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03.03.2019 Güllen ist überall

Wie steht es um ihre Moral tatsächlich - Eine Milliarde für einen Mord

von: GFDK - Kultur und Medien - Theater

Essen. Sie sind arm, sie wirken hoffnungslos und sie leben in dem heruntergewirtschafteten Provinzkaff Güllen. Doch als eines Tages außerplanmäßig der „Rasende Roland“ in ihrem Bahnhof Halt macht und die mittlerweile steinreiche Tochter des Ortes Claire Zachanassian dem Schnellzug entsteigt, glimmt bei den Bewohnern plötzlich Hoffnung auf.

Geld stinkt nicht?

Claire verspricht den Güllenern die Spende von einer Milliarde – unter einer Bedingungen: Zunächst müssten sie ihren Mitbürger Alfred Ill umbringen, mit dem sie noch eine Rechnung offen hat.

Nach anfänglicher Empörung über das unmoralische Angebot, scheint nach und nach neuer Wohlstand im maroden Nest einzuziehen. Die Leute kaufen plötzlich wieder – teuer und auf Pump. Alfred Ill ahnt, dass es mit der Standfestigkeit seiner Mitbürger nicht weit her ist. Eine Hetzjagd durch die Stadt beginnt.

Was die unterschiedlichen Figuren in Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ an- und umtreibt, wie es um ihre Moral tatsächlich bestellt ist und welche ästhetischen Mittel Regisseur Thomas Krupa in seiner 2017 fürs Grillo-Theater entstandenen Inszenierung einsetzt, das sind die Themen des Öffentlichen (Schau-)Spielworkshops, zu dem die Theaterpädagogik des Schauspiel Essen am 11. April ab 16:45 Uhr einlädt.

Im Gespräch und in praktischen Übungen nähern sich die Workshop-Teilnehmer zunächst dieser tragischen Komödie an, anschließend geht es ab 19:30 Uhr in die Vorstellung. Danach besteht noch die Möglichkeit zum gemeinsamen Meinungsaustausch in der Theater-Kantine.

Interessenten können sich unter 0201/81 22-334 oder theaterpaedagogik@schauspiel-essen.de anmelden. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, Eintrittskarten für „Der Besuch der alten Dame“ kosten für Workshop-Teilnehmer lediglich € 10,00 (ermäßigt € 6,60).

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