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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

24.08.2014 Kunsthalle Nürnberg

GFDK - Kunsthalle Nürnberg

Über Jahrhunderte war Malerei ein äußerst diskretes Medium. Selbstgenügsam hing der Bildträger – unabhängig von der Beschaffenheit des ihn umgebenden Raumes – flach an der Wand.

Ausstellung in Nürnberg

Die Kunsthalle Nürnberg präsentiert mit der Ausstellung Off the Wall! Bildräume und Raumbilder nun Positionen gegenwärtiger Malerei, die diese klassische Flachheit des Mediums selbstbewusst infrage stellen. Die eigens für die Ausstellung konzipierten Werke von Cornelia Baltes, Benjamin Houlihan, Markus Linnenbrink, Claudia & Julia Müller, Christine Streuli und Alexander Wolff beschränken sich nicht auf einen planen Bildträger, sondern werden volumenhaft, dehnen sich aus und greifen in die dritte Dimension. Malerei wird zum skulpturalen Objekt, der flache Bildträger zu dreidimensionalen Illusionsräumen transformiert und der architektonische Umraum durch installative Verfahren in die Kompositionen einbezogen. Die Möglichkeiten wie auch die Grenzen der Malerei als Tafelbild, Wandbild, Raumbild, Bild im Raum und Raum im Raum werden erprobt.

Zugleich verweigern sich die Exponate einer simplen gattungsspezifischen Einordnung und bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen Objekt, Collage, Reproduktion, Fotografie und animiertem Video. Jedoch kann ein Kunstwerk, das als „Promenadenmischung“ daherkommt und einem traditionellen Malereiverständnis zunächst zu widersprechen scheint, dennoch als Malerei wahrgenommen werden, wenn malerische Fragestellungen und Methoden thematisiert werden.

Der Titel der Gruppenausstellung ist doppeldeutig zu verstehen: In seiner wörtlichen Übersetzung bedeutet er so viel wie „Weg von der Wand!“, aber zugleich steht „Off the Wall!“ im englischen Sprachraum auch für „unorthodox“ oder „unkonventionell“. Und auch der Besucher hat in dieser Ausstellung eine unkonventionelle Rolle: Er ist nicht mehr „nur“ betrachtendes Gegenüber, da ihm die Rauminszenierungen eine aktive Rolle zuweisen. Erst durch seine Bewegung im Raum werden die Arbeiten erlebbar, und das traditionelle Davorstehen wird durch ein Eintreten und Eintauchen ersetzt.

Cornelia Baltes (*1978) machte 2011 an der Londoner Slade School of Fine Art ihren Abschluss (MFA). Seit März 2014 arbeitet sie als Stipendiatin des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums in Nürnberg. Viele der Exponate, die nun in der Ausstellung Off the Wall! zu sehen sind, entstanden im Kontext dieses Stipendiums. Ihre Beobachtungen alltäglicher Objekte und Zusammenhänge des Lebens übersetzt die Künstlerin in subtil humorvolle Kompositionen zwischen Figuration und Abstraktion. Dabei erscheint das traditionell „langsame“ Medium Malerei vielfach wie eine vermeintlich spontane Geste mit unmittel­barem visuellem Bildwitz. In ihren Werken zeigt sich ebenso ein vielseitiges Spiel mit der Malerei: Architekturelemente werden zu abstrakten Farbfeldern, Fotografien werden digital „bemalt“ und skulpturale wie installative Elemente erscheinen als volumenhafte Variante der doch eigentlich körperlosen Malerei. Cornelia Baltes Werke spielen klug mit den Gattungsbegriffen und scheinen alles zugleich zu sein: Gemälde, Skulptur, Installation und Mixed-Media-Assemblage.

Kunsthalle Nürnberg

Benjamin Houlihan (*1975), der sein Studium an der Kunst­akademie Düsseldorf 2007 als Meisterschüler von Georg Herold abschloss, wird in einem Raum der Kunsthalle einen umlaufenden Fries auf die Wand „malen“. Dieses Friesband setzt sich aus abstrakten, roten Farbtupfern zusammen, die auf der Wand zu flirren scheinen. Ungewöhnlich ist, dass Houlihan die Farbe nicht mit dem Pinsel aufträgt, sondern auf die Wand leckt. In nahezu impressionistischer Gestaltungsweise, spontan und frei im Umgang mit der Farbe, ermöglicht das plastisch erscheinende Friesband eine neue Raumerfahrung und hinterfragt zugleich mit der Wand als Bildträger den Ewigkeitsanspruch der Kunst.

Diese ephemere Wandarbeit setzt der Künstler in Bezug zu einer farbintensiven, amorph erscheinenden Skulptur, die sich aus scheinbar willkürlich übereinander geschichtetem Farbschaum aufbaut. Ihr Entstehungsprozess ist durch Houlihans Materialwahl geprägt: Die Skulptur ist aus Polyurethan, das vom Künstler mit Farbpigmenten eingefärbt wird. Das Material, eine Art Montageschaum, härtet bereits nach 10 Sekunden aus, so dass jede kompositorische Entscheidung schnell getroffen werden muss. Einem Action-Painting ähnlich, wo Farbe auf die Leinwand gespritzt, getropft oder geschüttet wird, bewegen sich auch Houlihans Skulpturen gekonnt im Spannungsfeld zwischen Gestaltungswille und Zufall. Im Kontext der Aus­stellung erscheint der Entstehungsprozess der Skulpturen auch deshalb interessant, weil das Ergebnis eines quasi malerischen Aktes eben kein Gemälde, sondern eine Skulptur ist: ein kluges Spiel mit den traditionellen Kategorisierungen der Kunst.

Das Werk des in Brooklyn, New York lebenden Künstlers Markus Linnenbrink (*1961) umfasst neben großformatigen Gemälden und Skulpturen auch ortsspezifische Wand,- Boden-, und Decken­malereien, die die Grenzen der Malerei und deren Ausweitung in den Raum thematisieren. Für die Ausstellung Off the Wall! wird er zwei Ausstellungsräume der Kunsthalle Nürnberg in ein begeh­bares All-over-Painting verwandeln: Die Böden, Wände und auch die Hohlkehlen der Decken werden bis hin zu den Oberlichtern mit perspektivisch angeordneten Farbstreifen versehen. Durch deren spezifische Anordnung und den alles überschreitenden Farbauf­trag scheint Linnenbrink die Grenze zwischen Zwei- wie Dreidimensionalität aufzulösen und suggeriert zugleich die Vorstellung eines sich endlos ausdehnenden Raums. Dieser Farbraum evoziert Bewegungen und Veränderungen, denen das irritierte Auge kaum folgen kann und entwickelt dabei eine nahezu psyche­delische Intensität. Die Farbe emanzipiert sich vom reinen Medium zum Protagonisten des abstrakten Bildsystems. Durch die spezi­fische Form der Farbverarbeitung, die sich durch die Substanz und Konsistenz der vom Künstler selbst gefertigten Farben ergibt, entwickelt die Farbe ein Eigenleben: Tropfen wie Schlieren erzählen vom Entstehungsprozess des Farbraums.

Ein intermedialer Umgang mit den künstlerischen Mitteln ist auch Leitmotiv der vielschichtigen und geheimnisvollen Rauminszenierungen von Claudia & Julia Müller, die seit Anfang der 1990er Jahre als Künstlerduo zusammenarbeiten. Das klassische Medium der Malerei und der Zeichnung verbindet sich in mehrteiligen, installativen Arrangements mit skulpturalen Elementen zu einem subtilen Dialog zwischen Fläche und Raum, zwischen Narration und Abstraktion.

In der Kunsthalle Nürnberg ist erstmals eine neue Werkgruppe großer Keramikobjekte in Kombination mit zarten, wandfüllenden Zeichnungen zu sehen. Blind Paintings nennen die beiden Künstlerinnen die hybriden Keramikobjekte, da sich deren endgültige Farbigkeit erst während des Brennvorgangs ergibt und die Wahl des Kolorits daher bisweilen wie ein künstlerischer Blindflug erscheint. In den noch ungebrannten Ton schreiben die Schwestern eine abstrakte, gestische Malerei ein. Dabei prägt der Gestus nicht nur die zweidimensionale Oberfläche, sondern verformt den dreidimensionalen Gegenstand: Malerei und Plastik bilden eine untrennbare Symbiose.

Die großformatigen Zeichnungen, die direkt auf die Wände der Kunsthalle Nürnberg gemalt wurden, zeigen Figuren, die trotz ihrer Monumentalität leicht wie Luftschiffe durch den Raum zu schweben scheinen. Diese beruhen teils auf privaten Erinnerungsfotografien, teils zeigen sie auch antik anmutende Skulpturen, deren Bildvorlagen aus Büchern entnommen wurden. Die schattenhaften Körper erzählen von träumerischen Momenten des Außerhalb-der-Welt-Stehens, von den stillen, unproduktiven und nur halbbewussten Zuständen während eines Tagesablaufs. Der transitorische Eindruck wird durch die verblasste, fast schüchterne Farbigkeit der Schattierungen befördert.

Christine Streuli (*1975), die 2007 gemeinsam mit Yves Netzhammer den Schweizer Pavillon auf der Biennale Venedig gestaltete, hat im Frühjahr 2014 eine große Rauminstallation als Beitrag zur 19th Biennale of Sydney konzipiert. Dem Entwurf dieser Arbeit ähnlich, hat sie für die Kunsthalle Nürnberg unter Verwendung von Tapeten und stark farbigen Papierarbeiten eine ortsspezifische Rauminstallation entwickelt, die ganz im Kontext ihres Anspruches steht, „einen Weg zu finden, mit der Malerei anders umzugehen, als bisher damit umgegangen wurde“.

Streulis dichte Bildwelten von furioser Energie und Dynamik enthalten verschiedenste Elemente aus Hoch- und Populärkultur, die von Werbemotiven bis zu arabischer Ornamentik reichen. Die Künstlerin, die sich bereits während ihres Studiums weitgehend von der Arbeit mit Pinsel und Ölfarbe verabschiedete, verwendet, dem Gestus des traditionellen Malergenies entgegen, Spritzpistole und Schablone sowie verschiedene Druck-, Collage- und Abklatschverfahren. Wiederholung, Spiegelung und Symmetrie sind neben überbordendem Formenreichtum und gewaltiger Farbigkeit grundsätzliches Merkmal ihrer Arbeiten. Ihrem installativen, ortsspezifischen Denken entsprechend bildet ihre Malerei dynamische Erfahrungsräume, die anstelle einer passiven, frontalen Betrachtung eine aktive Blick- und Körperbewegung des Betrachters sowie Neugier und Aufmerksamkeit erfordern.

Die entgrenzten Wand- und Tafel-, ja Raumbilder des in Berlin lebenden Künstlers Alexander Wolff (*1976), der an der Städelschule Frankfurt a.M. und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studierte, lassen sich weder formal noch inhaltlich auf eine Ebene beschränken. Entgegen einem Verständnis von Malerei als in sich geschlossene Fläche und als eine von Betrachter und Ausstellungsraum auto­nome Realität, sind seine Arbeiten von einer grundsätzlichen Verwicklung mit dem Raum geprägt.

Freunde der Kunst

Sie benötigen diesen als Bezugssystem, sind mit ihm verwoben, greifen in ihn aus, enthalten ihn. Dabei schafft Wolff komplexe, temporäre Gesamt­situationen, die architektonische Eigenheiten und Lichtverhältnisse des Ausstellungsortes ebenso thematisieren wie ihre Prozesshaftigkeit und Unabgeschlossen­heit. Basis seiner Arbeiten von sinnlicher wie anziehender Materialität – Holz, Textilien, Schmutz, Luftpolsterfolie und Schatten, aber auch Fotografie und Video werden in die Malerei integriert – sind dabei konzeptuelle Überlegungen zu grundsätzlichen Fragen nach der Natur des Bildes und seinem Ver­hältnis zu Umraum und Betrachter.

 kunsthalle(at)stadt.nuernberg(dot)de

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23.08.2014 Deutsch-französisches Programm

GFDK - hr

Ein Schlüsselwerk des deutschen Nachkriegskomponisten Bernd Alois Zimmermann steht im Mittelpunkt des Konzerts der Reihe „Forum Neue Musik“ am Freitag, 12. September, 20 Uhr, im hr-Sendesaal des Frankfurter Funkhauses: die „Ekklesiastische Aktion“. Mit Olivier Messiaens „Et exspecto resurrectionem mortuorum“ und Luc Ferraris „Histoire du plaisir et de la desolation“ werden ihr zwei Werke französischer Komponisten des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt. Am Pult des hr-Sinfonieorchesters steht Sylvain Cambreling, den Gesangspart übernimmt Dietrich Henschel (Bass).

Die als „Ekklesiastische Aktion“ bezeichnete Komposition „Ich wandte mich um und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne“ von Zimmermann war eine Auftragskomposition der Stadt Kiel für ein Konzert anlässlich der Olympischen Segelwettbewerbe 1972.

In ihrer Mischung oratorischer, hörspiel- und gestenartiger Elemente sprengt sie den Rahmen dessen, was Musik im Konzert ansonsten ausmacht. Die Textgrundlage bildet das alttestamentliche Buch „Ecclesiastes“. Der Text wird von Dietrich Henschel (Bass) und Thomas Thieme (1. Sprecher) vorgetragen. André Jung (2. Sprecher) rezitiert die Dostojewski-Texte.

Konzert in Deutschland

Sowohl Ferraris „Histoire du plaisir et de la desolation“ als auch das den Toten der beiden Weltkriege gewidmete und von der Zuversicht der Auferstehung kündende „Et exspecto resurrectionem mortuorum“ von Messiaen behandeln existenzielle Fragen.

Die Konzerteinführung „Musik im Gespräch“ findet um 19 Uhr im hr-Sendesaal statt. hr2-kultur überträgt das Konzert am Dienstag, 23. September, ab 20.05 Uhr.

Sylvain Cambreling ist Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg sowie Generalmusikdirektor der Oper Stuttgart. Der gebürtige Franzose ist Gastdirigent zahlreicher Opernhäuser, wie der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und der Pariser Oper, und tritt bei international Festivals unter anderem in Glyndebourne, Salzburg und Bregenz auf.

Konzert in Frankfurt

Dietrich Henschel hat Engagements sowohl bei Festivals als auch an renommierte Opernhäuser im In- und Ausland, wie der Opéra Bastille in Paris, dem Opernhaus Zürich oder der Kölner Oper.

Thomas Thieme wirkte 2012 als Erzähler im Hörspiel „Ulysses“ nach James Joyce mit, dem mit einer Laufzeit von über 22 Stunden bis dahin längsten Hörspiel des Südwestrundfunks und eine der aufwändigsten Hörspielproduktionen der ARD.

André Jung ist seit 2004 Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele und wirkte in zahlreichen Hörspielen mit.

Konzertkarten für das „Forum Neue Musik“ sind zu 18 Euro beim hr-Ticketcenter, Telefon 069/155-2000, www.hr-ticketcenter.de sowie an der Abendkasse erhältlich. Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

Das hr-Sinfonieorchester hat im Social Web das Hashtag #hrSO.



Ulrike Schmid
hr-Pressestelle
ulrike.schmid@hr.de

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23.08.2014 Joanna Murray-Smith

GFDK - Hans Otto Theater Potsdam

Die Hirnforscherin Alice Harper ist die erste weibliche Preisträgerin einer international renommierten Auszeichnung für humanitäre Leistungen.

Theater in Potsdam

Ihre Welt ist makellos schön, intellektuell anregend, aufgeklärt und erfolgreich. Mit ihrem Mann Patrick, einem beachteten Schriftsteller, hat sie den gemeinsamen Sohn Joe zu selbstständigem, kritischem Denken und zu Toleranz erzogen. Umso größer ist der Schock, als die Eltern erfahren müssen, dass der 16-jährige Joe eine Moschee mit einer Hassparole besprüht hat. Woher kommt der Antrieb für diese fremdenfeindliche Tat? Ist der Sohn tatsächlich Rassist? Ist er einfach nur verwöhnt? Oder noch schlimmer: dumm? Will er sich abgrenzen? Wie lehnt man sich auf gegen moralisch einwandfreie Eltern? Wieso bereut Joe seine Tat nicht?

Doch die Dinge sind noch weit komplizierter. Die Journalistikstudentin Rebecca wühlt mit ihren Fragen dunkle Punkte der Vergangenheit auf und für alle beginnt eine Zerreißprobe. Wie egoistisch sind die Motive bei der Wahl der ideologischen Heimat? Welche Erzählungen über den richtigen Weg zum Glück halten den prüfenden Blick aus historischem Abstand aus?

Freunde der Kunst

am 19.09.2914

presse@remove-this.hansottotheater.de

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23.08.2014 Stadthaus Ulm

GFDK - Stadthaus Ulm

2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Das Stadthaus zeigt drei in sich geschlossene Zyklen mit Arbeiten der drei Ausnahmefotografen Anja Niedringhaus, Jan Banning und Bryan Adams, die extreme Gewalterfahrungen verschiedener Kriegswirklichkeiten portraitieren.

Ausstellung in Ulm

Die Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus (1965-2014) berichtete als Augenzeugin für Associated Press über 20 Jahre mit eindringlicher Schonungslosigkeit unmittelbar aus weltweiten Krisen- und Kriegsgebieten, unter anderem aus Kroatien und Serbien, Irak, Afghanistan, Libyen und Israel. Unter extremen Bedingungen dokumentierte Niedringhaus, oft Schulter an Schulter mit Soldaten, Leben und Sterben im Ausnahmezustand militärischer Auseinandersetzungen. Ihre Bilder rücken den Menschen ins Zentrum. Sie begegnete ihm mit Neugier und Respekt gleichermaßen, seien es Soldaten, die mit Verzweiflung, Wut, Schmerz oder Tränen kämpfen, oder eine strapazierte Zivilbevölkerung, die um Normalität und Würde ringt.

Unter dem Titel "At War" hatte sie eine Auswahl ihrer Arbeiten der letzten 10 Jahre zusammen gestellt, die u.a. bei C/O Berlin 2011 und in der Deutschen Börse Frankfurt/M. ausgestellt wurde und nun im Stadthaus gezeigt wird. Ein Ausstellungskatalog erschien bei Hatje Cantz und ist derzeit vergriffen.

Am 4. April 2014 wurde Anja Niedringhaus auf dem Weg zur Wahlbeobachtung in Afghanistan erschossen, ihre Kollegin Kathy Gannon schwer verletzt.

Der Portraitzyklus „Comfort Women“ (erschienen 2010) des niederländischen Fotografen und World Press Photo Award-Preisträgers Jan Banning (*1954) zeigt indonesische Frauen, die während des Zweiten Weltkrieges als sogenannte „Trostfrauen“ in Militärunterkünfte und Frontbordelle der japanischen Armee verschleppt und dort teils jahrelang Opfer sexueller Gewalt und systematischer Zwangsprostitution wurden. Mehr als sechs Jahrzehnte hatten die Frauen über die an ihnen begangenen Verbrechen geschwiegen - oft aus Scham und Angst vor sozialer Ächtung -, bevor sie sich von Jan Banning portraitieren ließen und über ihre leidvolle Geschichte, die seelischen Verletzungen und Folgeschäden berichteten. Das Buch „Comfort Women / Troostmeisjes“ ist 2010 bei Ipso Facto / Seltmann+Söhne erschienen.

Der Musiker und Fotograf Bryan Adams (*1959) fotografierte für seine 2010 bis 2013 entstandene Portraitserie „Wounded - The Legacy Of War“ britische Kriegsheimkehrer aus Afghanistan oder dem Irak. Mit der nüchternen Präzision einer Großbildkamera und vor sachlich ausgeleuchtetem Studiohintergrund dokumentiert er die Kriegsverletzungen der Männer und Frauen, zeigt ihre Verstümmelungen, Narben und Verbrennungen. Adams hat die Verwundung der oft noch sehr jungen Veteranen im Blick. Er portraitiert ihren trotzigen Willen und Stolz, mit dem sie um ihren Weg zurück ins Leben kämpfen. Sie posieren nicht in heroischem Patriotismus, sie umgibt vielmehr die Aura eines verstörend provokativen Optimismus. Die beinahe lebensgroßen, sehr monumentalen Abzüge machen eine direkte Konfrontation mit dem Menschen „hinter“ dem Bild unausweichlich, nicht als Darstellung eines Krieges, sondern als Realität des Krieges. Das Buch „Wounded - The Legacy Of War“ ist 2013 bei Steidl erschienen.

Freunde der Kunst

Dem französischen Philsosophen und Soziologen Jean Baudrillard zufolge verflüchtigt sich die Wirklichkeit durch eine visuelle Reizüberflutung in austauschbare Bilder. Kriege werden in den Medien überbelichtet, bleiben aber gleichzeitig unterbelichtet im Gedächtnis. Die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten eint jedoch eine Wucht, die den Betrachter berührt. Diese Bilder bleiben abrufbar, weil auch das von Bedeutung ist, was nicht unmittelbar auf den Bildern zu sehen ist. Wir fragen uns nicht, wie nah man den abgebildeten Ereignissen oder Personen ist, wir hinterfragen auch nicht die Authentizität der Bilder oder versuchen sie mit der unmittelbaren Wirklichkeit zu vergleichen. Vielmehr erinnern wir diese Bilder, weil sich uns ihre Bedeutung und die Geschichte, die wir damit assoziieren, eingebrannt haben und sie über den engen Horizont bloßer Tagesaktualität hinausreichen.

s.presuhn@ulm.de

 

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23.08.2014 Juli 2015

GFDK - Semmel Concerts

DER RAKETENFLUG DER NACHTIGALL GEHT WEITER! UDO LINDENBERG AUF STADION-KURS 2015
In Leipzig ist er am vorletzten Weekend abgehoben – und vor den Augen von rund 100.000 Fans noch einmal im Astronautenanzug hoch über das Stadion in den Nachthimmel geschwebt!

Doch dies ist nicht das Ende der Panik-Mission! UDO LINDENBERG gab jetzt seinem Kontrollzentrum die Freigabe für die nächsten Stadien-Abenteuer mit seiner Crew: „Nach’m heißen Osten und dem wilden Westen soll’s nun in den coolen Norden, die rockige Mitte und in die Hauptstadt der Bunten Republik gehen!“ Der Astronaut muss weiter. Die Fans fordern das vehement. Und der Panikpräsident gibt dem Ruf des Volks nach.

Konzerte in Deutschland

2015 wird das Jahr der Jahre! Die Rakete beschleunigt erneut und setzt in drei deutschen Städten auf. Erstmals schwebt der Udonaut am 10. Juli 2015 – im wahrsten Sinn des Wortes - in die HDI Arena in Hannover zum Konzertstart. Vier Tage später nimmt die Crew Anflug auf das Olympiastadion in Berlin, ehe die Triebwerke am 18. Juli in der Frankfurter Commerzbank Arena zum Intro losdonnern.

Konzerte in Hannover, Frankfurt und Berlin

Rund 200.000 Besucher jubelten bei den vier Stadien-Konzerten in Düsseldorf und Leipzig UDO LINDENBERG und seinen Freunden zu. Ein neuer Rekord in der langen Karriereliste des Panikpräsidenten! Mit der spektakulären Actionshow krönt der deutsche Rockpionier sein Lebenswerk.

 

UDO 2015 IN DEN STADIEN

10. Juli 2015 Hannover – HDI Arena
14. Juli 2015 Berlin – Olympiastadion
18. Juli 2015 Frankfurt – Commerzbank Arena

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23.08.2014 Paradiesische Inseln

LMG Management

Das Turtle Hospital auf den Florida Keys & Key West engagiert sich seit Jahren für den Schutz von Meeresschildkröten. Verletzte, hilfsbedürftige Tiere werden hier aufgefangen, rehabilitiert und wieder in ihren Lebensraum entlassen. Im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts arbeitet das Turtle Hospital derzeit mit der Sea Turtle Conservancy mit Sitz in Gainesville/Florida, Panama und Costa Rica zusammen. Das Projekt namens „Tour de Turtles“ verfolgt das Ziel, Distanz und Wege von freigelassenen Tieren zu ermitteln und damit mehr über ihre Lebensgewohnheiten zu erfahren.

Zehn Meeresschildkröten wurden bereits seit Mai dieses Jahres in den Gewässern des Golfs von Mexiko und des Atlantischen Ozeans zwischen Florida, Panama und Costa Rica wieder ausgesetzt. Ein am Panzer befestigter Satelliten-Transmitter liefert den Forschern wichtige Daten über die zurückgelegten Strecken und Wege zwischen Nestplatz und Nahrungsgebieten.

„Pine Tyme“, eine Unechte Karettschildkröte, die im Turtle Hospital gesund gepflegt wurde, ist nun das letzte, im Rahmen des Projektes auf Marathon, Florida Keys in seinen Lebensraum entlassene Tier. Ihr Weg in die Freiheit startete am Freitag, den 15. August. Die längste Strecke mit über 1.400 Kilometern hat seit Ende Mai die Lederschildkröte „Panama Jack“ zurückgelegt. Sie startete in Panama und befindet sich derzeit vor der Küste Mexikos.

Der Verlauf jeder Schildkröte wird unter www.tourdeturtles.org dargestellt. Nach drei Monaten werden die Ergebnisse ausgewertet und der „Sieger“ bestimmt. Die Transmitter fallen automatisch ab, sobald die Batterien leer sind.

Weitere Informationen zum Turtle Hospital auf den Florida Keys unter www.turtlehospital.org. Interessierte können die Einrichtung unterstützen, indem sie beispielsweise Mitglied werden oder sogar eine Schildkröte adoptieren.

Über die Florida Keys & Key West

Die Florida Keys & Key West bilden eine Inselkette, die sich südlich von Miami wie eine Perlenschnur zirka 200 Kilometer in das offene Meer erstreckt. "Die schönste Sackgasse der Welt", bestehend aus den fünf Regionen Key Largo, Islamorada, Marathon, Big Pine Key und Key West, wartet mit zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten auf. Dazu zählen traumhafte Tauchspots, eine intakte Unterwasserflora und -fauna, weiße Sandstrände und Mangrovenwälder ebenso wie Museen, das „Dolphin Research Centre“, die „Seven Mile Bridge“, das Hemingway House in Key West und eine lebendige Kultur- und Gastroszene. Taucher, Angler, Segler, Nachteulen, Gourmets, Natur- und Kulturliebhaber kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.

Weitere Informationen zu den Florida Keys & Key West finden sich online unter www.fla-keys.de, www.facebook.com/floridakeysandkeywestDE und www.twitter.com/thefloridakeys.

 Pressekontakt: floridakeys@lmg-management.de

 

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23.08.2014 Museum Folkwang

GFDK - Museum Folkwang

Mit Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan widmet das Museum Folkwang einem der faszinierendsten Kapitel der französischen Kunst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine große Sonderausstellung.

Ausstellung in Essen

Der Fokus liegt dabei auf dem Zeitraum von 1860 bis 1910, der Anfangs- und Hochphase der Rezeption japanischer Kunst in Frankreich. Erstmals seit mehr als fünfundzwanzig Jahren wird der sogenannte Japonisme damit Thema einer facettenreichen Ausstellung.

Die japanische Kunst ist für die Entwicklung der europäischen Moderne von grundlegender Bedeutung. Nahezu alle großen Meister, von Claude Monet über Vincent van Gogh bis hin zu Pierre Bonnard, haben sich von japanischen Bildmotiven und Stilmitteln begeistern und inspirieren lassen. Selbst Henri Matisse und Pablo Picasso hatten noch im 20. Jahrhundert ein großes Interesse an Japan.

Ihre Faszination zeigt sich in vielerlei Hinsicht: Sie stellen aus Japan importierte Kunst und Gebrauchsgegenstände in ihren Werken dar, übernehmen japanische Bildsujets für die Darstellung ihrer eigenen Umwelt und – weit folgenreicher – sie verinnerlichen die Bildsprache des japanischen Holzschnitts. Gerade diese Verinnerlichung führte die Künstler in Verbindung mit der eigenen Bildtradition und den Erfahrungen ihrer Zeit zu einem schöpferischen Prozess, aus dem sie vielfältigste Ausdrucksformen entwickelten, die weit ins
20. Jahrhundert hinein nachwirkten.

Die Ausstellung präsentiert die verschiedenen Arten der Auseinandersetzung mit Japan anhand von Hauptwerken der wichtigsten Künstler jener Zeit aus internationalen Museen und Privatsammlungen.

Neben Gemälden und Druckgrafiken in Frankreich tätiger Künstler wie Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Claude Monet wird auch eine repräsentative Auswahl an japanischen Holzschnitten hauptsächlich von Utagawa Hiroshige, Katsushika Hokusai und Kitagawa Utamaro zu sehen sein.

Freunde der Kunst

Teilweise stammen diese Holzschnitte aus den ehemaligen Künstlersammlungen jener Zeit. Ebenso werden japanische Kunstgegenstände (Stellwandschirme, Gefäße, Masken, Lackobjekte usw.) solchen von Félix Bracquemond, Jean Carriès oder Émile Gallé gegenübergestellt. Fotografien und Dokumente runden das Bild ab, das Frankreich sich im 19. Jahrhundert von Japan machen konnte. Annähernd vierhundert Objekte verschiedenster Kunstgattungen treten so für die Zeit dieser Ausstellung in einen inspirierenden Dialog.

27.09.2014 - 18.01.2015

anna.littmann@museum-folkwang.essen.de

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23.08.2014 Museum Ludwig

GFDK - Museum Ludiwg

Das Museum Ludwig Köln verfügt dank Peter und Irene Ludwig über eine der international bedeutendsten Sammlungen amerikanischer Pop Art.

Außer in Köln befinden sich Teile dieser Bestände noch im mumok Wien, im Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, im Kunstmuseum Basel sowie in den Ludwig Museen in Budapest, Koblenz, St. Petersburg und Peking.

Ausstellung in Köln

LUDWIG GOES POP führt im Herbst 2014 erstmals ca. 150 zentrale Werke der führenden Protagonisten dieser Kunstrichtung aus so gut wie allen Häusern, die dem Namen Ludwig verbunden sind, zusammen und breitet darüber hinaus das historische Bild einer Privatsammlung von Weltrang aus.

Bei seiner ersten Begegnung mit einer Pop Art Skulptur von George Segal Mitte der 60er Jahre im MoMA war Peter Ludwig, der bis dahin gemeinsam mit seiner Frau vorrangig alte Kunst gesammelt hatte, zunächst schockiert. Wenig später wurden beide dann jedoch zu begeisterten Sammlern dieser aktuellen Werke Tom Wesselmanns Gemälde Landscape No. 4, das einen auf einer Landstraße vor Bergkulisse fahrenden Ford zeigt , war einer der ersten Ankäufe; bald folgten Schlüsselwerke von Roy Lichtenstein, James Rosenquist, Robert Rauschenberg und Jasper Johns. Die Künstler gehörten zur selben Generation wie das Ehepaar Ludwig, sie repräsentierten das moderne Leben, Ludwig besuchte viele direkt in ihren Ateliers.

Wichtige Werke wechselten aus der renommierten New Yorker Sammlung Scull und den führenden Galerien vor Ort wie Leo Castelli, Sidney Janis und Ileana Sonnabend zu Ludwig, einige aus dem Besitz des Darmstädter Wellafabrikanten Karl Ströher, der die Pop-Art-Sammlung des New Yorker Versicherungsmaklers Leon Kraushar angekauft hatte. Nach der documenta 4 1968 kauften die Ludwigs Werke direkt aus der Ausstellung wie M-Maybe – A Girl’s Picture von Roy Lichtenstein, Claes Oldenburgs Soft Washstand, Robert Rauschenbergs Wall Street, George Segals Restaurant Window I oder Richard Lindners Leopard Lilly.

Im folgenden Jahr zeigten sie ihre Sammlung erstmals in Köln im damaligen Wallraf-Richartz-Museum. Medien und Öffentlichkeit reagierten enthusiastisch, rund 200.000 Menschen sahen diese Ausstellung. Die Pop Art wurde in der Folge zur Erkennungsmelodie des Museum Ludwig Köln.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung wird im Anschluss im musem moderner kunst stiftung ludwig wien gezeigt. Es erscheint ein umfangreicher Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König.

Kurator: Stephan Diederich unter Mitarbeit von Luise Pilz

2.10.2014 - 11.1.2015

niermann@museum-ludwig.de

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22.08.2014 27.08. – 06.09.2014

GFDK - Pro Classics

Schon ein erster Blick auf das Motto des diesjährigen Festival vielsaitig Füssen ist die pure Inspiration: denn »Wege« durchziehen schließlich unser gesamtes Universum mit ihren teils heiteren, teils finsteren Leuchtspuren, als Handelsstraßen und Relikte alter Kulturen – man denke etwa an die römische Via Claudia Augusta, die zwischen Venedig und Augsburg durch Füssen führt und sich hier mit zahlreichen touristischen Wegen kreuzt, wie der Romantischen Straße und der Deutschen Alpenstraße – oder als Bahnen der künstlerischen Entwicklungen, die mal einfach und geradlinig, mal verschlungen und verworren verliefen ...

Das Verdi Quartett und Hatem Nadim zeigen zur Festivaleröffnung am 27. August im Barockkloster St. Mang mit Mozart, Webern und Brahms die Pfade von der alten zur neuen Wiener Schule auf, und gemeinsam mit dem Pianisten Matthias Kirschnereit präsentieren die vier »Verdis« musikalische »Auswege« von Schostakowitsch bis Yagling.

Festival in Deutschland

»Erinnerungen an ferne Orte« läßt Sabrina Ma aufleben. Die junge Schlagzeugerin wurde in England geboren, in Hong Kong, den USA, Belgien und Deutschland ausgebildet und hat schon eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Soeben wurde sie in die Künstlerliste des Deutschen Musikwettbewerbs aufgenommen. Moderne Originalkompositionen für Vibraphon und Marimba sowie Transkriptionen und Bearbeitungen kostbarer Musik aller Zeiten führen – und verführen – zu einem fantasievollen Ort.

Der deutsche Geiger Christian Tetzlaff und sein Klavierpartner Matthias Kirschnereit – jeder für sich international unbedingt »parkettsicher« – bilden ein Duo, das sich auf den renommiertesten Podien der Musikwelt hören lassen kann. Am Freitag, den 29. August, können sich die Liebhaber der Kammermusik davon hautnah überzeugen – wenn nämlich die beiden Künstler Violinsonaten von Beethoven, Dvorák, Janácek und Ravel zu Gehör bringen, die für ihre jeweiligen Komponisten Weichenstellungen und neues Terrain bedeuteten.

Das David Orlowsky Trio, bestehend aus dem Klarinettisten David Orlowsky, dem Gitarristen Jens-Uwe Popp und dem Kontrabassisten Florian Dohrmann, wurde bereits zweifach mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet. Mit seinem Programm »Fernweh und Wanderlust - Transit Polka« beschreiten die drei Musiker neue Wege: Ihre »schwerelose Musik des Augenblicks« (Mittelbayerische Zeitung) atmet den Geist des Klezmer und ist durchdrungen von der Neugier nach neuen Klängen.

Festival in Füssen

Das Peter Lehel Quartett widmet sich dem Jazz der 1920er Jahre und präsentiert einen Abend später mit dem Schauspieler Siegfried Rauch Songs von Frank Sinatra, Dean Martin und anderen Größen des Showbiz.

Den Abschluss unseres Festivals markieren die Sängerin und Harfenistin Arianna Savall, Petter Udland Johansen und ihr Ensemble Hirundo Maris mit einer Reise, die durch subtile musikalische Brücken das Mittelmeer mit der Nordsee verbindet. »Chants du Sud et du Nord« bringt dabei die versteckten Schätze der Alten Musik in die Gegenwart: Die zeitlose melodische Schönheit katalanischer, sephardischer oder norwegischer Traditionals trifft auf sorgfältige Arrangements, die historische Informiertheit mit einer zeitgenössisch globalen Perspektive verbinden.

Im Laufe des 12. Festival vielsaitig wird bis zum 6. September ein faszinierendes Netz aus Wegen, Umwegen, Irr- und Auswegen, Reiserouten, mythologischen Wanderschaften und Fußwegen gesponnen, in dem Zeiten und Räume einander durchdringen und zum Mitgehen einladen. Natürlich gehören auch wieder Meisterkurse für junge Musiker, Exkursionen, Lesungen und Vorträge dazu.

Weitere Informationen zu allen Konzerten und Begleitveranstaltungen sind unter www.festival-vielsaitig.fuessen.de zu finden. Tickets kann man über die Tourist Information Füssen, Tel. 08362 9385-0 buchen.

12. Festival vielsaitig Füssen

Konzertvorschau (das komplette Programm finden Sie im PDF der Broschüre)

 

Mi 27.08., Barockkloster St. Mang

»Von der alten zur neuen Wiener Schule«

Verdi Quartett & Hatem Nadim (Klavier)

Mozart - Webern - Brahms

 

Do 28.08., Barockkloster St. Mang

»Erinnerungen an ferne Orte«

Sabrina Ma - Vibraphon und Marimba

 

Fr. 29.08., Barockkloster St. Mang

»Weggabelungen«

Christian Tetzlaff (Violine) & Matthias Kirschnereit (Klavier)

 Janácek – Beethoven – Dvorák – Ravel

 

Sa. 30.08. + So., 31.08., Gesellenhaus, Gotischer Saal

»Die Wegkreuzung – Erinnerungen der Mademoiselle de Gournay«

Theater Bravure

 

Mo. 01.09., Barockkloster St. Mang

Jazz - Der Sound des 20. Jahrhunderts

 Peter Lehel Quartett

 

Di. 02.09., Autohaus Heuberger

»Swingin`Gentlemen«

Peter Lehel Quartett mit Siegfried Rauch

 

Mi. 03.09., Barockkloster St. Mang

»Auswege«

Verdi Quartett & Matthias Kirschnereit

Schostakowitsch – Yagling

 

Do. 04.09., Barockkloster St. Mang

Fernweh und Wanderlust »Transit Polka«

David Orlowsky Trio

 

Fr. 05.09., Barockkloster St. Mang

Abschlusskonzert der Meisterkurse

 

Sa. 06.09., Barockkloster St. Mang

»Chants du Sud et du Nord«

Arianna Savall, Petter Udland Johansen & das Ensemble Hirundo Maris

 

Weitere Informationen zu allen Konzerten und Begleitveranstaltungen sind unter www.festival-vielsaitig.fuessen.de zu finden. Tickets kann man über die Tourist Information Füssen, Tel. 08362 9385-0 buchen.

 

 

 

Pro Classics

Wöhlerstr. 2

41515 Grevenbroich

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22.08.2014 museum FLUXUS+

GFDK - museum FLUXUS+

Anlässlich des 80. Geburtstages der charismatischen Künstlerin Mary Bauermeister zeigt das museum FLUXUS+ die Sonderausstellung KUNST(T)RÄUME und lädt zur Vernissage am 6. September um 16.00 Uhr ein.

Ausstellung in Potsdam

In der Ausstellung im atrium des museum FLUXUS+ wird der besondere Aspekt des vielfältigen Raumes – unseres Lebensraumes – aus dem facettenreichen Werk der Künstlerin gezeigt: Planungen und Entwürfe aus den 70/80er Jahren für Wettbewerbe sowie Entwürfe für Privatgärten wie für das Auswärtige Amt,  die Kölnische Rückversicherungs-AG oder die Landeszentralbank. Aquarellierte Entwürfe, künstlerisch bearbeitete Ausführungszeichnungen und Fotodokumentationen der Bauphasen geben umfassende Einblicke in die Projekte. Eine aktuelle Ergänzung findet die Ausstellung durch eine Vision für den Schirrhof der Schiffbauergasse. Um 18.30 Uhr folgt die Premiere des  Dokumentarfilms „Mary Bauermeister / Leben und Werk der 50/60er Jahre“ von Johann Camut im T-WERK. Der Eintritt zur Ausstellung und Filmpremiere ist frei.

Zur Finissage am 22. November 2014 lädt das museum FLUXUS+ zusammen mit der Bundesstiftung Baukultur von 14.00 - 17.00 Uhr zum ersten Potsdamer BaukulturSalon - "KUNST(T)RÄUME" - Kunst und Öffentlichkeit" ein. Der Potsdamer BaukulturSalon der Bundesstiftung Baukultur ist ein neues Veranstaltungsformat, das Potsdamer Themen für aktuelle baukulturelle Fragen aufgreift. Thema der interdisziplinären Podiumsdiskussion  wird die Bedeutung von Kunst für den öffentlichen Raum, dessen Belebung und Aufwertung, der inhaltlichen und formalen Möglichkeiten und der Nachhaltigkeit von Kunst sein. Es werden Mary Bauermeister, Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg in Mönchengladbach, Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D. und Gründungsdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam, und weitere Teilnehmer diskutieren.

Seit 1957 arbeitete Mary Bauermeister als freie Künstlerin in Köln, wo sie 1960 das „Atelier Mary Bauermeister“ gründete. Mit Konzerten neuer Musik, Lesungen und Ausstellungen war dies ein Dreh- und Angelpunkt für gleichgesinnte junge Kreative. Hier ist der europäische Ursprungsort der späteren Fluxus-Bewegung zu finden. Ab 1962 hatte Bauermeister Einzelausstellung im Stedelijk Museum (Amsterdam), anschließend in der Bonino Gallery (New York) und ab 1972 in der Galeria Arturo Schwarz (Mailand). Auf dem Höhepunkt ihrer amerikanischen Karriere verließ Bauermeister 1972 New York um sich in Rösrath bei Köln niederzulassen. Von hier organisierte sie ihre internationalen Ausstellungen und beschäftigte sich mit Grenzwissenschaften, die sie in ihre vielfältigen Gartengestaltungs- und Kunstprojekte einfließen ließ.

Freunde der Kunst

Generell verändert die Kunst der Mary Bauermeister das Sehen, die Sehweise. Kunstbetrachtung wird zur Entdeckungsreise. Bei ihrer Freiraumplanung arbeitet die Künstlerin mit Pflanzen, die durch Spiralen aus Findlingen und Kieselsteinen wachsen, Wasserflächen, in denen sich die Strahlen der Sonne durch Kristalle und Prismen brechen, in Spektralfarben reflektieren. Sie fordert mit ihrer „Kunst im öffentlichen Raum“ das kreative Potential des Betrachters.

7. September bis 23. November 2014

info@fluxus-plus.de

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