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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

06.10.2014 KunstKulturQuartier

GFDK - KunstKulturQuartier

Tatiana Trouvé wurde 1968 in Cosenza (Italien) geboren, studierte in Nizza und lebt heute in Paris. Im Zentrum ihres Werkes steht die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Raum und Zeit.

Ausstellung in Nürnberg

Ihre Installationen, Zeichnungen, Objekte und Interventionen in die Architektur von Räumen – für jede Ausstellung entwickelt sie ortsspezifische Szenarien – erinnern an soeben verlassene Tatorte, die eine ganz eigene Atmosphäre vermitteln: ein Paar vergessene Schuhe auf einer Gasflasche, Brandspuren an der Wand, Vorhängeschlösser an einem Felsbrocken, Matratzen aus Beton, Fenster in zuvor nicht vorhandenen Räumen, rätselhafte Verschiebungen von Maßstäben und Proportionen. Trouvé transformiert die vorgegebene Architektur nicht nur materiell, sondern implantiert ihr zugleich eine psychologische Ebene des Surrealen, Traumhaften oder Unheimlichen.

Diese Verbindungen oder Umstülpungen von Innenraum und Außenraum, die eine neue Realität bilden, lassen sich auch in ihren großformatigen Zeichnungen entdecken, mit denen sie 2012 in der Ausstellung 30 Künstler/30 Räume in der Kunsthalle Nürnberg zu sehen war. Auf den ersten Blick scheinen sie herkömmliche Räume wiederzugeben, doch bei genauerer Betrachtung sind sie multiperspektivisch und stellen fragile Konstruktionen von Wirklichkeiten dar, in denen auch Leerstellen oder diverse Auslassungen eine Rolle spielen.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn (30. Januar bis 04. Mai 2014) und dem Museion Bozen (30. Mai bis 06. September 2014). Jedoch wird Tatiana Trouvé auf die architektonischen Besonderheiten der Kunsthalle Nürnberg spezifisch eingehen, Räume durch bauliche Eingriffe verändern und neue, poetisch aufgeladene Situationen schaffen. Der Focus in Nürnberg wird auf den Bronzeplastiken liegen.

13.11.2014 bis 08.02.2015

kunstkulturquartier(at)stadt.nuernberg(dot)de

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06.10.2014 von Dennis Kelly

GFDK - Schauspielhaus Graz

Am Konferenztisch eines weltweit agierenden Konzerns ereignet sich etwas Unerhörtes.

Theater in Graz

Colm, der das Unternehmen über Jahrzehnte mit unbeugsamem Willen geleitet und seine Manager zu „Bestien“ geformt hat, verkündet von heute auf morgen seinen Rücktritt. Die Konzernleitung übergibt er überraschend an seine Mitarbeiter Catherine und Richard, während er seinen eigenen Sohn Jimmy übergeht. Colm will aus der bisherigen Firmenpolitik aussteigen und in dem mittelamerikanischen Entwicklungsland Belize ein gemeinnütziges Großprojekt starten.

Doch dazu kommt es nicht mehr. Die beiden unversehens an die Macht gelangten CEOs Catherine und Richard setzen sich über Colms Pläne hinweg und stürzen sich in einen erbarmungslosen Konkurrenzkampf. Mit ihren Machtspielen bringen sie das Unternehmen und schließlich die ganze Welt an den Rand des Abgrunds. Manager werden zu Warlords, die Zivilisation fällt dem Krieg zu Opfer. Jetzt muss Colm ums nackte Überleben kämpfen.

Freunde der Kunst

Der 1970 geborene britische Dramatiker Dennis Kelly, dessen Stücke zu den international erfolgreichsten zählen, beschreibt in seinem an Shakespeares König Lear angelehnten Drama die Wiederkehr des Archaischen in moderner Gestalt. Udo Samel, der in Graz bereits als König Lear und Mephisto zu sehen war, spielt die Hauptrolle in diesem Endspiel einer entfesselten Weltwirtschaft.

presse-sh@remove-this.schauspielhaus-graz.com

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06.10.2014 Mit neuem Album

GFDK - KBK

Erstmals seit zwei Jahren kommen Deep Purple wieder auf Gastspielreise nach Deutschland! Zwischen dem 13. und 28. November 2015 wird die Hardrock-Legende in zwölf Städten auftreten. Die Chancen stehen gut, dass Sänger Ian Gillan, Schlagzeuger Ian Paice, Bassist Roger Glover, Gitarrist Steve Morse und Keyboarder Don Airey bis zum deutschen Tourstart ihr zwanzigstes Studio-Album fertiggestellt haben werden.

Im Juni 2014 verriet Ian Gillan während eines Interviews, dass das Quintett in seinem portugiesischen Studio bereits an neuen Songs arbeitet. Kurz darauf wurden die Musiker auf einer Pressekonferenz in Frankreich noch konkreter und verrieten, „dass die nächste Purple-Platte irgendwann in 2015 veröffentlicht werden wird!“ Ansonsten wird das Konzertprogramm im Kern dem ihrer hochgelobten, fast zwei Stunden dauernden USA-Shows während des Sommers 2014 ähneln: viele Klassiker, von „Highway Star“ über „Black Night“ bis „Smoke On The Water“, dazu einige Lieder ihrer 2013-er Charts-CD „Now What?!“ plus diverse Überraschungen aus dem umfangreichen Repertoire der 1968 gegründeten Gruppe.

Tour durch Deutschland

Beste Voraussetzungen für das Dutzend Deep-Purple-Termine, zu denen die Eintrittskarten zwischen 31 und 70 Euro (zzgl. Gebühren) kosten. Sie sind ab sofort unter der Hotline 01806-999 0000* erhältlich und eignen sich optimal als Geschenk, das lange Vorfreude, die bekanntlich die schönste ist, garantiert.

Deep Purple – „Live In Concert“ 2015
Special Guest: tba


13.11.15 Oberhausen, König-Pilsener-ARENA
14.11.15 Magdeburg, GETEC Arena
16.11.15 Rostock, Stadthalle
17.11.15 Leipzig, Arena
18.11.15 Hannover, Swiss Life Hall
20.11.15 Trier, Arena
21.11.15 Nürnberg, Arena
23.11.15 Hamburg, O2 World
24.11.15 Berlin, Max-Schmeling-Halle
26.11.15 München, Olympiahalle
27.11.15 Frankfurt, Festhalle
28.11.15 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyerhalle
Beginn: 20 Uhr

* Montag bis Freitag von 08:00 - 22:00 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 09:00 – 20:00 Uhr.
(0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz)



KBK Konzert- und Künstleragentur GmbH
A DEAG Entertainment Group
Potsdamer Str. 58
10785 Berlin

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06.10.2014 Nach 3 Jahren Abstinenz

GFDK - Christoph Dittmann

Nach dreijähriger Abstinenz kehrt eines der großen Bühnenwerke von Wolfgang Amadeus Mozart auf den Spielplan des Aalto-Musiktheaters zurück: Die Opera buffa „Così fan tutte“ feiert am Samstag, 11. Oktober 2014, um 18 Uhr unter der musikalischen Leitung von Yannis Pouspourikas ihr Comeback. Weitere Vorstellungen folgen am 19. Oktober und 14. November 2014 sowie im Mai 2015.

Konzert in Deutschland

Dabei darf man sich auf eine fast komplett neue Besetzung gegenüber der Premierensaison freuen, unter anderem mit Sandra Janušaitė als Fiordiligi und Karin Strobos als Dorabella. Die Inszenierung stammt von Johannes Schaaf, Ausstatterin ist Kathrin Susann Brose. Die Choreinstudierung liegt in den Händen von Alexander Eberle.

Konzert in Essen

„Così fan tutte“ ist ein einzigartiges Experiment zwischen der „Chemie der Seelen“ und der „Physik der Triebe“, oder wie es der Dramatiker Thomas Bernhard in seinem Stück „Elisabeth II.“ einen desillusionierten Aufklärer überspitzt sagen lässt: „die einzige Oper, die überhaupt etwas wert ist“.


Wiederaufnahme Samstag, 11. Oktober 2014, 18:00 Uhr, Aalto-Theater
, Essen

Weitere Vorstellungen 19. Oktober, 14. November 2014; 9., 16. Mai 2015 (zum letzten Mal in dieser Spielzeit), Aalto-Theater, Essen

Karten (€ 19,25 – 52,25) unter T 02 01 81 22-200

 

 

Christoph Dittmann
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Aalto-Musiktheater & Philharmonie Essen
christoph.dittmann@tup-online.de

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06.10.2014 Lenbachhaus

GFDK - Städtische Galerie im Lenbachhaus

»I was thrilled. Anyone who’d know just from glancing around that one room of mine that I loved Florine Stettheimer had to be brilliant.« Andy Warhol

Ausstellung in München

Andy Warhol liebte ihre Kunst. Marcel Duchamp organisierte ihre Retrospektive im Museum of Modern Art. Die Künstlerin Florine Stettheimer (1871–1944) war eine der schillerndsten Figuren der pulsierenden New Yorker Kunstszene in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ihre Bilder und Gedichte, ihre Entwürfe für Studio und Bühne bilden ein modernes »Gesamtkunstwerk« und eine Chronik urbanen Lebens. Stettheimer malte Beautycontests und Parties der Celebrities, Wolkenkratzer, die Wall Street und Konsumkultur. Damit nahm sie vieles vorweg, was später die Pop Art interessierte. Heute inspiriert sie einige der faszinierendsten Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart.
Wir freuen uns sehr, das Werk Florine Stettheimers – erstmals außerhalb der USA – in einer großen Einzelausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses zu präsentieren.

Wir zeigen eine repräsentative Auswahl von zentralen Gemälden aus dem malerischen Oeuvre ab 1915, als Stettheimer ihren eigenwilligen Stil voll ausgebildet hatte. Daneben legen wir einen Schwerpunkt auf die Bühnenbildentwürfe für das Ballett Orphée of the Quat’zʼArts und die Oper Four Saints in Three Acts mit zahlreichen Zeichnungen, Maquetten und Figurinen.

Freunde der Kunst

Der Künstler Nick Mauss widmet Stettheimers Lyrik eine Installation. Da Stettheimer ihre Gemälde nie im White Cube gezeigt hat, gestaltet die Bühnenbildnerin Kathrin Frosch den Ausstellungsraum inspiriert von Stettheimers Kunst der Inszenierung.

presse-lenbachhaus@muenchen.de

 

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05.10.2014 When things are hopping

GFDK - HELLERAU

Der Festivalschwerpunkt When things are hopping – neue Instrumente, neue Klänge stellt sowohl in Konzerten und Performances als auch mit Installationen die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Musikinstrumente vor. Der zweite Themenschwerpunkt New Sounds from the Far East widmet sich aktuellen musikalischen Trends in Asien und stellt einige der aufregendsten Musiker und Kompositionen aus der Großregion vor. Mit dabei sind u. a. das Ensemble Musikfabrik, Klangforum Wien, MDR Sinfonieorchester, Mercan Dede, Kurt Biedenkopf, Harry Lehmann, Mivos Quartet, Red Note Ensemble, u. v. m.

Mit 18 Uraufführungen und 16 Deutschen Erstaufführungen, Künstlern aus China, Frankreich, Indonesien, Schottland, Kanada, Belgien, Norwegen, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Taiwan, der Türkei, den USA und natürlich aus Deutschland unterstreicht TONLAGEN erneut den Anspruch, das wichtigste zeitgenössische Musikfestival Ostdeutschlands zu sein.

Festival in Deutschland

Im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals stehen außergewöhnliche Musikinstrumente und die Frage, wie sie entstehen, woher die Impulse zu ihrer Neu- oder Weiterentwicklung kommen und vor allem, wie sie klingen. Im Festivalschwerpunkt When things are hopping – neue Instrumente, neue Klänge stellt TONLAGEN die Akteure vor: Erfinder, Spieler und Komponisten auf der Suche nach Erweiterungen der klanglichen, harmonischen, melodischen und rhythmischen Mittel und Formen:

Mit seinem Folkofon, einem selbstentwickelten Video-Keyboard, komponiert der norwegische Musiker Ole Hamre zur Festivaleröffnung eine Hommage an die Stadt Dresden und ihre Bewohner. Sufi-Trance-Musiker Mercan Dede bringt nicht nur seine Band Istanbul Tribe mit nach HELLERAU, sondern auch die Aqua Drum, eine erst kürzlich entwickelte stimmbare Handtrommel. Das Bambuso Sonoro besteht aus unzähligen Bambusflöten. Im FEATURE RING bringt sein Erfinder Hans van Koolwijk das Rieseninstrument zum Klingen. Zwei neue Bassinstrumente der Holzbläserfamilie, das Lupophon und das Kontraforte, inspirierten junge sächsische Komponisten zu neuen Werken. Das Ensemble Musikfabrik lässt mit der Animationsfilmperformance A Tribute to Krazy Kat oder When Love Hurts nicht nur die Cartoonhelden der 1920er Jahre wieder aufleben, sondern bringt auch das einzigartige Instrumentarium von Harry Partch, dem Visionär und Begründer der Just-Intonation-Bewegung, mit nach HELLERAU. Das Klangforum Wien holt Kompositionen des italienischen Exzentrikers Giacinto Scelsi samt seinem Arbeitsinstrument, der Ondiola – eine Frühform des Synthesizers – für einen achtstündigen Klangrausch als kulinarisch begleitetes Symposion ins Festspielhaus.

Klanginstallationen und Instrumentalskulpturen von Martin Messier, Jean-François La- porte, Jan Heinke, Hans van Koolwijk, Alwin Weber und Ulrike Gärtner verwandeln das Festspielhaus während der gesamten Festivalzeit in ein Klanghaus.

Festival in Dresden

Der zweite Festivalschwerpunkt New Sounds from the Far East richtet den Blick nach Osten. Die Boomtowns Ostasiens, die uns Europäer mit ihrer rasanten Wandlungsfähigkeit in Erstaunen versetzen, sind nicht nur Brennpunkte gesellschaftlicher Entwicklung, sondern auch Hotspots künstlerischer Innovationen. TONLAGEN hat einige der aufregendsten Komponisten, Musiker und Bands eingeladen und stellt die aktuellen musikalischen Trends der Großregion vor.

Zur Festivaleröffnung dirigiert Kristjan Järvi das MDR Sinfonieorchester zu Kompositionen von Xiao Ying, Kalevi Aho, Michael Gordon und Ye Yanchen, inspiriert vom Reich der Mitte. Aus Hongkong ist Samson Young zu Gast. Gemeinsam mit dem New Yorker Mivos Quartet dekonstruiert er die Königsgattung europäischer Instrumentalmusik in der Uraufführung von Anatomy of a String Quartet.

Das audiovisuelle Konzert Mega Cities, Mega Sounds stellt eigenwillige, absolut hörenswerte musikalische Trends aus den Metropolen Ostasiens vor, die bisher noch kaum in Europa zu erleben sind. GayBird (Hongkong) vereint in Coucou on Mars neue Musikinstrumente mit elektronischen Klängen zu einem audiovisuellen Gesamtkunstwerk; Fujui Wang (Taipeh) zeigt in Hyper Transmission eine Synthese aus Klanglandschaft und visueller Besinnlichkeit; GogoJ (Peking) verknüpft akustische und elektrische Violinenklänge mit Videoaufnahmen verlassener Gebäude; Senyawa (Yogyakarta, Indonesien) verwandeln mit Extended-Voice-Gesang und dem aus einem Bambusspeer entwickelten Bambuwukir traditionelle japanische Musik in atemberaubenden Noise Punk.

Zwei ungewöhnliche Musiktheaterinszenierungen gehören zum Festival: In Patrick Franks Diskurskonzert Wir sind außergewöhnlich diskutieren der Philosoph Harry Lehmann und der sächsische Ministerpräsident a. D. Kurt Biedenkopf über die Massenkultur des Außengewöhnlichen; François Sarhans Lâchez tout! mit dem schottischen Red Note Ensemble ist ein dadaistisches Filmkonzert zwischen Kriminalgeschichte und philosophischer Tragikomödie.
Ein Doppelkonzert des Freiburger ensemble recherche stellt aktuelle Tendenzen heutigen Komponierens vor. Das Kammerkonzert Sturm und Ruhe in Kooperation mit dem Sächsischen Musikbund bewegt sich zwischen Polen extremer Ruhe und heftigen emotionalen Ausbrüchen. Filme und Diskussionsrunden ergänzen das Festival.



HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden HELLERAU
European Center for the Arts Dresden
Karl-Liebknecht-Straße 56
D- 01109 Dresden
info@hellerau.org

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05.10.2014 philosophisch

GFDK - kino.de

Brillante philosophische, intellektuelle und emotionale Tragödie um den Kreuzweg eines irischen Landpfarrers.

In ihrer zweiten Zusammenarbeit nach dem Cop-Thriller "The Guard", schaffen Regisseur John Michael McDonagh und Hauptdarsteller Brendan Gleeson ein makelloses Meisterwerk, das den schwarzen Humor des Vorgängers um die philosophische Note einer intellektuellen und emotionalen Tragödie erweitert und sich von der sarkastischen Dorfkomödie zum dichten und spannender als Krimis zu lesenden Kreuzweg (der Originaltitel, der das biblische Golgatha meint) entwickelt.

Das lose an Bressons "Tagebuch eines Landpfarrers" angelehnte Drama kreist um Dorfpfarrer Lavelle, den Gleeson ("Brügge sehen...und sterben?") mit schlohweißem Bart als monumentalen Seelsorger verkörpert. Dem wunderbaren irischen Charakterkopf kündigt im Beichtstuhl ein Unbekannter, der jahrelang von einem Priester missbraucht wurde, an, er werde ihn nach Ablauf einer Woche am Strand töten, obwohl Lavelle unschuldig und der Täter von damals längst tot sei. Er werde ein Zeichen setzen. Lavelle muss in sieben Tagen "Haus und Hof" bestellen, ans Beichtgeheimnis gebunden herausfinden, wer sein zukünftiger Mörder ist und mit sich und der Gemeinde ins Reine kommen.

In dieser Zeit erfährt der integere, gutherzige und durch Lebenserfahrung geprägte weise und im Glauben verwurzelte Gottesmann, wie es in der Gemeinde aussieht und durchlebt körperliche, seelische und spirituelle Prüfungen, wie man sie im modernen Kino noch nie mit solcher Wucht erfahren hat, selbst von Scorsese oder Haneke nicht. Lavelle setzt sich mit seiner Tochter, die einen Selbstmordversuch hinter sich hat, auseinander und begegnet, während die Uhr tickt, den Dörflern, darunter dem Schlachter, dem Großgrundbesitzer, dem Polizeiinspektor, einem alten Schriftsteller und - von Gleesons Sohn Domhnall gespielt - im Gefängnis einem jungen Mörder.

Alle sind sie Beispiele für Menschen, die in der von Gottlosigkeit und Zynismus geprägten Welt mit Glauben, guten Werken und Reue nichts anfangen können und sogar die Kirche in Brand setzen. Kameramann Larry Smith hat für Lavelles Wanderungen atemberaubende Panoramabilder in Breitwand aufgenommen, in denen die Natur eine spirituelle Dimension erfährt. Und Gleeson wäre nicht der irische Bär, wenn es nicht eine Szene gäbe, in der er sich im Pub volllaufen lässt und während der Diskussion über das sechste Gebot ("Du sollst nicht töten") einen Streit vom Zaun bricht. ger.

Kinostart: 23.10.2014

Quelle: kino.de

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05.10.2014 Rebekka Kricheldorf

GFDK - Deutsches Theater Göttingen

Man stelle sich vor: Eine Gesellschaft, in der alle Forderungen nach Gleichbehandlung durchgesetzt, alle ausbeuterischen Abhängigkeitsverhältnisse abgeschafft, alle Reparationswünsche sämtlicher Opfergruppen anerkannt und die Sprache von allen herabsetzenden Rückständen bereinigt wurde.

Theater in Göttingen

In der sich die Menschen mit Respekt und Wärme begegnen. In der das Miteinander regiert und das Verständnis für das Gegenüber über das Einzelinteresse gestellt wird. Ein Paradies der psychischen Gesundheit, eine Oase der gegenseitigen Wertschätzung. Konfliktfreie Kommunikation löst leichte Dissonanzen schnell in Wohlgefallen auf. Die wohlwollende Anerkennung des Anderen in all seiner Andersartigkeit stellt eine Gleichheit her, die dunkle Selbstbilder und persönliche Frustrationen gar nicht erst aufkommen lässt. Hier geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um Bruttonationalglück. Hier werden eventuellen Hierarchiebildungen in Firmen frühzeitig mit den Gemeinsinn fördernden Kooperationsspielen entgegen gewirkt. Hier leidet der Mensch nicht, sondern spürt maximal eine kleine innere Unausgeglichenheit, die er sich von kundigen Ärzten wegsprechen lassen kann. Hier sind Kunst und Musik ein Lobgesang der Lebensbejahung.

Freunde der Kunst

Hier widerlegt die Wissenschaft das Menschenbild des egoistischen, triebgesteuerten Einzelkämpfers zugunsten der Idee eines sozialen Wesens, das qua Veranlagung kooperativ, sozial und gerecht ist und von Empathie gelenkt wird. Denn es könnte ja möglich sein, dass alle anderen Charakterzüge, die wir als primäre Triebe angesehen haben – Aggressivität, Gewalttätigkeit, Egoismus und Habgier – sekundäre Triebe sind, die ihren Ursprung in der Unterdrückung unseres elementarsten Wesenszuges haben…

presse@dt-goettingen.de

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05.10.2014 Die Rock-Akustik-Tour

GFDK -Eva Arnold

Gerade ist Marta Jandová aus der Tschechischen Republik in das schöne schwäbische Ulm ausgewandert, als sie auf Thorsten Mewes trifft, der sie sogleich als Stimme für eine neue Band anheuert. 20 Jahre ist diese Begegnung heute her – und war die Geburtsstunde der Alternative- Rockband Die Happy, zu deren ständiger Besetzung noch Ralph Rieker und Jürgen Stiehle gehören.

Pünktlich zum Bandjubiläum meldet sich die Formation um die energiegeladene Frontfrau mit einem neuen, mittlerweile neunten Studioalbum zurück. „Everlove“ heißt es und hält, was es verspricht: Starke, ausgelassene Musik, die nicht nur die treuen Fans mitreißt.

Konzert in Deutschland

Am liebsten begeistert Die Happy das Publikum aber auf den Bühnen des Landes. Gerade durch eine ausgedehnte Festivalsaison richtig in Fahrt, machen sie sich im Oktober auf Deutschlandtournee. Und wer Die Happy kennt, der weiß, sie können laut, aber genauso gut können sie auch leise. Und wer Die Happy noch immer nicht kennt, kann sich am Mittwoch, dem 15. Oktober, in der Centralstation davon überzeugen, wenn die Jubilare im Rahmen ihrer Akustik-Tour auch in Darmstadt einen Stopp einlegen. Neben bekannten Songs warten viele neue auf das Publikum, das sich auch auf die eine und andere Überraschung gefasst machen kann. (ELA)

Konzert in Darmstadt

Besetzung: Marta Jandová (voc), Thorsten Mewes (g), Lutz Möller (p), Ralph Rieker (b), Tayfun Schulzke (perc), Jürgen Stiehle (dr), Patrick Wieland (g)

Mittwoch, 15. Oktober 2014, Beginn 20.30 Uhr Rock/Halle unbestuhlt
Die Happy: AKUSTIK - Tour 2014
VVK 25,90 €

AK 27,50 € Einlass 19.30 Uhr

Präsentiert von Pro7, Echo-Live, FRIZZ Magazin und Partyamt.

 

Eva Arnold
Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Eva.Arnold@centralstation-darmstadt.de

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05.10.2014 William Shakespeare

GFDK - Düsseldorfer Schauspielhaus

Liebesverwirrungen: Demetrius soll Hermia heiraten, doch die liebt Lysander und wird von ihm geliebt. Die beiden fliehen aus der Stadt in den Wald, gefolgt von Demetrius, der seinerseits von Helena verfolgt wird, die ihn begehrt. Liebe als Verfolgungsjagd.

Theater in Düsseldorf

Im Wald liegen die Herrscher des Elfenreiches, Titania und Oberon, in einem heftigen Streit um einen schönen Knaben, den beide leidenschaftlich begehren. Dieser Streit bringt die Natur in große Unruhe – die Gesetze von Zeit und Raum sind in dieser Sommernacht auf den Kopf gestellt.

In der Gegenwelt zur geordneten Stadt herrschen Elementargeister, unerkannte Mächte, vor allem die Macht des Eros und des Rausches. Die Liebenden sind getrieben von diesen Mächten, Lüsten, Begierden, in einer »midsummer madness«, die über ihren Verstand geht.

Auch die Elfenkönigin wird Opfer ihres eigenen sexuellen Verlangens und erliegt im Traum – oder in der Wirklichkeit? – dem Liebesrausch mit einem Esel.

Diese Welt des Rausches, des Sexus, die sieht der katalanische Regisseur Àlex Rigola gespiegelt in einer Gesellschaft, die in den frühen 60er-Jahren in New York Mittelpunkt einer Künstler-Avantgarde war, der Factory des Andy Warhol.

Tänzer, Sänger, Schauspieler, Filmemacher und jede Menge Groupies, Sinnsucher und Liebessüchtige trafen sich hier zu rauschhaften Sessions, bei denen Bilder gemalt, Filme gedreht, Songs erdacht und gespielt, Performances ersonnen und aufgeführt wurden. A walk on the wild side.

Freunde der Kunst

Wie belebend und zerstörerisch diese durch Drogen und Passionen kreierten Traumwelten  sein können, wie übermütig, vergnügt und verzweifelt die Menschen auf ihrer Suche nach Erfüllung, Genuss und Erregung sind, zeigt die Komödie Shakespeares. Und die Geschichte der Factory.

petra.serwe@remove-this.duesseldorfer-schauspielhaus.de

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