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Kunst - Werk der Woche

  • Sala Lieber vor ihrem Kunstwerk
Sala Lieber liebt es barock
Sala Lieber in ihres Ausstellung
Ausstellung Sala Lieber - barocke Welt
Ausstellung Sala Lieber – Faltenschlag und Spitzenkragen
Sala Lieber Hotel Grande Venice
Sala Lieber vor ihrem Gemaelde
Sala Lieber barocke Voegel
    barockes kunstwerk
    Werk der Woche: Sala Lieber stellt Mut zur Opulenz, Schönheit und der Erotik in Frage

    Sala Liebers Bilder sind mehr barocker Garten, Menagerie und opulente Zauberwelten in einem. Der Faltenwurf, die Radkrägen und die Frisuren lassen sofort das goldene Zeitalter des 17. Jahrhunderts lebendig werden.

    Die Entdeckung der Welt, das Sprengen aller Grenzen und der unermessliche Reichtum der Oberschicht, die sich in glanzvoller Kunst und Architektur feierten und sich exotische Tiere im Haus und Pflanzen im Garten als Hausgenossen zu halten begonnen, gehören untrennbar in diese Zeit.

    Und auch der strenge, ernste Blick, keine Gefühlsregung, unnahbar und distanziert lassen den Betrachter erschauern und faszinieren ihn gleichzeitig.

    Es ist alles edel, exklusiv und sehr kostbar. Personen, Tiere, Gärten, Gebäude Pflanzen, einfach alles. Der Betrachter ist zwar zugelassen, aber durch die gewählten Großformate nicht wirklich auf Augenhöhe, eher eine Stufe tiefer, niedriger abgestuft.

    Sala Lieber übertragt Elemente alter Kunst in ihre Bilder

    Überall überraschend viel, überraschend anders und doch vertraut, durch die Zitate die die Künstlerin aus der alten Kunst in ihre neuen zeitgenössischen Bilder aufnimmt. Ein ganzer Kosmos, fremd und faszinierend zugleich.

    Die Tiere, meist Vögel, nie geschaute Vögel und schon gar nicht in Europa zu Hause seiende Arten, sitzen dicht an dicht und verhalten sich so gar nicht artgerecht. Figuren meist Frauen, die distanziert und blasiert ins Bild gesetzt sind, sind ebenso exotisch und fremd.

    Die meist im Hintergrund vorhandenen historischen barocken Gebäude und Räume vertraut und auch fremd.

    Sala Lieber stellt Mut zur Opulenz, Schönheit und der Erotik in Frage

    Erst wenn man sich durch die verwirrende Vielfalt von allem auf der Leinwand gearbeitet hat, kommt der Verdacht auf, dass die scheinbare Historienmalerei gar nicht aus dem Europa der Vergangenheit stammt, sondern auch eine eigene Spezies ist, ähnlich aber nicht gleich auf einem Planeten, ähnlich aber doch anders.

    Ob sie jetzt oder vergangen sind, so ganz ist das nicht zu entscheiden. Sind die technisch perfekt dargestellten Figuren und Panneaux hier oder doch eine eigene Welt? Sind die jungen rotblonden Frauen wirklich jung, jung geblieben oder vielleicht unsterblich immerwährend alterslos?

    Sieht so Glück in unermesslichem Reichtum aus? Und wer ist der Exot, Figur, Vogel oder der Betrachter, der wiederum von den Figuren und Tieren, wenn sie nicht selbstvergessen mit sich beschäftigt sind, als Exot, weil so anders betrachtet werden.

    Sala Lieber stellt die Gewissheiten wie Vergangenheit, Wissen und Zukunft verdeckt durch brillante Malkunst und dem Mut zur Opulenz, Schönheit und der Erotik in Frage.

    Über die Künstlerin Sala Lieber

    Die gebürtige Ungarin (geb. 1980), Meisterschülerin von Prof. Herbert Brandl und Kunstakademie Düsseldorf-Absolventin zeigt, dass sie die Kunstgeschichte im Blut hat und sie weiß sie stark, überraschend heißblütig und überwältigend in ihren Bildern umzusetzen.

    Berühmte Geschichten und Gesten werden so zu neuen Hinguckern und entwickeln ihre sensationelle Sprengkraft auf den Betrachter ein weiteres mal. Klug und überraschend ist die Kunst von Sala Lieber nichts für schwache leichte Betrachternerven.

    Hier regiert das Leben pur, nur welches, dass bleibt offen und lässt Bewunderung und Schwindel im Kopf des Betrachters zurück.

    Kurzvita Sala Lieber

    1980 geboren in Budapest (Ungarn)
    1999-2001 Kunstakademie Dresden, Studium der freien Malerei,Prof. Elke Hoppfe, Prof. Siegfried Klotz, Prof. Max Uhlig
    2001-2005 Kunstakademie Düsseldorf,Prof. Jörg Immendorff, Prof. G. Merz, Prof. H. Brandl
    Februar 2006 Abschluss mit Akademiebrief, Meisterschülerin bei Prof. H. Brandl
    Gaststudentin bei Karin Kneffel, Bremen

    Galerie Hoffmann Contemporary Art – Lange Straße 50 – 33378 Rheda-Wiedenbrück – Tel: 05242/400 623 – info@kunstagentur-hoffmann.dewww.kunstagentur-hoffmann.de

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  • Vergangenheit und Gegenwart im Hier und Jetzt von Anne Woelk
Anne Wölk setzt einer derart eingeschraenkten Betrachtungsweise eine vielfaeltige entgegen
Momente der Wirklichkeit in Schichten zu fassen ist ihre Arbeit
Aehnlich verhaelt es sich Anne Woelk zufolge mit dem Raum
Weitere Werke von Anne Woelk
Weitere Werke von Anne Woelk
Weitere Werke von Anne Woelk
Weitere Werke von Anne Woelk
Weitere Werke von Anne Woelk
Weitere Werke von Anne Woelk
    Wirklichkeitsschichten
    Werk der Woche - Die Künstlerin Anne Wölk befasst sich mit dem Thema Zeit und greift Science Fiction Material zurückliegender Jahrzehnte auf

    Nehmen wir auf unsere Wirklichkeit Bezug, so wenden wir für gewöhnlich die Kategorien von Raum und Zeit auf sie an. Wir gliedern sie in ein Hier und Jetzt, ein Dort und Dann... und schaffen somit Systeme der Abfolge und der Trennung. Für die Beschreibung von Ereignissen oder Situationen greifen wir Momente aus diesen Systemen heraus: Sie geschehen zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort.


    Anne Wölk setzt einer derart eingeschränkten Betrachtungsweise eine vielfältige entgegen. So schlägt sie vor, Momente der Wirklichkeit in Schichten zu fassen – Schichten, die aufeinandertreffen, die sich wie unterschiedliche Meinungen aneinander reiben und sich letztlich zu einem reichen Ergebnis zusammenfügen:

    Ihren Umgang mit dem Thema Zeit verdeutlicht Anne Wölk, indem sie Science Fiction Material zurückliegender Jahrzehnte aufgreift. Ebenso wie die Vergangenheit die Gegenwart vorbereitet und auf diese Weise in ihr enthalten ist, verhält sich die Gegenwart zur Zukunft – an die Stelle der zeitlichen Reihung setzt Anne Wölk also Beobachtungen der Gleichzeitigkeit.


    Ähnlich verhält es sich Wölk zufolge mit dem Raum: Ein Hier ist ohne ein Dort unbestimmt und letztlich gar nicht zu denken – und trotzdem sind Hier und Dort nicht zwangsläufig auch örtlich voneinander getrennt. So versinnbildlicht die Stadtlandschaft eben die Zusammenkunft von Stadt und Land – zwei Räume, die meist als distinkt verstanden werden. Mit der Aufnahme von Markierungen, wie sie Menschen in der Natur, etwa auf Baumstämmen, hinterlassen, überträgt die Künstlerin diese Gedanken zur Überlagerung auf das einzelne Objekt.


    Dabei betrifft Gleichzeitigkeit auch den Charakter vieler anderer Gegenstände und unserer Bezugnahme auf sie: Das Wesen einer Eislandschaft besteht nicht allein in dem visuellen Eindruck, den sie beim Betrachter hinterlässt; auch ihre kaum sichtbare molekulare Struktur ist unabdingbar Teil desselben.


    Ähnliches gilt für Tags und Schriftzüge, mit denen Writer der Streetart-Szene ihre Reviere im Stadtraum markieren. Wie Betrachter sie verstehen, hängt nicht zuletzt von ihren Vorkenntnissen ab: Können Eingeweihte die Codes auch inhaltlich deuten, bleibt Uninformierten allein die Auseinandersetzung mit ihren ästhetischen Qualitäten.

    Keine dieser Verständnisweisen übertrifft jedoch die andere – sie sind schlicht unterschiedlicher Art. Und ein Phänomen in seiner vollen Wirkung zu erfassen, so legt Anne Wölks Arbeit letztlich nahe, heißt, viele dieser Facetten in einem Crossover-Prozess zu einem Eindruck zu verdichten.

    Das tut die Künstlerin , indem sie nicht nur Elemente zeigt, die zunächst recht unterschiedlich erscheinen, sondern auch, indem sie ihr eigenes künstlerisches Medium, die Malerei, auf seine Möglichkeiten untersucht:

    Anne Wölk deutet Räumlichkeit durch Überlagerungen an, zeigt Konkretes und Abstraktes, arbeitet mit einer breiten Farbpalette und hinterfragt das Verhältnis von Leinwand und aufnehmendem Raum. Das ergibt Kunstwerke, die den Betrachter wohl deshalb in ihren Bann ziehen, da sie sich, gestalterisch vielfältig und farblich intensiv, als harmonisches Ganzes darstellen. So macht das beeindruckende Spiel mit Vielfalt und Einhalt den besonderen Reiz von Anne Wölks Arbeiten aus.


    Adrian Luncke M.A

    Vita
    geboren 18.10. 1982 in Jena, Thüringen
    Ausbildung
    2008-2009 Meisterschülerin bei Prof. Antje Majewski
    2004-2007 Malereistudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, (Diplom 2007) Klasse Prof. Katharina Grosse und Prof. Antje Majewski
    2006 Chelsea College of Fine Art and Design, London, UK Sudienreise nach Tokyo, Kyoto, Japan
    2001-2004 Malereistudium an der Burg Giebichenstein Halle, Klasse Ute Pleuger
    2004 Tutor 3./4. Studienjahr Naturstudium/ Aktzeichnen Burg Giebichenstein Halle


    Auszeichnungen:
    2012 Feldforschung in situ, artist in residence, Bodensee Art Fund, Wasserburg am Bodensee
    Katalogförderung der Union Investment Stiftung, Frankfurt am Main
    Finalistin Jean-Claude Reynal Scholarship,
    Bordeaux Frankreich
    2011 Grand Prize, Papirmasse Art Magazine, Montréal, Kanada
    Finalistin Art Takes Miami, 2011, New York, USA
    2008 Residenzstipendium Kunstverein Werkstatt Plettenberg
    Stipendium der Marianne Ingenwerth-Stiftung, Bonn
    2006 Erasmus Stipendium, exchange program, Chelsea College of Fine Art and Design, London
    2004-2008 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes,
    2001 1.Platz Malerei 9. Thüringer Landesausstellung, Erfurt

    Ausstellungen (Auswahl)
    2012 “Plausible Dreams“, Kreuzberg Pavillon, Berlin
    “Feldforschung in situ. Anne Wölk“, Bodensee Art Fund, Wasserburg (Solo)
    “This Is Hardcore“, Shanghai Business Center, Potsdam
    “MyPlace“, Kunstverein Münsterland, Coesfeld (Kat.)
    “Beautiful!“, Private View - Platform for Contemporary Art Projects, Berlin
    “I‘M SORRY. I DID NOT REALIZE YOU!“, Port Art Gallery, Ankara, Türkei
    “Home Office of the Fan Fiction Empire“, The Residence Gallery, London, Großbritannien
    “Formation“, PLAN.OPEN, Arbeit Gallery, London, Großbritannien
    “Postcards From the Edge“, Cheim & Read, New York, USA
    2011 “Slideluck Berlin IV“, .HBC, Berlin
    “Realismus“, orth für aktuelle Kunst, Aulich Merkle Stiftung, Offenbach am Main, (Kat.)
    “Drawing Connections“, Siena Art Institute, Sienna, Italien
    “A drawback“, Atelierhof Kreuzberg, Berlin, (Kat.)
    “Technology won‘t save us“, im Rahmenprogramm der 12. Istanbul Bienniale Art Suites Gallery, Istanbul, Türkei, (Kat.)
    “On Painting“, Ghyczy, Berlin
    “Young European Landscape“, Galerie Wolfsen, Aalborg, Dänemark, (Kat.)
    “Peep Show“, Tape Modern, Berlin
    “Krieg im Frieden“, Kunstpavillon, München
    “FITAX 1500“, GRIMMUSEUM, Tupajumi foundation, Berlin
    “The Sketchbook Project“, Brooklyn Art Library, New York und Austin Museum of Art, Texas, ... USA
    “Young European Landscape“, Collegium Hungaricum Berlin, (Kat.)
    “Realismus“, Galerie Epikur, Wuppertal
    “Lost“, Galerie im Park, Bremen
    2010 “A HARD RAIN ́S GONNA FALL“, BSA Showroom, Berlin
    Teilnahme am editorial project, organisiert von Latitudes,
    “The Last -Newspaper“, New Museum, New York, USA
    “D12/ Dirty Dozen“, Alter Ego archive, Grimmuseum, Berlin
    “Die Kunst der Natur ist die Natur der Kunst“, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden, (Kat.)
    “Lyrics“, Galerija EX ARTE, Ljubljana, Slowenien, Solo
    “A Communist Gala“, Cuchifritos Gallery, New York, USA
    2009 “CHRISTMAS PALM“, Freies Museum Berlin
    “DOUBLE-SELF“, mbf-Kunstprojekte, München, Solo
    “Young Art Promotion Project“, Galerie Zulauf, Freinsheim
    “Watchlist 10“, JKB Temporary, Berlin
    “1,2,3“, Uferhallen, Berlin
    “Zirkus Minimus“, Walden Kunstausstellungen, Berlin
    2008 “Eberhard-Dietzsch Award“, Geraer Bank eG, Gera, (Kat.)
    “Highlights of German Academies“, Dina4 Projekte, Berlin
    “Utopia of Space“, Kyrgyz National Museum of Fine Arts, Bishkek, Kyrgisien
    “Horizons“, Galerie Adlergasse, Kulturverein riesa efau, Dresden, Solo
    “Tag und Nacht“, Kunstverein Werkstatt Plettenberg, Solo
    “Quotes - The Art of Allusion“, Vonderbank Artgalleries, Berlin
    2007 “Selection 2007“, Elgiz Museum of Contemporary Art, Istanbul, Türkei
    “Signale“, Ostrale, Dresden
    “Life Spotting“, Vonderbank Artgalleries, Berlin

    www.annewoelk.de

     

     

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  • Cosima von Bonin ist die prominenteste Vertreterin der Konzeptkunst 
Werk der Woche: Cosima von Bonin hinterfragt die Grenzen zwischen Kunst und Alltag
Werk von Cosima von Bonin
Werk von Cosima von Bonin
Werk von Cosima von Bonin
Werk von Cosima von Bonin
Werk von Cosima von Bonin
Werk von Cosima von Bonin
Werk von Cosima von Bonin
    von Kippenberger bis Disney
    Werk der Woche: Cosima von Bonin hinterfragt die Grenzen zwischen Kunst und Alltag

    Cosima von Bonin ist die prominenteste Vertreterin der Konzeptkunst. Sie arbeitet mit Textilien, Filmen, Installationen, Malerei, Skulptur bis hin zur Fotografie und widmet sich mit Vorliebe den "Übermaßen".

    Die gezeigten frühen Arbeiten von Cosima von Bonin umfassen eine Reihe von Gefängnisfenstern aus Pappe und Tape, die 1993 bei American Fine Arts in New York zu sehen waren. Für jene Ausstellung hatte von Bonin oberhalb der Arbeiten Vogelkäfige mit Wellensittichen angebracht, was zu unregelmäßigen Ablagerungen von Vogeldreck führte, die auf der Oberfläche der Arbeiten nach wie vor zu erkennen sind.

    Weitere frühe Arbeiten beispielsweise der im Jahr 1994 über einer Tür des Kunstvereins Kippenberger im Fridericianum, Kassel, drapierte Bikini, sowie ein Raster aus zusammengenähten Herrentaschentüchern  wurden für Grandville and the Decision of Grandville komplett in Weiß nachgebildet.

    Mehrere freistehende Möbelbeine aus dem Jahr 1992 werden auf weißen Sockeln präsentiert, wie Soldaten, die sich zu einem Angriffsmanöver versammelt haben. Ein Sperrholz-Lkw und sein Gegenüber aus Pappe, erstmals gezeigt 2010 anlässlich der Ausstellung The Fatigue Empire im Kunsthaus Bregenz, wurden von ihrer Ladung befreit, die möglicherweise durch etwas anderes oder durch gar nichts ersetzt werden wird.

    Indem sie den unheimlichen Animismus von J. J. Grandvilles satirischen Graphiken (beispielsweise Un autre monde, 1844) umkehrt, präsentiert von Bonin ihre Tier-Avatare, etwa den auf einem biomorphen Fake-50er-Jahre-Tisch hängenden roten Einsiedlerkrebs, seit ihrer Bregenzer Ausstellung im vergangenen Jahr als schlaffe und erschöpfte Wesen.

    In dieser neuen Installation nun griff der Ermattungseffekt bei einer Skulpturengruppe auf einer Tischplatte ineinander verschränkt liegende weiche Wesen auch auf die Farbe über. So wird die Ausstellung, ungewöhnlich für von Bonin, von Weiß beherrscht.

    Während er in Düsseldorf lebte und dort an seiner Section Cinéma arbeitete, bezeichnete Marcel Broodthaers sich selbst einmal als Vampir von Düsseldorf. Ebenso wie Broodthaers in seinem selbstreflexiven Spätwerk ist auch von Bonin vom Vampirismus gegenüber anderen schließlich zum Selbstvampirismus übergegangen.

    Als Vampir ihrer selbst und Vampir von Köln agiert von Bonin innerhalb eines Autovampirismus-Loops, man könnte auch sagen: innerhalb einer Möbiusschleife, die Köln 1993 mit Berlin 2011 verbindet und in einer Galerie präsentiert wird, deren Räume in Form eines Loops angeordnet sind, wobei zu jeder Arbeit ein geloopter Soundtrack gehört.

    Auf Grundlage ihres untoten Netzwerks aus Referenzen und sozialen Beziehungen scheint von Bonin ein Document of the Dead geschaffen zu haben, um an dieser Stelle den Titel einer ebenfalls in der Ausstellung gezeigten Videodokumentation über den Zombie-Filmemacher George Romero zu zitieren.
    Michael Sanchez (Quelle: Galerie Buchholz/ Ausstellung GRANDVILLE AND THE DECISION AT GRANDVILLE, 2012)

    Cosima von Bonin geboren 1962 in Mombasa, Kenia studierte Freie Kunst, Szenografie und Medienkunst bei Günter Förg und Johannes Schütz. Sie lebt und arbeitet in Köln.

    Im Verlag DuMont ist ein Kunstkatalog The Lazy Susan Series über erschienen, der einen einen Überblick über die vierteilige und bislang größte Ausstellung von Cosima von Bonin gibt, die von Rotterdam über Bristol nach Genf und zuletzt in die Heimatstadt der Künstlerin, Köln, führt. Sie unterscheidet sich von einer herkömmlichen Wanderausstellung, da sie sich von Ort zu Ort verändert hat.

    Überdimensionale Kuscheltiere, genähte Bilder und minimalistische Skulpturen füllen die Ausstellungsräume. Mit ihren Installationen changiert die Künstlerin zwischen Ernsthaftigkeit und Witz und hinterfragt die Grenzen zwischen Kunst und Alltag. Begleitend zu ihren Arbeiten thematisiert sie Autorenfunktionen. Künstler aus den Disziplinen Literatur, Musik und Film realisieren zu den Arbeiten von Cosima von Bonin eigene Werke.(Quelle: DuMont Verlag)

     

    Kontakt:

    Galerie Buchholz in Köln post@galeriebuchholz.de

    www.galeriebuchholz.de

     

     

     

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • Die Nacktheit spielt für den Fotokuenstler Kristian Liebrand eine eher untergeordnete Rolle
Vielmehr geht es ihm darum, die individuelle Schoenheit der Frau hervorzuheben
Es lebe die Aktfotografie, das ist ohne Zweifel Kunst
Nicht die Nacktheit ist entscheidend
Mehr als nackt! more than nude 
Der freien Kunst droht Gefahr
Der Fotokuenstler Kristian Liebrand
    Der freien Kunst droht Gefahr
    Fotokünstler Kristian Liebrand - kreativer Spielraum in Gefahr

    Im Zeichen der hysterischen #MeToo-Debatte, wo man hinter jedem Baum sexuelle Übergriffe und Missbrauch vermutet, ist auch die künstlerische Freiheit in Gefahr. Dabei wird weit über das Ziel hinausgeschossen, in Berlin wird ein angeblich sexistisches Gedicht übermalt, und man fragt sich wo die Zensur beginnt.

    Der freien Kunst droht Gefahr

    „Es ist ein Zeichen der Verblödung von Studenten,“ meinte dazu der CDU Politiker Michael Braun. Es zeigt absurde Züge einer vermeintlichen Sexismus-Kritik“, empörte sich auch der FDP-Kulturexperte Florian Kluckert.

    Akt-Bilder werden aus Ausstellungen entfernt und jüngst, man kann es kaum glauben, hat ein Museum in Manchester das Gemälde „Hylas and the Nymphs“ (1896) von John William Waterhouse abgehängt, weil es angeblich sexistisch ist.

    Damit ist ein erstes Gemälde Opfer der gegenwärtigen Sexismus-Debatte geworden. Die Begründung der Kuratorin Clare Gannaway ist abenteuerlich oder einfach nur dumm: „Das Gemälde stellt den weiblichen Körper als passive, dekorative Form dar," meinte sie.

    Gefahr für die Kunst droht aber auch von anderer Seite. In der Volkshochschule Hellersdorf in Berlin wurden unlängst Akt-Bilder der Künstlerin Susanne Schüffel abgehängt, weil diese nach Aussage der Schulleitung die Gefühle von Muslimen verletzen würden. Leider ist das kein Einzelfall mehr, schon vor drei Jahren wurden erotische Fotos von Wolfgang Hiob im Rathaus Köpenick abgehängt.

    Der Fotokünstler Kristian Liebrand

    Und weil das alles so traurig ist, stellt die GFDK-Redaktion ihnen nun einen bemerkenswerten Künstler vor, der sich mit großer Leidenschaft der Akt-Fotografie verschrieben hat. Und das ist ohne Frage Kunst. Es lebe der Akt.

    Kristian Liebrand meint dazu: Ich hatte natürlich auch schon oft mit Vorbehalten zu kämpfen. Insbesondere bei der Suche nach Locations für Ausstellungen. Oft wurde argumentiert, dass es im Hinblick auf den Jugendschutz nicht geht. Meine Meinung dazu: "In Zeiten von Smartphones und überall verfügbaren Hardcore-Pornos sind AKTFOTOGRAFIEN für Jugendliche in etwa so gefährlich wie Kaugummis."

    Nicht die Nacktheit ist entscheidend

    Mehr als nackt! / „more than nude.“  Das ist der Anspruch des 1973 geborenen Fotokünstlers Kristian Liebrand, der das anspruchsvolle Genre der Aktfotografie immer wieder aufs Neue interpretiert. Seine Werke zeigen, dass nicht die Nacktheit entscheidend für ein Aktfoto ist.

    Kristian Liebrand hat sich vor 10 Jahren für seine Passion entschieden und dafür seinen gut dotierten Job als Betriebswirt und Manager an den Nagel gehängt. „Mir war wichtig, etwas zu machen, das mich und andere Menschen mit Freude erfüllt."

    Bleibende Werte zu schaffen, die nicht materialistisch sind. Gute Aktfotografien verlieren nie ihren Wert und bleiben über Jahrzehnte, selbst in einer oberflächlichen Wegwerf-Gesellschaft“.

    Kristian Liebrand geht es um die individuelle Schönheit der Frau

    Die Aktfotografie von Frauen bietet Kristian Liebrand den kreativen Spielraum, um seine visuellen Kompositionen umsetzen zu können. Die Nacktheit spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es darum, die individuelle Schönheit der Frau hervorzuheben.

    Durch eine besondere Komposition aus Licht, Perspektiven und Posen, die man noch nicht schon zigfach gesehen hat.  So  kommen auch Bodypaintings zum Einsatz, um besondere Akzente zu setzen.

    Der Bildgestaltung widmet sich der Fotograf auch selbst. „Externe Bildbearbeiter sind für meine Arbeiten  tabu. Sie kennen nicht die Persönlichkeit des Models, die Stimmung am Set und meine Bildintention.

    Somit kann ein externer Bildbearbeiter nur technisch arbeiten. Da fehlt dann das Gefühl, und das ist entscheidend. Eine gute Bildbearbeitung ist sensitiv, und nicht rein technisch.“

    Der Freiraum für die Fantasie des Betrachters

    Das Ergebnis überrascht und verführt den Betrachter ohne explizit zu sein. Freiraum für die Fantasie des Betrachters ist dem Fotokünstler wichtig. „More than nude“ ist der Name seiner zwei bisher veröffentlichten Bildbände

    Ausgestellt wurden seine Aktfotografien bisher in Düsseldorf, Köln, Berlin, Wien, London und New York. Der Künstler möchte dabei nicht nur Menschen erreichen, die Galerien besuchen, sondern alle anderen Leute. Er stellt daher auch an ungewöhnlichen Orten aus. Damit möchte er allen zeigen, dass Aktfotografie auch eine kreative Kunstform sein kann und keine plumpe, unästhetische Ablichtung von Geschlechtsmerkmalen.

    Auch die Frau von nebenan kann zu einem Kunstwerk werden

    In Bochum betreibt der Fotograf ein 360 qm großes Atelier mit zahlreichen Kulissen. Seine privaten und gewerblichen Kundinnen kommen aus ganz Europa. Mit der Erfahrung aus mehr als 1.000 Akt-Fotoshootings kann Kristian Liebrand auch die „Frau von nebenan“ zu einem Kunstwerk werden lassen. 

    Die Fotoshootings sind grundsätzlich ohne Zeitlimit. „Ein Fotoshooting soll so entspannt wie möglich sein. Wenn im Hintergrund die Uhr tickt, ist das für alle Beteiligten nicht gut und somit schlecht für das Foto.“, so Kristian Liebrand. 

    Der Fotograf hat klare Vorstellungen wie das Bild werden soll und arrangiert das gesamte Set. Von der Pose über die Perspektive bis hin zum Licht. Als fotografierte Person benötigt man daher weder Modelerfahrung noch eine Modelfigur.

    Die Liste der bisherigen Fotolocations ist bemerkenswert: Flughafen, Schauspielhaus, Waschstraße, Fußballstadion, Badausstellung, Diskothek, Lost-Places, Strand, Industriehalle, Werkstatt, Kino, Wasserfall, Pferdestall, Schrottplatz, Kokerei, U-Bahnhof, Berliner Mauer, Rennstrecke, Labor, Parkhaus, Kaserne, Pool, Golfplatz, Eisenbahnwaggon, Frisörsalon, Bahngleis, Strand, Meer, See, Hotel, Yacht, Zeche, Unterwasser sowie Public Places wie Venedig und die Altstadt von Havanna.


    Ein paar seiner Fotografien stellen wir Ihnen hier vor. Seine gesamte Bildergalerie, darunter viele  international ausgezeichnete Werke, und weitere Informationen über seine Arbeit finden Sie hier.

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  • Leon Loewentraut im Interview mit Wolfram Kons von ntv
Leon Loewentraut und Wolfram Kons
Malerei von Leon Loewentraut
Kunst von Leon Loewentraut
Werk von Leon Loewentraut
    ein ausnahmetalent
    Leon Löwentraut - Malen bis zur Ekstase

    Pablo Picasso ist sein Idol, er malt farbige, „expressiv-abstrakte Bilder“, und seine Ausstellungen sind überall auf der Welt in kürzester Zeit ausverkauft: Leon Löwentraut, gerade mal 19 Jahre alt, ist der Shootingstar der internationalen Kunstszene.

    Gerade erst machte der Nachrichtensender ntv, unter der Leitung von ntv Kunstexperte Wolfram Kons und Produzent Kai Böcking vermittelt durch den Düsseldorfer Galeristen und Kunstverleger Dirk Geuer, ein Porträt des jungen Künstlers.

    Leon Löwentraut - Ausnahmetalent der Kunst

    Für die Dokumentation „Leon Löwentraut – Ausnahmetalent der Kunst“, traf Wolfram Kons den jungen Maler in Düsseldorf und ging mit ihm auf Spurensuche. Er sprach mit Löwentrauts Eltern und seiner Kunstlehrerin, die ihm nur eine 3 auf dem Zeugnis gab, beleuchtete den Werdegang des Erfolgs und erfuhr auch sehr private Dinge über Niederlagen, Träume, Wünsche und Pläne des Künstlers.

    Besonders beeindruckt war Wolfram Kons von der Entstehung eines Gemäldes, wo er hautnah mit dabei sein durfte: „Das war wirklich Malen bis zur Ekstase“, beschreibt Wolfram Kons die Malaktion. „Wie Leon Löwentraut zu lauter Musik ein neues Werk auf die Leinwand zaubert, ist von atemberaubender Dynamik und leidenschaftlichem Exhibitionismus.“

    Malen mit vollem Körpereinsatz

    Löwentraut kombiniert Farben und Formen gestisch wild, malt oftmals mit Tube statt mit Pinsel. Seine Sujets sind vielseitig, beschäftigen sich mit Menschen und Zwischenmenschlichem, oszillieren zwischen Optimismus und Kritik, zeigen oftmals den isolierten Menschen hinter der sozialen Fassade.

    Dabei spielt der Aktionismus, wie er im sogenannten Action Painting zum Ausdruck kommt, in der Werkentstehung eine entscheidende Rolle. Bevorzugt malt Löwentraut auf dem Fußboden - mit vollem Körpereinsatz.

    Die nächste Ausstellung von Leon Löwentraut „Singles & Couples“ findet in der Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer an der Heinrich-Heine-Allee 19 statt und wird am Freitag, dem 29. September 2017 im Beisein des Künstlers um 19 Uhr eröffnet.

    Die n-tv Inside Art -  Doku "Leon Löwentraut - Wunderkind der Kunst" lief am Sonntag, 17.09 um 14:05 Uhr.

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  • Yvonne van Acht Zwischen Goettern und Menschen Trojas Transzendenz - Auf Troja ist das Titelmotiv der Ausstellung
Yvonne van Acht Porträtfoto
    Die Malerin Yvonne van Acht
    Machen wir die Götter oder sind wir den Göttern ausgeliefert?

    Liebe Kunstfreunde, hier haben wir eine neue Künstlerin, die wir Euch vorstellen wollen. Am 24. November eröffnet der Kunstverein Ulm die neue Ausstellung „Zwischen Göttern und Menschen – Trojas Transzendenz“ der Düsseldorfer Malerin Yvonne van Acht, einen Werkzyklus, den die Künstlerin eigens für den Kunstverein Ulm geschaffen hat.

    Die Einzelausstellung zeigt über 65 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle zu den Themen des Trojanischen Krieges und der griechischen Mythologie.

    In den teils großformatigen, figurativen Arbeiten setzt sich die Künstlerin und Schriftstellerin insbesondere mit der Frage nach dem Schicksal auseinander und entwickelt aus der Freiheit der Zeichnung heraus einen neuen expressiven Malstil.

    Dadurch erhält das Figurative in ihren Bildern eine ungebändigte, zeichnerische Kraft, die von einer dynamischen Farbgebung ausdrucksstark unterstrichen wird. Man kann ihren unverwechselbaren Stil auch als eine zeichnende Malerei bezeichnen, die durchaus erzählerische Qualitäten offenbart. Thematisiert wird dabei das Verhältnis zwischen Menschen und Göttern.

    Das Gemälde „Auf Troja“, das Titelmotiv der Ausstellung, zeigt die spannungsbeladene Dualität zwischen dem übergeordneten Göttlichen und denen ihm unterworfenen Menschen, die den Launen eines trinkenden und mit Lorbeer gekörnten Zeus hilflos ausgeliefert sind.

    Strahlendes Gelb trifft auf markantes Schwarzweiß, spitze Linien und rote Pfeile deuten, kompositorisch durchdacht, das fatale und besiegelte Schicksal von Hektor und Achilles an. Krieg und Tod scheinen unausweichlich, kehren in ihrer symbolischen Form der roten Blitze in „Hektor und Andromache“ zurück.

    Neben achtzehn, teils großformatigen Leinwandarbeiten aus 2018 werden auch erstmalig Zeichnungen und Studien der 43-jährigen Künstlerin aus 2003 präsentiert, die sowohl inhaltlich als auch stilistisch Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Menschlichen im Verhältnis zum Göttlichen bilden.

    Komplettiert wird die Werkschau von Aquarellen und 24 von Hand übermalten Buchseiten aus Homers Ilias, die Ilias Lied in 24 Gesängen behandeln.

    Yvonne van Acht, die freie Malerei, Grafik und Zeichnung an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen bei Stephan Schneider und Thomas Ruch von 2003 bis 2006 studiert hat und als ihre Meisterschülerin gilt, machte bereits mit mehreren Einzelausstellungen u.a. in der Kunsthalle Osnabrück in der Dominikanerkirche und im Osthaus Museum Hagen auf sich aufmerksam.

    Darüber hinaus hat sie die Künstlerausgabe des „Brockhaus in einem Band“ 2011 gestaltet und war Finalistin des Gesellschafter Art Awards 2006. Die Düsseldorfer Malerin wird von der Galerie Geuer & Geuer vertreten, die auch Julian Schnabel 2017 nach Ulm gebracht hat.

    Die Vernissage – ebenfalls im Beisein der Künstlerin und ihres Galeristen – ist am Samstag, dem 24. November 2018, um 17 Uhr. Begrüßung: Dr. Dippel, Vorstand Kunstverein Ulm. Die Ausstellung läuft bis zum 6. Januar 2019.

     

     

     

     

     

     

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