame“, gelang ihnen 2012 ein internationaler Nr. 1-Hit mit 5 Millionen verkauften Exemplaren, 133 Millionen YouTube-Klicks und über 100 Millionen Spotify-Plays. Nun steht für das brillante Trio das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte an: Die  Vorab-Single „Superheroes“ wird ein erster Vorbote auf das am 15. September erscheinende vierte Studioalbum „No Sound Without Silence“ sein. Bereits einige Tage zuvor können die deutschen Fans die neuen Songs erstmals im Rahmen des exklusiven Konzertes am 10. September in Hamburg live erleben.

Konzert in Deutschland

Danny O’Donoghue (Keyboards, Vocals), Mark Sheehan (Gitarre) und Glen Power (Drums) begegneten sich in der Welt gut produzierter und stimmungsvoller Musik. Danny und Mark kennen sich seit fast zwei Jahrzehnten und konnten bereits 1996 mit der Band MyTown einige Erfolge in Irland feiern. Nachdem sie eine Zeit lang als Session-Musiker und Produzenten gearbeitet hatten, wurden sie Ende der 90er in die Vereinigten Staaten eingeladen, um mit einigen ihrer großen Studio-Helden zusammen zu arbeiten, darunter R’n’B- und Soul-Legenden wie Teddy Riley, The Neptunes oder Rodney Jerkins. Zurück in Dublin, bauten sie sich ihr eigenes Studio und „probierten alles aus, was sich als nützlich erwies“, so Danny.

Der Sound von The Script ist geprägt von den Emotionen und der Leidenschaft der irischen Seele. Zugleich erstrahlen die Songs in kenntnisreicher Modernität und gipfeln in Refrains, in die Menschen auf der ganzen Welt sofort einstimmen können. Tatsächlich kennt ihre Musik, obwohl vom Ansatz im Pop verankert, wenig Grenzen. Es gibt Lieder, die von transzendentaler, raumgreifender Atmosphäre leben, und andere, die mit knackigen Gitarren zum Tanzen einladen. Es gibt gerappte Passagen ebenso wie Momente voller Soul, Tiefe und einer herrlich abgestimmten Stille. Diese einzigartige Mischung aus Hip-Hop und elektronischer Musik, souligen Passagen und typisch britischem, handgemachtem Pop, wie man sie auf ihrem Debütalbum „The Script“ findet, traf 2008 den Nerv des Zeitgeists.

Konzert in Hamburg

2011 eroberten sie Russland, Australien, Japan und die USA, wo sie für über eine Million verkaufter Exemplare ihrer Single „Breakeven“ Platin erhielten. Auf Tourneen mit U2 und Paul McCartney stellten sie ihre außergewöhnlichen Live-Qualitäten unter Beweis. So war es keine Überraschung, dass ihr zweites Album „Science & Faith“ in Großbritannien und Irland wieder auf Platz 1 der Charts einstieg und die erste Singleauskopplung „For The First Time“ in zahlreichen Ländern in die Top 5 vordrang. In der Folge nahmen The Script sogar den schwierigen US-amerikanischen Markt ein, „Science & Faith“ erreichte Platz 3 der Billboard Charts, ihre anschließende US-Tournee war restlos ausverkauft.

2012 erschien ihr bislang letztes Album „#3“, das erwartungsgemäß wieder zum internationalen Hit avancierte und in zahlreichen Ländern in die Top 10 vordrang. Die erste Single „Hall Of Fame”, die in Zusammenarbeit mit dem Black Eyed Peas-Vordenker Will.i.am entstand, war trotz einer mutigen Ausgestaltung ein weiterer Treffer: Sie zeigt die überwältigende Spannbreite ihres künstlerischen Schaffens mit einem fantastischen Spagat zwischen handgemachtem Pop und lässigem Rap-Feeling. Ähnlichen Mut bewies The Script auch im Rahmen der Aufnahmen zu ihrem kommenden Album „No Sound Without Silence“. Sie entstanden zu großen Teilen unmittelbar während ihrer ausverkauften Welttournee in einem mobilen Studiobus. „Wenn man von der Bühne kommt, ist man in einer ganz besonderen Stimmung“, erklärte Danny O'Donoghue. „Man fühlt sich größer als das Leben. Dieses Gefühl wollten wir für die Aufnahmen nutzen, um einzigartige Momente auf Band zu bannen.“

 

Marek Lieberberg presents
The Script

Mi.,     10.09.14         Hamburg         Große Freiheit 36

 

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26.07.2014 Vom 29. bis 31. August 2014

Maggioni Tourist Marketing

Für viele ist der valdostanische Ortsname La Thuile ein Synonym fürs Skifahren! Schließlich zählt die kleine Berggemeinde mit ihren zahlreichen Liftanlagen, Pisten und Skihütten zu einem der fünf größten
Wintersportgebiete des Aostatals! Und dennoch sind Schneevergnügungen jedweder Art bei weitem nicht das Einzige, für das die Ortschaft im Westen der Region einen Besuch lohnt – ist sie doch auch eine „Città del Cioccolato“, eine Stadt der Schokolade und damit eine Stadt für Naschkatzen. Besonders vielfältig davon überzeugen kann man sich vom 29. bis 31. August 2014, bei der vierten Ausgabe des Feinschmeckerfestes „CHOCOLAThuile“. Die dreitägige Veranstaltung rund um die „Speise der Götter“ ist eine Kombination aus Verkaufsausstellung und Themengastronomie und erfreut sich – obwohl noch sehr jung – bereits schon jetzt großer Beliebtheit.

Den Titel „Città del Cioccolato“ trägt La Thuile seit 2009. Verliehen bekommen hat sie ihn vom Chococlub, dem italienischen Verband der Schokoladenliebhaber, für ihre patentierte Schokoladen-Spezialität „La Tometta“. Der Name könnte irreführend sein, fällt einem doch zuallererst der gleichlautende Käse ein. In Wirklichkeit handelt es sich bei dieser besonderen Tometta jedoch um ein delikates Törtchen aus Milchschokolade, Nougat und Piemonteser IGP Haselnüssen, dessen Form an den Alpkäse erinnert! Hergestellt werden die 350 Gramm Freude für den Gaumen von der renommierten Traditionskonditorei „Pasticceria Chocolat“. Zwei weitere schokoladige Stadt-Spezialitäten sind die „Torta 1441“ (die Zahl steht für die Höhe, auf der La Thuile liegt) aus dem Hause „Serendipity Coffee and Words“ sowie „il gelato al cioccolato fondente“, das Zartbitter- Schokoladeneis der Bar „La Crèmerie“.

Probieren und natürlich auch kaufen kann man diese sowie viele weitere süße Delikatessen aus feinster Schokolade bei der vierten „CHOCOLAThuile“ vom 29. bis 31. August 2014 – dem Gipfeltreffen von Gourmets, Konditormeistern, Künstlern und Gastwirten. Wie in den letzten Jahren werden auch diesmal wieder Chocolatiers aus ganz Italien nach La Thuile kommen, um ihre Schoko-Schätze zu präsentieren. Und während die örtlichen Restaurants Schokolade wohlschmeckend in ihre Menüs einfließen lassen, werden die heimischen Kunsthandwerker kleine Kunstwerke aus der „Speise der Götter“ herstellen. Die drei Tage mit einem reichhaltigen Programm für Jung und Alt voller Koch- und Backworkshops, Verkostungswerkstätten, Fachkonferenzen und Spiele laden zum ausgiebigen Stöbern und Schmausen ein.

Wer am letzten Augustwochenende keine Zeit hat, um in La Thuile dabei zu sein, braucht sich nicht zu grämen: Mit der Initiative „Cioccolando in Alta Quota – Eccellenze made in Italy“ bieten die teilnehmenden Kaffeehäuser, Konditoreien, Restaurants und Geschäfte der Berggemeinde den Einwohnern und Gästen nämlich das ganze Jahr über die Gelegenheit, in ihre Welt der Schokolade einzutauchen. Neben dem Verkosten von süßen und herzhaften Speisen auf der Basis von Schokolade erfahren die Besucher auf ihrer Entdeckungsreise viel über nationale und weltweite Herstellungsverfahren von Schokolade, über schokoladige Zubereitungsweisen von Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch und Gemüse sowie über das weite Feld des Schokoladen-Kunsthandwerks.

Wer die so erworbenen Pfunde schnell wieder loswerden möchte, dem bieten sich in La Thuile – auch im Sommer – die besten Sportmöglichkeiten. Für Wanderer und Mountainbiker besteht z.B. wieder bis zum 31. August das Angebot, mit den örtlichen Liftanlagen in die Höhe zu schweben. Oben angekommen lädt ein hervorragendes Wegenetz ein, sich die Beine zu vertreten oder mit dem Rad hinabzusausen. Ebenso kommen hier Freerider voll und ganz auf ihre Kosten. Viele weitere Informationen zum Wandern, Mountainbiken, zum Schokoladenfest „CHOCOLAThuile“ und zu der Initiative „Cioccolando in Alta Quota“ finden Sie auf dem Portal des örtlichen Tour Operator Verbands von La Thuile sowie auf dem offiziellen Tourismusportal der Region Aostatal:

www.lathuile.it

www.lovevda.it

Pressekontakt: ak.boch@maggioni-tm.de

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26.07.2014 Kunstpavillon

GFDK - Kunstpavillon

Die 1944 in Tilsit geborene und in München lebende Malerin Annette Bastian studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und der HfBK Berlin bei Gerhard Hoehme und Alexander Camaro.

Ihre Arbeiten sind der narrativen Kunst zuzuordnen, nicht zuletzt wegen der Lust am Erzählen, der Freude am Aufzeigen von Absurdem und der Irritation; alles Eigen-schaften, die charakteristisch für ihren künstlerischen Ansatz stehen.

Ausstellung in München

Ihren Bildern ist die Ausdauer und Präzision des Malvorgangs förmlich anzusehen. Die Zeit scheint angehalten zu sein, alltägliche Szenen wurden ausgeklammert, nur bestimmte Momente haben sich film-still-ähnlich abgebildet und wirken wie aus einem verlaufenden Zusammenhang geschnitten.

Diese Arbeitsweise eröffnet den überraschenden Aspekt, dass die Motive ihrer klar gegliederten und in den subtilen Farbabstufungen gemalten Bilder, sowohl in der realen wie auch der fiktiven Welt zu hause sind.

Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2014 für den Münchner Maler, Zeichner und Objektkünstler Erich Auer

Für sein Lebenswerk erhält der 1936 in München geborene Maler, Zeichner und Objektkünstler Erich Auer den Seerosenpreis 2014 der Landeshauptstadt München.

Sein umfangreiches Werk umfasst teils großformatige Bilder und Objekte in Acryl auf Leinwand und Karton, Zeichnungen in vielschichtigen Techniken, Collagen mit Papiermaterialien, sowie Objekte aus Hanfschnüren und Maschendraht.

Häufig durchdringen und ergänzen sich die Gestaltungsmittel, es entstehen meist farbintensive, zwei- oder dreidimensionale Werke mit komplexer Binnenstruktur. Sie sind Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Ausdrucksmöglichkeiten bildnerischer Mittel und elementarer, ungegenständlicher Formen.

Erich Auer hat seit seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Professor Jean Deyrolle trotz oft widriger Lebensumstände kontinuierlich als Künstler in München gearbeitet und ausgestellt.

Freunde der Kunst

Er entwickelte dabei auch raumorientierte Konzepte, häufig realisiert in langfristiger Zusammenarbeit mit Künstlern, die er bei seinen Studienreisen unter anderem in Frankreich, Lettland und anderen osteuropäischen Ländern kennen lernte.

Preisverleihung und Vernissage im Kunstpavillon am 14. August 2014, 19.00 Uhr

kontakt@kunstpavillon.org

 

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26.07.2014 Museum Ludiwg

GFDK - Museum Ludwig

In Zeit­en um­fassen­der ge­sellschaftlich­er Um­brüche wird die Fo­to­gra­fie zu einem wichti­gen Medi­um. Denn als Ab­bild der Wirk­lichkeit be­sitzt sie eine un­mit­tel­bare Wirkung, die der Fo­tothe­o­retik­er Ro­land Barth­es in sein­er 1979 er­schiene­nen Schrift 'Die Helle Kam­mer' unge­bändigt nan­nte. Es ist dies­er di­rekte Re­al­itäts­bezug, „das Erwachen der un­beugsa­men Re­al­ität“, der das Doku­men­tarische als kün­st­lerische Hal­tung in Um­bruch­szeit­en be­deut­sam macht.

Das gilt zum Beispiel für die Jahre um 1979 – der Be­ginn der so­ge­nan­n­ten Krisen­jahrzeh­nte, deren Auswirkun­gen die weltweit­en ökonomischen und poli­tischen Ver­hält­nisse bis heute prä­gen. Die Kün­stler und Fo­to­grafen beobachteten und doku­men­tierten den globalen Wan­del über län­gere Zeiträume in der Regel dort, wo sie lebten. Zum Teil ent­s­tan­den große Fo­tokon­vo­lute. Da­her ste­ht in der Ausstel­lung nicht das Einzel­bild, son­dern die Se­rie im Mit­telpunkt.

Ausstellung in Köln

Die Ausstel­lung präsen­tiert Fo­to­se­rien von 13 Fo­to­grafen und Kün­stlern aus der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig, er­weit­ert um Lei­h­gaben, die ex­em­plarisch die Samm­lung ergänzen. Hierun­ter befin­d­en sich Ar­beit­en von Robert Adams, Derek Ben­nett, Joachim Brohm, David Gold­blatt Can­di­da Höfer, Miyako Ishi­uchi, San­ja Ivekovic, Ute Klophaus, Karl C Kugel, Boris Mikhailov, Gabriele und Hel­mut Noth­helfer, Tho­mas Ruff und Raghu­bir Singh.

Die doku­men­tarische Hal­tung ist nicht in den Fo­to­gra­fien allein, son­dern auch in ihrem Ge­brauch zu ent­deck­en. Fünf Fra­gen wer­den da­her in der Ausstel­lung an jede Fo­to­serie gerichtet: Wer hat die Auf­nah­men ge­macht, wann und wo, in wessen Auf­trag, an wen sind sie adressiert, wo und wie wur­den sie er­st­mals veröf­fentlicht? Und welche Möglichkeit­en der An­näherung an Fo­to­gra­fie kön­nen in der Ge­gen­wart bes­timmt wer­den?

Der Ti­tel der Ausstel­lung ge­ht zurück auf Ro­land Barth­es Schrift Die helle Kam­mer von 1979. Hi­er un­ter­schied Barth­es zwei Um­gangsweisen mit der Fo­to­gra­fie – ihre Zäh­mung durch äs­thetische Kat­e­gorien wie Au­torschaft, Oeu­vre und Genre oder das Zu­lassen ihr­er Ver­rück­theit, das in dem „Erwachen der un­beugsa­men Re­al­ität“ in der Fo­to­gra­fie be­grün­det liege. Et­wa zwanzig Jahre später zeigten die doc­u­men­ta X und doc­u­men­ta 11 1997 und 2002, dass die zwei­fache Be­trach­tung der Fo­to­gra­fie als Kunst und als Ab­bild der Wirk­lichkeit sich nicht wider­sprechen muss.

Im Ge­gen­teil – nach Ok­wui En­we­zor ist ger­ade die Fo­to­gra­fie als Doku­ment dazu in der Lage, Äs­thetik und Ethik in ein neues Ver­hält­nis zuei­nan­der zu setzen. Heute – 35 Jahre nach Er­schei­nen von Barth­es’ Es­say Die helle Kam­mer – zeigt die Ausstel­lung Un­beugsam und unge­bändigt doku­men­tarische Fo­to­gra­fien, die um 1979 ent­s­tan­den sind, um sie auf ihre äs­thetischen und ethischen, per­for­ma­tiv­en und poli­tischen Bezüge zur „un­beugsa­men Re­al­ität“ hin zu be­fra­gen.

Freunde der Kunst

pfennig@museum-ludwig.de

 

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25.07.2014 Doppelehrung

GFDK - Samaya Almas Thier

Die 1944 in Tilsit geborene und in München lebende Malerin Annette Bastian erhält den Seerosenpreis der Stadt München. Annette Bastian studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und der HfBK Berlin bei Gerhard Hoehme und Alexander Camaro.

Ihre Arbeiten sind der narrativen Kunst zuzuordnen, nicht zuletzt wegen der Lust am Erzählen, der Freude am Aufzeigen von Absurdem und der Irritation; alles Eigen-schaften, die charakteristisch für ihren künstlerischen Ansatz stehen.

Ihren Bildern ist die Ausdauer und Präzision des Malvorgangs förmlich anzusehen. Die Zeit scheint angehalten zu sein, alltägliche Szenen wurden ausgeklammert, nur bestimmte Momente haben sich film-still-ähnlich abgebildet und wirken wie aus einem verlaufenden Zusammenhang geschnitten.

Diese Arbeitsweise eröffnet den überraschenden Aspekt, dass die Motive ihrer klar gegliederten und in den subtilen Farbabstufungen gemalten Bilder, sowohl in der realen wie auch der fiktiven Welt zu hause sind.

Lebenswerk geht an Erich Auer

Für sein Lebenswerk erhält der 1936 in München geborene Maler, Zeichner und Objektkünstler Erich Auer den Seerosenpreis 2014 der Landeshauptstadt München.

Sein umfangreiches Werk umfasst teils großformatige Bilder und Objekte in Acryl auf Leinwand und Karton, Zeichnungen in vielschichtigen Techniken, Collagen mit Papiermaterialien, sowie Objekte aus Hanfschnüren und Maschendraht.

Häufig durchdringen und ergänzen sich die Gestaltungsmittel, es entstehen meist farbintensive, zwei- oder dreidimensionale Werke mit komplexer Binnenstruktur. Sie sind Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Ausdrucksmöglichkeiten bildnerischer Mittel und elementarer, ungegenständlicher Formen.

 Erich Auer hat seit seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Professor Jean Deyrolle trotz oft widriger Lebensumstände kontinuierlich als Künstler in München gearbeitet und ausgestellt.

Er entwickelte dabei auch raumorientierte Konzepte, häufig realisiert in langfristiger Zusammenarbeit mit Künstlern, die er bei seinen Studienreisen unter anderem in Frankreich, Lettland und anderen osteuropäischen Ländern kennen lernte.

Preisverleihung und Vernissage im Kunstpavillon am 14. August 2014, 19.00 Uhr

kontakt@kunstpavillon.org

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25.07.2014 Zusatz-Konzert im Juli

GFDK - Andreas Fauser

Nach den herausragenden Kritiken der Deutschland-Tournee im Sommer 2013, mit weit über 50.000 begeisterten Fans, kündigen Neil Young & Crazy Horse nun drei Zusatz-Konzerte im Juli 2014 an. Die Konzerte im Rahmen der Alchemy-Tour begleiten die Veröffentlichung des Erfolgsalbums ‘Psychedelic Pill’ und sind die ersten Auftritte Youngs in Deutschland mit seiner legendären Band Crazy Horse (Frank ‘Poncho’ Sampedro, Billy Talbot und Ralph Molina) seit 2003. Neil Young & Crazy Horse spielen am 20. Juli in Ulm auf dem Münsterplatz, am 25. Juli in Mönchengladbach im Hockey Park und am 28. Juli auf der Nordmole im Zollhafen in Mainz.

Konzert in Deutschland

Der Opener von ‘Psychedelic Pill’ ist ‘Driftin’ Back’, ein ergreifendes 27-minütiges Epos, das mit einem akustischen Intro (der einzige Abschnitt des Albums der in Kamuela, Hawaii aufgenommen wurde) beginnt, bevor es Wegen hinterherjagt, die bereits angedeutet waren, aber niemals ausgekundschaftet wurden. Jesus, Maharishi und Picasso kommen in dem Song vor, während Neil Young anmerkt, wie das Bild und Botschaften, die mit diesen in Verbindung gebracht werden, ausnahmslos korrumpiert und missverstanden werden. Genauso wie er befürchtet, dass seine eigene Botschaft und Kunst durch die gleiche Technologie korrumpiert und geschwächt wurde, die sie erst zugänglicher gemacht hat.

Konzert in Mainz

Zwei weitere Songs auf dem Album berühren ähnlich ausschweifendes musikalisches Territorium. Die elegische Ode ‘Ramada Inn’ und das spirituelle Gebet ‘Walk Like A Giant’. Weitere Highlights sind ‘Born in Ontario’, das weitere Details bietet und neue Perspektiven eröffnet in das stark autobiographische Thema, das sich bis zu ‘Helpless’ zurückverfolgen lässt. ‘Twisted Road’ ist ein freudvolles „Danke Schön“ an einige derer, die ihn inspiriert haben (und das heute noch tun), allen voran Bob Dylan (“Like Hank Williams chewin’ bubble gum / Askin’ me ‘How does it feel’”). Der Titelsong ist ein facettiertes, mitreißendes Vollgasstück, in dem er den unverfälschten Geist des Rock’n’Roll die Ehre erweist.

 

Montag, 28.07.2014 um 19:00 Uhr – Nordmole, Zollhafen

NEIL YOUNG & CRAZY HORSE

Eintrittspreise €: VVK 65,-
(Alle angegebenen Preise im Vorverkauf zzgl. VVK-Gebühr)

 

Veranstaltungsort:  

Nordmole, Zollhafen
Am Zoll - und Binnenhafen 17
55120 Mainz

Tickethotline: 06131-220438

 

 

Andreas Fauser
NuzzCom Music Office
Gwinnerstr. 5
60388 Frankfurt
andreas@nuzzcom.com

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25.07.2014 Georges Bizet

GFDK - Nationaltheater Mannheim

Der spanische Soldat José verfällt der Fabrikarbeiterin Carmen. Er gibt für sie sein bürgerliches Leben und seine Selbstachtung auf und gerät in einen immer tieferen Strudel der Abhängigkeit. Als sie ihn verlässt, bleibt ihm nichts mehr. In rasender Verzweiflung ersticht er sie.

Theater in Mannheim

Bizets Carmenfigur eröffnet die Liste erotischer Frauengestalten, an denen seit dieser Zeit männliche Opernhelden verglühen. Viel weniger als Carmens spätere Geschwister Salome und Lulu ist sie selbst dabei aber bloßes Geschöpf aus dem Reich männlicher Fantasien. Bizets Oper ist eine ausgefeilte soziale Milieustudie mit Figuren von hoher psychologischer Glaubwürdigkeit. Carmens offensiver Umgang mit der Anziehung, die sie auf Männer ausübt, ist ihre Waffe im Kampf um das bisschen Lebensglück, das sie dem Leben am unteren Rand der Gesellschaft für sich abzutrotzen versucht.

Das Publikum der Pariser Uraufführung zeigte sich düpiert von Bizets realistischem Porträt einer sozialen Schicht, in der roher Lebenshunger herrscht, das Gesetz der Straße regiert, Konflikte und Enttäuschungen nicht anders als durch Gewalt ausgetragen werden.

Freunde der Kunst

Ein erster geringer Erfolg war seiner Carmen wenige Monate später in Wien beschieden, Bizet freilich erlebte ihn nicht mehr: An einem Herzanfall war er nach den Querelen um diese Oper gestorben.

sandra.strahonja@remove-this.mannheim.de

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25.07.2014 Fridericianum

GFDK - Fridericianum Kassel

Die Ausstellung nature after nature veranschaulicht eine Natur nach der Natur, die sich in ihren komplexen, globalen Transformationen allein in Ausschnitten erfassen und begreifen lässt.

Ausstellung in Kassel

Die Trennung von Natur und Kultur ist obsolet. Natur sind wir und alles, was uns umgibt. Natur macht und wird, Natur ist Subjekt und Material zugleich. Die Ausstellung nature after nature zeigt künstlerische Positionen, die mit Materialien arbeiten, die uns umgeben und Natur konstituieren. Unterscheidungen zwischen synthetisch und organisch, mensch- und naturgemacht werden nicht hingenommen. Eine Natur nach der Natur, die sich von einem idealisierten und ideologisierten Begriff abgrenzt und neu gedacht werden muss.

Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung nature after nature setzen sich mit einer Natur auseinander, die von sozialen wie ökonomischen Strukturen durchzogen ist. Einer Natur, die sich aus Materialien wie Epoxiden, Aluminium oder Beton zusammensetzt; die Grundbestandteil von Technologien ist, und sich in chemischen wie physikalischen Prozessen zeigt.

Freunde der Kunst

info@remove-this.fridericianum.org

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