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Präsentation von Künstlern und ihren Werken

20.03.2012 Paradies & Wirklichkeit

GFDK/ Angelika Blaeser - 5 Bilder

Seine Bilder beziehen ihre Anziehungskraft aus der Spannung von formaler Kontrolle und Zufälligem oder scheinbar Unvollendetem, zwischen plastischer Figuration und abstrakten Partien. Der malerische Reichtum der Bilder, die sich durch eine hoch differenzierte Bildoberfläche auszeichnen, erreicht Alex Bär mit einer ausgefeilten Maltechnik, bei der Ölmalerei und Eitempera kombiniert werden.

Märchenhafte, unberührte Landschaften stehen neben bedrohlichen, beunruhigenden Bildsequenzen. Massige, erdverbundene Figuren mit breiten Fesseln und klobigen Gliedmaßen dominieren mit ihrer prallen Räumlichkeit die Szenerien. Eingebettet in nahezu abstrakte Arrangements aus reizvollen Form- und Farbakkorden bilden die oft akzentuiert eingesetzten realistischen Details sinngebende Fixpunkte für den Betrachter.

Das komplexe Verhältnis von Mann und Frau ist immer wieder Gegenstand seiner Bilder. Kontraste werden bewusst ausgespielt, helles Fleisch gegen dunkles gesetzt. Volumen und Fläche werden in ein ausgewogenes Gleichgewicht zum abstrakten Spiel der Formen gebracht, ein Balanceakt, der dem komplizierten Ausgleich von Nähe und Distanz Ausdruck verleiht.

1967 in Zürich geboren. Kurz nach Beginn des Studiums der freien Malerei in Basel wechselte der Bär 1997 an die Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig. Hier fand er bei Arno Rink und später an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, den idealen Nährboden für seine künstlerische Entwicklung.

 

 

Ausstellung in Düsseldorf: Alex Bär - Paradies & Wirklichkeit vom 24.03. bis 31.05.2012

Bilduntertitel:

Alex Bär, Indische Miniatur, 2004, Mischtechnik auf Leinwand, 190 x 240 cm, ©Galerie Blaeser

Alex Bär, Der Weltenlauf, 2011, Mischtechnik auf Leinwand, 220 x 340 cm, ©Galerie Blaeser

Alex Bär: Im Garten 2010 110x150 ©Galerie Blaeser

Alex Bär: Im Schlachthof 2010 80x75©Galerie Blaeser

 

Kontakt:

 

Galerie Angelika Blaeser

modern & contemporary art

Bastionstr. 10

40213 Düsseldorf

 

+49 (0)211 877 44 582

+49 (0)172 977 44 00

 

www.galerie-angelika-blaeser.de

 

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27.02.2012 sucht das Besondere im Alltäglichen

GFDJ/Galerie Hilaneh von Kories - 7 Bilder

Seit fast zwanzig Jahren arbeitet der Fotograf an seinem Projekt BELGICUM und präsentiert jetzt in Hamburg eine Auswahl aus dieser einzigartigen Hommage an sein Heimatland. Wie kaum ein anderer hat er das Land bei seinen unzähligen Reisen in die Provinz kennengelernt. Er sucht das Besondere im Alltäglichen und dabei ist er in fast jedem Winkel des kleinen Landes fündig geworden. Seine Porträts, Situationen und Landschaften hat er zu einem vielteiligen, aber unverwechselbaren Kaleidoskop zusammengefügt. Rund 40 Motive auf Hahnemühle Photo Rag hat die Galerie jetzt für die Ausstellung ausgewählt.

Diese Fotografien sind anrührende Begegnungen; Vanfleteren ist immer dicht bei seinen Zeitgenossen. Er zeigt in den Porträts nicht austauschbare Masken seiner Mitmenschen, sondern Charakterköpfe. Und Belgien scheint einen besonders großen Fundus an Originalen, rauen Typen oder eigenwilligen Sonderlingen aufzuweisen.

Der Fotograf nimmt den Betrachter mit auf eine Entdeckungsreise. Die Landschaft ist grau, die Zeit scheint auf vielen Bildern stehen geblieben zu sein. Seine Arbeiten wirken zeitlos, oft melancholisch und seltsam entrückt. Nicht die Hauptstadt Brüssel und ihre weltstädtische Pracht sind sein Thema, sondern die kleinen Welten der einfachen Leute auf dem Land. Sie interessieren ihn in ihrer zeitlosen Beharrlichkeit. Damit entfernt er sich von dem herkömmlichen, touristisch geprägten Klischee des Landes. Keine bunten Bilder von Sehenswürdigkeiten oder Folklore in Flandern und Wallonien werden im Projekt BELGICUM vorgeführt, sondern sehr besondere Momentaufnahmen, die weit mehr über die Identität des Landes aussagen, als jeder bunte Prospekt.

Mit „Emotionen und Patriotismus“ schlendert der Fotograf seit vielen Jahren durch sein Belgien, erst als Auftragsfotograf einer Tageszeitung, später mehr und mehr in seinem eigenen Tempo. Für Vanfleteren ist das Projekt „eine Reise durch ein vernarbtes Land, das in der Suche nach einer unauffindbaren Identität gefangen ist, aber mit der melancholischen Seele einer 177 Jahre alten Nation“ ausgestattet ist.

Fragt man den Fotografen nach Gründen für seine spezielle Sicht auf sein Land, so erinnert er gern an sein persönliches kleines Trauma, das er als Junge erlebt hat, als sich die Küste an der er aufgewachsen ist, der vertraute Lebensraum der Fischer, in eine Betonwüste verwandelte: „Das neurotische Getue, rasche Fortschritte und drastische Veränderungen machen mich traurig.“ Daher mag der verlangsamte Blick Vanfleterens auf das Land und seine Bewohner rühren. Mit fotografischen Mitteln stemmt er sich gegen eine fortschrittsgläubige Gesichtslosigkeit und rückt das Einzigartige, Skurrile in den Blickpunkt. Auch und gerade mit dem Wissen, dass es verschwinden wird.

 

Stephan Vanfleteren (Jahrgang 1969) gehört zu den renommiertesten Fotografen Belgiens. Nach seinem Fotografie-Diplom an der Kunsthochschule Sint-Lukas in Brüssel begann 1993 seine Karriere als freiberuflicher Fotograf. In seiner oft radikalen schwarzweißen Bildsprache arbeitet er sowohl für belgische, als auch internationale Zeitungen und Magazine (u.a. The New York Times, Le Monde, Paris Match, Die Zeit). Sein Blick richtet sich weit über Belgiens Grenzen hinaus um faszinierende Menschen und Landschaften zu fotografieren. Seine typische Schwarzweiß- Fotografie, meist in der Mischung aus Melancholie und Nostalgie, ist zu seinem Markenzeichen geworden, sie zeigt sich auch in Serien aus der ganzen Welt, ob nun in Kolumbien, den USA, Äthiopien, dem Kosovo, Afghanistan. Sein scharfes Auge für die Besonderheiten des Alltags sorgte für etliche Ehrungen und Auszeichnungen (unter anderem World Press Photo Awards, Henri Nannen Preis 2011). Vanfleterens Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert und in vielen Büchern veröffentlicht: neben „BELGICUM“ unter anderem „Flandrien“, „Tales of a Globalizing World“, „Portret 1989-2009“ oder „Elvis & Presley“.

25. November 2011 bis 01. März 2012

 

Galerie Hilaneh von Kories
Stresemannstraße 384a (im Hof)
22761 Hamburg
Tel: +49 (40) 423 20 10
mail@remove-this.galeriehilanehvonkories.de
www.galeriehilanehvonkories.de

 

Bildlegende:

1) Pontje, fisherman, Nieuport, 2004
Epson Print printed on Hahnemühle Photo Rag ®
47,5 x 60 cm / Stephan Vanfleteren

 

2-5) Stephan Vanfleteren

 

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20.01.2012 umgang mit Angst, Ohnmacht, Schönheit, Verführung

GFDK/ Tinatin Ghughunishvili-Brück - 6 Bilder

Der Konzeption der Foto-Serie "Julia" liegt der Glaube als identitätsstiftendes und manipulatives Instrument der Gesellschaft zugrunde. Die Bilder thematisieren diverse Prozesse der Identitätsfindung und des Identitätsverlustes. Sie zeigen den Versuch eine Membran zwischen der Wirklichkeit und dem Ich zu schaffen,  sind ambivalente Projektionsfläche. 

Das in unserer Gegenwart so vertraute Unvermögen, mit Emotionen umzugehen und der ständige Versuch, der sich rasant verändernden Wirklichkeit gegenüber mit unserem Dasein anzupassen, werden in den Bildern inszeniert: Angst, Ohnmacht, Verzweiflung, Spiel, Schönheit, Verführung, Ablehnung, Verschlossenheit und Transformation. Sie bilden die brüchigen Überlebensstrategien im Umgang mit der Gegenwart. Zugleich sind unsere Reaktionen, ohne dass wir uns dessen bewusst wären, oft nur antrainierte, von Außen vorgegebene Verhaltensmuster, welche wir in immer extremerer und intimerer Form von den visuellen Medien vorgelebt bekommen. Wir legen so ein Stück weit die Eigen-Verantwortung ab und werden zu Fremden, zum Eigentum von Ideen, zu einem Element des kollektiven Wahnsinns als Produkte fremder Fantasien und Begierden, und glauben es seien unsere eigenen... 

Diese Anpassungsstrategien und Rollenbilder sollen in der Serie "Julia" hinterfragt und vorgeführt werden. Zugleich ist der Titel "Julia" ein Name der schon mit sehr viel Symbolcharakter, und Assoziationen beladen ist, und die Idee der Weiblichkeit, der romantischen Liebe, der Hingabe und des Todes verkörpert. So kann auch der performative Prozess in der Fotoserie als eine Art Verpuppung, Häutung, Tarnung, Erschaffung oder Selbstvernichtung gedeutet werden.

Zu den Fotoarbeiten von BiANCA PATRiCiA

Text von Tinatin Ghughunishvili-Brück, Kunsthistorikerin M.A.

 

Als eines der wichtigsten Medien der zeitgenössischen Kunst ist die Fotografie in erster Linie die Kunst des Sehens. Ihre kreative Leistung ist die Selektion, gar eine subjektive Wertung der denkbaren, gegebenen oder zu inszenierenden Motive. Alle formalen und inhaltlichen Resultate einer Fotoarbeit sind die Ergebnisse mehrerer Entscheidungen, die der Künstler vor der Aufnahme eines Bildes trifft. Gewiss ist bereits die Wahl des Mediums eine Entscheidung, die zu Realisierung bestimmter Vorstellungen oder Konzepte getroffen wird. Im Falle von BiANCA PATRiCiA kann man von Multimedialität sprechen. Die Künstlerin bedient sich vieler Disziplinen der Bildenden Kunst wie Fotografie, Malerei und Installation gleichermaßen gekonnt. Nichts desto trotz liegt der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Annäherung an die Welt in ihrem Blick durch ein Kameraobjektiv. 

 

Ihre Berufung, ihre künstlerische Reife und ihr unerschöpflicher Wissensdrang gaben BiANCA PATRiCiA die Möglichkeit bei den bedeutenden Künstlern wie dem Fotografen Gerhard Vormwald an der Hochschule in Düsseldorf, Jürgen Klauke an der Kunsthochschule für Medien in Köln, bei Yoshiaki Watanabe an der Tokyo National University of Fine Arts and Music und aktuell bei Karin Kneffel an der Akademie der Bildenden Künste München zu studieren. Über diesen überaus spannenden Weg definierte BiANCA PATRiCiA ihre heutige Bildsprache. 

BiANCA PATRiCiAS Fotoarbeiten sind vor allem die Ausführungen ihres eigenen Begriffs vom Bild. Dahinter stehen eine konzeptionelle Grundhaltung und eine makellos durchdachte Inszenierung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Themen. Auf das kompositorische Gleichgewicht, die Konsequenz der Farbtöne und die Oberflächenstruktur wird stets genauestens geachtet. Die Substanz - als Folge einer Filtration der Bildelemente - wird von der Künstlerin in eine markante Mixtur aus Farbe und Licht getaucht. 

 

In vielerlei Hinsicht steht die Bildsprache von BiANCA PATRiCiA in der Tradition der „Subjektiven Fotografie“, die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt fand. Formale Anlehnungen finden sich unter anderem an die Düsseldorfer Fotoklasse von Bernd und Hilla Becher. Man denke an die sterile Erhabenheit und Melancholie in den Arbeiten von Candida Höfer oder an die „sublime Strukturen“ in den Stillleben eines Boris Becker. Auch der Mittel der (selbst)inszenierten Fotografie und ihrer Wegbereiter, wie Cindy Sherman, Boyd Webb, Teun Hocks und zu guter Letzt Jürgen Klauke bedient sich BiANCA PATRiCiA eigenständig und selbstbewusst, wobei es ihr weniger um Selbstinszenierung als Aussage, sondern vielmehr um eine Reflexion- zwischen Formwandel und Formrezeption, zwischen Selbsterfahrung und Selbstwahrnehmung und in gewisser Weise auch zwischen Emotionalität und Wirkungskraft- geht. 

Mittels einer spezifischen Erzählstruktur der „photographie mise-en-scène“, einer sachliche Distanz zum Bildgegenstand und einer ordentlichen Prise Provokation werden die sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Konstrukte thematisiert, die die Künstlerin faszinieren oder befremden. Einen Beweis für den bedachten Umgang mit diffizilen Themen, den Mut zur ironischen Aufbereitung gewisser Tabuthemen und ständiger Auseinandersetzung mit ihrer künstlerischen Identität liefert Bianca Patricia beispielsweise in den Serien „Nur Ich“- eine Serie zum Thema Suizid, in dem die Künstlerin ein nüchternes Fotoprotokoll des Entschwindens der unbezweifelbarer Existenzen im „Status ihrer Vergangen-Seins“ zeigt und somit die Brutalität der Vergänglichkeit figuriert, oder „Natura Morte – Sehnsucht“, in der BiANCA PATRiCiA die Erzeugnisse der Sexspielzeugindustrie in Stillleben transformiert, die eine nahezu sakrale Unnahbarkeit und Neutralität  der  rituellen Gegenstände ausstrahlen. Themen wie normierte Identität, Sexualität, Rollenbilder der Geschlechter, Selbstzerstörung, Tradition und Spiritualität werden von BiANCA PATRiCiA in aufwendigen Arbeitsprozessen zu Serien aufgebaut. Der Werkrhythmus, das Wiederholungsschema, die Austauschbarkeit der Bildgegenstände und ihre kühle Eindringlichkeit reizen den Diskurs mit der Rezeptionshaltung des Betrachters aus. 

Das wesentliche Merkmal und das wichtigste künstlerische Potential von BiANCA PATRiCiA stellt jedoch ihre Fähigkeit der wirksamen Verbindung des Leitgedanken als Konzept mit der Bildästhetik dar, welche die Synthese des Gedankenbildes mit dem Schaubild zulässt und jeder dieser Komponenten ihre genaue Definition und Funktion zugesteht. 

 

(Quellen: Ohlsen Nils, Zwischen Schönheit und Sachlichkeit. Kunsthalle in Emden 26. Januar - 14. April 2002. Hrsg. von Achim Sommer, S. 11. 

Hölscher, Stefan: Die Unerzählbarkeit des Todes in Gerhard Richters Gemäldezyklus 18. Oktober, in: Bildmagie und Brunnensturz: visuelle Kommunikation von der klassischen Antike bis zur aktuellen medialen Kriegsberichterstattung / Elisabeth Walde (Hg.).Innsbruck [u.a.]: Studienverlag, 2009, S.96)

BiANCA•PATRiCiA

mobil:01777555771

tel:089-17876375

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Galeriekontakt:

Galerie Stephan Stumpf

Schweigerstrasse 8
81541 München

Donnerstag - Samstag
14.30 - 19.30 Uhr

 


fon+49 (0) 89 21 96 90 88
fax+49 (0) 89 21 96 90 87
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02.12.2011 abstrakte Farbstrukturen und fassbare Gegenstände

Meret Arnold - 8 Bilder

Langsam sucht das Auge seinen Weg durch die Gemälde von Stefan Guggisberg, tastet sich den benennbaren Gegenständen entlang: da ein Sessel, eine Wand, dort eine Öffnung in ein anderes Zimmer, am Boden lose amorphe Gebilde, die nur zum Teil erkennbare Gegenstände ausformen. Die Gemälde sind durchdrungen von Bewegungen, die Innenräume in Rauch
aufgehen, Formen zerfliessen, in ihre einzelnen Farbpartikel „verdampfen“ lassen. Oder sind, anders herum gedacht, die Räume gerade im Begriff, sich aus dem Farbteppich herauszulösen?


Im Oszillieren zwischen abstrakten Farbstrukturen und fassbaren Gegenständen und Räumlichkeiten zeigt sich das zentrale Thema von Guggisbergs Malerei: Es ist dies nicht die Wiedergabe von Realitäten, sondern der künstlerische Prozess der Bildfindung selbst.


In seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig hat Guggisberg zu einer eigenständigen Methode gefunden, die ihm erlaubt, intuitiv und ohne festes Ziel vorzugehen und das Bild sozusagen malend zu „finden“. Für seine farbigen Gemälde hat er dazu ein aufwändiges  Grundierungsverfahren entwickelt. Mit dem Pinsel stupft er fein und in
unterschiedliche Richtungen Ölfarbe auf die ganze Fläche des Papiers und wiederholt diesen Vorgang mit unterschiedlichen Farbtönen, bis ein flimmernder Raster entsteht. Guggisberg nennt diese Struktur ein Möglichkeitsfeld, aus dem im Prinzip jedes Bild hervorgehen könnte. Mit den Eingriffen des Künstlers in den Raster verbinden sich die Farben neu, und entwickeln sich die Bilder. Seine Interventionen sind jedoch nicht willkürlich. Er lässt sich von der atmosphärischen Grundstimmung der Struktur leiten, die von den Helligkeitswerten, ihrer Dichte und der Saugstärke des verwendeten Papiers erzeugt wird. Abwechselnd mit Radiergummi und Pinsel verändert er dieses Gefüge bis das Bild langsam Gestalt annimmt. Er scheint den suchenden Gestus dem „imperativen“ grundsätzlich vorzuziehen.

 

Auch in seinen Schwarz-Weiss-Bildern malt er das weisse Papier erst schwarz zu und differenziert dann Räume und Gegenstände in einem stetigen Prozess von Ab- und Auftragen aus. Zu einem grossen Teil sind es Innenräume, die sich in der Struktur ausformen, so als sei der Malprozess davon bestimmt, in dem „Farbrauschen“ (Guggisberg) irgendwo Halt zu finden.


Guggisberg leuchtet die Räume aber nie ganz aus und belässt sie gerne im Diffusen. Der Farbraster legt sich dann wie ein Nebel über das Gemälde, verhüllt die Sicht auf die Dinge oder verschluckt sie ganz. Dabei gewinnen die Bilder eine erstaunlich akustische Dimension. Sie sind sehr still, als würde der Farbnebel die Geräusche dämpfen. Unterstützt wird diese Wirkung durch die Stofflichkeit der Gemälde. Textilien sind als Kleider, Decken und Tücher in vielen Gemälden bildhaft präsent; an anderen Stellen erscheint die Farbstruktur als weiche
Tapete oder flauschiger Teppich, die Wände und Böden polstern.


Die Stille macht bewusst, wie menschenleer und isoliert diese Räume sind. Fenster, die eine Verbindung zu einer Aussenwelt herstellen könnten, gibt es fast keine. Sogar der Fernsehbildschirm in einem Bild empfängt keinen Kanal und flimmert nur weiss. Zwar sind überall Spuren menschlicher Präsenz zu entdecken: Objekte, vielleicht Kleider, sind über den Boden verteilt, ein Tisch und ein Sessel – Möbel, die zum Wohnen gebraucht werden, ein Stuhl, der umgekippt auf dem Boden liegt. Die Räume sind intim, privat, doch ist der
Mensch darin nur in seiner Abwesenheit präsent. Es ist nicht sicher, ob es sich um behagliche Rückzugsorte handelt, wie das Wort Insel in einem der Bildtitel suggerieren mag, oder ob nicht die Gefahr der Isolation innerhalb der vier Wände lauert. Ist der Rucksack, der bei erwähntem Bild prominent neben dem Bett auf dem Boden steht, wirklich für die Abreise gepackt? Werden die Mäntel, die in einem anderen Bild wie ausgestellt an den Wänden hängen, jemals
angezogen?


Guggisbergs Räume beschreiben, in den eher nächtlichen Szenerien wie auch in den helleren von Licht durchfluteten Gemälden, existentielle Stimmungsbilder. Die Welt ist darin nicht greifbar, bleibt im Diffusen und in steter Veränderung begriffen. Die Konstante der Gemälde bildet der Farbraster, in dem die Potentialität neuer Bilder pulsiert und der den Bildern Energie und Lebendigkeit verleiht.

 

Dieser Text erschien zur Ausstellung »Resonanz« bei sic! Raum für Kunst, Luzern 2010.

 

 

*1980 Thun / Schweiz, lebt und arbeitet in leipzig / Germany


2010 MeisterschÜler, Prof. Neo Rauch - hochschule fÜr graphik und buchkunst,

leipzig

2009 Diplom mit Auszeichnung

2004 Ausgezeichnet mit dem Rotary-KulturfÖrderpreis und dem Kulturförderpreis der Stadt Thun

2004-09 Studium an der Hochschule fÜr Grafik und Buchkunst Leipzig           Klasse Malerei, Prof. Neo Rauch, Klasse Fotografie, Prof. Christopher Muller / Prof. Timm Rautert

1999-03 Grafikfachklasse an der Schule fÜr Gestaltung Biel

 

Dauer der Ausstellung
19 November 2011 – 28 Januar 2012

Öffnungszeiten der Galerie
Di – Fr 11 – 18 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr, u.n.V.

Parrotta Contemporary Art
Augustenstr. 87-89
D-70197 Stuttgart
T +49.711.69947910
F +49.711.69947920
mail@remove-this.parrotta.de
www.parrotta.de

 

Fotos:

1 + 4) Stefan Guggisberg Installation view Kunstmuseum Thun, 2010

2-3, 5-7 (c) Stefan Guggisberg

8) Stefan Guggisberg (c) Stefan Guggisberg

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28.10.2011 er gilt bereits als shootingstar

GFDK/ Mag.a Nina Kirsch

Markus Schinwald ist einer der international meist beachteten Künstler seiner Generation.
2011 – beinahe zeitgleich mit der großen Personale im LENTOS Kunstmuseum – bespielt er den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig.
Der Absolvent der Linzer Kunstuniversität fasziniert mit einem hoch eigenständigen Werk, das sich souverän aller künstlerischen Medien und Formate der Gegenwart bedient.


Skulptur und Rauminszenierung, Film, Fotografie, Malerei und Reproduktionstechniken werden eingesetzt, um dem künstlerischen Rahmeninteresse vielfältig nachzuspüren: dem menschlichen Körper als kulturellem Konstrukt zwischen Selbstdarstellung und Disziplinierung, Konvention, Korrektur, neurotischen Ticks und unvermuteter Grazie.
Deformationen der Psyche finden befremdliche physische Entsprechungen. Einflüsse aus Kunstgeschichte und Konsumkultur, aus kritischer Theorie, Filmgeschichte und TVGegenwart, Choreografie, Bühnenbild und der Welt des Varietés werden deutlich: sinnlich, witzig, intelligent, unverwechselbar.


Ausstellungen von Markus Schinwald sind hochkomplexe Anordnungen, deren Spannung aus einem irritierenden Widerspruch von emotional und ästhetisch aufgeladener Attraktion und widerspenstiger Verweigerung eines eindimensionalen Bedeutungsangebots entsteht. Leblose Objekte werden animiert, Puppen führen ein Eigenleben, Räume warten mit unerwarteten Entdeckungen auf. Kinetische Objekte dynamisieren statische Installationen, zuweilen sind performative Auftritte Teil des Gesamtkonzepts.


Schinwalds Kunst agiert im Zentrum des Zeitgefühls, und sie erzählt vom Spannungsfeld der Lebensführung: zwischen Zwang und Spiel, Unterwerfung und Befreiung, Scheitern und Eleganz.


Markus Schinwald, geb. 1973 in Salzburg, lebt in Wien und New York.


Der Katalog erscheint in Kooperation mit dem Kunstverein Hannover:
Markus Schinwald. Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2011, mit Texten von Roland Meyer, Ute Stuffer, Wolfgang Ullrich sowie einem Vorwort von Stella Rollig und René Zechlin, in deutscher und englischer Sprache (Museumsausgabe € 25,-).

 

Ausstellung in Linz:

MARKUS SCHINWALD
28. Oktober 2011 bis 12. Februar 2011
Eröffnung: Donnerstag, 27. Oktober 2011, 19 Uhr


Kuratorin: Stella Rollig

 

LENTOS Kunstmuseum Linz
Ernst-Koref-Promenade 1
4020 Linz

Tel.: +43 732 7070 3600 bzw. 3614
Fax: +43 732 7070 3604
info@remove-this.lentos.at

 

Presse und Öffentlichkeitsarbeit:
Mag.a Nina Kirsch, nina.kirsch@lentos.at oder +43(0)732/7070-3603

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16.10.2011 mystische Skulpturen - noch bis 23.10. zu bestaunen

GFDK/ Manfred Kielnhofer - 3 Bilder

Das FESTIVAL OF LIGHTS ist eines der größten Illuminationsfestivals der Welt. Jedes Jahr im Oktober werden 12 Tage lang die weltweit bekannten Wahrzeichen, Kulturdenkmäler, Gebäude, Straßen und Plätze Berlins spektakulär in Szene gesetzt.

Nationale und internationale Künstler und Lichtdesigner präsentieren außergewöhnliche Illuminationen, Lichtobjekte und Gestaltungen. Begleitet wird das Festival von Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht. Das Festival ist ein eintrittsfreies, künstlerisch hochwertiges Event für ein Millionenpublikum, das weltweite Medienbeteiligung schafft und Millionen Menschen begeistert. 

Die Wächter der Zeit, mystische Skulpturen, die seit vielen Jahren durch Museen und Ausstellungen auf der Welt unterwegs sind, besuchen im Rahmen des diesjährigen Festival of Lights die Metropole Berlin. 5 leuchtende Skulpturen des Lichtkünstlers Manfred Kielnhofer begeben sich auf eine 12-Nächte-Tournee durch die Hauptstadt.

Jeden Abend werden “5 Wächter der Zeit” an einem anderen prominenten Ort in Berlin Station machen. Diese werden vom Künstler selbst und einigen Fotografen begleitet, die diese “Welttournee” dokumentieren. Die Tourdaten finden Sie hier.


Manfred Kielnhofer wurde 1967 geboren und arbeitet als Maler, Bildhauer und Fotograf. Der gebürtige Österreicher ist zudem seit 2000 als freischaffender Künstler tätig. Unter seiner Leitung haben 1500 junge Menschen das weltweit größte Kindergemälde angefertigt.

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22.09.2011 reflektiert mit Ironie die Welt des Glitter und Glamour

Angelika Blaeser/GFDK

Gleichermaßen stolz und selbstbewusst, aber von ganz anderem Temperament sind die Frauenskulpturen von Karin van de Walle, geb. 1964 in Epe/ Niederlande, Tochter niederländisch-indonesischer Eltern.  Ihre Kunst ist in mehrfacher Weise „grenzüberschreitend“. Ihre multikulturelle Herkunft beeinflusst Ihr Schaffen genauso wie das Internet und die Pop-Kultur. Auf raffinierte Weise kombiniert sie diese Eindrücke mit Elementen der Kunstgeschichte und der Mythologie. Sie liebt die Übertreibung der Form, das plakative, dekorative Element und die weibliche Körperlichkeit, verbindet alles mit einer Portion Humor, geht bis an die Grenze des Kitsches. Die provozierend erotischen  Traumkörper reflektieren mit Ironie die Welt des Glitter und Glamour, die uns täglich aus der Werbung und den Medien entgegentritt. Ihre perfekt konstruierten, ästhetischen Skulpturen aus Keramik und Bronze, sind hedonistische Archetypen, die uns den Spiegel unserer Zeit vorhalten.

 


Drs. Renée Korbee-van der Mark, Kunsthistorikerin
Galeristin der Galerie Mooi in Noordwijk, die Niederlandeschreibt über die Künstlerin:

Seit den letzten 15 Jahren, in Anlehnung an die Malerei, ist eine klare Tendenz zur Rückkehr des figurativen Gestaltens festzustellen. Wiedererkennbare Formen und die menschliche Figur werden in Erwiderung auf dem konzeptuellen Prinzip der 60. Jahren, intensiv erforscht.

Die plastische Kunst ist heutzutage farbenfroh und vielseitig.
Die Gestaltung des Körpers ist ein wichtiges Thema für Künstler im Zeitalter der unbegrenzten Möglichkeiten. Der Bilderfluß im Fernsehen , mit 24 Stunden am Tag singenden „Tankbabes“ ,
meterhohen „Billboards“ mit perfekten Frauenpo´s und überall retouchierte Werbemodells prägen, ob wir dass wollen oder nicht, Tag ein, Tag aus unser Blickfeld.  Mit Hilfe der plastischen Chirurgie und genetischen Manipulation, ist eine gesellschaftliche Situation entstanden, wo Jung und Perfekt sein, eine Bedingung geworden ist.

An diesen Zeitgeist knüpft die Künstlerin Karin van de Walle auf humoristische Weise an.  Sie schafft sinnliche Frauen mit „Traumkörper“ und lässt sich dabei
ausgiebig inspirieren durch Gestalten aus der Mythologie und der Geschichte. Elemente  aus der populairen Kultur, kombiniert sie auf raffinierte Weise mit Elementen aus der Kunstgeschichte. So stellt Sie die Göttin Artemis als herausfordernde Media-Ikone dar und  auch Mihrimah, eine türkische Prinzessin aus den 16. Jahrhundert, hat ein gewagtes Kleid an, das von einem Modedesigner hätte stammen können. In dieses Kleid verabeitet die Künstlerin Motive aus den Fenstern der Moschee des damaligen Sultans.

Karin van de Walle ist keine Zynikerin. Erkennbar in ihren Skulpturen ist der Wahlspruch  Jeff Koons´ „To Beauty In All Things“ . Sie betrachtet aber mittels ihrer Frauenfiguren, mit Ironie, die Welt des Glitter und Glamour, die uns täglich aus der Werbung und der Welt des Amusements überwältigt. Ihre perfekt konstruierten und auch esthetischen Skulpturen aus Keramik und Bronze, sind hedonistische Archetypen, die uns einen Spiegel der Zeit, worin wir leben, vorhalten.

The best is yet to come, das Titel gebende Bild der Ausstellung, ist Teil einer Serie von Arbeiten, die Frauen mittleren Alters zeigen, im Wasser stehend, rauchend, plaudernd, sich schminkend, die einfarbigen oder ornamental gemusterten Turbane kunstvoll um den Kopf gewunden. Die Frauen sind mit sich beschäftigt, schauen den Betrachter nicht an, feiern sich selbst, stolz und in sich ruhend.

Biografie: Karin van de Walle

28.09.1964: geboren in Epe NL

1984-1989: Studium an der Kunstakademie „Sint Joost“  in Breda NL, Fachrichtung: skulpturale Keramik

1991: „visuelle Kunst” an der Universität in Breda NL

AUSSTELLUNGEN

1989 Galerie W 125, Tilburg NL

1990 De Gang/de Tuin, Beuningen NL

1995 Galerie Wieder, Wangen D

       „Bahnhof Fischbach”, Friedrichshafen D

1996 Rijbroeck Art Agency, World Trade Center Amsterdam 1996NL

1997 art and... Galerie Kuhn, Erlangen D

        Galerie Lebens Art München D

1998 art and… Galerie Kuhn Erlangen D

1999 Rijbroeck Art Agency, World Trade Center Amsterdam 

2000 Galerie Delfi Form Zwolle NL

        art and… Galerie Kuhn Erlangen D

2001 Galerie Delfi Form Zwolle

        Galerie Hoopman Amsterdam

        de Beeldenwinkel Amsterdam

         Domus St. Gallen CH 2002

         Art Aqua „Passagen“ Köln

2002 Galerie Delfi Form NL

         Art Aqua Bietigheim

         art aqua“Passagen“ Köln

2003 „Kunst im Schloß Ammersoyen“ NL

          art aqua“Passagen“ Köln

2004 Galerie Tracé Maastricht NL 

          Galerie Delfi Form Zwolle NL

2005 Skulpturen am Meer:

          „ Bezielde ontmoeting“/“beseelte Begegnung“

         Ausstellung an der

         Wilhelminaboulevard Galerie Mooi Noordwijk NL

2006 Houses of Art Marbella Spanien

         Galerie Delfi Form Zwolle NL

         “Female Intuition”, Galerie Mooi Noordwijk NL

2007 Galerie Tracé 

         Galerie Delfi Form

         Houses of Art Marbella ES

         Galerie Steiner Bad Rappenau

         Art Angels, World Trade Center Amsterdam NL

         galerie ARTWORK Speyer

2008 Galerie Mooi Noordwijk NL

         „Traumfrauen“

         Galerie Houses of Arts Marbella ES

         “Photo Or Not Photo”

         Kunsthaus Klüber Weinheim

         Begegnungen mit der Farbe „Schwarz-Weiß“

         Gruppenausstellung mit u.a. Peter Hermann

         Art Angels WTC Amsterdam NL

         Galerie Delfi Form Zwolle NL  

         Galerie van Loon & Simons Vught NL  

 2009  Galerie Tracé Maastricht NL

         Galerie Vivendi Paris F

         Biennale Vught NL

         Beeldenboulevard Noordwijk aan Zee NL

2010  Mon Art Galerie Curacao

         Galerie Rouge Bordeaux Frankreich

         Karin van de Walle "Chemins de Sculptures"

         Liliane Beeldenparade s´Hertogenbosch NL

      

SAMMLUNGEN UND AUFTRÄGE

1989  "Een tafel voor Kees Mol"

         Lokaal 01 Breda NL

1995  Wasserobjekt in Zusammenarbeit mit Peter Hoffmann  für

        Körner Design Wangen

1998  Adko Raamsdonksveer 4 Skulpturen

1999  Sitzobjekt in Zusammenarbeit mit Peter Hoffmann

        Schmuck Design Gabriel” München 1999

        RLE International Skulptur Köln 

        Kiesel Bauchemie Esslingen Skulptur

2000  Firma Heimerdinger a fontien Freiberg am Neckar

2001  Firma ADKO Raamdonksveer  Wasserbrunnen

        Firma Troller Zürich Skulptur Schweiz

2002 Firma Domus St. Gallen  Skulptur Schweiz

        Firma  Bentfield Hillegom  Wasserbronnen

        art aquaKöln, Bietigheim Wasserbrunnen

2003 Cateringservice Kaiserschote Köln Wasserbrunnen

        Firma Gumei  Wassrerbrunnen  Zürich Schweiz

2004 Sportpark Hotel Halle  Wasserbrunnen

        Eichhorn Verlag Frankfurt am Main Skulptur

2005 art aqua Berlin  skulptur

2006 Daelmans Imobilien   Maastricht Skulptur NL

        Sotheby´s International Realty  Marbella ES Skulptur

2007 "Westhoek Wohnen" Mijdrecht Skulptur NL       

       

KUNSTMESSEN

1997   Holland Art Fair Den Haag

         14. Wohnen Objekt und Design München

1998   Holland Art Fair Den Haag

          Blickfang Design Messe Stuttgart

1999   Holland Art Fair Den Haag 

         Blickfang Design Messe Stuttgart

2000   Forum Künstlerinnen Karlsruhe

         Art Twente 1 

         Blickfang Design Messe Zürich Stuttgart Hamburg

2001   Art Twente 2 2002   NL

         Art Twente 3 2004 NL

         Art Twente 5 Zwolle NL

2005   Holland Art Fair Den Haag NL

2006   Holland Art Fair Den Haag NL

         Prima Vera Kunstsalon Rotterdam NL

2007   Prima Vera Kunstsalon Rotterdam NL

         Art Laren NL

2008   Prima Vera Kunstsalon  Rotterdam  NL

2009   Prima Vera Kunstsalon Rotterdam NL

         Art s´Hertogenbosch NL

         Open Art Fair Utrecht NL

2010   Prima Vera Kunstsalon Rotterdam NL

         Art s´Hertogenbosch NL

        

 

 

 

Karin van de Walle
Tel/Fax: 02451-911788
Mobile: 0171-7879439
karinvandewalle@remove-this.t-online.de

 

Zu sehen ist Karin van de Walle in einer Doppelausstellung mit der Malerin Nina Nolte vom 10. September – 29. Oktober 2011 in Düsseldorf:

Galeriekontakt:

Galerie Angelika Blaeser

modern & contemporary art

Bastionstr. 10

40213 Düsseldorf

 

+49 (0)211 877 44 582

+49 (0)172 977 44 00

 

www.galerie-angelika-blaeser.de

info@remove-this.galerie-angelika-blaeser.de

 

Öffnungszeiten: Di. – Fr. 11 – 18 Uhr, Sa. 11 – 15 Uhr, sowie nach Vereinbarung

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22.08.2011 Zeitlos, in einer digitalen Struktur gefangen

SCHMALFUSS BERLIN/GFDK - 7 Bilder

Die Künstlerin ULRIKE BOLENZ hat weltweite Anerkennung für ihr einzigartiges
Schaffen gewonnen:


Ihre zum Teil lebensgroßen Arbeiten haben verschiedene Kunstpreise gewonnen und werden auf internationalen Kunstmessen und in namhaften Galerien und Museen ausgestellt.

Bei Michael W. Schmalfuss werden Werke der deutschen, in Belgien lebenden Künstlerin Ulrike Bolenz präsentiert. 1958 geboren, studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel bei Professor Manfred Bluth und Professor Tom Gramse. Seit 1994 stellt sie mehrmals im Jahr an verschiedenen Orten in Europa aus und erhielt zahlreiche Preise.

 

Die Figur Mensch im Fokus

Eine komplexe Überlagerung von Acrylflächen, digitale Standbilder, Malerei, Objekte und Installationen. 

Ulrike Bolenz entwickelt seit Jahren eine einmalige Technik, die untrennbar von ihren Themen und Motiven wird. Ein fotografischen Moment – ein Videostill von einem Video – vom Menschen, ein Akt, Moment des Gestus wird zum Ausgangspunkt eines Werkes. Das Negativ wird teilweise bearbeitet. Der Abzug und die Vergrößerung in die Menschensgröße auf Plexiglas, Acrylfolien oder Platten ermöglichen ihr eine Arbeit mit Schichten, Überlappungen, ein Spiel mit Transparenz, Kontrast, Schatten und Licht. Die mit Pinsel aufgetragene Acrylfarbe akzentuiert Konturen, fügt Farbflächen hinzu und setzt eine „fassbare“ Materie auf den teilweise plastischen Hintergrund. Mit Kohle zeichnet Ulrike Bolenz Linien, erweitert oder verdoppelt die Figur Mensch. Das Ganze ergibt Figurationen, Bilder von Bildern, geschichtete, überlappte Silhouetten, Verwischungen, komplette oder Teil-Transparenzen, diffuses oder gespiegeltes Licht und ein neuer Raum entsteht. Zeitlos, eigentlich ohne Individualität, in einer digitalen Struktur, einem Netz von Pinsel-­‐ und Kohlestrichen eingefangen.

 

EINLADUNG ZUR VERNISSAGE der neuen Gruppenausstellung
BOLENZ UND HOENERLOH AUF DER BERLINER LISTE 2011


Die GALERIE MICHAEL W. SCHMALFUSS arbeitet seit mehr als 10 Jahren in Marburg mit national und international anerkannten Künstlern. Zusätzlich vertritt sie Ihre Künstler auf zahlreichen internationalen Kunstmessen. In den fünf Räumen der eindrucksvollen Charlottenburger Bel-Étage zeigt der Galerist Michael W. Schmalfuß nun in seiner neuen Ausstellung Malerei von BERND SCHWARTING und STEFAN HOENERLOH und einer zweiten Eröffnung am 10. September zeitgleich zur Berliner Liste 2011 Malerei, Objekte und Installationen von ULRIKE BOLENZ.

 

Vernissage BOLENZ:
10. September von 11 bis 16 Uhr, Dauer der Ausstellung bis 8. Oktober 2011

 

Kontakt:

SCHMALFUSS BERLIN
Knesebeckstraße 96
3. Etage VH (Fahrstuhl)
10623 Berlin, Charlottenburg
Dienstag - Freitag 11-18 Uhr
Samstag 11-16 Uhr
Montag nach Vereinbarung
+49 30 43 727 172
+49 170 94 666 39

art@remove-this.galerie-schmalfuss.de

 

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14.07.2011 Museumsarchitektur von Ryue Nishizawa

Inges Idee/GFDK - 3 Bilder

Ghost ist ein Paradox, ein sichtbar gemachtes Unsichtbares. Die organische weiße Großskulptur kontextualisiert sich im Umfeld der minimalistischen Museumsarchitektur von Ryue Nishizawa, SANAA.
 
Umgeben von weißen, kubischen Gebäuden steht die monumentale, scheinbar amorphe Skulptur auf dem Rasen. Zwei schwarze Öffnungen am oberen Ende lassen die auf den ersten Blick abstrakte Erscheinung zum riesigen Gespenst werden.
Geister und Gespenster stellt man sich immateriell und unsichtbar vor - sie erlangen ihre Sichtbarkeit oft nur durch ein übergeworfenes, physisches Material wie ein Bettlaken. Ein solch übergeworfenes Tuch verhüllt die Form und zeigt sie gleichzeitig – eine Tatsache die nicht nur unter fiktionalen Gesichtspunkten interessant ist, sondern ebenso unter skulpturalen.
 
Die Skulptur nimmt in Größe und Farbe ausdrücklich Bezug auf die Museumsgebäude der gegenüberliegenden Straßenseite - wo diese jedoch kubisch ausgeformt und nach einem strengen Plan organisiert sind, ist die Skulptur organisch -fließend und scheint auf der Wiese zu schweben.
 

Unknown Mass

 
Auch Unknown Mass bezieht sich ausdrücklich auf die Architektur, an der sie positioniert ist. Von weitem betrachtet wirkt die Skulptur wie eine träge, glänzenden Masse, die vom Gebäuderand, der Schwerkraft folgend, nach unten abzutropfen scheint. Die Ausformung eines sich langsam bildenden Tropfens steht im Widerspruch zum Material, welches hochglänzend ist und eine Beweglichkeit wie Quecksilber evoziert. Eine völlig andere Deutung der abstrakt erscheinenden Skulptur erschließt sich dem Benutzer des Gebäudes - der Toilette des Skulpturengartens des Museums - , dem sich das Objekt nun als kopfüber ins Fenster hereinlugendes Gespenst erschließt. Die zwei Öffnungen in der Form werden sofort als Augen gelesen, was der abstrakten Form eine poetisch- animistische Komponente verleiht. Gleichzeitig kann diese Erkenntnis aber auch mit einen gewissen Überraschung verbunden sein, da man sich in der intimen Situation einer Toilette befindet.
Unknown Mass erlangt seine volle Bedeutung erst durch den Besuch des Toilettengebäudes, wo sich die Arbeit neu erschließt und in Beziehung zu Ghost gesetzt werden kann.
 

Thomas Schmidt: Inges Idee  //  Kunsthalle Mainz, 20.07.11, 19 Uhr

Inges Idee ist eine Künstlergruppe, die 1992 in Berlin gegründet wurde.

Die Zusammenarbeit der Mitglieder Axel Lieber, Hans Hemmert, Thomas Schmidt und Georg Zey konzentriert sich auf die Realisation von künstlerischen Projekten im öffentlichen Raum, u. a. in Tokyo, Paris, Berlin, München, Vancouver, Toronto, Singapur.

Prof. Thomas Schmidt stellt eine Auswahl von Arbeiten vor und gibt einen Einblick in die überraschenden und vielfältigen Entwurfsprozesse bei Inges Idee.

 

Inges Idee sind
Hans Hemmert
Axel Lieber
Thomas Schmidt
Georg Zey
 
Postadresse
Inges Idee
Lindower Straße 18
D-13347 Berlin
 
Telefone und Fax
Deutschland: 030. 465 34 46 (Zey, tel + fax)
030. 462 61 61 (Hemmert, tel + fax)
0221 3489890 (Schmidt)
Schweden: 0046.(0)40. 978604 (Lieber)
Funk: 0179. 3972940
eMail: zey@remove-this.ingesidee.de

 

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12.06.2011 Provokant und selbstironisch

GFDK / Jörg Schwarz - 7 Bilder

Provokant und selbstironisch kommentiert die 1972 in Klagenfurt geborene Preisträgerin in ihren collagenartigen Werken das Frauenbild in Medien und Öffentlichkeit.

Weibliche Akte mit grotesk überzeichneten Geschlechtsmerkmalen in expressivem Rot, ein weit aufgerissener, grell geschminkter Mund oder wulstige Lippen sind die witzig-schockierenden Motive, mit denen die Mixed-Media Künstlerin den Schönheitswahn unserer Zeit thematisiert.

Ohne absolute Antworten

Auch das Zusammenleben von Mann und Frau macht Barbara Rapp – abseits  verbitterter Opferrollenmelancholie – zum Sujet ihrer Arbeit.   „Barbara Rapp wirft in ihrem Malzyklus „Frauenbild zu entsorgen“ Fragen zum Verhältnis Mann–Frau auf, ohne absolute Antworten geben zu wollen“, erläutert Gottfried Böhmer, Kurator und Mitinitiator des Kunstpreises, und fährt fort:

“Ihre gesellschaftskritische Analyse der Geschlechterrollen würzt sie mit einem gehörigen Schuss Selbstironie und Humor; das ist inhaltlich einfach großartig und malerisch passend umgesetzt.“

 

Bei Fragen:

Jörg Schwarz

Tel.: 0211/30 57 73

Mobil: 0172-721 38 34

Schwarz20@aol.com

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