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27.11.2018 Die Malerin Yvonne van Acht

Machen wir die Götter oder sind wir den Göttern ausgeliefert?

von: GFDK - Künstler Vorgestellt

Liebe Kunstfreunde, hier haben wir eine neue Künstlerin, die wir Euch vorstellen wollen. Am 24. November eröffnet der Kunstverein Ulm die neue Ausstellung „Zwischen Göttern und Menschen – Trojas Transzendenz“ der Düsseldorfer Malerin Yvonne van Acht, einen Werkzyklus, den die Künstlerin eigens für den Kunstverein Ulm geschaffen hat.

Die Einzelausstellung zeigt über 65 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle zu den Themen des Trojanischen Krieges und der griechischen Mythologie.

In den teils großformatigen, figurativen Arbeiten setzt sich die Künstlerin und Schriftstellerin insbesondere mit der Frage nach dem Schicksal auseinander und entwickelt aus der Freiheit der Zeichnung heraus einen neuen expressiven Malstil.

Dadurch erhält das Figurative in ihren Bildern eine ungebändigte, zeichnerische Kraft, die von einer dynamischen Farbgebung ausdrucksstark unterstrichen wird. Man kann ihren unverwechselbaren Stil auch als eine zeichnende Malerei bezeichnen, die durchaus erzählerische Qualitäten offenbart. Thematisiert wird dabei das Verhältnis zwischen Menschen und Göttern.

Das Gemälde „Auf Troja“, das Titelmotiv der Ausstellung, zeigt die spannungsbeladene Dualität zwischen dem übergeordneten Göttlichen und denen ihm unterworfenen Menschen, die den Launen eines trinkenden und mit Lorbeer gekörnten Zeus hilflos ausgeliefert sind.

Strahlendes Gelb trifft auf markantes Schwarzweiß, spitze Linien und rote Pfeile deuten, kompositorisch durchdacht, das fatale und besiegelte Schicksal von Hektor und Achilles an. Krieg und Tod scheinen unausweichlich, kehren in ihrer symbolischen Form der roten Blitze in „Hektor und Andromache“ zurück.

Neben achtzehn, teils großformatigen Leinwandarbeiten aus 2018 werden auch erstmalig Zeichnungen und Studien der 43-jährigen Künstlerin aus 2003 präsentiert, die sowohl inhaltlich als auch stilistisch Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Menschlichen im Verhältnis zum Göttlichen bilden.

Komplettiert wird die Werkschau von Aquarellen und 24 von Hand übermalten Buchseiten aus Homers Ilias, die Ilias Lied in 24 Gesängen behandeln.

Yvonne van Acht, die freie Malerei, Grafik und Zeichnung an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen bei Stephan Schneider und Thomas Ruch von 2003 bis 2006 studiert hat und als ihre Meisterschülerin gilt, machte bereits mit mehreren Einzelausstellungen u.a. in der Kunsthalle Osnabrück in der Dominikanerkirche und im Osthaus Museum Hagen auf sich aufmerksam.

Darüber hinaus hat sie die Künstlerausgabe des „Brockhaus in einem Band“ 2011 gestaltet und war Finalistin des Gesellschafter Art Awards 2006. Die Düsseldorfer Malerin wird von der Galerie Geuer & Geuer vertreten, die auch Julian Schnabel 2017 nach Ulm gebracht hat.

Die Vernissage – ebenfalls im Beisein der Künstlerin und ihres Galeristen – ist am Samstag, dem 24. November 2018, um 17 Uhr. Begrüßung: Dr. Dippel, Vorstand Kunstverein Ulm. Die Ausstellung läuft bis zum 6. Januar 2019.

 

 

 

 

 

 

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