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06.09.2016 Auch Garagengold braucht Versicherungsschutz

Oldtimerversicherungen - Der richtige Versicherungsschutz für Ihr klassisches Automobil

von: GFDK Redaktion

Verliebt in Blech. Jedes Jahr strömen Hunderttausende zu den Oldtimerevents, die von Jahr zu Jahr mehr werden. Nahezu fast jede Stadt und sogar kleinere Orte veranstalten heute die Treffen für die Liebhaber alter und seltener Autos.

In den Krimireihen vom Tatort fährt Richie Müller einen alten Porsche 911, Dietmar Bär nimmt vorlieb mit wechselnden US-Schlitten und Kommissar Marthaler alias Matthias Koeberlin macht sich mit seinem alten Mercedes auf Verbrecherjadd und auch die blonde Kommissarin Saga Norén aus "Die Brücke – Transit in den Tod" fährt einen alten Elfer.


Oldtimer sind hipp und das weckt Begehrlichkeiten. Und so sind die Preise für die edlen Kutschen in den letzten Jahren exorbitant gestiegen. Das Garagengold verzaubert heute jung und alt. Etliche Reiseveranstalter haben sich auf Urlaub mit dem Oldtimer spezialisiert und bieten Oldtimerreisen an. Aber wer denkt bei all dem Autoglück auch an die Versicherung?

Als Nachweis für das Bestehen einer gültigen Haftpflichtversicherung vergeben alle deutschen Versicherungsunternehmen eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB), die dann erforderlich ist, wenn bei der Zulassungsbehörde eine Neuanmeldung oder Ummeldung eines Fahrzeugs stattfinden soll.

Mit der Erteilung einer eVB-Nummer bestätigt der Versicherer den vorläufigen Versicherungsschutz in der Haftpflichtversicherung. Die eVB ersetzt seit 2008 die vorher übliche Doppelkarte bzw. Versicherungsbestätigungskarte, die ebenfalls zum Nachweis der (vorläufigen) Haftpflichtdeckung diente.

Die eVB-Nummer besteht aus einem Code aus sieben Großbuchstaben und Zahlen, der automatisch zufallsgesteuert generiert wird. Die meisten Versicherungen teilen die vergebene eVB-Nummer entweder direkt am Ende eines Online-Versicherungsantrages mit, nachdem der Antrag online beim Versicherer vorliegt und von diesem angenommen wurde.

Die Mitteilung der eVB-Nummer erfolgt meist per E-Mail als PDF, die der Versicherungsnehmer selbst ausdrucken kann. Da die eVB-Nummer sofort nach ihrer Erzeugung in der GDV-Datei gespeichert wird, kann die Zulassungsstelle bei der Anmeldung überprüfen, ob für das anzumeldende Fahrzeug aktuell ein ausreichender Haftpflichtversicherungsschutz besteht.

Die eVB Nummer - auch für Oldtimer unverzichtbar

Auch für klassische oder historische Fahrzeuge muss ein ausreichender Versicherungsschutz bestehen, wenn sie im öffentlichen Verkehrsraum bewegt werden sollen. Wenn ein Oldtimer erstmals nach Stilllegung wieder zum Straßenverkehr zugelassen wird oder wenn eine Ummeldung wegen eines Halter- oder Wohnortwechsels stattfindet, ist eine eVB geeignet, gegenüber der Zulassungsstelle den bestehenden Haftpflichtversicherungsschutz zu dokumentieren.

Auch wenn viele Oldtimer wegen ihres oft hohen materiellen Wertes teil- oder sogar vollkaskoversichert werden, kann die elektronische Versicherungsbestätigung gegenüber der Zulassungsbehörde bereits benutzt werden, da sich diese stets nur auf die Haftpflichtversicherung bezieht. So kann ein Oldtimer schon angemeldet werden, auch wenn die Details der Fahrzeugversicherung noch zu verhandeln sind.

Das ist bei Oldtimern häufiger der Fall, wenn der Versicherungswert des Fahrzeugs noch gesondert - beispielsweise durch ein Gutachten - festgestellt werden muss. Die Erteilung einer eVB ist nicht davon abhängig, ob das Fahrzeug ganzjährig zugelassen werden soll oder ob für den Oldtimer ein H-Kennzeichen oder ein Saisonkennzeichen beantragt werden soll.

Die wichtigsten Gesichtspunkte bei der Oldtimerversicherung

Grundsätzlich gibt es keine rechtlichen Besonderheiten bei der Versicherung eines Oldtimers. Alle klassischen oder historischen Fahrzeuge benötigen gemäß § 6 des Pflichtversicherungsgesetzes einen Haftpflichtversicherungsschutz mit der gesetzlichen Mindestdeckungssumme. Auch in der Teil- und Vollkaskoversicherung gibt es prinzipiell keine Sonderregeln für Oldtimer.

Dennoch bieten die meisten Versicherer, die Versicherungsschutz für Oldtimer bereitstellen, spezielle Versicherungsverträge für Oldtimer an. Diese Verträge tragen dem Umstand Rechnung, dass die Jahresfahrleistung von Oldtimern meist relativ gering ist. Daher bieten einige Versicherungen günstige Tarife in Verbindung mit einer beschränkten Jahresfahrleistung (meist 9.000 oder 10.000 km pro Jahr) an.

Zudem verzichten viele Oldtimerversicherungen auf eine Rückstufung im (einmaligen) Schadensfall. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass bei der Oldtimerversicherung die Prämienfindung unabhängig von Regional- und Typklassen erfolgt. Einige Versicherer setzen den Versicherungswert eines Oldtimers mit Hilfe eigener Haussachverständiger fest.

Andere Unternehmen verlangen bei besonders hochwertigen Automobilen die Vorlage eines Wertgutachtens eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. In manchen Versicherungsverträgen für Oldtimer ist eine automatische Wertanpassungsklausel vorgesehen, die der Wertsteigerung solcher hochwertigen Fahrzeuge Rechnung trägt. Solche Klauseln sehen häufig die Steigerung um einen jährlichen Festbetrag oder eine prozentuale Steigerung des Versicherungswerts vor.

 

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