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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

15.04.2020 Fischgenuss am Lago Maggiore

GFDK - Essen und Trinken

In dieser außergewöhnlichen Zeit des Stillstands und der traurigen Nachrichten, kann man vom Reisen nur träumen. Das gilt auch für den Lago Maggiore im Norden Italiens, nicht weit entfernt, und doch gerade unerreichbar.

Der Fischfang am Lago Maggiore geht allerdings weiter, und die Zubereitung des Felchen auch, wenn auch derzeit nur für Einheimische. Als Gruß senden wir Ihnen dazu einige Rezepte vom Lago Maggiore.

In Zeiten, in denen man sich auch in den norditalienischen Ferienregionen um einen hoffnungsvollen Blick nach vorn bemüht, kommt dem Essen eine besondere Rolle zu.

Dies gilt gerade für Italien, wo kulinarischer Genuss immer schon zum Lebensgefühl gehört. So rücken alte, oft einfache Gerichte in den Vordergrund, die leicht zu Hause zubereitet werden können. Am Lago Maggiore kommt dabei ein besonderer Schatz auf den Tisch: der Felchen.

Auch am Lago Maggiore herrscht gerade unfreiwilliger Stillstand, aber ein wenig Bewegung gibt es eben doch. Der vielleicht älteste Wirtschaftszweig des oberitalienischen Sees wird noch ausgeübt – die Fischer werfen immer noch ihre Netze aus.

Manch ein Tourist wird sie vielleicht nie wahrgenommen haben, denn so viele sind es nicht mehr, die den alten Beruf des Fischers ausüben, und ihre kleinen Boote sind während der Saison zwischen Fähr- und Sportschiffen leicht zu übersehen.

Noch dazu fahren die Fischer auch am Lago Maggiore sehr früh hinaus und bleiben so von urlaubsreifen Langschläfern meist unentdeckt.

Dabei tragen die Fischer am Lago Maggiore dazu bei, dass schmackhafte, traditionelle Gerichte auf den Tisch kommen können. Im See ist eine reiche Vielfalt von Fischen zu finden: Forelle, Zander, Schwarzbarsch, Hecht, Agone – und eben auch der Felchen, bekannt auch als Renke oder Maräne, italienisch Coregone.

Nahrhaft und delikat hat der Felchen seinen festen Platz in der traditionellen Küche am Lago Maggiore, und da Essen auch die Seele tröstet, wird er zurzeit von vielen Einheimischen besonders gerne verzehrt.

Der schlanke, lang gestreckte Felchen hat einen kegelförmigen Kopf, einen grünlichen Rücken sowie weißlich silberfarbene Seiten und erreicht eine Länge von 30 bis 50 cm.

Für den wohlschmeckenden, grätenarmen Fisch gibt es unzählige Zubereitungsarten. Auf der Isola dei Pescatori, der Fischerinsel, wird traditionell ein sehr einfaches Rezept bevorzugt, das den liebevollen Namen Coregone alla Zia Lisa trägt, Felchen nach Art von Tante Lisa, in einer herrlichen Butter-Salbei-Soße.

Ein Rezept, das sich unbedingt auszuprobieren lohnt, und ergänzt durch einen typischen Zitronenkuchen, der Torta al limone dell’isola dei Pescatori, hat man im Handumdrehen ein verführerisches Menü gezaubert.

Von der Isola dei Pescatori, die malerisch zwischen Stresa und Verbania im Lago Maggiore liegt, wie auch von anderen Orten am See brechen immer noch Fischer auf, um ihrem uralten Beruf nachzugehen.

Für den Felchenfang werden sogenannte reti volanti verwendet, Pelagialnetze, hier mit Maschen von 34 mm, die von der Strömung im mittleren Wasserbereich gehalten werden, ohne also den Boden zu berühren.

Auf der Wasseroberfläche wird die Lage der Netze durch Laternen und Fähnchen signalisiert, die auch die Lizenzen der Fischer dokumentieren, denn natürlich ist der Fischfang streng reglementiert.

Dabei müssen die Fischer wendig sein, denn der Lago Maggiore ist über 64 km lang, und da der Felchen sich vom umherschwimmenden Plankton ernährt, das witterungs- und strömungsbedingt mal im Norden, mal im Süden des Sees reichhaltiger ist, legt auch der begehrte Fisch oft weite Entfernungen zurück. Die Fischer müssen folgen, meist zu Zeiten, da die meisten noch schlafen.

Wer übrigens selbst als Tourist am Lago Maggiore fischen möchte, der kann dies nach Aufhebung der gegenwärtigen Bewegungsbeschränkungen wieder jederzeit tun.

Eine Sportfischerlaubnis ist unproblematisch bei den Gemeindeverwaltungen gegen geringe Gebühr erhältlich, und – im kinderfreundlichen Italien fast schon eine Selbstverständlichkeit – für Kinder unter 13 Jahren kostenfrei.

Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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15.04.2020 Der Philosoph und Bergwanderführer Jens Badura

GFDK - Reisen und Urlaub

Er ist habilitierter Philosoph und geprüfter Wanderführer. Häufig trifft man Jens Badura rund um die Gipfel des Berchtesgadener Lands an. Doch auch er sagt: „Der Ruf der Berge darf die Quarantäne momentan nicht übertönen.“

Daher hat die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH gemeinsam mit ihm die Reihe „Gedankenreise für daheim“ gestartet: Immer freitags gibt Badura online in kurzen Texten Einblicke in seine Überlegungen zur Corona-Krise, danach allgemein zum Verhältnis Mensch und Berg.

„Die aktuelle Situation hat uns alle zum Innehalten gezwungen“, sagt Dr. Brigitte Schlögl, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Darin könne auch eine Chance liegen, betont sie.

„Wir als Tourismusverantwortliche nutzen die Zeit zum Neu- und Umdenken.“ Noch mehr als zuvor solle das bewusste, naturnahe Reisen in den Fokus rücken und damit die Kernkompetenzen der oberbayerischen Alpinregion: Berchtesgaden steht seit jeher für echtes Bergerlebnis, Bad Reichenhall schafft Momente zum Durchatmen.

„Wir blicken positiv in die Zukunft und auf neue Ideen. Mit Jens Badura haben wir dafür den richtigen Querdenker an unserer Seite.“ www.berchtesgaden.de/jens-badura

„Krisen können Denkräume öffnen“

„Manchmal gibt uns die Welt zu verstehen, dass sie nicht immer unsere Komplizin ist. Das Leben scheint dann als ein Widerfahrnis – nicht oder nur beschränkt beeinflussbar und tendenziell bedrohlich.

Ein derzeit allgegenwärtiger Begriff für einen solchen Zustand ist der der Krise. Das griechische ,krísis‘, von dem sich das Wort herleitet, ist in seinem Bedeutungsspektrum aber keineswegs auf eine negativ-pessimistische Sicht der Dinge beschränkt.

Krise meint nämlich ursprünglich zunächst einmal ‚Entscheidung‘. Und damit jenen Moment, in dem die Welt uns – eben widerfahrnishaft – aufträgt, Entscheidungen zu treffen: Was wäre gut, was wäre schlecht?

Was vermag man, was vermag man nicht? Wo soll es hingehen, wohin nicht? Und, als große Frage hinter allem: Wie will man leben? Krisen können, als Nötigung zur Selbstbefragung, Denkräume öffnen, die im ,normalen‘ Leben verschlossen bleiben.

Nutzen wir unsere derzeitige, tiefgreifende Krise doch dazu, uns in diesen Denkräumen ebenso tiefgreifend zu bewegen und zu überlegen, wie wir – nicht nur jetzt – so entscheiden können, dass  unser Leben immer wieder die Chance bekommt, ein gutes Leben zu sein.“

Weitere Auskünfte

Berchtesgadener Land Tourismus GmbH

Maximilianstraße 9    D- 83471 Berchtesgaden

Fon +49 8652 65650-50   info@bglt.de   www.bad-reichenhall.de   www.berchtesgaden.de

Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

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13.04.2020 FOTOS AUS DER QUARANTÄNE

GFDK - Kultur und Medien

PHOTOSZENE-FESTIVAL VOM 22. – 31. MAI 2020 IN KÖLN FÄLLT AUS.

Mit großem Bedauern müssen auch wir die auf Hochtouren laufenden Planungen für das Photoszene-Festival 2020 aufgrund der sich weiter ausbreitenden Corona-Pandemie leider einstellen. Das Festival inklusive Rahmenprogramm und Portfolio-Review SICHTBAR kann nicht mehr wie geplant stattfinden. 

Die Internationale Photoszene Köln ist in der jetzigen Planungsphase des Festivals massiv von den Beeinträchtigungen durch das Corona-Virus betroffen. Einzelne Akteure haben ihre Ausstellungen und Veranstaltungen bereits verschoben oder zurückgezogen.

Die Absage der photokina aufgrund der expliziten Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und der Länderregierung über die Schließung von Messen und Ausstellungen und die daraus resultierende Beschränkung einer professionellen Planung einer internationalen Veranstaltung lässt sich gleichermaßen auf das parallel stattfindende Photoszene-Festival übertragen.

Vor dem Hintergrund möglicher Risiken für die Besucher*innen, die eingeladenen Expert*innen und Künstler*innen können wir zum jetzigen Zeitpunkt an der Planung publikumsstarker Veranstaltungen nicht mehr festhalten.

Künstlerreisen können nicht wie geplant organisiert werden. Alles, was ein lebendiges Festivalformat ausmacht, erscheint aus heutiger Perspektive nicht mehr planbar.

Wir als Veranstalter tragen die Sorge und Verantwortung dafür, dass wir uns aus dem sichtbaren Festivalmarketing zurückziehen, da es fraglich ist, ob soziale Kontakte und das Kulturleben Ende Mai wieder so stattfinden können, wie wir es uns alle wünschen.

Aus diesem Grund haben wir uns nach Absprache mit unseren Förderern und Partnern für eine Absage des Photoszene-Festivals 2020 entschieden.

PHOTOSZENE AUF SOCIAL MEDIA
Auch wenn das Photoszene-Festival 2020 leider ausfällt, werden wir auf unseren Online-Kanälen wie Website, Facebook und Instagram, sowie unserem Newsletter die Fotografie in Köln durch aktive Kommunikation fördern.

Sollte die eine oder andere Ausstellung also im Mai wieder öffnen können, werden wir Sie wie gewohnt darüber informieren! Ebenso werden wir den Programmbereich Artist Meets Archive auf unserer Website ausbauen und über die aktuellen Kooperationen berichten. Stay tuned!

PROGRAMM IM JAHR 2020
Ab Mai erhätlich: Das Magazin L.Fritz #6 zum Thema „Photography & Outer Space“ wird wie geplant in den Druck gehen und kann somit Mitte Mai erscheinen. Damit es auch jeder Fotografie-Interessierte lesen kann, bauen wir unseren Vertrieb aus:

Zum einen wird er in den Bahnhofsbuchhandlungen zu finden sein und zum anderen versuchen wir nach Anfrage auch private Zustellungen umzusetzen.

Die Photoszene-Residency Artist Meets Archive #2: Die 5 eingeladenen Künstler*innen Yasmine Eid-Sabbagh, Joan Fontcuberta, Philipp Goldbach, Anna Orłowska und Rosângela Rennó werden ihren Aufenthalt in den Archiven – in dem Historischen Fotoarchiv des Rautenstrauch-Joest-Museums, dem Zentralen Archiv des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Rheinischen Bildarchiv Köln, dem Deutschen Tanzarchiv Köln, und in der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln – im Herbst 2020 nachholen. Geplant sind einzelne öffentliche Talks mit den Künstler*innen.

Das Next! Festival der Jungen Photoszene, veranstaltet von der Photoszene Köln in Kooperation mit dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), sollte im Mai 2020 zum ersten Mal parallel zum Photoszene-Festival stattfinden.

Aufgrund der Corona-Krise ist geplant, einzelne Veranstaltungen auf den Herbst 2020 zu verlegen. Das Next! Festival der Jungen Photoszene richtet sich an Kinder und Jugendliche. Das Festival wird in Absprache mit den Förderern und Partnern auf Mai 2021 verschoben und findet in der Kartause in der Kölner Südstadt statt.

#PICTURESFROMHOME2020 – FOTOS AUS DER QUARANTÄNE
Durch COVID-19 sind Menschen auf der ganzen Welt gezwungen, sich in die eigenen vier Wände zurückzuziehen und zwischenmenschliche Kontakte auf das Nötigste zu beschränken.

Aber auch innerhalb dieser neuen, engen Grenzen können wir kreativ werden. Deshalb ruft die Photoszene zur aktiven Teilnahme an einer Bilderschau im virtuellen Raum auf.

Alle sind aufgefordert, egal ob Profifotograf, Amateur oder Handyknipser Fotos aus der eigenen häuslichen Isolation zu machen und diese auf Instagram, Facebook oder Twitter unter dem hashtag #picturesfromhome2020 zu posten. So wird ein einzigartiges Zeitdokument über diese außergewöhnliche und für uns alle belastende Zeit enstehen. 

AUSBLICK PHOTOSZENE-FESTIVAL 2021
Das nächste Photoszene-Festival wird vom 21. – 30. Mai 2021 stattfinden. In Vorbereitung sind u.a. bereits die fünf Ausstellungen der Artist Meets Archive-Residency im Sonderausstellungsraum im Rautenstrauch-Joest-Museum am Neumarkt, dem MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln und dem Deutschen Tanzmuseum, die verschobene Ausstellung You are here, Teil 2, einige Ausstellungen aus dem Programm 2020 und das Portfolio-Review SICHTBAR.

Wir danken den vielen tollen Akteuren in Köln, die wunderbare Ausstellungen für das Festival vorbereitet haben und hoffen, dass wir diese in einem starken Photoszene-Festival 2021 sehen können.

Wir danken den vielen Kooperationspartnern, mit denen wir an den verschiedenen Veranstaltungsformaten gearbeitet haben, besonders der SK-Stiftung Kultur für den inspirierenden Austausch für eine Mini-Museumsnacht.

Einen ganz großen Dank an unsere Förderer, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW, der Rhein-Energie Stiftung Kultur und ganz besonders natürlich der Stadt Köln, sowie an all unsere Medienpartner.

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13.04.2020 Michael Stückl schreibt an die Jazzfreunde

GFDK - Kultur und Medien

Beim vorletzten Konzert in der Unterfahrt begann sich abzuzeichnen, dass die Welt sich anders drehen wird. Wir hatten Benny Golson auf unserer Bühne. Auf seinem Plan standen zuvor einige Konzerte in Italien. Sein Flug landete dann aber nicht wie geplant in Mailand, sondern in Barcelona.

Am Vorabend des Konzertes bei uns machte Italien die Grenzen dicht. Offiziell waren an diesem Tag 56 positiv auf CoV-Sars2 getestete Patienten in München gemeldet. Die Fallzahlen in Deutschland hatten gerade die 1000er Marke überschritten.

Insgesamt schien uns die Situation einigermaßen berechenbar. Benny ersetzte sein italienisches Trio durch 3 junge Münchner Musiker. Golson sollte dann eigentlich noch einige Konzerte in Spanien spielen. Doch auch daraus wurde nichts mehr.

Nach ein paar weiteren Tagen gelang es ihm - kurz vor Trumps Einreise-Bann - nach New York zurückzukehren. Letztlich sind wir glücklich, dass er bei uns wenigstens ein einziges Konzert auf seiner Europatournee hat spielen können. Für uns war es ein Erlebnis:

Ein heute schon legendärer Abend mit einer 91-jährigen Jazzlegende. Wir hoffen, Benny geht gut. Denn heute vermuten wir, dass es zu diesem Zeitpunkt allein in New York wahrscheinlich schon mehr Corona-Infizierte gab als in Deutschland.

Am frühen Morgen des 13.03. rief mich Nice Brazil, die Künstlerin an, die an diesem Abend spielen sollte. Einer Ihrer Musiker hänge im Ausland fest.

Ich war froh, das Konzert absagen zu dürfen, denn bereits vor dem offiziellen Verbot war mir klar, dass die Diskussion darum, ob Großveranstaltungen mit über 1000 Personen eventuell vermieden sollten, an der Sache ziemlich vorbei ging und auch die Konzerte in der Unterfahrt zum Risiko würden.

Mein Herz für die Kultur blutete, als ich entscheiden musste unseren Konzertbetrieb einzustellen. Mein Herz für die Medizin war froh, dass ich schließen durfte. In dieser zweiten Profession bekomme ich im Krankenhaus mit zunehmender Dramatik mit, weshalb es wichtig ist, die aktuellen Einschränkungen zu ertragen.

Fast drei Wochen sind vergangen. So lange hatten wir unseren Club in über 40 Jahren nie am Stück geschlossen. Wir konnten und wollten uns eine längere Schließung in der Vergangenheit nie vorstellen.

"AW: AW: AW: AW: AW: AW: AW: AW: AW: Konzertverschiebung". So sehen heute die Mails in unseren Postfächern aus. Absagen, Terminverschiebungen, ein wildes Hin und Her. Soll man vielleicht die Tour auf Juni legen, oder vielleicht doch gleich ins nächste Jahr?

Wir wissen das leider nicht, gehen aber davon aus, dass einige der im Moment noch angekündigten Konzerte der nächsten Monate nicht stattfinden werden.

Auch dem Jazzclub Unterfahrt bleibt nicht erspart, sich Gedanken zu machen, wie lange wir unseren eigenen Anspruch, Musiker und Publikum zusammenzubringen nicht gerecht werden können und dürfen.

Social Distancing ist ja genau das Gegenteil. Am schlimmsten trifft die Krise aber die Musiker. Sie können nicht mehr auftreten und nicht auf dem üblichen Weg unterrichten.

Die meisten Jazzmusiker sind immer schon Überlebenskünstler und es ist auch in normalen Zeiten beeindruckend, welche Widrigkeiten sie auf sich nehmen, um uns, ihr Publikum mit Ihrer Musik zu beglücken. Sie haben es jetzt noch viel schwerer.

Viele unserer Mitglieder und aus unserem Publikum, machen sich Gedanken, ob und wie der Jazzclub die Krise übersteht. Und vielen von Ihnen ist zu verdanken, dass wir uns hierüber nur nachrangig Sorgen machen müssen.

Denn heute zeigt sich mehr denn je, dass unsere Struktur, die auf einem gemeinnützigen Verein mit ca. 1400 Fördermitgliedern beruht, uns große Stabilität sichert.

Ihnen, unseren Förderern ist zu verdanken, dass wir diese Krise eine ganze Weile überstehen, wenn Sie uns wie bisher treu bleiben, auch wenn wir aktuell keine Konzerte vor Publikum veranstalten können.

Berührt haben mich die Neuanträge in dieser Zeit. Vielen Dank für dieses Mut machende Zeichen Ihrer Solidarität für unsere "nicht systemrelevante Institution".

Wie geht es weiter? Wir sind nach einer intensiven Zeit der Neu- und Umplanung vieler Konzerte, etwas später als andere Veranstalter, auch mit der Planung und Produktion von live gestreamten Konzerten von kleinen Besetzungen beschäftigt.

Wir möchten die verfügbaren Mittel aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und der Förderung unseres Vereins auch in diesen Zeiten als Gagen an die Musiker weitergeben.

Wir werden in den nächsten Tagen über den Jazzletter und unsere Website konkret informieren, wann wir am Start sind, um ein klein wenig Unterfahrt-Gefühl in Ihre Wohnzimmer zu bringen.

Bleiben Sie uns treu und bleiben Sie gesund

Michael Stückl 

und das Team der Unterfahrt 

 

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09.04.2020 #DahoamBleiben in Österreich

GFDK - Reisen und Urlaub

Anstatt draußen die erwachende Natur zu begrüßen, heißt es derzeit weltweit #DahoamBleiben. Die Beherbergungsbetriebe in ganz Österreich sind bis auf Weiteres geschlossen, wann der Regelbetrieb wieder anlaufen wird, kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen.

Daher hat es für den Tourismusverband Wilder Kaiser nun oberste Priorität, in diesen turbulenten Zeiten Sicherheit zu geben.

 „Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an etlichen Maßnahmen, die sowohl den Gästen als auch den heimischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern helfen sollen, bestmöglich durch diese Krise zu kommen“, sagt Lukas Krösslhuber, Geschäftsführer TVB Wilder Kaiser.

Die Maßnahmen im Überblick:

Sicherheit für Gäste: „Wilder Kaiser Umbuchungsgarantie“

Alle sehnen sich danach, die Natur bald wieder zu genießen, aber auch nach Planungssicherheit. Um den Gästen der Region Wilder Kaiser beides zu ermöglichen, wurde die sogenannte „Wilder Kaiser Umbuchungsgarantie“ ins Leben gerufen.

Das heißt: Alle Urlaubsaufenthalte für den Sommer 2020, die bisher über den Tourismusverband Wilder Kaiser gebucht wurden oder werden, können bis eine Woche vor Anreise kostenlos umgebucht bzw. storniert werden. Ziel ist, dass der geplante Termin, nicht aber der Urlaub an sich storniert wird.

Sicherheit für Partner: „Durchführungsgarantie Aktivprogramm“

Aber nicht nur Gäste brauchen Sicherheit: Vor allem die touristischen Anbieter der Region müssen eine Perspektive für den Sommer haben. Daher hat sich der TVB Wilder Kaiser entschieden, eine „Durchführungsgarantie“ des kompletten Aktivprogramms, welches im Sommer über den TVB in Ellmau, Going, Scheffau und Söll angeboten wird, auszusprechen.

Sollte für eine Aktivität des Sommerprogramms – zum Beispiel eine geführte Wanderung – die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden, findet sie trotzdem statt. In dem Fall übernimmt der TVB die Zuzahlung bis zur Mindestteilnehmerzahl.

Regionale Wirtschaft stärken: „Vorfreude schenken“

Apropos Vorfreude – Urlaub, Zeit in der Natur und in den Bergen werden wir uns heuer alle so schwer verdient haben, wie nie zuvor. Wer seinen Liebsten etwas Gutes tun will, kann „Vorfreude schenken“ und online Wilder Kaiser Gutscheine erwerben. Sie sind bei zahlreichen Partnern in der Region einlösbar, vom Hotel bis hin zum Sportgeschäft.

Nähe trotz Abstand: Wir bleiben in Kontakt

Mit dem Wilden Kaiser vor der Tür lässt sich jede Quarantäne leichter ertragen. Viele Menschen haben dieses Privileg nicht.

Daher liefert der TVB Wilder Kaiser allen die Natur nach Hause, sei es mit den „Urlaub im Kopf“-Videos auf Facebook (Rundgänge bzw. Drohnenflüge durch die Region) oder täglichen Instagram-Stories, die den Menschen das Leben in den eigenen vier Wänden ein bisschen versüßen sollen – etwa durch regionale Rezepte.

Bastel-Anleitungen auf dem Wilder Kaiser Blog zeigen, wie Kinder beispielsweise ein paar Klopapierrollen in einen „Wilder Kaiser Zoo“ verwandeln.

Diese Maßnahmen werden nicht die letzten gewesen sein. Bis diese herausfordernden Zeiten bewältigt sind, werden sicher noch die eine oder andere kreative Idee und vor allem Zusammenhalt notwendig sein. „Auch wenn wir derzeit vor einer Situation stehen, für die es keinerlei Erfahrungswerte gibt:

Die Region Wilder Kaiser setzt seit Jahren darauf, die Lebensqualität dort für alle auszubauen“, so Krösslhuber mit Verweis auf die derzeit so passende Strategie 2024 des TVB Wilder Kaiser.

„Die aktuellen Diskussionen zeigen uns, dass wir schon vor Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und den richtigen Weg eingeschlagen haben. Gerade in Zeiten, in denen der Tiroler Tourismus medial unter Generalverdacht steht, wollen wir weiterhin ein Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit und Zusammenhalt sein.“

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09.04.2020 VIER PFOTEN TIERART

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN hat am Wochenende einen etwa vier Jahre alten männlichen Serval in ihre Obhut genommen. Die Wildkatze war Anfang des Jahres von Behörden beschlagnahmt worden, nachdem sie beim Streunen im Rhein-Sieg Kreis entdeckt und eingefangen wurde.

Bereits im Dezember entdeckten Spaziergänger die afrikanische Kleinkatze, im Januar schließlich konnte das Tier mit einer Lebendfalle einfangen werden. Nach seiner Beschlagnahmung durch die Behörden verbrachte es in einer fachkundigen Stelle mit entsprechendem Gehege die Quarantänezeit.

Aufgrund seiner unbekannten Herkunft musste der Serval dort zunächst vorschriftsmäßig geimpft, entwurmt und mit einem Microchip versehen werden.

Am vergangenen Wochenende konnte das VIER PFOTEN TIERART Team die Katze in ihr neues Zuhause TIERART bei Maßweiler in Rheinland-Pfalz bringen.

In dem Tier- und Artenschutzzentrum wird sie in einem großen artgemäßen Gehege leben. Eine Auswilderung in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet ist nicht möglich, da der Serval mit größter Wahrscheinlichkeit aus einer Zucht stammt, sehr viel Kontakt zu Menschen hatte und in freier Wildbahn nicht zurechtkäme.

VIER PFOTEN fordert strikte Gesetzgebung

„Mit einem Gehege von nur 50 Quadratmetern kann sich jeder so eine exotische Katzenart in Deutschland zulegen. In ihrem natürlichen Lebensraum haben diese Katzen ein Revier von bis zu zehn Quadratkilometern.

Dieser Fall zeigt, wie wichtig einheitliche und striktere Gesetze für die Haltung exotischer Katzenarten sind. Keiner weiß genau, wie viele Groß- und Kleinkatzen in privater Haltung, meist unter nicht artgerechten Haltungsbedingungen, in Europa leben.

Die Zucht und der Handel mit exotischen Katzenarten unterstützen den illegalen Markt. Dies reicht bis hin zur Gewinnung von angeblicher Heilmedizin, die traurigerweise weltweit einen großen Absatzmarkt erfährt.

Das Problem fängt bei Katzenarten wie diesem Serval an und reicht bis zu dem illegalen Handel mit Tigern und Löwen, den es erschreckenderweise auch in Deutschland gibt", sagt Florian Eiserlo, Diplom-Biologe und Betriebsleiter der VIER PFOTEN Großkatzenstation TIERART.

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08.04.2020 Hunden und Katzen droht der Hungertod

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Um die Versorgung der Streuner auch in Zeiten des Coronavirus sicherzustellen, hat VIER PFOTEN ein Pilotprojekt mit lokalen Partnern in Rumänien gestartet, um rund 1.000 freilaufende Hunde in den Städten Bukarest und Galati mit Futter vor dem Tod zu retten.

Ähnliche Projekte sollen in der Ukraine und Bulgarien folgen. Laut der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat die COVID-19 Pandemie auch für Streuner in ganz Europa ernste Konsequenzen, denn heimatlosen Hunden und Katzen droht der Hungertod.

Gründe für die Futterknappheit sind die Ausgangssperren sowie die geschlossenen Restaurants und Fabriken – die Hauptnahrungsquellen der Tiere.

Seit den brutalen Massentötungen im Jahr 2014 wagen sich Streunerhunde in Bukarest eigentlich nur noch nachts auf die Straßen.

Aufgrund der Ausgangssperren rund um die COVID-19 Pandemie konnte VIER PFOTEN aber in den letzten zwei Wochen beobachten, dass die Tiere vor allem in Industriegebieten wieder vermehrt tagsüber verzweifelt auf Futtersuche sind.

„Die Hunde lernen schnell. Wenn wir mit unseren Autos voller Hundefutter vorfahren, kommen sie schon angelaufen. Die meisten Hunde sind nicht menschenscheu, die Fabrikarbeiter und Restaurantangestellten haben sie vor der Pandemie regelmäßig gefüttert.

Normalerweise führen wir keine Fütterungsprojekte bei Streunertieren durch. Sie sind kontraproduktiv für ein nachhaltiges Populationsmanagement, sofern sie nicht mit einem Sterilisationsprogramm verknüpft sind.

Die aktuelle Krise fordert aber auch von uns ein gewisses Maß an Flexibilität. Ohne den Einsatz unserer Teams vor Ort würden die Hunde und Katzen verhungern“, erklärt Manuela Rowlings, Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Europa.
 
Fütterungsprojekt als Basis für Populationsmaßnahmen


Obwohl das Füttern während der Zeit der Ausgangssperren im Fokus des VIER PFOTEN Projekts steht, nutzen die mobilen Tierärzte den Kontakt mit den Hunden und Katzen, um sie zu untersuchen und notfalls zu behandeln.

Zudem macht das Team genaue Aufzeichnungen über die Tiere, die in einen Sterilisations- und Impfplan einfließen. Zu einem späteren Zeitpunkt möchte das VIER PFOTEN Team für ein CNVR-Projekt (Catch-Neuter-Vaccinate-Release) zurückkehren.
 
Putzhandschuhe und selbst genähte Masken im Notfall

Vor einer besonderen Herausforderung steht das VIER PFOTEN Team wegen der kaum verfügbaren Handschuhe und Masken. Aus Sicherheitsgründen müssen diese aber bei Kontakt mit den Tieren immer getragen werden. „Die Not macht uns erfinderisch.

Kommt es zu Engpässen, greift unser Team auf Putzhandschuhe und selbst genähte Masken zurück. Natürlich nur im äußersten Notfall – bis jetzt hatten wir Glück und haben stets Nachschub auftreiben können.

Wir müssen aber sehr sparsam mit unseren Ressourcen umgehen, da das Projekt noch einige Wochen laufen soll“, so Rowlings.

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03.04.2020 Gesicht und die Stimme vo N-Joy

GFDK - Kultur und Medien

Eva Schulz, das Gesicht und die Stimme des jungen Politik-Podcasts „Deutschland3000 - 'ne gute Stunde mit Eva Schulz“, wird mit einem Kurt-Magnus-Preis geehrt. Die Auszeichnung gilt als bedeutendster Nachwuchsförderpreis der ARD für junge Radiojournalistinnen und -journalisten, Eva Schulz erhält den mit 7000 Euro dotierten ersten Preis.

„Deutschland3000 - 'ne gute Stunde mit Eva Schulz“ wird federführend von N-JOY vom NDR  für die jungen Radioprogramme der ARD (1LIVE, Fritz, UNSERDING, DASDING, YOU FM, Bremen NEXT, MDR SPUTNIK, PULS) und für funk - das Content-Netzwerk von ARD und ZDF – produziert.

Journalistin Eva Schulz trifft für das Format Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen, irgendwo zwischen Pop und Politik. Menschen, die mit ihren Ideen, Projekten und Geschichten beeindrucken oder bewegen, manchmal auch irritieren.

Ihre Gäste sind prominent, kommen aus Politik und Popkultur. Im Podcast spricht sie „eine gute Stunde“ mit ihnen über ihr Leben und ihre Projekte. Und es geht immer um gesellschaftliche Themen, die die Gäste bewegen – unter anderem Clueso, Dunja Hayali, Margarete Stokowski, Philipp Amthor und Sara Nuru.

Der Podcast erscheint wöchentlich und wird von fast allen jungen ARD-Radioprogrammen auch linear ausgestrahlt. Unter der Dachmarke „Deutschland3000“ ist ebenfalls das gleichnamige Videoformat von funk zu Hause.

Durch eine umfangreiche Social Media-Begleitung des Podcasts wird eine junge Zielgruppe angesprochen und aufgefordert mitzudiskutieren.

So gelingt mit „Deutschland3000 – ‘ne gute Stunde mit Eva Schulz“ ein Balance-Akt: Ein Podcast, der sowohl die politik- und podcastaffine Community als auch die gesamte Hörerschaft der jungen ARD-Programme anspricht.

Eva Schulz, geboren 1990, hat Kommunikation, Kultur und Wirtschaft an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen studiert. Seit 2017 ist sie im Internet als Gesicht von „Deutschland3000“ zu sehen.

Sie war eine der ersten deutschen Journalistinnen, die tagesaktuelle Formate bei Snapchat realisiert haben. Für ihre Innovationskraft wurde sie 2017 vom medium magazin als Unterhaltungsjournalistin des Jahres ausgezeichnet und vom Forbes Magazine zu den „30 under 30" im Bereich Medien und Unterhaltung gezählt.

Der Kurt-Magnus-Preis wird alljährlich von der Dr.-Kurt-Magnus-Stiftung verliehen. Die Stiftung fördert qualifizierte Nachwuchskräfte des deutschen Hörfunks.

Die Federführung für die Preisverleihung liegt beim Hessischen Rundfunk, bei dem Dr. Kurt Magnus bis zu seinem Tod 1962 Vorsitzender des Verwaltungsrats war.

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02.04.2020 im Schatten der Corona-Krise

GFDK - Kultur und Medien

Im Zuge der Corona-Krise fordern Fluggesellschaften weltweit finanzielle Unterstützung. Als wesentlicher Bestandteil der Reisebranche sind sie wirtschaftlich mit am stärksten von den aktuellen Änderungen betroffen. In den USA sind Rettungspakete von über 50 Mrd. Dollar im Gespräch.

Gleichzeitig machen sich die Konzerne und Vereinigungen wie Airlines 4 Europe (A4E) jedoch die Krise zu Nutze, um die Rechte ihrer Passagiere langfristig einzuschränken. Darauf macht der Verband der Vertreter für Fluggastrechte (APRA) aufmerksam.

Diesem zufolge sind die aktuellen Maßnahmen Teil einer langfristigen Kampagne zur Beschränkung der Europäischen Fluggastrechteverordnung EG 261.

Bis zu 80 Prozent der Fluggastrechte sollen verschwinden
Laut dem APRA könnten Passagiere künftig bis zu 80 Prozent ihrer Fluggastrechte einbüßen. Bis dato regelt die EG 261, dass Airlines bei selbst verschuldeten Verspätungen über drei Stunden oder Ausfällen ihre Passagiere angemessen entschädigen müssen.

Wie geplante Restriktionen aussehen können, legt eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie nahe: Dem Bericht zufolge sollen bspw. die derzeit dreistündigen Verspätungszeiten auf bis zu zwölf Stunden ausgedehnt werden.

Laut Flugdaten beträfe das vier von fünf verspäteten Flügen, für welche die Fluggesellschaften ihre Passagiere künftig nicht mehr entschädigen müssten. Wie weitere Einschränkungen aussehen können, zeigen aktuelle Maßnahmen seitens der Airlines im Schatten der Corona-Krise:

So forderten sie, das Recht auf Hotelübernachtungen bei Ausfällen auf drei Nächte zu kürzen, auch wenn der erzwungene Aufenthalt länger dauern sollte. Zudem sollte die Erstattung des Ticketpreises durch die Ausgabe von Reisegutscheinen ersetzt werden. Letzteres lehnte die EU bereits ab.  

Während die Airlines demnach aktiv an der Aushöhlung der Fluggastrechteverordnung arbeiten, fordern die Konzerne gleichzeitig staatliche Unterstützung aus Steuergeldern.

Diese werden jedoch auch von den Millionen Passagieren mitfinanziert, die ebenfalls von der Krise betroffen sind. Der APRA fordert daher, dass eventuelle Finanzhilfen an die Wahrung der Verbraucherrechte geknüpft werden.

Rechnen die Fluggesellschaften mit staatlichen Hilfeleistungen?
Dass die Flugbranche wie kaum eine zweite von der Krise betroffen ist, zweifelt der APRA nicht an. Allerdings wirft der Verband den Airlines vor, sich als Bestandteil der weltweiten Infrastruktur auf ihre “Systemrelevanz” zu verlassen und mit den staatlichen Fördergeldern zu rechnen – ohne die Rechte der Verbraucher zu garantieren.

Dazu führt die Organisation das Beispiel der amerikanischen Fluggesellschaften an, die aktuell um 50 Mrd. Dollar bitten, in den letzten Jahren jedoch Milliarden Profite erwirtschafteten und über 45 Mrd. Dollar an ihre Anteilseigner ausgeschüttet haben.

“Wir verstehen, dass dies eine Krisenzeit für die Fluggesellschaften ist, aber es ist eine Krise für jeden auf der Welt. Die Tatsache, dass das COVID-19 derzeit ein außergewöhnlicher Umstand ist – APRA war die erste Organisation, die dies offiziell anerkannt hat – gibt den Fluggesellschaften nicht das Recht, dies als "catch it all"-Möglichkeit zu nutzen, um die Fluggastrechte langfristig abzuschaffen.

Wenn überhaupt, dann zeigt diese Krise, dass starke Fluggastrechte heute mehr denn je erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Fluggesellschaften die Passagiere auch während einer Pandemie gerecht behandeln", erklärt Christian Nielsen, Vorstandsmitglied und Sprecher des APRA.  

Andrew Murphy, Luftfahrtmanager von Transport & Environment, fügt hinzu, dass "Fluggesellschaften, die in schlechten Zeiten öffentliche Unterstützung fordern, akzeptieren sollten, dass sie in guten Zeiten anfangen müssen, Steuern zu zahlen", was auch für den Schutz und die Entschädigung von Passagieren gilt.

Mehr als 40 Millionen Fluggäste sind jährlich von Ausfällen betroffen
"Jedes Jahr sind mehr als 40 Millionen Fluggäste allein von Flugannullierungen betroffen, wobei viele von ihnen auf dem Flughafen stranden und zusätzliche Kosten auf sich nehmen müssen. Besonders diese Passagiere sind auf starke Fluggastrechte angewiesen.

Der APRA setzt sich dafür ein, dass die Rechte der Fluggäste so stark bleiben, wie sie es aktuell sind. Wie Studien ergeben haben, gibt es auch keinen Grund, diese zu ändern, denn die Gewinne der Fluggesellschaften wurden in der Vergangenheit kaum durch die EG 261 beeinträchtigt.

Stattdessen hat die Verordnung bewiesen, dass sie die Fluggesellschaften erfolgreich an ihre Pflichten erinnert.", ergänzt Christian Nielsen.

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere
Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke.

Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug.  

Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, durchschnittlich bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

Außergewöhnliche Umstände, auf die die jeweilige Airline keinen Einfluss hat, bewirken, dass die verantwortliche Fluggesellschaft von ihrer Kompensationspflicht befreit wird. Dazu zählen unter anderem Unwetter oder medizinische Notfälle.

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02.04.2020 Südtirols historische „Roter Hahn“-Höfe

GFDK - Reisen und Urlaub

Wir bereiten uns schon einmal auf die Zeit nach Corona vor. Wo ehrwürdige Mauern Geschichte(n) erzählen, wird heute lieber saniert als neu gebaut – besonders in Südtirol. Mehr denn je liegt den Besitzern der Erhalt von jahrhundertealtem Stein, romanischen Gewölben oder rustikalen Holzvertäfelungen am Herzen.

Bei vielen Bauernhöfen der Qualitätsmarke „Roter Hahn“ hat man die historischen Strukturen sorgfältig restauriert und, kombiniert mit modernster Technik, in elegante Urlaubsdomizile verwandelt.

Um den antiken Charme der Betriebe bestmöglich zu bewahren, wird bei der Inneneinrichtung stets auf natürliche, authentische sowie hochwertige Materialien Wert gelegt.

Neben einer aufregenden Architektur im Spannungsfeld zwischen Alt und Neu dürfen sich Urlauber während ihres Aufenthalts auch auf allerlei hofeigene Produkte und die Herzlichkeit der Bauersfamilie freuen.

Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

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