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Künstler mit besonderen Leistungen auf GFDK

31.07.2019 Debütsingle wurde über Nacht zum Hit

GFDK - Künstler Vorgestellt

King Princess, bürgerlich Mikaela Straus.

Mikaela Straus ist die Ururenkelin der deutsch-amerikanischen Geschäftsleute Isidor und Ida Straus, die beide im Jahr 1912 beim Untergang der RMS Titanic starben.

Der aufsteigende Pop Star King Princess präsentierte am 31.05.2019 die erste Single "Cheap Queen" aus ihrem mit Spannung erwarteten Debütalbum. King Princess ist auf dem Label "Zelig Records" von Mark Ronson unter Vertrag, im Vertrieb von Sony Music.

Nach ihrem Auftritt beim Governors Ball in New York wird King Princess auf eine ausgedehnte ausverkaufte US Tour gehen. Sie spielt dieses Jahr auf diversen Festivals wie Coachella, Glastonbury, Bonnaroo, Leeds Festival und vielen weiteren.

Die Debütsingle von King Princess, "1950", die 2018 erschien, wurde über Nacht zum Hit und kann bis heute über 200 Millionen Streams verzeichnen. Ihre EP "Make My Bed" wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. In diesem Jahr arbeitete sie zusammen mit Fiona Apple auf "I Know" und ihr Titel "Pussy Is God" wurde über 17 Millionen Mal gestreamt.

Geboren und aufgewachsen ist King Princess in New York in einer Musikerfamilie. Sie ist nicht nur Sängerin, sondern eine begnadete Songschreiberin und spielt neben Gitarre und Piano noch weitere Instrumente. Ihr Debütalbum wird noch in diesem Jahr erscheinen.

Pressestimmen:

“Catchy, romantic pop confections are quickly becoming
the 20-year-old singer-songwriter’s specialty” —New York Times

“King Princess seems poised to become music royalty”—W Magazine

“a voice the world can't afford to ignore” —Refinery 29

“A new breed of queer pop icon: King Princess” —Rolling Stone

“A gak and a half.”—New York’s The Cut

“A refreshing new queer presence in pop.”—Billboard

“King Princess is a force to be reckoned with…” —Rookie

“The young singer-producer offers the kind of love songs generations of queer kids craved…King Princess’ breakout single, “1950,” is about as close to perfect as a pop song can get…Effortless, infectious, and anthemic…” —Pitchfork

“There’s an inherent sense of sweeping romance and melancholy
in her songs that renders them captivating…” —PAPER

“A study in contradiction: a songwriter who mines the history of classic rock and a Twitter virtuoso fluent in the evolving language of now…” —Interview

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29.07.2019 Neues Album von Anna Ternheim

GFDK - Künstler Vorgestellt

Die Schwedin Anna Ternheim ist eine ganz besondere Musikerin: Mit ihren hochpersönlichen Songs erlaubt sie einen tiefen Einblick in ihre introspektiven Gedanken und formuliert eine dunkle Schönheit, die unmittelbar berührt.

Seit ihrem 2004 veröffentlichten Debütalbum „Somebody Outside“ wird die Sängerin und Gitarristin in ihrer Heimat Schweden aber auch in Westeuropa und den USA mit stetig wachsender Begeisterung für ihre Musik gewordene Innenbetrachtungen geschätzt.

Die 41-Jährige, die zu ihren großen Einflüssen Künstler wie Bob Dylan, Leonard Cohen und Tom Waits zählt, blickt in Schweden auf einen konstant großen Erfolg: Auch ihr letztes, 2017 erschienenes Mini-Album „All the Way to Rio“ stieg wie alle Vorgänger unmittelbar hoch in die Albumcharts ein.

Anna Ternheim spielt Gitarre und schreibt Songs, seitdem sie zehn Jahre alt ist. Und doch ließ sie sich Zeit mit der Entwicklung einer signifikanten künstlerischen Persönlichkeit.

Im Alter von 18 verbrachte sie ein Jahr in Atlanta/Georgia und unternahm dort erste musikalische Gehversuche mit ihrer Band Sova.

Doch es sollte noch weitere acht Jahre dauern, bis sich die nachdenkliche, stets von einem leichten Hauch der Melancholie umwehte Frau tatsächlich als Musikerin verstand. Statt sich auf die Musik zu konzentrieren, reiste sie zunächst um die Welt und studierte Französisch in Lausanne.

 Zurück in Schweden, nahm die Songwriterin 2004 ihr Debütalbum „Somebody Outside“ auf. Das Album stieg direkt bis auf Platz 3 der schwedischen Albumcharts. Bei den schwedischen Grammy Awards – dem skandinavischen Äquivalent des Grammy – gewann sie den Preis als „Beste Newcomerin“.

Ein Erfolg, den sie 2006 mit ihrem zweiten Album „Separation Road“ unmittelbar wiederholen konnte: Diesmal gewann sie in den Kategorien „Best Female Artist“ und „Best Lyricist“.

Gerade diese letzte Nominierung dürfte für die nachdenkliche Schönheit einen besonderen Wert besitzen, denn Anna Ternheim agiert in ihren lyrischen Gedanken stets offenherzig und authentisch. Sie schulde dies der Kunst, sagt sie, und sie könne gar nicht anders, als in ihren Texten ungeschönte Ehrlichkeit zu formulieren.

Von dieser Aufrichtigkeit getrieben war auch ihr 2008 veröffentlichtes Album „Leaving On A Mayday“, das sie vollkommen alleine mit einem Produzenten aufnahm. Auch für dieses Album erhielt sie wieder zwei schwedische Grammy Awards.

 Nach den ebenfalls sehr erfolgreichen Werken „The Night Visitor“, welches ihr erstmals auch in Deutschland Charts-Notierungen bescherte, und „For The Young“, einem Ergebnis längerer Aufenthalte in New York und Buenos Aires, formierte sie für die nächste Tournee ihre bislang brillanteste Live-Band.

Die Konzerte gerieten zu höchst emotionalen Ereignissen, was Anna Ternheim dazu veranlasste, ihre erste Live-Platte zu veröffentlichen. „Live in Stockholm“ erschien 2016 und bewies mit 17 Songs aus ihrer gesamten Karriere, was für eine Ausnahmemusikerin Anna Ternheim ist.

 Im November 2017 erschien ohne jegliche Vorankündigung unter dem Titel „All the Way to Rio“ ein Mini-Album, welches Ternheim als Bandprojekt vor einigen Jahren begonnen, dann aber als eigene Platte vollendet hatte.

Im Frühjahr 2018 erscheint im Rahmen des Record Store Days dann noch ein weiteres Livealbum „ The Winter Tapes“, welches die schönsten Aufnahmen der Akustiktournee 2017/2018 mit Martin Hederos enthält.

Man darf also gespannt sein, was Anna im Jubiläumsjahr ihrer Karriere nun auf Platte und Bühne bringen wird. Die Premiere feiert das Album am Veröffentlichungstag mit einem besonderen Konzert in Hamburgs Elbphilharmonie gemeinsam mit dem Kaiserquartett, das Konzert ist bereits wenige Minuten nach Ankündigung leider komplett ausverkauft.

Ein paar Worte von Anna zum Album „A Space For Lost Time“:

„Ich wusste, dass ich eine sehr reduzierte Platte machen wollte, die Akustikstournee im Jahr 2017 hatte mich dazu inspiriert. Einige Song wuchsen dennoch mit einem größeren Arrangement und brauchten mehr Dynamik.

Auch wollte ich die Westküste Amerikas in meinen musikalischen Kosmos bringen und nahm grosse Teile der Platte in Los Angeles auf. Am Ende klingt es dann aber doch wieder nach einem düsteren Schwedischen See…

Im Studio gingen wir sehr intuitiv vor, Song für Song und versuchten, bei jedem Lied schönst möglich den Kern zu zeigen. Ihn so wundervoll wie möglich klingen zu lassen.

Der Titel des Albums kam mir während der Aufnahmen in LA. Er beschreibt am besten das Grundgefühl des Albums,

der Sehnsucht für Vergangenes, für das was kommt und die Sachen, die dich morgens motiviert aufstehen lassen.“

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16.05.2019 beeinflusst von der Surf Music der 60er Jahre

GFDK - Künstler Vorgestellt

Lykke Li Zachrisson kam 1986 als mittleres Kind einer Fotografin-Mutter und eines Musiker-Vaters zur Welt. Dass ihre Mutter sie stehend und ohne Narkotika gebar, war ein Ausdruck des revolutionären Krankenhaus-Credos „being born on a woman’s terms“ und vermutlich LYKKE LIs erste Konfrontation mit der Frauenwelt, die auch ihr Ringen mit der Frage der Zugehörigkeit begründen sollte.

Die Zachrissons waren eine Familie, die niemals still stand, von Schweden nach Neuseeland und schließlich nach Portugal zog, wo sie sich in einem Bergdorf niederließen, um der Nachstrahlung des Tschernobyl-Desasters zu entkommen.

Als folgsames Rebellenkind, das seine ersten Schritte barfuß auf scharfen Kieseln zu Pfauenlauten und Donner machte, die Winter in Indien, Nepal und Marokko verbrachte und in elf verschiedenen Einrichtungen zur Schule ging, wandte sich Lykke schnell dem Kritzeln von Gedichten und dem Tanzen zu – nicht aus Interesse sondern als Notwendigkeit.

Als die Familie schließlich einige Jahre später nach Schweden zurückzog, hatte sich das Umherwandern bereits auf die Natur der inzwischen Neunjährigen ausgewirkt, deren Innerstes rastlos und frühreif war.
 
Mit 19 war Tanzen kein adäquates Outlet mehr für LYKKE LIs immer lauter werdende Seele, und so wurde der Gesang zum Heilmittel für ihre jugendlichen Leiden und die Beschränkungen von Stockholms Vorstadt. Schließlich verlagerte sie ihren Lebensmittelpunkt nach New York, zog in Bushwick ihr Ding durch, schaltete und waltete, uptown und zurück.

Als sie eines Morgens in ihrer rattenverseuchten Kammer einer Wohnung aufwachte, nachdem sie am Abend zuvor bei einer Open-Mic-Nacht von der Bühne gebuht worden war, wurde ihr schlagartig klar: Schlimmer kann es nicht werden, ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen – und sie wusste, dass die Kunst, in welcher Form auch immer, für immer ihr Leben sein würde.
 
Badabing Badaboom.
 
Zurück in Stockholm, pleite und allein, aber zu allem bereit, lag Lykke dem Produzenten Björn Yttling (von Peter, Bjorn & John) in den Ohren und fand in ihm den passenden Deckel für ihren Topf, da er sie in die Welt des professionellen Schreibens und Aufnehmens von Musik einführte.
 
2007 nahmen die beiden 14 Songs auf, aus denen LYKKE LIs gefeiertes Debütalbum Youth Novels werden sollte – ein Werk, das die 21-Jährige schnell berühmt machte und sie auf ein atemberaubendes Rennen durch die Welt klaustrophobischer Backstage-Räume, greller Lichter, verruchter Partys, wuseliger Flughäfen, mieser Typen, hübscher Fremder, faltiger Mode und Stripper-Stiefeln, wertiger Lumpen und Balisons in überstrapazierten Koffern führte. Und zum Herzschmerz...


Gott segne den Herzschmerz, werden wohl alle mit einstimmen, schließlich war dieser für den unvergesslichen Song „Possibility“ verantwortlich, der von einer ziemlich kaputten Einstellung gegenüber der Liebe zeugt, für den Film „Twilight – New Moon“ geschrieben wurde und Millionen junger Vampirseelen aus dem Herzen sprach, die sich danach sehnten, nicht dazuzugehören. Und zu lieben.
 
„Mein letzter Tango mit der Liebe endete ziemlich übel, aber man kann sagen, dass ich mein eigenes Herz gebrochen habe. Liebe war nur mein Instrument und der Herzschmerz mein Geist – etwas, an das ich mich klammern konnte, als alles um mich herum zusammenbrach...“
 
Nach zwei verrückten Jahren, in denen praktisch jeder Ort, jede Person und jedes Vergnügen auf dieser Erde nach ihrer Aufmerksamkeit lechzte – außer der Liebe natürlich –, sehnte sich LYKKE LI verzweifelt nach einem Ort, an dem sie sich ausruhen konnte anstatt auf einer Bühne zu tanzen. Da es keinen Ort gab, den sie ihr Zuhause nennen konnte, beschloss sie einmal mehr, nach New York zu gehen – um ein bisschen zu leben!
 
„Zwei Monate verbrachte ich dort und hatte eine gute Zeit. Doch ich war ausgemergelt, New York war für mich zu dem Zeitpunkt der falsche Ort. Und als ich den Stecker gezogen hatte, als ich allein war und die Flut von Angeboten und Einladungen langsam verebbte, musste ich mich damit auseinandersetzen, wer ich war.

Auch wenn sich meine Lebensumstände drastisch geändert hatten und mir alles offen stand, was ich mir je erträumt hatte, hatte ich immer noch die gleichen Gefühle wie vorher: die gleiche Existenzangst, die gleiche Rastlosigkeit. Ich hatte mich nicht verändert und wartete noch immer. Ich musste etwas unternehmen. Ich musste wachsen.“
 
Also floh LYKKE LI in den Westen, in die kalifornische Wüste, spielte in einem schrägen und dunklen Moses-Berkson-Film namens „Solarium“ mit und begrub einen Teil ihres verletzten Herzens im brühend heißen Wüstensand. Den Rest nahm sie mit in ein Haus auf einem Hügel im Osten von Los Angeles, wo sie sich ein Fahrrad und eine Autoharp kaufte, ein wenig prachtvolles Klavier lieh, ein paar Blumen in ihrem Zimmer verteilte und sich hinsetzte um nachzudenken.
 
Zur Ruhe gekommen, ein bisschen einsam und mit der Gainsbourg’schen Angst konfrontiert, dass dich der Geist einer Liebe, die nie wirklich gelebt hat, für immer verfolgen wird, immer in dir hausen wird, ungeboren und untot, suchte sie Trost in der Musik.
 
Schon bald erzitterte die Bergkuppe des Echo Parks unter der Musik jener Gemüter, die an einem ähnlich kontemplativen, gebildeten und schmerzvollen Ort waren wie sie: Leonard Cohen, Neil Young und Dr. John gemischt mit Velvet Underground und This Mortal Coil, alles unter dem omnipräsenten Bann von Alan Lomax Feldstudien, Whiskey und Darjeeling.
 
Doch wie jeder, der sich in den Untiefen von Sehnsucht und Verlust befindet, war LYKKE LI darauf bedacht, sich wieder zu berappeln und in sich selbst die Essenz ihrer Musik wiederzuentdecken. Sie dürstete nach der rauen Kraft der Schlichtheit, nach einer Form aufrichtiger Wahrheit.


Sie kam zu dem Entschluss, dass es – unabhängig von Furcht, Verlust und Sehnsucht – nicht um die Perle in der Auster geht sondern um das Sandkorn, aus dem die Perle entsteht. Um die Kohle selbst, nicht den Diamanten, der aus ihr entstehen kann. Um das Jetzt, das sich unausweichlich ins Dann verwandelt, und das Wenn, aus dem vielleicht nie ein Jetzt wird.
 
Und dann fing sie an zu schreiben.
 
„Ich wollte zurück zu den Anfängen, als Songs noch etwas bedeuteten. Ich wollte Minimalismus, nur Texte und Melodien. Wie alle großartigen Songs sollten auch meine nur mit Handschlägen und Gesang gespielt werden können.“
 
Sie bündelte den Niedergang des Shangri-La-Leitwolfs mit „Women Under The Influence“, „Ladies And Gentlemen Of The Canyon“, einer Kung-fu-Marianne-Faithful und einer bewaffneten Nancy Sinatra im Kaktusrausch und machte Musik.

Aus ihrem Kopf kamen Voodoo-Trommeln, ein paar schmerzende Akkorde, peitschend und heilig, erschütternd und hoppelnd zugleich, und eine Stimme, die sich urplötzlich vom Sehnsuchtsvollen zum Fordernden gewandelt hatte, vom Fragilen zum Rauen.
 
„Wenn ich singe... dann geht es immer um meine intimsten Emotionen, über die ich mit niemandem sprechen würde. Aber es ist meine Bühne, mein Raum, an dem ich alles ausdrücken kann, was ich will. So oder so – ich setze die Grenzen, ich mache die Regeln. Ihr müsst draußen bleiben.“
 
„These scars of mine make wounded rhymes tonight“, singt sie und setzt damit den Titel ihres zweiten Albums in einen Kontext. Ein Zweitwerk, das das Recht einfordert, nicht dazuzugehören, wohlwissend, dass es dies dennoch tut. Von einer Künstlerin, die zu gleichen Teilen aus Diesseits und Jenseits, Liebe und Zerstörung, Kampf und Glauben besteht.
 
„Das könnte es tatsächlich sein, mein letztes Hurrah. Dieses Album musste perfekt sein, es muss für Dekaden vorhalten. Für alle Fälle.“ 
 

Mit den Worten einer Mutter, die einst aufstand, um eine Künstlerin zu gebären:
 
„Tanz’ solange du noch kannst“, singt LYKKE LI.
„Tanz’, weil du musst.“

 

 

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16.05.2019 Als glamouröse Camouflage getarnt

GFDK - Künstler Vorgestellt

Mit der Erweiterung unserer zwischen-menschlichen Kommunikation durch die verschiedenen Dienste des Internets wächst die Bedeutung virtueller sozialer Netzwerke.

Metaphysischen Mysterien

All diese metaphysischen Mysterien werden durch die unmittelbare Verdopplung der Welt – das Mitlaufen des perfekten Doubles der Realität in Echtzeit – in Facebook, MySpace oder YouTube neu definiert.


Den Ausgangspunkt für das Motiv von TREAP bilden die auf YouTube geposteten Videobotschaften der Miss World Wahl 2008. Catrine Val imitiert stellvertretend 11 Miss-World-Anwärterinnen aus unterschiedlichsten Nationen in einer Collage.

Die medialen Fiktionen

Da die medialen Fiktionen rund um die Schönheitsköniginnen einer „Miss Rushia“, „Miss Ethiopia“ oder „Miss Turkey“ im gleichen Maße um die Verführungskunst oberflächlicher Scheinwelten kreisen wie in der Mode, zitiert TREAP exemplarisch die viel beachtete Anzeigenkampagne der Herbst-/Winterkollektion 2006 der deutschen Modefirma Escada.

Zenit eines längst vergangenen expressiven Luxus

Mit vielen echten Fellen und grellen Farben steht diese Kampagne aus heutiger Sicht – in Zeiten der Rezession – für den Zenit eines längst vergangenen expressiven Luxus. Das Styling in TREAP orientiert sich an der von den 11 Schönheitsköniginnen während ihrer Interviews auf YouTube getragenen, privaten Kleidung.

Man erkennt ansatzweise unterschiedliche, landestypische Modevorlieben und Auffassungen. Dicht gedrängt werden in TREAP 11 Nationen gleichberechtigt nebeneinander gestellt.

Als glamouröse Camouflage getarnt

Die Nachahmung birgt ein unheimliches wie auch sinnliches Potenzial. Am Ende hinterfragt TREAP als glamouröse Camouflage getarnt, das alltägliche Verwirrspiel von realen, kopierten und inszenierten Wirklichkeiten.

Der Titel der Fotoarbeit „TREAP“ zitiert einen Begriff aus der Informatik:
Dort bezeichnet dieser einen binären Suchbaum mit einem genau
definierten Procedere für die Datenstruktur.

Miss India
Miss Czechoslovakia
Miss Italy
Miss Korea
Miss Sweden
Miss Russia
Miss France
Miss Ethiopia
Miss Denmark
Miss Great Britain
Miss Turkey

TREAP
2009
300 x 90 cm

Foto: Jan Friese
Hair & Make-up: Rebecca Keim
Stylist: Ekachai Eksaroj
Postproduktion: Jens Greber

Statement:

Catrine Val


„Meine künstlerische Position entwickelt sich aus einer bedingungslosen Neugierde am Diskurs im Umgang mit Kommunikationsmedien und den damit einhergehenden Hinterfragung einer medienkulturellen Identität, die sich ihrer sozialen, politischen, ästhetischen und ethischen Eingebundenheiten bewusst ist.“ 

Der Schwerpunkt meiner Arbeiten liegt in der Videokunst, wie in der konzeptuellen inszenierten Fotoarbeit. Thematisch stellen sie sensible, gesellschaftliche Beobachtungen an, die oft zum Environment inszeniert, das Verhältnis der Betrachter zum Videobild, untereinander gestalten.

Im Vordergrund trat in den letzten Arbeiten wie  „Ich bin ein Anderes“ oder der hybriden Installation von „YouPrompt“ die produktive Gestaltung des Spannungsfeldes von virtuellen und realen Beiträgen im Experiment.

Im Kern bezogen sich die Installationen auf das ständig wachsende und auf YouTube abgelegte Videomaterial, in seiner ambivalenten und zuweilen belanglos erscheinenden Vieldeutigkeit. Aus den vorangegangenen Ansätzen und der bisherigen Arbeit entwickele ich  gerade das Konzept SHEPARL.

Gegenstand  der Hinterfragung wird auch hier die gesellschaftliche Funktion von Medien und deren kulturelle Bedeutung. Das Projekt SHEPARL überträgt die neuen partizipatorischen Kulturen, die sich im Internet entwickelt haben, auf politische Prozesse und untersucht, welche Rolle moderne Kommunikationsmedien im politischen Diskurs der Zukunft spielen können.

Kann man eine Verwirklichung der medienkulturellen Identität, die sich ihrer sozialen, politischen, ästhetischen und ethischen Eingebundenheiten bewusst ist, alleine nur durch das Nachahmen erzeugen?

Doch mein Hauptfokus liegt gerade  bei der Fortsetzung der inszenierten Modefotographie unter dem Titel„ WAYS OF ESCAPE“ mit aus Modekampagnen bekannten Haltungen und Posen in der Vervielfältigung einer einzigen Person.

Werdegang
seid 2004
Künstlerisch-Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klasse Bjørn Melhus, Kunsthochschule Kassel

2001 - 2004

Postgraduiertes Studium bei Valie Export, Marcel Odenbach und Horst Königstein Kunsthochschule für Medien, Köln,

1994 – 2001

Studium der Freien Kunst, Klasse Urs Lüthi, Kunsthochschule Kassel

1991-1993

Arbeit in der Webeagentur Dr. Puttner & BSB; Wien

1988 - 91

Höhere Berufsfachschule für Graphik & Design, 

Ausstellungen

2010
HUMAN  RIGHTS, Fondazione Opera dei Caduti

Rovereto, Italy

startUP, Sala Birolli, Verona, Italy
BIG BANG, Einzelausstellung, Politics of the body

Galerie König, Berlin
2009

26. Kasseler Dokumentarfilmfestival Monotoring, Kassel

Images Recalled,3. Foto-Festival, Kunsthalle Mannheim

Gemeinsam in die Zukunft Frankfurter Kunstverein

Ich bin ein Anderes Stiftung Starke, Einzelausstellung, Berlin

2008

Monkey Up Plug In, Einzelausstellung, Basel Schweiz

2007

WATERCOLOURS, Galerie König, Hanauport

2006

Fremd bin ich eingezogen Kunsthalle Fridericianum, Kassel

Coolhunter, Kunsthalle Budapest, Ungarn

Blosses Außen U-Bahngalerie, München

2005

Coolhunter, ZKM, Karlsruhe

Altitude KHM, Köln

Coolhunter, Kunsthaus Wien

2004

Transmitter, European Media Art Festival, Osnabrück

2002

Feminale, Köln

Unplugged, Ars Electronica, Linz, Österreich

2001

Monitoring, DokFest, Kassel

2000

Das erste Mal Marburger Kunstverein

1998

Rundgang 2

Museum Fridericianum, Kassel

Zur Künstlerin: Catrine Val, geboren 1970 in Köln, studierte Kunst bei Urs Lüthi, Valie Export, Marcel Odenbach und Horst Königstein und arbeitete an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Video- und Fotoarbeiten waren Bestandteil diverser Ausstellungen und Festivals. (Quelle: Kehrer Verlag)
Mit "FEMINIST" war sie bereits in der Ausstellung "Gaze upon my graze" des "Art Museum at The Art Park" in Hsinchu/Taiwan und auf dem "International Portfolio Reviews/Photo Ireland Festival" vertreten. Im Juni 2012 wurde ihr Bildband "FEMINIST" für den Renaissance Photography Prize London nominiert.
 

 

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08.05.2019 ungewöhnlicher lebensweg

GFDK - Künstler Vorgestellt

Soulig ist ihre Stimme, leuchtend, warm, und doch zurückhaltend und zu feinsten Nuancen fähig - so präsentiert sich die Schwedin Jessica Pilnäs auf „Bitter And Sweet“. Unwillkürlich mag man an den scheinbar unerschöpflichen Fundus skandinavischer Sängerinnen denken.

Doch so einfach ist die Sache diesmal nicht. Auch in Schweden ist mancher Karriereweg verschlungen - wie der von Jessica Pilnäs:

Gesungen hat die 31-Jährige schon immer, ist sie doch familiär vorbelastet: Ihr Vater war Keyboarder in Schwedens beliebtester Pop-Band, den „Sven-Ingvars“. So kam sie schon mit 16 Jahren 1995 in die Vorauswahl des Eurovision Song Contest, gleichzeitig eine der beliebtesten Fernsehshows des Landes. Sie wurde Dritte und bekam sofort einen Plattenvertrag angeboten.

Doch Jessica schwebte etwas anderes vor als eine Karriere als Pop-Sternchen: „Ich war so jung und gerade erst auf die höhere Schule gekommen und wollte diese ordentlich erledigen.“ Statt den Vertrag zu unterschreiben, setzte sie also auf Ausbildung und ging nach dem Gymnasium schließlich auf die renommierte „Fridhem“-Jazzschule, der etliche der heutigen schwedischen Jazzgrößen entstammen.

Mit 20, nunmehr solide ausgebildet, wurde Pilnäs Mitglied der international erfolgreichen R & B-Band „Robyn“. Wieder wurden Pop-Produzenten auf sie aufmerksam, diesmal konnte sie der Versuchung nicht widerstehen. Unter dem Pseudonym „Isa“ - „es gab damals gerade zu viele Jessicas“, erklärt sie die Namensgebung durch ihr Label Sony - spielte sie das Album „Pretender“ ein.

Das verkaufte sich zwar vor allem in Japan blendend, doch Pilnäs merkte schnell, dass sie, fremdbestimmt, Promotion gesteuert und Playback singend, weit entfernt von dem war, was sie eigentlich machen wollte: „Das war nicht ich. Ich fühlte mich nicht wohl, wie die anderen Popsängerinnen in Musikvideos herumtanzen.

Ich war so enttäuscht von der Musikindustrie und all des Drucks müde, der den Spaß tötete.“ Kurzentschlossen zog sie sich aus dem Musikgeschäft zurück und setzte Plan B in Kraft: ein abgeschlossenes Medizinstudium an der renommiertesten Universität Schwedens, der Nobelpreis-Institution „Karolinska Institutet“.

Vielleicht wäre Jessica Pilnäs heute allein dem Arztberuf verfallen, wenn es nicht zwei Musiker gegeben hätte, die ihren Rückzug für einen schweren Verlust für den Jazz hielten: Starposaunist Nils Landgren versucht noch während ihres Studiums wiederholt, sie für den Gesang zurückzugewinnen.

Für sein ABBA-Projekt 2003 nimmt er mit ihr eine Duett-Version von „The Winner Takes It All“ auf, das dann später auf der ACT Compilation „Magic Nordic Voices“ (ACT 9718-2) veröffentlicht wird.

Und am 3. Juni desselben Jahres wird mit Landgren, Wolfgang Haffner, Dan Berglund, Jesper Nordenstadt und anderen nicht nur Viktoria Tolstoys ACT-Debüt „Shining On You“ (ACT 9701-2) in ABBAs legendären Polar-Studios eingespielt, derselbe Musiker-Pool begleitet vorher auch Pilnäs bei fünf Songs, die sich jetzt auf „Bitter And Sweet“ wiederfinden.

2008 schließlich holt Landgren sie in sein zweites „Christmas With My Friends“-Projekt (ACT 9476-2), nicht nur für die Aufnahme, sondern auch auf Tournee durch Schweden und Deutschland.

Der Gitarrist und Produzent Johan Norberg, hierzulande vor allem als Partner von Jonas Knutsson mit dem Duo „Norrland“ bekannt, ist die andere entscheidende Figur. Schon 2000 ist er in der Band, die Jessica Pilnäs alias Isa auf Japantournee begleitet. Von ihrem Talent überzeugt, schreibt er ihr sofort nach der Rückkehr einen Song und holt sie in sein Studio.

In „The More I See“, das dann zunächst von Rigmor Gustafsson auf „I Will Wait For You“ (ACT 9418-2) vorgestellt wurde, geht es um den Moment des Erwachens der Liebe. Beide stellten fest, dass er ihre Beziehung widerspiegelt. Seither sind sie ein Paar und seit einigen Jahren Mann und Frau.

All diese Stationen ihrer persönlichen wie musikalischen Entwicklung finden sich nun auf „Bitter And Sweet“. „Ich habe mich bewusst für diese Art Kompilation entschieden. Bevor ich etwas ganz Neues machen konnte, musste ich erst die Vergangenheit zu einem guten Ende bringen und präsentieren, was da gewachsen ist und mit viel Liebe gemacht wurde. Es ist eine Art Tagebuch.“

Natürlich ist „The More I See“ zu hören, mit dem sozusagen die Jazzwerdung der Jessica Pilnäs begann, und auch „The Winner Takes It All“, das schon sehr typisch ist für das Understatement, das “gegen den Strich Bürsten“, mit dem Jessica Pilnäs Songs auf das Wesentliche abklopft und ihm mit ruhigem Jazz-Flow, feinsten Phrasierungen und eigenem Ausdruck neue, noch nie gehörte Gestalt gibt: „Viele schwedische Sängerinnen versuchen so hoch wie möglich zu singen.

Ich mache fast das Gegenteil, ich versuche alles so einfach wie möglich und sozusagen so tief wie möglich zu gestalten“, erklärt sie ihren Ansatz.

Was man auch den eigens für dieses Album eingespielten Interpretationen von „Don’t Dream It’s Over“ des neuseeländischen Songwriters Neil Finn und des Billie Holliday-Klassikers „Don’t Explain“, aber auch den Norberg/Pilnäs-Kompositionen „Just Not Today“, „Man In A Balloon“ und „Bitter And Sweet“ anhört.

Und nicht nur bei Simon & Garfunkels „Bridge Over Troubled Water“ und „There Must Be An Angel“ von Eurythmics, deren Versionen ebenso der grandiosen Session in den Polar-Studios entstammen wie das Titelstück „Bitter And Sweet“, wird Pilnäs‘ Affinität zum Pop deutlich.

„Es gibt so viele gute Popsongs, es wäre schade, wenn sie vergessen und einfach verschwinden würden. Ich habe einige ausgesucht, um sie selbst neu zu entdecken und sie dann dem Publikum neu nahe zu bringen.“

Als approbierte Medizinerin hat Jessica Pilnäs einen Plan B für den Fall der Fälle. Doch im Moment spielt die Musik wieder die erste Geige in ihrem Leben: „Während der vergangenen Jahre sehnte ich mich wieder sehr nach der Musik.

Die Freude am Singen ist immer mehr zurückgekommen, und ich bin glücklich jetzt wieder dem Publikum zu begegnen, live spielen zu dürfen. Ich will noch einmal richtig durchstarten.“ Worüber man sich als Hörer von „Bitter And Sweet“ nur freuen kann. Ebenso wie auf weitere Resultate einer ungewöhnlichen Karriere.

ACT Music & Vision GmbH & Co.KG

Telefon: + 49 - (0) 89 - 72 94 92 - 0

E-Mail: info@remove-this.actmusic.com

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06.05.2019 der größte Sohn von Filderstadt

GFDK - Künstler Vorgestellt - Gottfried Böhmer

Der Künstler Wolfgang Neumann bedient sich in seinem künstlerischem Werk aus der Kunstgeschichte, den Medien, TV und Internet. Hier findet er seine Figuren, die alltäglichen Geschichten und Stories, die er mal satirisch, mal mit Ironie oder auch Sarkasmus in seinen Gemälden unterbringt.

Dabei bleibt der Künstler immer nah an dem schrillen Zeitgeist, dem wir Tag täglich ausgesetzt sind. Damit folgt Wolfgang Neumann als Chronist der Tradition vieler Künstler vor ihm, ohne allerdings belehrend oder politisch zu werden.

Dem 36 Jahre alten, noch recht jungem Künstler, der mit wachem Blick und gesunder Skepsis das Treiben in einer recht lauten Welt beobachtet und mit wuchtigem Duktus auf die Leinwand bringt, dürfen wir eine große Zukunft voraussagen. Studiert hat Wolfgang Neumann an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Seine Lehrmeister waren Professor Moritz Baumgartel und Professor Cordula Güdemann.

Die Handschrift von Cordula Güdemann, die auch an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Dieter Krieg studiert hat, lässt sich bei Neumann nicht leugnen, auch sie betonte in ihrem großformatigen Gemälden Bezüge zu Gesellschaft aber auch zu Politik und Literatur.

Colmar Schulte-Goltz schrieb über Wolfgang Neumann

"Bilder mit Sprengkraft"

"Innerhalb der jungen deutschen Malerei der Gegenwart nimmt Wolfgang Neumann eine spannende und eigenständige Position ein. Farbintensiv und lebendig wirken die Gemälde, die einen unverschämt kraftvollen, spontanen Eindruck machen. Ihre Ästhetik allerdings ist grenzwertig. Neumanns Arbeiten alternieren zwischen Skurrilität und Ideal, also sehr extremen Positionen. Poppige, bunte Farbwelten treffen auf verstö­ren-de Figuren und Formen".

Geboren wurde der Künstler in Filderstadt, in der Mitte von Baden-Württemberg und da er sein Multitalent seitens der Familie verneinte, machten wir uns auf die Suche nach großen Vorfahren seiner Geburtsstadt. Aber wir sind nicht fündig geworden, ein Kupferstecher, ein Sänger, zwei Schauspieler, ein Opernsänger und eine Dirigentin waren die magere Ausbeute der Söhne und Töchter von Filderstadt. Von daher hat ihn sein Geburtsort wohl nicht von der Muse geküsst.

Malen - Musik - Schreiben

Neben der Malerei schreibt Wolfgang Neumann Kurztexte, Gedichte und Songtexte, die schon in vielen Publikationen veröffentlicht wurden. Besonders am Herzen liegt ihm die Plattform Linienscharen für zeitgenössische Zeichnung in Stuttgart, die 2013 gegründet wurde.

Linienscharen bietet den Künstlern einen lokalen wie überregionalen Ort für den Austausch, Diskussionen und Präsentationen der Zeichnungsszene. Dazu gehören regelmäßige Treffen im Württembergischen Kunstverein.

Wolfgang Neumanns künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der Malerei, der Zeichnung und Druckgrafik; immer wieder stellte er zudem Videoarbeiten, Installation und Kleinplastik aus.

Aber Neumann ist das nicht genug. Mit dem Künstlerkollegen Sven Gossel arbeitet er unter dem Pseudonym "Gos Neu" seit vielen Jahren zusammen, dabei entstehen Musiktitel und Videos. Den neun-minütigen Kurzfilm, eine Art Persiflage auf den Western mit dem Titel "Mal mir das Bild vom Tod", der 2000/ 2001 an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart entstanden ist, haben wir für Euch unter dem Text eingefügt. Der Film belegte den ersten Platz beim Kurzfilmfestival der HdM Stuttgart.

Der größte Sohn von Filderstadt

Nebenher schreibt Wolfgang Neumann Kurztexte, Songtexte und auch Gedichte, die man in "Labile Seitenlage" und "Viva Navi Naiv" lesen kann. Von 1998 bis 2009 gehörte Wolfgang Neumann, der Mafioso-Groove-Popband "die Drahtzieher" an, die sich anscheinend aufgelöst hat, denn wir konnten bei unserer Recherche keine neuen Erkenntnisse gewinnen.

Damit war die musikalische Arbeit von Neumann allerdings nicht beendet. Seit 2012 ist er nun auch Sänger, Komponist und Texter des Bandprojekts "Art-Attacke". Ohne jede Frage ist Wolfgang Neumann ein Multitalent und hat gute Aussichten als größter Sohn von Filderstadt in die Geschichte einzugehen.

Western, Malerei, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Wolfgang Neumann, Sven Gossel, Sergej Moser, 2000/2001, ein legendär gewordenes Video zweier Malereistudenten, welches einige Preise gewann.

Gottfried Böhmer

 

 

 

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25.04.2019 Heather Nova veröffentlich Pearl

GFDK - Künstler Vorgestellt

Heather Nova veröffentlicht im Juni 2019 mit ‚Pearl‘ eine wunderschön emotionale und gereifte Rockplatte. 25 Jahre nach ihrem Chart-Debüt „Oyster“ ist Heather Nova mit einer Wucht von Album zurück, das „Oyster“ als Lieblingsalbum ihrer Fans ablösen könnte.

Nova ist als Künstlerin weit gereist, um nun ein solches Statement in Form eines neuen rohen, schönen, leidenschaftlichen Stück Rockmusik zu veröffentlichen, das jeden ihrer bisherigen Zuhörer/innen begeistern wird.

Pearl zeigt die bermudische Künstlerin auf einem unerwarteten Karriere-Höhepunkt. Wer behauptet, dass Rockn`Roll nur für junge Leute sei, wird hier eines Besseren belehrt.

Nach 8 Studioalben, allesamt gefeiert von Kritikern und jedes ein Chart-Stürmer, tourt Heather nun seit Jahren konsequent durch die Welt und pflegt ihre treue Fangemeinde; sie spielte auf den größten europäischen Festivals sowie intime akustische Shows in Kirchen und Opernhäusern, ließ ihre Musik in großen Fernsehsendungen und Hollywood-Filmen als Soundtrack nutzen und veröffentlichte zwischenzeitlich einen Gedichtband und Zeichnungen.

Pearl, das neue Album mit 11 herausragenden Songs, aufgenommen im Studio ihres Produzenten „Youth“ in den Bergen Spaniens, wird nun am 28. Juni 2019 veröffentlicht.

"Ich hatte nicht vor, zum 25-jährigen Jubiläum von „Oyster“ ein neues Album zu veröffentlichen. Aber dann ist es einfach passiert.

Als ich gedanklich bereit war, etwas neues aufzunehmen, dachte ich, dass es cool wäre, Youth einen oder zwei der Songs produzieren zu lassen, um die Atmosphäre und den Sound, den wir damals kreiert haben, noch einmal neu zu erleben.

Ich habe ihm meine Demos geschickt und die Nachricht, die ich zurückbekam, war: "Wirklich schön...Ich würde sie gerne alle machen. Ich kann die Verbindung zu Oyster hören, aber diese neuen Songs sind besser. Viel stärker, tiefer, noch verletzlicher, aber aus einer Position der Stärke heraus.

Wow, ich bin dabei!" Wir wollten auf Pearl zu einem ähnlichen Sound zurückzukehren und die Platte gleichzeitig zeitgemäß und frisch klingen lassen.

Ich denke, dass wir durch unsere alten Mechanismen wieder wie von selbst zu diesem einzigartigen Sound-Ursprung zurückkehrt sind, den wir auf „Oyster“ damals hatten. „Ich könnte mit dem Ergebnis nicht zufriedener sein“, gibt Heather offen zu.

Ihre Lieder haben schon immer ihre innere Welt widergespiegelt. „In der Zeit, in der ich Pearl schrieb, hatte ich gerade eine 20-jährige Ehe mit einer Scheidung hinter mich gebracht und verbrachte einige Jahre allein.

In dieser Zeit spürte ich ein neues Gefühl von Frieden, Unabhängigkeit und einen starke Verbundenheit mit der Natur. Und dann verliebte ich mich neu.“

Pearl bietet das volle Spektrum von Liebesliedern, Leidenschaft und erneuerter Lebensfreude bis zu besonders bewegenden Stücken wie "All The Rivers" und dem exquisiten, cello-geprägten "After All This Time".

Auch Songs über Scheidung, z.B. der treibende Lead-Track "The Wounds We Bled" zeigen Nova so energetisch wie nie zuvor. Nova zeigt sich philosophisch, gibt tiefe Einblicke und klingt nie verbittert.

"Eine Perle ist idealerweise das, was sich nach all den Jahren in einer Auster bildet, die Ansammlung von Erfahrung, geschliffen von Salzwasser und Sand."
Heathers neues Album ist in der Tat eine Perle.

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13.04.2019 selbstbetiteltes Debütalbum von Jade Bird

GFDK - Künstler Vordestellt

Jade Bird begann mit acht Jahren Klavier zu lernen, mit 12 Jahren begann sie Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Als Kind lebte Jade Bird in den USA , Südwales , Chesterfield und sage und schreibe, in Mönchengladbach auf einem deutschen Militärstützpunkt.

Mit 16 zog sie mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater zurück nach London, und mit 17 begann ihre musikalische Karriere, als sie mit Brent Cobb in den USA zu touren begann.

Die Momente sind rar, in denen man so ein Gefühl hat … und sich gleichzeitig ganz sicher ist etwas wirklich Besonderes in Händen zu halten.

Schon beim ersten Hören mag man kaum glauben, dass die bei Glasnote Records (Home of Künstlern wie Mumford & Sons, Aurora, Phoenix, Half Moon Run u.v.a.) unter Vertrag stehende Jade Bird erst 21 Jahre alt ist.

Nach Auftritten in ganz Europa und Nordamerika, nach gefeierten TV Shows in UK u.a. bei Jools Holland in der BBC,  biegt Jade Bird mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum jetzt auf die Zielgerade zu ihrem Album ein (VÖ: 19.04.19). Hoffentlich geradewegs auch in Eure Ohren.


Bislang sind bereits Shows wie ZDF aspekte und ARD Inas Nacht bestätigt. Bitte meldet Euch und helft uns, das Ausnahmetalent Jade Bird zu einem Phönix werden zu lassen.

Hier drei Singles/Videos aus dem neuen Album

I Get No Joy https://youtu.be/qqmXJZDeQbE

Love Has Been Done Before https://youtu.be/42XPnh4VGlI

Uh Huh https://youtu.be/Dx4CQa5tHaI

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12.04.2019 Die blutjunge Band aus Leipzig

GFDK - Künstler Vorgestellt

"I don't need you boy to carry my guitar amp!" 
Nach nur einem knappen Jahr ist bei baby of the bunch eine beeindruckende Entwicklung zu beobachten: soundlich tighter, inhaltlich politischer, live lauter, diversifizierter im Songwriting.

Die (immernoch) blutjunge Band aus Leipzig macht sich auf den Weg, jungen Frauen zu zeigen, dass Emanzipation nicht nur ein inhaltliches Selbsverständnis bedeutet, sondern ebenso für ein befreites Lebensgefühl der angry young women steht, die der politischen Realität des white western male eine zukunftsweisende Wirklichkeit entgegenstellen.

Bemerkenswert ist diese klare Haltung insbesondere deshalb, wenn zu bedenken ist, dass keine der Protagonistinnen ihre 20 Lenze überschritten hat.

Nach der Aufmerksamkeit, die ihnen ihr kleiner Erstlingshit „Banana Ice Cream“ Anfang 2018 einbrachte (mittlerweile über 80.000 streams bei Spotify & Co., Radiointerviews, eine Reihe beeindruckender Shows, u.a. auch als support für Blond, ABAY und ein TV Auftritt im ARD Mo:Ma, sowie eine Livesession bei RADIO FRITZ), ist diese Band auf mehreren Ebenen gewachsen: an ihrem künstlerischen Anspruch als Band.

An ihrer Attitüde auf und neben der Bühne. An ihren soundlichen Vorstellungen, wie eine female band 2019 zu klingen hat.

In diesem Sinne ist die neue EP eine klare Ansage: die Band fand in Thies Neu und den Off The Road Studios in Leipzig erfahrene Mitstreiter, die diesen gewachsenen Anspruch produktionstechnisch umzusetzen verstanden.

baby of the bunch

VÖ: 10.05.2019

R.D.S.

Rough Trade

Banana Ice Cream - https://youtu.be/w87N-kxIAHg

dRuNK oN sTagE - https://youtu.be/lsphTW9wkU4

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05.04.2019 Der neue Stern am Star-Himmel

GFDK - Künstler Vorgestellt

Sie provoziert mit ihren Outfits, ihrer Einstellung und nicht zuletzt mit ihrem unsagbaren Gesangs-Talent. Schon jetzt wird ILIRA als DIE neue Pop-Sensation 2019 gefeiert, doch hinter der hübschen Kosovo-Albanerin, die in der Schweiz aufwuchs, verbirgt sich mehr als bloßer Bubblegum-Pop und rosa Kleidchen:

Sie möchte zeigen, dass eine Frau zwar optisch dem gängigen Klischee entsprechen kann, aber sich hinter der Fassade stets mehr verstecken kann, als auf den ersten Blick zu sehen ist.

Der neue Stern am Star-Himmel

Auch deswegen klingt ihre Musik poppig, modern und ein wenig nach Britney, doch in ihren Texten bricht sich mit gängigen Geschlechterrollen und zeigt sich selbstbewusst und unabhängig.

Damit will sie auch anderen Frauen Mut machen, sich selbst zu verwirklichen anstatt sich von überholten Klischees verwirklichen zu lassen.

Die Pop-Diva geht sogar noch ein Stück weiter: In ihren Lyrics verbirgt sich auch immer ein wenig Schmerz, der gehört werden möchte.

Und sich Gehör verschaffen das kann die 25-Jährige! Schon in der Schule fiel sie auf, weil sie sich durch ihre auffälligen Outfits jeden Tag selbst ein bisschen neu erfand und spätestens als sie von Rapper Prinz Pi Instagram entdeckte und nach Berlin eingeladen wurde, auch mit ihrem Gesangstalent. 

Der Beginn ihrer Bilderbuch-Karriere: Kurz darauf wollte auch der Produzent ALLE FARBEN ein Stück vom Kuchen und das Vier-Oktaven Stimmwunder in seinem Studio sehen. So geschah es dann auch - mit „Fading“ gelang es den Beiden einen der größten Hits 2018 zu schaffen und ganz plötzlich war das Goldkehlchen ILIRA dann wirklich in aller Munde.

Jetzt ist ILIRA wieder solo unterwegs: „Do It Yourself“ ist ihre neuste Single. Damit verteidigt sie ihren Ruf als größte Entdeckung der aktuellen Pop-Musik.

Der neue Stern am Star-Himmel kreiert mit verspielten Melodien einen Disney-Vibe, der sich auch thematisch im Song wiederfindet. Lyrisch wirbelt ILIRA längst überholte Geschlechterverhältnisse mit gewohnt provokative Wortwitz auf und positioniert sich damit als neue Galionsfigur im Pop-Feminismus.

Eröffnet wird der Track mit einem rebellischen „You don’t need to get it up for me, I’m fine“, das zusammen mit dem Farbenreichtum in ILIRAs Stimme ein ganz neues Bild der Märchenwelt malt. Der Monster-Chorus klingt nach ausverkauftem Stadion und so gelingt der Hymne die Pop-Disziplin Ohrwurm.

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