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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

11.08.2014 HELLERAU

GFDK - Mechthild Rühl

Die Forsythe Company beginnt die Spielzeit 2014/2015 mit der Dresdenpremiere der Forsythe Choreografie Study # 3 am 11. September in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden.

Theater in Dresden

Dieses Stück wurde 2012 von William Forsythe kreiert und im Teatro Grande in Brescia uraufgeführt. Study # 3 gastierte seither in London, Köln und Antwerpen. Weitere Aufführungstermine stehen am 12., 13., 14., 17., 18., 19., 20. September, jeweils 20 Uhr in HELLERAU auf dem Spielplan.

Study # 3

Eine Choreografie von William Forsythe

11., 12., 13., 14., 17., 18., 19., 20. September, 20 Uhr

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Puccinis Oper »Madama Butterfly«, bei ihrer La Scala Premiere verspottet für das entlarvte Stützen auf Motive aus seinen anderen Werken, wurde leicht geändert und mit großem Beifall bei der anschließenden Premiere im Teatro Grande in Brescia gefeiert.

Freunde der Kunst

Durch das Entstehen von »Study # 3« im selben Theater hat Forsythe sowohl über die Relevanz des Veranstaltungsortes als auch den zufälligen Parallelen zwischen Puccinis Oper und seinen eigenen Werken reflektiert. Die daraus resultierende Wieder-Präsentation stimmlicher und körperlicher Elemente aus 30 Jahren Forsythes Repertoire ermöglicht die Entwicklung einer neuen kontrapunktierten, kinetischen Oper innerhalb von Kontexten, die zugleich fremd und vertraut sind.

Kein Einlass für Kinder unter 6 Jahren.

mechthild.ruehl@theforsythecompany.de

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11.08.2014 Bundeskunsthalle

GFDK - Bundeskunsthalle

200 Jahre westafrikanische Kunst und rund 200 Meisterwerke von etwa 40 Bildhauern – erstmals werden in einer Ausstellung individuelle afrikanische Künstlerpersönlichkeiten verschiedener Generationen aus sechs wichtigen Kunstregionen Westafrikas mit ihnen zugeschriebenen Werken vorgestellt.

Die Ausstellung widerlegt die noch immer verbreitete Meinung, dass es in der afrikanischen Kunst kaum ästhetische Prinzipien und keine „wirklichen“ Künstler gegeben habe, sondern lediglich „Stammeswerkstätten“ mit anonymen Bildhauern. Zu entdecken sind in dieser Ausstellung die großen Meister der Guro, Baule, Dan, Senufo, Lobi sowie der Lagunenvölker und zu bewundern ihre berühmtesten Werke – Skulpturen und Masken von eindringlicher Kraft und Schönheit.

Ausstellung in Bonn

Diese Ausstellung basiert auf den Ergebnissen jahrzehntelanger kunstethnologischer Forschung und stellt die Hersteller der Kunstwerke ins Zentrum. Obwohl namentlich meist unbekannt, lassen sich außergewöhnliche afrikanische Kunstwerke einzelnen Künstlerpersönlichkeiten zuschreiben, werden individuelle Meister-Oeuvres klar erkennbar. Die Ausstellung gibt auch Aufschluss über die Rolle der Bildhauer in der Gesellschaft und über Arbeitsbedingungen in ihren Werkstätten, aber auch über ihre Schönheitsideale und deren Umsetzung in ihren Bildwerken. Anhand von Einzelwerken und Werkgruppen wird die Einzigartigkeit der individuellen afrikanischen Künstlerpersönlichkeiten sichtbar. Arbeiten von Schülern oder Nachfolgern dieser Meister sind ein weiteres Seherlebnis. 

Die ausgestellten Werke, vor allem Figuren und Masken, stammen hauptsächlich aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, aus vorkolonialer und kolonialer Zeit. Die Arbeitsweise der Bildhauer wird in der Ausstellung in Kurzfilmen und durch Beispiele von Werkverfahren vorgestellt. Zum Schnitzen verwendeten die westafrikanischen Bildhauer einfache Werkzeuge wie Dechsel, Messer und Stechbeitel. Dabei entstanden Werke von außergewöhnlicher Ausdruckskraft und Schönheit. Die Stilisierung der menschlichen Figur sowie die stark reduzierten Maskengesichter mögen für das westliche Auge vorerst ungewöhnlich sein, aber es kommt nicht von ungefähr, dass sich die europäischen Künstler des Kubismus und Expressionismus von der von ihnen entdeckten Formensprache aus Afrika inspirieren ließen.

Sechs Kunstregionen der Elfenbeinküste (der heutigen Côte d'Ivoire und der angrenzenden Staaten) werden mit jeweils etwa zehn Meistern vorgestellt, die für ihre figürliche Kunst berühmt sind: Die Guro und Baule im Zentrum, die Dan im Westen, die Senufo im Norden, die Lobi im Nordosten und die Lagunenvölker im Südosten des Landes. Die Siedlungsgebiete dieser Ethnien decken sich allerdings nicht mit den Staatsgrenzen, denn die Senufo leben auch im Süden Malis, die Dan auch im Hinterland von Liberia und die Lobi siedeln sogar überwiegend in Burkina Faso und Ghana. Ethnische Grenzen waren schon immer durchlässig, und besonders in den letzten zwei Jahrhunderten beeinflussten sich häufig benachbarte Ethnien gegenseitig kulturell – insbesondere im Bereich der Künste. Auch an Skulpturen, vor allem an Masken und Objekten, die dem Prestigegewinn dienten, wird dies deutlich.

Freunde der Kunst

Die Ausstellungsarchitektur schafft jeder Kunstregion und jedem einzelnen in ihr verwurzelten Künstler einen eigenen Raum. Dies ermöglicht, die Traditionslinien unterschiedlicher Bildhauer zu verfolgen, ihr Werk mit den in derselben Kunstregion tätigen Zeitgenossen zu vergleichen und bietet insgesamt einen Überblick über die verschiedenen Stilformen ivorischer Kunst. Die ausgestellten Werke stammen aus führenden Museen weltweit und Privatsammlungen – darunter das Nationalmuseum der Côte d'Ivoire in Abidjan, das Metropolitan Museum of Art in New York, das Musée du quai Branly in Paris sowie das Musée Royal de l’Afrique Centrale Tervuren – und dokumentieren eindrücklich den Wissensstand der heutigen Kunstforschung, wonach auch in Westafrika individuelle Meister einzigartige Werke höchster Qualität schufen. Am Beispiel von drei zeitgenössischen, international erfolgreichen ivorischen Künstlern werden zudem aktuelle westafrikanische Kunsttrends vorgestellt.

Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Bonn, in Kooperation mit dem Museum Rietberg Zürich.

(Text: Museum Rietberg, Zürich)

 

info@bundeskunsthalle.de

 

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11.08.2014 Neue Nationalgalerie

GFDK - Staatliche Museen zu Berlin

Kaum ein Künstler hat sich so sehr dem Experiment, den grenzüberschreitenden Versuchen in der Kunst zugewandt wie Otto Piene.

Ausstellung in Berlin

Er zählt zu den großen künstlerischen Protagonisten des 20. Jahrhunderts. Als Mitbegründer der internationalen ZERO-Bewegung wirkte er bereits in den 1960er Jahren entscheidend an der Ausweitung von klassischen Kunstformen wie Bild oder Skulptur mit. Seine Rauch- und Feuerbilder, seine Lichträume und Lichtballette stehen für eine fast romantische Sehnsucht nach dem Einklang mit der Natur, beziehen reale Bewegung, Licht, Zeit, Raum in die Kunstproduktion mit ein.

Durch Projekte an öffentlichen Orten in Deutschland und in Amerika, vor allem aber durch seinen Umzug in die USA am Ende der 1960er Jahre haben sich für seine experimentelle Haltung weitere, entscheidende Perspektiven eröffnet. Zusammen mit technischen Ingenieuren entwickelte Piene seit Beginn der 1970er Jahre am Center for Advanced Visual Studies (CAVS, MIT, Boston) zahlreiche interdisziplinäre Projekte und Veranstaltungen, die im öffentlichen Raum stattfanden, stark prozessorientiert und ephemer waren. Gerade in diesen vergänglichen Projekten des Künstlers zeigt sich eine offene Kunstvorstellung, die bis heute beeindruckend und für den aktuellen Diskurs relevant ist.

Mit drei Projekten im Sommer 2014 möchten die Nationalgalerie Berlin und die Deutsche Bank KunstHalle den Blick auf diese experimentelle Haltung von Otto Piene lenken. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Ansätze der 1960er und frühen 1970er Jahre.

Neue Nationalgalerie

In der Neuen Nationalgalerie wird das große Dia-Projekt "Proliferation of the Sun" reinszeniert, das Otto Piene am Ende der ZERO-Zeit zunächst für eine kleine Off-Bühne in New York 1967 geschaffen hatte und noch im selben Jahr in Nürnberg, Köln und Dortmund erneut aufführte. Farbig schillernde Kreisformen werden mit handbemalten Dias wie Planeten oder Sonnen in den offenen Ausstellungsraum projiziert. Sie ergeben, wie Piene selbst beschreibt, eine "poetische Raumfahrt". Das spektrale Farberlebnis wird in der weiten Halle der Neuen Nationalgalerie besonders eindrücklich ausfallen und in der maßstäblichen Veränderung der ursprünglichen Dia-Projektion auch den strengen Mies-Bau mit Otto Pienes Idealismus und seinen utopischen Visionen konfrontieren.

Freunde der Kunst

Ebenfalls an der Neuen Nationalgalerie und mit Unterstützung der Deutschen Bank findet am 19. Juli 2014 von 17 bis 3 Uhr ein Sky Art-Event statt. Das Streben des Künstlers, die starren Grenzen von Malerei durch Licht, Rauch und Feuer zu überwinden und Projekte gemeinsam mit Technikern und anderen Künstlern zu realisieren, kulminierte ab den späten 1960er Jahren in so genannten "Sky Art Events". Aus den schon im ZERO-Umfeld entstandenen Arbeiten mit schwebenden Lichtobjekten oder gefüllten Ballons entstanden "Luftskulpturen", die Otto Piene ab 1968 über Gebäuden, Stadien, urbanen Plätzen in den Himmel steigen ließ. Für Berlin 2014 schlug Otto Piene vor, drei große Luftskulpturen über dem Dach der Neuen Nationalgalerie aufsteigen zu lassen.

Deutsche Bank KunstHalle

In einer Ausstellung in der Deutschen Bank KunstHalle wird der Blick von diesen interdisziplinären und temporären Projekten zurück auf das Frühwerk von Otto Piene geworfen. Im Mittelpunkt stehen Hauptwerke der ZERO-Jahre, die hier jedoch nicht als Endpunkte von Pienes Schaffen, sondern als Ausgangspunkte einer weit reichenden Kunstentwicklung vorgestellt werden. Frühe Lichtdrucke und Lichtgrafiken, eindrucksvolle Rauchbilder und Lichtskulpturen, aber auch umfangreiche Grafikzyklen verweisen auf den experimentellen Umgang mit den Elementen Luft, Feuer, Licht und Farbe, auf die von Otto Piene immer weiter vorangetriebene Entgrenzung der Künste.

presse@smb.spk-berlin.de

 

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10.08.2014 Genialität am Klavier

GFDK - Elbphilharmonie Hamburg

Anfang 2014 schrieb das Gramophone-Magazin über die junge Pianistin Beatrice Rana: »Sie besitzt eine reife Seele, die über ihre 20 Jahre hinwegtäuscht, und mehr als nur einen Hauch von Genie.«

Falls es noch eines Nachweises bedurft hätte, dass Musikalität und interpretatorischer Tiefgang keine Frage des Alters ist, war er hiermit erbracht. So ist es kein Zufall, dass sich die junge Italienerin für ihren Auftritt bei den »Teatime Classics« große Musik von Chopin und Rachmaninow ausgesucht hat.

Konzert in Deutschland

Ihren Durchbruch feierte Beatrice Ranas Genie bereits im Jahr 2011, als sie den Ersten und weitere Sonderpreise beim Internationalen Klavierwettbewerbs in Montreal gewann. In der Folge trat sie in renommierten Konzerthäusern und mit namhaften Dirigenten wie Yannick Nézet-Seguin auf. 2015 erwartet sie neben ihrem Auftritt in Hamburg unter anderem ein Konzert mit dem London Philharmonic Orchester.

 

Konzert in Hamburg

Beatrice Rana, Klavier

Teatime Classics

Sa, 16:00 / Laeiszhalle Hamburg / Brahms-Foyer
Gastronomie: Sa, 15.00 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Brahms-Foyer

Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte

Beatrice Rana Klavier

Frédéric Chopin: Sonate b-Moll op. 35
Sergej Rachmaninow: Etudes-tableaux op. 39

Gefördert durch die Cyril & Jutta A. Palmer Stiftung

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10.08.2014

Universum Film

SquareOne Entertainment und Universum Film präsentieren YVES SAINT LAURENT auf DVD und Blu-ray mit ausführlichem Interview- und Bonusmaterial.  Yves Saint Laurent ist der Inbegriff von französischem Chic, Luxus und Stil, dessen Aufsehen erregende Kreationen Kunst, Zeitgeist und Eleganz in sich vereinen. Vor dem Hintergrund der brodelnden Modewelt der 60er und 70er Jahre zeichnet der Regisseur Jalil Lespert das bewegende, stilsichere Porträt einer einzigartigen Persönlichkeit, die zu den bedeutendsten Modeschöpfern aller Zeiten zählt.

Als Schauspieler brillieren die Shooting Stars des französischen Kinos und Theaters, allen voran Pierre Niney, das jüngste Mitglied der Académie Française, als Yves Saint Laurent, Guillaume Gallienne („Maman und ich“) als sein Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé, Charlotte Le Bon („Der Schaum der Tage“) als seine Muse, und viele andere.

YVES SAINT LAURENT begeisterte dieses Jahr als Eröffnungsfilm des Panorama der Berlinale und erzielte in Deutschland und Österreich über 140.000 Zuschauer.

Über den Film

Paris 1957. Der gerade einmal 21-jährige Yves Saint Laurent ist einer der talentiertesten Nachwuchsdesigner Frankreichs und die rechte Hand des Modeschöpfers Christian Dior. Als dieser unerwartet stirbt, wird Yves künstlerischer Leiter einer der renommiertesten Modemarken der Welt. Trotz seiner inneren Kämpfe gelingt es Yves Saint Laurent, die Welt der Mode für immer zu revolutionieren und er wird zu einem der bedeutendsten, innovativsten und einflussreichsten Modeschöpfer aller Zeiten...

 

YVES SAINT LAURENTAb 05. September 2014 als DVD, Blu-ray und Video on Demand

Regie: Jalil Lespert
mit Pierre Niney, Guillaume Gallienne, Charlotte Le Bon, Laura Smet

„Der Film – ein optischer Hochgenuss, phantastisch besetzt, fesselnd erzählt und so elegant wie die Mode von Yves Saint Laurent " - ZDF Heute Journal

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10.08.2014 Musical

GFDK - KONZERT THEATER BERN

«Money makes the world go round». – Und weil das so ist, muss jeder selber sehen, wo er bleibt. Fräulein Schneider zum Beispiel hat im Alter von über 60 Jahren ihre grossbürgerliche Wohnung in eine Art WG verwandelt, um über die Runden zu kommen.

Theater in Bern

Eine der Mieterinnen verdient als Prostituierte ihren Lebensunterhalt, Herr Schulz steht täglich 14 Stunden in seinem Obstladen. Mit ihm erlebt Fräulein Schneider das unverhoffte Glück später Liebe, dem jedoch der Umstand, dass Herr Schulz Jude ist, ein schnelles Ende macht – wir befinden uns im Berlin der späten 20er Jahre. Fräulein Schneiders dritter Mieter ist der junge Amerikaner Clifford Bradshaw, der hofft, in Berlin Stoff für einen Roman zu finden.

Cliff stürzt sich in den Partytaumel, feiert die Nächte durch und geniesst sein junges Leben in vollen Zügen. Nicht ganz unbeteiligt daran ist Sally Bowles, «das verrückteste Mädchen der Welt» und der Star des Kit-Kat-Clubs, in die er sich am ersten Abend in Berlin verliebt. Sally zieht kurzerhand in sein WG-Zimmer ein und wird wenig später schwanger. Cliff, der bereit ist, seinen Traum von der Schriftstellerei an den Nagel zu hängen und mit einem Job seine Kleinfamilie durchzubringen, erkennt, dass die politische Situation immer bedrohlicher wird, und besteht darauf, das Land zu verlassen. Sally jedoch ist blind für die politischen Veränderungen um sich herum, verschliesst Augen und Ohren für das Offensichtliche und opfert das Kind, das sie erwartet, ihrer mehr als unsichereren Karriere im Showbiz.

Das Musical «Cabaret» schildert Überlebensstrategien in Umbruchszeiten: Viele tanzen wie Sally Bowles auf dem Vulkan und wollen nicht aufwachen – und einige begreifen wie Clifford Bradshaw mit schmerzlicher Klarheit, dass der einfachste Weg nicht immer der beste ist … Über die Zeiten hinweg ist «Cabaret» eine Aufforderung, nicht wegzusehen, wenn gesellschaftliche Veränderungen geschehen, sich nicht in Traumwelten zu flüchten, sondern wachen Sinnes die Machtverschiebungen wahrzunehmen.

Freunde der Kunst

susanne.schaefer[at]konzerttheaterbern.ch

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10.08.2014 Kunstmuseum

GFDK - Kunstmuseum Basel

Bis zum 19. Oktober 2014 zeigt das Kunstmuseum Basel eine Auswahl von hundert Fotografien der Pariser Werbeagentur Éditions Paul-Martial.

Die Schwarzweiss-Aufnahmen dienten als Rohmaterial für Plakate, Inserate und Werbebroschüren und zeigen gewöhnliche Dinge: Gebäude, Autos, Schreibmaschinen, Radiatoren, Schaufensterpuppen. Ungewöhnlich und neu hingegen waren Komposition, Beleuchtung und Belichtung der Bilder. Heute spiegeln sie die vielseitige Entwicklung der Fotografie ab den 1920er-Jahren. Gleichzeitig geben sie Aufschluss darüber, wie damals Waren inszeniert und mit welchen Werbestrategien die Konsumenten verführt wurden. Die Fotografien stammen aus einem neu von der Sammlung Herzog erworbenen Bestand und werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Ausstellung in Basel

Büchsen ermöglichen die lange Konservierung von Lebensmitteln, Reissverschlüsse das sichere Verschliessen von Taschen, Gummisohlen rutschfestes Gehen und Wagenheber den einfacheren Radwechsel. Die Werbefotografien der Éditions Paul-Martial erzählen Geschichten über den Alltag und wie dieser, beispielsweise dank Heizungen, Boiler und Kochherd, angenehmer gestaltet werden konnte. Damit stellen sie eine unschätzbare historische Quelle für frühe Inszenierung von Waren und damalige Verführungsstrategien der Werbung dar.

Neben Konsumgütern dokumentierten die Fotografen der Agentur aber auch die neuen Arbeitswelten in Fabriken und Büros, die zunehmende Mobilität und die modernen Kommunikationsmittel. Die Fotografien sind vorläufig noch weitgehend anonym. Für die Firma war die Autorschaft offenbar von sekundärer Bedeutung, zumal die Bilder mehrheitlich eine Art Zwischenprodukt darstellten, das anschliessend von Grafikern für die Gestaltung von Broschüren und Plakaten genutzt wurde.

Neue Sachlichkeit und Neues Sehen

Die historischen Fotografien spiegeln auch die vielseitige Entwicklung der Fotografie als eigenständige Kunst ab den 1920er-Jahren wieder. Aufnahmen von Gebäuden, Maschinen und einzelnen Produkten folgen der nüchternen Ästhetik der Neuen Sachlichkeit, die sich nach dem Ersten Weltkrieg etablierte. Fotografien von Transformatorstationen und Brücken verraten das Neue Sehen der Bauhaus-Fotografen oder der Russischen Avantgarde, welche vor allem durch die Betonung der Diagonalen die Fotografien dynamisierten. Dazu gehören auch Fotomontagen und Doppelbelichtungen.

Isolierte Gegenstände und rätselhafte Sujets wie beispielsweise einen Tannzapfen bringen das Surreale, das Geheimnisvolle und manchmal auch das Absurde in die Welt der gewöhnlichen Dinge. Die Lust am Experimentieren bleibt spürbar: Die Aufnahmen entstanden oft in kleinen Serien, in denen verschiedene Lichteffekte und andere Blickwinkel ausprobiert wurden.

Freunde der Kunst

Die Auswahl von hundert Fotografien stammt aus einem grösseren Bestand, der 2012 aus der Sammlung Peter und Ruth Herzog in Basel zum Teil erworben und zum Teil geschenkt worden ist. Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit der Kuratorin Anita Haldemann mit Fotografiesammler und -experte Peter Herzog entstanden.

pressoffice‎@‎kunstmuseumbasel.ch

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10.08.2014 Sehnsuchtsziel

Text, der trifft.

Seychellen – Inbegriff der Urlaubssehnsüchte. Dabei denkt man sofort an Luxusurlaub, unbezahlbar, teurer geht’s nicht. Weit gefehlt. Guesthouses oder Appartements, in denen man sich selbst verpflegt, sind eine günstige Alternative zu Hotels, und bieten zusätzlich die Nähe zu den Einheimischen, die immer sehr hilfsbereit sind. In ihrem eBook-Reiseführer zählt die Reisebloggerin Isabelle Reiff all diese Möglichkeiten auf und gibt zahlreiche Tipps zur Planung einer bezahlbaren Traumreise zu den Seychellen – insgesamt rund 115 Inseln und Inselchen. Ihre Bewohner, die Seychellois, sind eine einzigartige Mischung afrikanischen, indischen, asiatischen und europäischen Ursprungs: Auch die französischen, dann die englischen Siedler haben ihre Spuren hinterlassen. Und so wird hier fließend Französisch wie Englisch gesprochen. Die Landessprache ist indes Kreol – ein stark vereinfachtes Französisch, das ganz ohne Konjugation der Verben auskommt.

Die Zentralinsel Mahé bietet viele Sehenswürdigkeiten, ganz besonders für den, der von Meer und Natur gleichermaßen begeistert ist. Neben den herrlichen Stränden wartet Mahé mit einer üppigen Flora auf, die ihresgleichen sucht. Für den Europäer sind die meisten Pflanzen neu, vom „Fruit à Pain“-Baum, dessen Früchte zu einer Art Chips verarbeitet werden, bis zur Football-großen grünen „Jack Fruit“, deren Inneres aus Dutzenden dottergelber Fruchttaschen besteht, die süßer schmecken als jedes andere Obst. Die bergige Insel ist neben Kokospalmen, Mangroven, Hibiskuspflanzen und vielen anderen tropischen Gewächsen auch voller Zimtbäume.

Auch die Nachbarinseln Praslin, La Digue und Cerf bieten neben paradiesischen Stränden urige Wanderwege durch tropischen Urwald mit einmaligen Aussichten. In der Mitte Praislins im Vallée de Mai soll sich der Garten Eden befunden haben. Der gebirgige Wald aus urzeitlichen Palmen – jede von ihnen 20-30 Meter hoch – ist zum UNESCO Kulturerbe erklärt worden. Die weit ausladenden Blätter rascheln und knistern auf nie gehörte Weise. Ihre grünen Fächer sind ein willkommenes Versteck für den schwarzen Papagei, der fast genauso hohen Seltenheitswert hat wie die riesigen Kokosnüsse, die hier wachsen. Bis zu 20 Kilogramm kann die „Coco de Mer“ genannte Frucht auf die Waage bringen. Ihre außergewöhnliche Form, die dem Schoß einer Frau gleicht, ist als omnipräsente Illustration das Wahrzeichen der Inselgruppe, ob in Reisebüros oder Souvenirlädchen.

Wer jetzt Lust auf mehr Fernweh bekommen hat, findet unter www.reiff-fuer-die-insel.de viele Erinnerungsbilder, die Isabelle Reiff und der Fotograf Klaus Heß von ihren Reisen zu den Seychellen mitgenommen haben.

Über die Autorin:

Die Autorin Isabelle Reiff schreibt für Anthologien, Stadtmagazine, Firmenzeitungen und Internetseiten. Arbeitsbeispiele finden sich unter http://www.text-der-trifft.de/. Unlängst erschien auch ihr Kindle-Buch-Reiseführer über die griechische Insel Zakynthos.

Pressekontakt: reiff@text-der-trifft.de
 

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10.08.2014 Mit DJ Andy Ungureanu

GFDK - Centralstation Darmstadt

Tanzvergnügen pur für alle Liebhaber des Tango Milonguero: Tango-Ball im Rahmen der 8. Darmstädter Tangotage.

In der Tangoszene sind die Darmstädter Tangotage zum Treffpunkt für Kenner geworden. Am Samstag, dem 27. September, können sich die Tänzer auf eine lange Nacht im Stil des traditionellen Tango Milonguero freuen – mit DJ Andy Ungureanu. Der Saal der Centralstation ist der perfekte Ort für die festliche Milonga: 400 Quadratmeter schwingendes Tanzparkett unter einem hohen Dachgewölbe mit hervorragendem Raumklima.

Tango in der Centralstation Darmstadt

An den Tischen rund um die Tanzfläche sind ausreichend Sitzplätze vorhanden. Die Bar im Saal lädt zum Pausieren ein, um bei einem Kaffee oder einem Glas Champagner den Tanzenden zuzusehen – und gesehen zu werden.

Glamouröser Höhepunkt des Abends ist die Show des international bekannten jungen Tanzpaares Carmen und César Spengler. (T!D)

 

8. Darmstädter Tangotage

Samstag, 27. September 2014


Beginn: 21:00 Uhr

Einlass: 20:30 Uhr

Saal teilbestuhlt, freie Platzwahl

Tickets ab 15,00€

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10.08.2014 Von Eisack bis Etsch

Jessica Harazim

Slow Food statt Fusion Food: Mit der neu aufgelegten Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker 2014/15“ setzt „Roter Hahn“ auch weiterhin konsequent auf regionale, saisonale und originale Südtiroler Küche. Der Philosophie der Qualitätsmarke folgend kommt nur auf den Tisch, was auf den umliegenden Feldern gerade wächst und gedeiht – entsprechend sind auf den Speisekarten der 41 zertifizierten Hof- und Buschenschänke Tomaten im Winter ebenso tabu wie Papaya im Dessert. Der „Bäuerliche Schankbetrieb des Jahres“ zum Beispiel ist in der ganzen Dolomitenregion bekannt für seinen hofeigenen Speck und den handgekelterten Sylvaner. 

Der kleine, feine Unterschied. Im Gegensatz zu herkömmlichen Restaurants und Gastwirtschaften sind Südtirols bäuerliche Schankbetriebe immer noch aktiv bewirtschaftete Vieh-, Obst- oder Weinhöfe. Mithilfe ihrer strengen Kriterien sorgt die Qualitätsmarke „Roter Hahn“ dafür, dass dieses Kulturgut auch in Zukunft erhalten bleibt. So haben die verarbeiteten Rohstoffe größtenteils vom eigenen Feld oder Stall zu stammen. Weitere Zutaten dürfen hinzugekauft werden, aber nur aus der unmittelbaren Umgebung. Die servierten Gerichte richten sich nach dem Lauf der Jahreszeiten. Im Frühling gibt’s Spargel und Bärlauchteigtaschen, im Herbst gebratene Kastanien und hausgemachte Würste mit feinstem Sauerkraut. Künstliche Limonaden sind auf der Getränkekarte nicht zu finden, stattdessen hausgemachte Säfte oder Weine. Das Ambiente ist stets traditionell und unverfälscht: in historischen Stuben zwischen Kachelofen und Kruzifix oder auf sonnigen Aussichtsterrassen mit weitem Bergblick.

Kompromisslos authentisch. Wie streng die Qualitätskontrollen der Marke „Roter Hahn“ tatsächlich gehandhabt werden, beweist der Zahlenvergleich zum vergangenen Jahr: Während sich 2013 landesweit fünf neue Hof- und Buschenschänke für die Aufnahme in den „Bäuerlichen Feinschmecker“ qualifizieren konnten, ist die Gesamtanzahl in Ausgabe 2014/15 gleich geblieben. Jahrelange Mitglieder mussten ihre Eignung ebenso unter Beweis stellen wie potenzielle Neuanwärter – üblicherweise scheitern rund 75 Prozent der Bewerbungen an den strikten Auflagen. Das Ergebnis sind 41 auf Herz und Nieren geprüfte, persönlich geführte Betriebe, in denen Gastfreundschaft Familiensache ist. Meist steht der Bauer in der Küche und seine Frau bedient, oder eben umgekehrt.

Hof- oder Buschenschank. Ein Buschenschank der Marke „Roter Hahn“ befindet sich immer innerhalb eines klassischen Weinanbaugebiets und serviert den Gästen seine selbstgekelterten Tropfen. Der Hofschank liegt weiter oben in Berglage und bringt Fleischgerichte von den eigenen Tieren auf den Tisch. Die angebotenen Weine müssen in Südtirol hergestellt worden sein.

Wanderführer mit Einkehrtipps. Auf insgesamt 80 Seiten widmet die Gratis-Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker 2014/15“ jedem der 41 ausgewählten Betriebe eine eigene Seite mit Foto, Wissenswertem zu Historie, kulinarischen Spezialitäten sowie Anreisemöglichkeiten. Außerdem ist jeweils die schönste Wandertour zum Hof- oder Buschenschank ausführlich beschrieben. Ein Sprachglossar zu den wichtigsten Südtiroler Bauerngerichten ergänzt den genussvollen Reiseführer, in dem 24 Buschen- und 17 Hofschänke präsentiert werden. Gratis-Bestellung oder Download unter www.roterhahn.it

Der „Bäuerliche Schankbetrieb des Jahres 2014“. Direkt am Oachner Höfeweg gelegen, kann der Fronthof in Völs am Schlern sowohl von Schloss Prösels als auch von St. Katharina aus in etwa eineinhalb Stunden erwandert werden. Die diesjährige Auszeichnung von „Roter Hahn“ erhielt der Traditionsbetrieb vor allem für seine Fülle an hofeigenen Produkten und seine ausgezeichneten Weine: Blauburgunder, Zweigelt, Sylvaner und die Cuvée aus Kerner und Weißburgunder sind der ganze Stolz von Familie Kompatscher und haben auch die Jury überzeugt.

Das Lieblingsrezept von Bauer Markus vom Fronthof in Völs am Schlern: Bauernbratl

Zutaten

1,2 kg Schweinsrippelen

Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kümmel

4 EL Öl

500 ml Fleischsuppe

1 kg Kartoffeln

3 kg Karotten

Krautsalat

Zubereitung

Die Schweinsrippelen mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kümmel einreiben. In einer Bratpfanne das Öl erhitzen, die Rippelen darin anbraten und mit etwas Fleischsuppe aufgießen. Nach 20 Minuten die geschälten und geschnittenen Kartoffeln und Karotten dazugeben. Die restliche Suppe aufgießen und zirka eine Stunde im Ofen schmoren lassen, eventuell etwas Wasser nachgießen. Mit Krautsalat servieren.

Weitere Infos, Download-Link und Gratis-Bestellung des „Bäuerlichen Feinschmecker 2014/15“ unter www.roterhahn.it

Pressekontakt: jessica.harazim@hermann-meier.de

 

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