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Unsere Galerien - Kunstwerke, Musik und Geschichten

Kunst - Werk der Woche

  • Werk der Woche Babaismus von Eva Horstick-Schmitt 
Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft
Barbie Klum - Fotoreihe Babaismus von Eva Horstick-Schmitt
Barbique - Fotoreihe von Eva Horstick-Schmitt
Thema Schoenheitswahn - Fotografien von Eva Horstick-Schmitt
Deutschland im Sumpf -  Fotografien von Eva Horstick-Schmitt
Ehetraum geplatzt - Fotografien von Eva Horstick-Schmitt
Tod einer Barbie - von Eva Horstick-Schmitt
Wunderschoene Flitterwochen - von Eva Horstick-Schmitt
Barbie hat sich verfluessigt - Fotografien von Eva Horstick-Schmitt
Its a cold world - Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schoehnheitswahn
Portrait der Fotokuenstlerin Eva Horstick-Schmitt
    Aufstand der Puppen
    Werk der Woche: „Babaismus“ - Eva Horstick-Schmitt kritisiert den Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft

    Puppen, Barbiepuppen, Schaufensterpuppen…Trendsetterin, Ikone, Traumfrau? Sie machen jede Mode mit, schlüpfen in jede Uniform und passen sich flexibel dem jeweiligen Zeitgeist an! Opportunistinnen als Ideal?

    Die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt lebte 2005 ein halbes Jahr mit über 7 Schaufensterpuppen und hat diese in ihrem alltäglichen Umfeld fotografisch inszeniert. Daraufhin kam sie auf die Idee, die Puppen als Installation zum Thema der Fußball-WM in Dortmund 2006 zu gestalten mitsamt ihrer Barbiepuppenvollversammlung.

    Eva Horstick-Schmitt greift dabei in die gestylte Fassadenwelt der Schaufensterpuppen ein und verknüpft Fotokunst und Performance zur Verstörung des gewohnten Blicks: lebendig aussehende Schaufensterpuppen als Parade und Barbiewahn zum Quadrat.

    Allerdings zeigen sich die schön geschmückten Schaufensterpuppen nicht wie gewohnt hinter schützendem Glas, unantastbar gestylt und aufgemotzt hinter Scheiben. Die Welt der Puppen wird lebendig, in einer Kunstperformance kreativ zur Schau gestellt. Die Realität transformiert sich zur bühnenhaften Inszenierung, in der das alltägliche Sein im Design erfroren ist.

    Mit ihren Puppen-Installationen greift die Künstlerin Eva Horstick-Schmitt den grundlegenden Schöhnheitswahn der Gegenwartsgesellschaft auf. „Körperkult und Schönheitswahn“ – ein Diskurs, der in der soziologischen Forschung aktuell intensiv unter der Herrschaftskategorie „Bodyismus“ diskutiert und analysiert wird, erfährt durch die fotokünstlerische Performance irritierende und verstörende Einsichten.

    „Babaismus“ nennt die Fotokünstlerin ihr Projekt, mit bewusstem Verweis auf dadaistische Traditionen. Schon 1999 erstellte Eva Horstick-Schmitt Anzüge mit Frauengesichtern, Fotoarbeiten und ließ diese zur Eröffnung des Coloneums Köln von zwei Models vorführen.

    „Modelwahn zum Quadrat!“ Eva nahm die Barbies mit auf Reisen, veränderte ihr Gesicht und machte sie zu einer Begleiterin als Mahnmal für unseren Schönheitswahn zum Quadrat.

    In der Galerie Camera Obscura präsentierte sie 2009 und 2008 ihre Barbiepuppenfotografien neben ihren Reportagen aus dem Kosovo zum Thema Menschenhandel, stellte Rauminstallationen auf mit Videos, Modemagazinen,

    Zeitungsausschnitten von Opfern und dem Torso einer gequälten Puppe – als Stimme gegen Krieg und Gewalt, sowie mit Paketband auf den Boden geklebte schwarz-weiß Fotografien von Opfern und Massengräbern.

    Sie scheute sich nicht die Besucher*innen der Galerie auf diese Weise auf die Greultaten und Grausamkeiten in Kriegs- und Krisengebieten aufmerksam zu machen. „Eva – jenseits von Eden“ nannte sie diese Serie.

    Prof. Dr. Claudia Rademacher

     

     

     

     

     

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  • Das Tourismusverhalten des Menschen bietet Magdalena Abele die visuelle Basis fuer eine weiterfuehrende kuenstlerische Analyse und Betrachtung
Von schwindelnden Felsenschlueften heisst ihre neue Ausstellung in Trier
    Tourismusverhalten des Menschen
    Magdalena Abele - Mensch und Natur, eine rührende Hilflosigkeit

    Liebe Freunde der Künste, wir freuen uns Euch die Künstlerin Magdalena Abele vorstellen zu dürfen. Ganz besonders gefällt uns der Ansatz ihrer Arbeiten, Mensch und Natur, diese stehen leider nicht immer im Einklang, wie uns die Künstlerin zeigt.

    Magdalena Abeles künstlerisches Ansinnen wurzelt in der Romantik, ohne sich darin aber in irgendeiner Weise zu verlieren. Mit scharfem analytischen Blick behandelt sie ihr zentrales Thema, die von Menschenwesen "bevölkerte" Landschaft. Sie zerlegt, was sie sieht, und rekonstruiert daraus eine neue Bildwirklichkeit.

    Klug untersucht sie so zugleich das Medium der Fotografie, mit dem sie arbeitet. Sie folgt damit dem hohen Ideal eines nicht nur handwerkelnden, sondern komplexen und selbst-reflexiven Kunstschaffens.

    Selbst sagt sie über ihre Arbeit:
    "Ausgangspunkt meiner fotografischen Arbeit ist die Landschaft und der Mensch, der sich in ihr bewegt. Meine Bildsujets sind dabei oft solche Orte, die als touristische Anziehungspunkte bekannt sind: Menschen pilgern dorthin, nehmen die Natur mit ihrer Anwesenheit in Beschlag, bevölkern solche Orte, weil diese in Reiseführern als sehenswert ausgewiesen wurden.


    Das Tourismusverhalten des Menschen bietet mir die visuelle Basis für eine weiterführende künstlerische Analyse und Betrachtung. Die ritualisierte Begehung der Landschaft zeigt sich in ihrer fast rührenden Hilflosigkeit als zum Scheitern verurteilter Versuch einer echten Annäherung an die Natur, das Ursprüngliche.


    Erst bei näherer Betrachtung der durchkomponierten Panoramen fällt auf, dass in die natürliche Logik des Bildarrangements eingegriffen wurde. Denn meine Bilder zeigen keine Momentaufnahmen einzelner Situationen, sondern mehrere Ansichten zeitgleich in einem Bild.

    Ein Einzelbild reicht oft nicht aus, um das zu wiederzugeben, was mir der Ort in dem Moment des Fotografierens erzählt; aus zahllosen Aufnahmen aus ein- und derselben Perspektive setze ich ein neues Einzelbild zusammen.

    Durch diese zeitliche Verdichtung, in ihrer Intensität individuell variierend je nach Ort und Motiv, entstehen so Bilder, die sich in der Unschärfezone von Wirklichkeit und Simulation nicht eindeutig verorten lassen und so auf subtile Weise das Wirklichkeitsversprechen des fotografischen Bildes hinterfragen."

    26. Januar bis 23. Februar 2019

    Eröffnung: Freitag, 25. Januar 2019, 20:30 Uhr
    Kuration/Einführung: Markus Bydolek

    Galerie Junge Kunst
    Karl-Marx-Straße 90, 54290 Trier
    +49 (0)651 / 976 38 40

    Samstag und Sonntag 14-17 Uhr
    sowie nach telefonischer Vereinbarung

     

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  • Sabine Weiss, Men on the street, New York, 1955
Sabine Weiss, Times Square, New York, 1962
Sabine Weiss, Rue des Terres au Curé, Paris, 1954
Sabine Weiss, Marseille, 1956
    Meisterin der Leica
    Die Grande Dame der humanistischen Fotografie Sabine Weiss

    "Die großartige französische Fotografin Sabine Weiss gilt als die Grande Dame der humanistischen Fotografie und hat in über sieben Jahrzehnten ein Lebenswerk zusammengetragen, in dessen Mittelpunkt Fotografien aus Paris stehen. Dort lebt sie seit 1946.

    Als geübte Porträtistin hat sie nicht nur zeitlose Charakterstudien von Prominenten geschaffen, sondern sie hat auch immer wieder Menschen auf der Straße in zufällig gesehenen Situationen fotografiert.

    Sie ist eine brillante Geschichtenerzählerin, ihre Aufnahmen leben von einer genauen Beobachtungsgabe und vielschichtigen atmosphärischen Schilderung des Alltagslebens.

    Durch das feine Sensorium der Fotografin öffnet sich der Blick auf die kleinen Dinge des Lebens. Sabine Weiss zeigt den Alltag, die Arbeit, aber auch die Freizeit der fotografierten Personen.

    Bereits 1956 stellte Robert d´Hooghe die Fotografin in der LFI als „Meister der Leica“ vor: „Und schon begann Paris wieder seine alte Faszination auf die Jugend der Welt auszuüben. Unter denen, die sich in Paris trafen, war auch ein junges Mädchen aus der Schweiz.

    Sie war gerade zwanzig Jahre alt, hatte eine solide Lehre in einem Schweizer Fotografenatelier hinter sich und das Leben vor sich. Bald kannte man ‚Sabine‘ in den Kreisen der jungen Dichter, Maler und Musiker zwischen Montparnasse, St. Germain-des-Près und Montmartre, die damit beschäftigt waren, in endlosen Debatten die morsche Welt aus den Angeln zu heben und neu zusammenzusetzen.

    Wenn sie sich in die Diskussion mischte, vergaß sie nie zu betonen, dass sie Fotografin sei, und nicht „Künstlerin“. Aber sie war keineswegs schüchtern. Sie fand, dass ihre Freunde zwar ausgezeichnete Kunsttheorien entwickelten, aber nicht verstünden zu sehen.

    Unter „sehen“ verstand sie bewegt zu werden von den visuell erfassbaren Eindrücken der Umwelt und von den Zusammenhängen, die sich darin andeuten. Ihre Fotografien belegen bis heute sehr eindrücklich die Fähigkeit des fotografischen Sehens von Sabine Weiss.

    Denn das ist in der Tat außergewöhnlich präzise und hat ein Zeitgefühl konserviert, das bis heute prägend wirkt.“ (Ulrich Rüter in LFI 16.04.2018)

    Signierte Publikationen liegen während der Ausstellung zum Verkauf bereit:
    - Sabine Weiss "Les Villes La Rue L´Autre", Centre Pompidou, 2018, 42 €
    - Sabine Weiss, "l´oeil intime", 2014,  35 €
    - Sabine Weiss, Jeu de Paume, 2016, 35 €

    Ausstellung: Sabine Weiss "la vie"

    Eröffnung Samstag, den 4. Mai 19:00 – 21:30 Uhr
    Ausstellung bis 04. Juli 2019
    Öffnungszeiten: Di. - Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 11 – 15 Uhr

    während der Internationalen Photoszene Köln:
    Fr. 10. Mai 16 – 21 Uhr, Sa. 11. Mai und So. 12. Mai 11 - 18 Uhr

    in focus Galerie - B. Arnold
    Hauptstraße 114
    50996 Köln

    www.infocusgalerie.com
    0177 3202913

    Geführte Tour mit:
    - Sabine Weiss + Buchsignierung
    Sa. 11. Mai 15 - 17.30 Uhr
    - Galerist Burkhard Arnold
    So. 12. Mai 14 und – 16 Uhr

     

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • Birte Hanusrichter von YOUNG CHINESE DOGS sieht immer aus wie ein freches Maedchen
Vom 31. Mai – 13. Juni sind die Vier deutschlandweit auf Tour
    Großstadtfeeling und Lagerfeuer-Intimität
    Wer sind die YOUNG CHINESE DOGS - Der kleine Drache Kokosnuss weiß es

    Die Young Chinese Dogs sind eine deutsche Folk-Pop-Band aus München. Geründete hat die Band 2011, Nick Reitmeier zusammen mit Oliver Anders Hendriksson und Birte Hanusrichter. Birte Hanusrichter sieht immer aus wie ein freches Mädchen, ist sieh womöglich auch, das ist ja das nette an ihr.

    Großstadtfeeling und Lagerfeuer-Intimität. Das sind Geist und Seele der Band YOUNG CHINESE DOGS. Mit ihrem letzten Album 'Great Lake State' sind sie direkt nach Veröffentlichung in die deutschen TOP 100 Album-Charts eingestiegen.

    Am 3. Mai 2019 wird mit 'The Quiet and the Storm' das sehnlichst erwartete dritte Album der Band erscheinen. Vom 31. Mai – 13. Juni sind die Vier deutschlandweit auf Tour. Tickets gibt es unter www.ghvc-shop.de.


    Dass die Musik der YOUNG CHINESE DOGS international locker mithält, haben die Hunde schon mit ihrem Debütalbum 'Farewell to Fate' bewiesen. Die Platte erregte Aufmerksamkeit von Deutschland bis in die USA. Mit ihrem zweiten Album 'Great Lake State' legten sie sehr stark nach: Opulenterer Sound, der aber trotzdem nie jene Lagerfeuerwurzeln verrät, mit denen die YOUNG CHINESE DOGS gestartet sind.

    Mit ihrem dritten Album 'The Quiet & the Storm' werden sie 2019 ein neues Kapitel ihrer Geschichte aufschlagen. Das Album entführt auf eine Reise von der Vergangenheit in die Gegenwart. Es handelt von Abschied und Verlust, den richtigen Freunden und Türen, die sich öffnen, wenn man den Mut hat, andere zu schließen.

    Birte Hanusrichter und Oliver Anders Hendriksson haben alle Songs geschrieben und produziert 'The Quiet & the Storm' ist in einer turbulenten Zeit entstanden. Birte Hanusrichter ist als Titelrolle der Fernsehserie 'Jenny - echt gerecht' zwischenzeitlich zu einem bekannten Gesicht avanciert.

    Ihre Musik nimmt sie dabei immer mit. Denn auch 'Jenny' singt mal einen YOUNG CHINESE DOGS-Song in einer Karaoke-Bar. Zudem lieferten die Hunde die Filmmusik für mehrere Fernseh- und Kinofilme. Zuletzt für 'Platzhirsche' mit Henning Baum und Oliver Wnuk.

    Außerdem erweckte die Band – nach dem Erfolg des ersten Films – für die Fortsetzung von 'Der kleine Drache Kokosnuss' die animierten Figuren erneut mit ihren Stimmen zum Leben.

    Auf dem neuen YOUNG CHINESE DOGS-Album verbinden sich mit Leichtigkeit frische Einflüsse und musikalische Entwicklungen mit dem, was die Fans seit jeher lieben: mehrstimmigen Gesang, akustische Gitarren und Ohrwurm-Melodien. Mit 'The Quiet & the Storm' freut sich die Band auf intensive Live-Momente, denn auf Tour sind YOUNG CHINESE DOGS in ihrem Element

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  • Jenny Erpenbeck, die  Mutige und authentische Stimme deutscher Gegenwart erhaelt den Usedomer Literaturpreis 2019
    Usedomer Literaturpreis 2019
    Jenny Erpenbeck die Mutige und authentische Stimme deutscher Gegenwart

    Jenny Erpenbeck, mehrfach mit bedeutenden internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet und Trägerin des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland, erhält den Usedomer Literaturpreis 2019.

    Die Jury, mit Literaturkritiker Denis Scheck (Vorsitzender) und den Publizisten und Moderatoren Dr. mult. Manfred Osten sowie Dr. Andreas Kossert ehrt die Autorin als „mutige und authentische Stimme der deutschen Gegenwartsliteratur“.

    Sie betreibe unermüdlich Seelenforschung deutscher Identität(en) und lege dabei „Schichten historischer Erfahrungen frei“. Die Jury hebt insbesondere zwei Romane hervor: Heimsuchung, der anhand eines Ortes in der Mark Brandenburg die wechselvolle deutsche Geschichte erzählt und Gehen, ging, gegangen, der afrikanische Flüchtlinge in Berlin und ihre Erfahrungen in den Mittelpunkt rückt.

    Die Lesung und feierliche Preisverleihung findet am 6. April, 11 Uhr im SEETELHOTEL Ahlbecker Hof in Seebad Ahlbeck unter Anwesenheit der Jury statt. Die Geehrte wird dann auch im Gespräch mit Laudator und Moderator Dr. Andreas Kossert aus Heimsuchung und Gehen, ging, gegangen lesen.

    Der Usedomer Literaturpreis ist mit 5000 Euro dotiert und mit einem einmonatigen Arbeitsaufenthalt auf der Zwei-Länder-Insel Usedom, die von Menschen aus Polen und Deutschlands gleichermaßen bewohnt wird, verbunden. Er richtet sich an Autorinnen und Autoren, die sich in herausragender Weise um den europäischen Dialog verdient gemacht haben.

    Gestiftet wird der Usedomer Literaturpreis von den SEETELHOTELS und den Usedomer Literaturtagen. Bisherige Preisträger waren Radka Denemarková und Eva Profousová (2011), Olga Tokarczuk (2012), Jan Koneffke (2013), Jaroslav Rudiš (2014), Ulrike Draesner (2015),Dörte Hansen (2016), Joanna Bator (2017)und Ilija Trojanow (2018).
     
    Jenny Erpenbeck – „Mutige und authentische Stimme deutscher Gegenwart“
    „An uns liegt es, über die Grenzen hinweg im Gespräch zu bleiben – über die Grenzen hinweg zu schreiben und zu lesen“, sagt Jenny Erpenbeck, deren Werke in 27 Sprachen übersetzt wurden und die über 25 Preise, darunter zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt.

    Als Tochter des Physikers, Philosophen und Schriftstellers John Erpenbeck und der Arabisch-Übersetzerin Doris Erpenbeck 1967 in Berlin geboren, absolvierte sie nach dem Abitur zunächst eine Lehre als Buchbinderin und ein einjähriges Praktikum am Theater. Im Anschluss studierte sie Theaterwissenschaft und Musiktheater-Regie in Berlin. 

    1999 debütierte Jenny Erpenbeck mit der Novelle Geschichte vom alten Kind. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Ihr Roman Aller Tage Abendwurde von Lesern und Kritik gleichermaßen gefeiert und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Independent Foreign Fiction Prize.

    Für Gehen, ging, gegangenerhielt sie u. a. den Thomas-Mann-Preis. 2017 gewann Jenny Erpenbeck den Premio Strega Europeo und wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
     
    Über die Usedomer Literaturtage
    Die Usedomer Literaturtage wollen durch Literatur Geschichte und Gegenwart Europas verstehen, ungekannte Sichtweisen entdecken und Vorurteile überwinden. Das motiviert seit 2009 renommierte Autorinnen und Autoren wie Swetlana Alexijewitsch, Donna Leon, Martin Walser, Hans Magnus-Enzensberger, Christoph Hein, Martin Pollack, Hellmuth Karasek (†), Stefan Chwin, Arno Surminski und Marek Krajewski auf die Sonneninsel Usedom zu kommen.

    Damit soll auch in Zukunft der Gedankenaustausch gefördert und die literarische Tradition auf der Insel, verbunden u. a. mit Maxim GorkiTheodor FontaneHans-Werner Richter und Thomas Mann, fortgeführt werden.

    Vom 31. März bis 6. April 2019 stehen die Usedomer Literaturtage unter dem Motto „Denk‘ ich an Deutschland“. Erwartet werden die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, Schriftstellerlegende Martin Walser, der ehemalige Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, die Krimibestsellerautorin Donna Leon sowie Schauspieler und Regisseur Peter Sodann.
     

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  • Aktionskuenstler Klaus Rudolf
fliegender Mops
Klaus Rudolf Gauck erhält Anruf im Taxi      
Klaus Rudolf Frosch auf hellblau schwebenden  Wäscheklammer 
Klaus Rudolf Schutzengel II             
Klaus Rudolf Waschsalon 115
    schrill und schräg
    Dadaist Klaus Rudolf erzählt uns seine Wege zur Kunst

    Ein kleines Mädchen hangelt sich spielerisch über einer Apparatur aus spitzen Zahnrädern – gefunden natürlich in PHILADELPHIA einem winzigen Dorf nahe Berlin bei Boston.

    Ein erotischer BOX Sack mit zwei prall nackten Brüsten - 3D-plastisch - an schweren Ketten hängend, durchschnitten von einem Oldtimer mit Osnabrückner Nummernschild aus dem ein sich selbstvergessen küssendes Paar in barocken Gewändern entsteigt. So beschreibt der Dadist Klaus Rudol seine Bilder und erzählt uns, wie er zur Kunst kam.

    Ich glaube es war 1977. Eine entfernte Bekannte aus dem Siegerland schenkte mir einen surrealistischen Bildband. Max Ernst, de Chirico, Delauney, Miro, Magritte - ich tauchte ein in eine mir bis dato nur in Träumen bekannte Welt, der magisch, suggestiv rauschhaften Bilder, die im besten Sinne keine Grenzen kennt.

     In der ummauerten Welt der betonköpfigen möchtegern Weltverbesserer à la DDR, hatten die Meister des Unbewussten, künstlerisch rabiate Grenzverletzer wie Breton + Apollinaire, Arp,  Huelsenbeck keine Chance.

    1982 schmiss ich mein Studium an der Leipziger Kunsthochschule bzw. wurde geschmissen und tauchte ein in die anarchistisch, dadaistisch, skurrile Welt des Leipziger Undergrounds.

    Dann eröffnete ich zusammen mit dem Saxophonisten Conny Bauer die brisante Ausstellung Museum VON MERZ BIS HEUTE im Altenburger Lindenau-Museum, in der ich auch, als lebende Installation mit gelbem Hut zu sehen war.

    Mit dem eigen + ARTigen Gerd Harry Lybke las ich gemeinsaim den legendären LEIPZIGER HERBSTSALON - das erste dadaistische Manifest der Neuzeit – DAda IST DIE ABSOLUTE BEJAHUNG - und präsentierte zum Anlass surreal farbbrillante Bilder im illegalen Messehaus-Salon Ambiente von Frieder Heinze, Günter Huniat, Hans Henrik Grimmling und anderen schrill, schrägen DDR-Exoten.

    Mentaler Brückenschlag

    Um mir 1988 - das nicht nur DDR spezifisch extravagante Vergnügen zu gönnen, eine dadaistische KUNSTpARTei zu gründen, die im Mai 1988 mit einem fulminanten Happening und u.a.  Bildwelten + Objekten von Ingo Regel, Andreas Hanske, Akos Novaky - TOP Künstlern der Galerie EIGEN+ART – kollektiv kreativ  + drei Gerüchen - an den Start ging  und schon 1991 mit einer 10 Meter hohen interaktiven Klang-Installation zur Kieler Woche  ihren fulminanten Sieg im Norden feiern konnte.   

    Gemeinsame Zeit mit Neo Rauch

    Wie immer rasant grenzüberschreitend  –  die gecraschte Grenzmauer  – locker  durchbrechend . Die interaktive Klang-Wind-Installation WIND° TON° SPIEL° KIEL° OBJEKT wurde von Künstlern + Besuchern  aus aller Welt – exstatisch  KUNSTpARTlich -  klang-krach-improvisierend umspielt . Heiner Goebbels:

    JEDER KLANG IST MUSIK, Heiner nicht Joseph. In einem kleinen Vorstadthaus mit Plumsclo auf dem Hof im montmatre-idyllischen Leipzig Connewitz mit noch handangezündeten Gaslaternen lebte ich einige Zeit mit Neo Rauch + Rosa Loy, die erst kürzlich gemeinsam in Houston/Texas präsentierten.

    Neo Rauch,  der damals noch studierte, kam  gerne mal zu mir hoch, um sich an meiner surreal-DDR-renitenten Kunst zu berauschen,  um dann später auf unserem begrünten Dachgarten noch etwas höher zu sitzen und bei Schallplattensounds Charles Aznavour, Edith Piaf und  Rotwein in jeder Menge zu genießen.

    Erste Ausstellung in Gerd Harry Lybkes Kunstsalon

    In „Judy’s“ Gerd Harry Lybkes Kunstsalon –  heute  Galerie EIGEN+ART und eine der erfolgreichsten Galerien der Welt - habe ich meine surreal expressiven Psychoimpressionen erstmals öffentlich gezeigt.

    Dadaistische Projekte der KUNSTpARTei agierten in der DDR offiziell unter dem underground Label - VOGEL + ei  -  flatternd, fliegende, stets ei-nmalige  ei-potente Vorboten rasanter Veränderungen. Graumäusig tröge Agit Prop ART gegen farbbrilliant radikal  eigen+ARTiges -  der ästhetische Krieg – ein KUNSTKRIEG - hART - und unerbittlich, hatte weit vor 89 begonnen.  FLUXUS sprengte alle Grenzen.

    Hatten mich in Leipzig Künstler wie de Kooning, die jungen Wilden um Salome + Fetting oder der Chemnitzer Wolfram Adalbert Scheffler, die Happening-Aktionen der Gruppe 37.2 , um Hans Schulze fasziniert, eröffnete sich mir mit den fulminanten Möglichkeiten des Photoshop völlig neue Welten in der rasant inflationären Bilderflut des Internet.  

    KUNST WIE CHAMPAGNER

    ...hieß es 2011 bei meiner surreal-erotischen Präsentation in der Galerie ART&Champagne am Berliner Kurfürstendamm, um zum gegebenen Anlass in die Fußstapfen von Josephine Baker tretend – neben Bildern wie - Küssendes Paar aus Osnabrück - eine burlesk mondäne KU-Damm Queen zu krönen.

    Sponsered by Beate Uhse. Im temporären ROSA Kunstsalon in Berlin gab es 2012 nicht nur brillant surreales wie - Frosch auf hellblau schwebenden Wäscheklammern - zu sehen, sondern auch den Film ein Traum in Erdbeer-Folie  von Marco Wilms, über das DDR underground Modellabel CHICK CHARMANT + DAUERHAFT - um die Mode-Ikone Sabine von Oettingen.

    Der Film brillierte zuvor  bereits im  MoMA New York . Marco Wilms kam zur Vernissage direkt vom brodelnden  Tahir Platz in Kairo . Er drehte dort im tobenden ART WAR - den Film ART WAR. Kurz zuvor hatte ich höchst gutgelaunt in der Präsentation - DDR Aktionskunst in der Leipzig Connewitzer  KUB-Galerie ein Kakalakenballett – eine kinetisch lebendige Lichtinstallation mit menschelnden Monumental-Kakalaken inszeniert - die sich auf eine lautstark schrill VOGEL + ei ige Zeitreise - zurück  ins eigen + ARTig turbulente Bohemeleben Leipzigs begaben.

    ICH BIN EIN HAMBURGER

    ...verkünde ich stolz bei meiner aktuellen Präsentation, in einer groupshow im Bremerhafen TIME PORT 2 und ein riesiger Hamburger auf einen DVD Player installiert; mit lecker Monumental-bio-Sprossen garniert rauscht pop-up-ARTig durch das Universum.

    Ich bin ein Hamburger – ganz Kennedy like in einer Zeit der Neuaufteilung der Welt durch Referenden ein klares Bekenntnis zur freien Hansestadt Hamburg. Beim letzten gallery weekend im flippigen Berlin war es mir ein großes Vergnügen das Publikum zu verkunsten – cool kinetische  KULE Installationen  brachten einen „hordistischen Durchbruch“ .

    Das dadaistisch zu agieren inspirierte Publikum war begeistert, hantierte, kollektiv kreativ, hoch künstlerisch mit Besenstielen, einer silbernen Kugel, weißen Quadraten  und erschreckte die ausstellenden Künstler,  das geht ja gar nicht,  ein renitentes Publikum macht mobil......                                           

    1978

    Gestaltung eines konstruktivistischen Wandbildes in Berlin – 2 Jahre später überstrichen

    1980

    Studium an der Kunsthochschule  Leipzig  u.a. mit Neo Rau + Wolfram Adalbert Scheffler

    1984 

    erste Ausstellung mit surrealen Impressionen bei Gerd Harry Lybke /  EIGEN+ART

    1987

    multimediale EIGEN+ART Collage  Hommage Kurt Schwitterts Galerie EIGEN+ART, performance ROTE QUADRATE  Galerie EIGEN+ART mit Bildwelten Roland Borchert, Musikalisches Einspiel   Cäsar Renft

    1987 

    multimediale EIGEN+ART Collage – performance mit gelbem Hut   GALERIE  EIGEN+ART    

    1988  Aktion KUNSTFORM KELLNER zwischen dem Restaurant BACHSTüBL in LEIPZIG  -  der Vernissage der einzigsten Beuyspräsentation in der ddr ( Berlin Marstall – Galerie Kunsthochschule Leipzig ) und der NACHBEUYS  Präsentation in der Galerie EIGEN+ART wird ein mentales Band gezogen Interaktiv beteiligt  - Enders : Bundesdeutsche Vertretung – Keller : DDR Kulturminister, (89-90) -Wilhelm : Landschaftsverbandsvorsitzender von Nordrhein Westphalen  u.v.a.

    Aktion BEMALTER STEIN   Wiederbelebung beuysschen Geistes in der ddr mit Andrea Telemann versteht sich als Beginn eines kulturrevolutionären Prozesses in der ddr: Die These  :  Josef Beuys ALLES ist KUNST wird zur Basisthese der KUNSTpARTei

    Dokumentation :  FOTOSTRECKE

    1988

    15.Mai   Gründungshappening der KUNSTpARTei in Leipzig   Moritzbastai

    PRO-GRAMM  :  JEDEM SEINE EIGENART   mit Bildwelten + Objekten u.a. von  Ingo Regel, Andreas Hanske, Dietrich Gnüchtel, Akos Novaky , Tobias Ellmann  u.v.a.                                                     

    1988 

    NACHTMäR   - 10 Stundenaktionen nonstop  -  Kunsthochschule Dresden, Größter Gruppenauftritt von ddr Aktionskünstlern, Kuratorin  WANDA  -  Claudia Reichelt   Galeristin der underground gallery VILLA MARIE am BLAUEN WUNDER u.a. mit den  Dresdner AUTOPERFORATIONSARTISTEN um ViaLewandowsky, Klaus Hähner Springmühl u.v.a.

    Dokumentation :    FOTOSTRECKE      

    1990  

    Video  KUNSTpARTei  u.a. mit Wolf Vostell und Robert Rauschenberg, Gerd Sonntag,Reinhard Zabka

    Altes Museum Berlin, Galerie am Weidendamm, Haus am Lützowplatz

    1991-2007 

    Zahlreiche Happening-Installationen  und performance Projekte, mit Unterstützung u.a. von 2 Documenta Chefs Jury  BüRO-ART unter Mitwirkung von Prof.Manfred Schneckenburger (Chef Documenta)

    performance Ziehung  Licht-Klang-Evironment mit Unterstützung von Jan Hoet (Künstlerischer Leiter Documenta 9 ) Solar-Klangtreppen GmbH unter Leitung von Katrin Specker - Pressesprecherin von Christo & Jeanne Claude ( siehe oben ) u.a.    

    WIND°TON°SPIEL°KIEL°OBJEKT   Happeninginstallation 1991 Kieler Woche

    MÜLL°STREIT°OBJEKT Happening-Installation 1993 Potsdam, Schirmherrschaft   Matthias Platzeck

    VOGELTRAUMTREPPE Treppenhaus-Happening-Installation 1996 Berlin, Schirmherrschaft  Thomas Krüger

    2008  

    Photoshopausbildung by comhART  - seitdem Konzentration auf Surreal  - pop – up – ARTige -  Collagen

    2010                  

    Galerie Neonchocolate Berlin  -  surreale Impressionen

    2011                  

    Galerie ART&Champagne   Berlin Kurfürstendamm  –  surreale Impressionen

    2011                  

    ROSA Kunstsalon BELLE ETAGE Berlin Kreuzberg  - pop ARTige Impressionen

    2012                  

    QuadriART  EAGL Galerie  Berlin Teilnahme  pop – up - ARTige Impressionen        

    ART’ otel  Andy Warhol – Präsentation – Teilnahme  mit pop ARTiger Impressionen

    BAGL Springtime Kunstmesse

    Rudolf bei  Tous’ pour L’art – ARTE  TV, mit Sydney Picasso – Paris , Christiane zu Salms, Prof. Peter Raue Berlin

    Kunstpreis ART’otels  Berlin Andy Warhol, Baselitz, Vostell °°° Köln Budapest

    ART Center Bethanien Berlin   ART pARTy Stipentiaty - Kunstraum Kreuzberg

    2013                  

    Galerie Kunststück Berlin-Neucölln   collagen + Brotkatzen-Happening

    2014                  

    Galerie POP-UP-ART  Berlin Schöneberg collagen   +   OLYMPIC°PINK°SKULPTURE

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