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Präsentation von Künstlern und ihren Werken

12.08.2017 Lebensweisheiten

GFDK - Redaktion

Die Berliner Collagenkünstlerin Fehmi Baumbach wird als Tochter zweier unbeugsamer Existenzialisten 1971 in einer kleinen Stadt in der niedersächsischen Provinz geboren. 1992 bis 97 Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig.

1996 Umzug nach Berlin. Dort erste Ausstellungen, die Gründung der Gruppe The Bewegungselite, die mit brachialen Mitteln leer stehende Gebäude besetzt um dort Ausstellungen und Partys zu organisieren. The Bewegungselite besetzt Häuser in Prag, Paris, Stuttgart und New York und feiert dadurch weltweite Erfolge.

2000 löst sich die Gruppe wegen übermäßiger Hohenflüge auf und Fehmi Baumbach gründet mit Jim Avignon die Kunstpartyreihe Friendly Capitalism Lounge. Zahlreiche Einzellausstellungen und Illustrationen für Tageszeitungen und Szeneheftchen folgen.

2000 tritt sie dem Popchor Berlin unter der Leitung von Almut Klotz (Lassie Singers, Flittchen Records, Klotz&Dabeler) bei und singt sich die Seele aus dem Leib.

2001 geht Baumbach in unregelmäßigen Abständen mit Jim Avignon und Almut Klotz auf Europatournee, stellt dort in kleinen Clubs aus und fungiert als DJane. Außerdem wird Baumbach vom Berliner Verbrecher Verlag gezwungen kleine Geschichten und Musikrezensionen für komische Bücher und Musikzeitschriften  zu schreiben ( Mittebuch, Welt und Wissen).

2005 Geburt ihrer Tochter Mascha und die Flucht in den Wald in dem sie 2006 ihren Jagdschein macht aber kein Tier erschießen kann.

Im März 2010 erschien Baumbachs erstes Bilderbuch my head is a bubble with interesting trouble beim Mainzer Ventil Verlag.

Cut, Copy, Paste, Schöne neue Welt. Geboren im größten Buchenwald Norddeutschlands, zerlegt Fehmi Baumbach Bilder und Wörter. Ausschnitte aus Zeichnungen, Lexika, Malereien und Fotografien folgen im Baumbachschen Kosmos einer Traumlogik. Oft stehen Figuren im Zentrum der Collagen die sich mit den Gedankengeographien ihrer selbst vernetzen.

Diese halten innere Monologe, stellen sich realitätsnahen Dialogen und schreien unwirsch auf. Die Kompositionen verströmen Klang: Denn Musik ist immer um die Künstlerin herum. So wirken die Zitate ihrer Figuren wie gute Songzeilen. Sie klingen catchy, und lassen sich doch in ihrer Bedeutung mehrfach greifen. Fehmi Baumbach lebt in Berlin.

(Christoph Braun)

 

ausstellungen


1998
april basicstyle, topstyle, authenticstyle (kollektiv) galerie c:4, berlin

mai playmöbelplan (1.mai malaktion mit p.grözinger) galerie radioberlin, berlin

juni wohnlandungen gärtnerstrasse, berlin

juli placeboplasm galerie berlintokyo, berlin

august wir stellen aus (kollektiv) gärtnerstrasse, berlin

oktober fluktur : one till two (mit p.grözinger) galerie fehler pan tappert, berlin


1999
januar qcm schnittpunkt, wiesbaden

märz wir stellen doch nochmal aus oder:
europa spielt new york in berlin
(kollektiv) gärtnerstrasse, berlin

juli gilbert muttonberrys world of game (kollektiv) galerie c:4 c/o meinblau, berlin

september playart (kollektiv) haus schwarzenberg, berlin

september silver stories (kollektiv) galerie c:4 c/o meinblau, berlin

dezember the bewegungselite (kollektiv) haus des lehrers, berlin  

 
2000

januar zimmerlaunen galerie k, weiterstadt

februar the bewegungselite (kollektiv) haus schwarzenberg, berlin

märz die 18 bahnen of the bewegungselite (kollektiv) haus des lehrers, berlin

mai frank (kollektiv) dienstagsbar, berlin

juni - august junge künstler aus berlin (kollektiv) galerie wewerka, berlin

september - oktober moving up (kollektiv) haus schwarzenberg, berlin

september interieurs delicious artspace, berlin

dezember ohne titel galerie ezwei, berlin

 
2001
april the bewegungselite (kollektiv) kunstverein stuttgart 22, stuttgart

juni die kunst ranch (kollektiv) club n+k kampnagel, hamburg

juni drive in (kollektiv) ex-hauptbahnhofsrestaurant, wiesbaden

august friendly capitalism lounge nr 1 (mit Jim Avignon) roter salon, berlin

november mit avignon und klotz on tour: köln, würzburg, stuttgart  


2002
märz mit avignon und klotz on tour: wien, münchen, basel

april mumbo jumbo (kollektiv) galerie schoppenhauer, köln

mai friendly capitalism lounge nr 2 (mit jim avignon) roter salon, berlin

juni on tour mit avignon und nova huta dresden, göttingen

juni pop up (mit jim avignon) waschhaus, potsdam

oktober friendly capitalism lounge nr 3 (mit jim avignon) roter salon, berlin

oktober berlin versus lucklum wegwarte, lucklum

dezember junge kunst in berlin (kollektiv) galerie wewerka, berlin

dezember kollektiv arts factory, paris  

 
2003
februar friendly capitalism lounge nr 4 (mit jim avignon) roter salon, berlin

mai wort halten (kollektiv) galerie forum, usingen

mai friendly capitalism lounge nr 5 (mit jim avignon) werk 9, berlin

mai - august my home is my castle (mit jim avignon) artmuseum jyväskylä, finnland

juli - september projekt : nichtraucherbar (kollektiv) bewohnte kunst installation, darmstadt

august friendly capitalism lounge (mit jim avignon) maria am ufer, berlin

november - dezember 9 extra (kollektiv) nassauischer kunstverein, wiesbaden

dezember friendly capitalism lounge (kollektiv) haus schwarzenberg, berlin  


2004
januar interieurs ausstellungsraum neu, hamburg

april - mai when nothing goes wrong i go wrong (mit jim avignon) galerie tristesse, berlin

mai interieur galerie loyal, kassel

juli - august ein und ausrichtungen feinkunst krüger, hamburg

august flamingo galerie schnittpunkt, wiesbaden

september tag des offenen denkmals (kollektiv) schmuckatelier kreis, lucklum

september - oktober kunst ist, wenn man trotzdem lacht (kollektiv) gotischer kasten, eggenfelden-gern

november - januar strips & characters (kollektiv) kunstverein / wolfsburg

dezember friendly capitalism lounge 9 (kollektiv) galerie neurotitan / haus schwarzenberg, berlin

 
2005
märz graphic beats (kollektiv) galerie tristesse, berlin

babypause.

dezember jahresgaben kunstverein, wolfsburg

dezember friendly capitalism lounge vol. 10 (kollektiv) haus schwarzenberg, berlin

dezember – januar 2006 edition 01 (kollektiv) projektraum neuenhausen, berlin 

2006

september eröffnung der galerie ehrich baumbach, braunschweig

dezember scheiß wetter, babylon / raum 4 / kioski, fürth 

2007

mai pop up seemannsglück, leipzig

juli litfaßsäulenhappening, insideout ev / plakart+aktion, braunschweig

august groupshow (kollektiv) galerie tristesse, berlin

oktober offene atelierräume, kulturring c, mit nicola gräfe, fürth

november berlin vision (kollektiv), goetheinstitut, zappeion, athen

november today you can realized your good ideas, mit mäkkelas trash lounge, noch besser leben, leipzig

dezember, anti capitalism lounge (kollektiv), kunsthalle, lüneburg

2008

mai whatever gets you through the night (kollektiv) galerie tristesse, berlin

august das beste aus der mitte, haus Babylon, fürth

september erhaben/kompliziert, PAL, köln

november friendly capitalism lounge vol. 12 (kollektiv),haus schwarzenberg, berlin 

2009

Mai kunstauktion zugunsten der asse2 initiative, maifest, evessen

Mai multifunktionale (kollektiv) PAL, köln

August kultifest, badstrasse, fürth

August auf rockos tapete, salon des pudel, hamburg

Oktober enorm entfernt, westgermany, berlin

November friendly capitalism lounge vol. 13, heliumcowboy, hamburg

November passiert unvorhergesehenes, galerie stein/lehmann, hachum 

2010

März spring explosion (kollektiv), galerie kielkind, kiel

März eröffnung der galerie neongolden, wiesbaden

April buchreleaseausstellung, kim, berlin

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12.08.2017 große philosophische Fragen

GFDK -Redaktion

Die großen philosophischen Fragen seien eigentlich banal, so Gögel, da sie sich jeder stelle. Sicher ist zumindest, dass sie deshalb „groß“ sind, weil sie sich jeder stellt. In den Werken des in Leipzig lebenden Künstlers sind sie jedenfalls sehr präsent:

Leben und Tod, Werden und Vergehen sowie alle menschlichen Ängste, Bedürfnisse und Zustände, die sich darauf beziehen, werden teilweise drastisch, dabei aber keineswegs moralisch wertend dargestellt.

Der Künstler, der auch zeichnet, tätowiert und bildhauerisch tätig ist, erschafft in erster Linie Formen. Diese verändert er durch Ausprobieren und im Schaffensprozess, der für ihn selbst eine Art Material darstellt, so lange, bis er einer bestimmten Atmosphäre oder einer Stimmung eine bildliche Entsprechung verliehen hat. Das Besondere an Gögels Werken ist, dass die Themen von den meisten Betrachtern intuitiv erkannt werden, wenngleich sie diese kaum je hätten beschreiben können.

Die Kombination von Wort und Bild – Gögel verleiht seinen Werken kurze aussagekräftige Titel – erklärt und deutet das Dargestellte. Der dabei oftmals durchscheinende feine, spöttische Humor, kann als unaufdringlicher Hinweis darauf gelesen werden, die eigenen Unzulänglichkeiten zwar wahr- aber nicht allzu ernst zu nehmen.

Dass Gögel nichts von umständlichem „Geschwurbel“ hält, erkennt man sowohl an seiner eingangs erwähnten Bemerkung über die „großen philosophischen Fragen,“ als auch an der Art, wie er seine Themen zur Darstellung bringt.

In gleicher Weise, wie man komplexe Satzstrukturen um universelle Gewissheiten legen und ihnen damit eine gravitätische Schwere verleihen kann, ist es möglich, solche Grundwahrheiten mit bildnerischen Mitteln pathetisch zu überhöhen. Das gewählte Thema wird dazu mit großer Geste und vor allem ohne jede Ironie umgesetzt. Nicht so bei Gögel.


Zwar wirken der enorme Formenreichtum und die düster leuchtenden Farben mancher seiner Werke durchaus opulent. Aber bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die Darstellungen äußerst prägnante Metaphern für bestimmte Empfindungen oder kommunikative Schwingungen sind, die sehr konkrete Assoziationen in der Gefühlswelt des jeweiligen Betrachters hervorrufen können.

Ein Eindruck ähnlich dem, kurz nach dem Erwachen, wenn das Grundgefühl des Traumes noch klar in Erinnerung, die „Geschichte“ jedoch schon verblasst ist.

Das macht Sebastian Gögels Arbeiten ebenso eindringlich wie verwirrend: Urängste, Triebe, Neigungen, die wir normalerweise nicht ausleben, nehmen in seinen Bildern Gestalt an und zwar für jeden von uns auf eine ganz und gar persönliche Art und Weise. Denn jeder Betrachter hat seine eigenen Erfahrungen und Konflikte, deren Widerschein er in den Werken erkennen kann.

Vernissage am Freitag, 7. Mai 2010, 19 Uhr
8. Mai – 26. Juni 2010

Galerie Adler Frankfurt - New York
Hanauer Landstraße 134, 60314 Frankfurt, Germany, +49 (0)69-43053962

 

Alle Bilder © Sebastian Gögel


                   
 

Infos zu Sebastian Gögel auf www.galerieadler.com

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11.08.2017 Thematisierung von Exzess und Rausch

GFDK - Redaktion

Die Begegnungen mit der westlichen Kultur, die Iva Vacheva in der multikulturellen Metropole Berlin kennen zu lernen begann, haben einen bleibenden Eindruck auf die junge Künstlerin hinterlassen. Diese Einflüsse auf ihr Leben werden in ihren Arbeiten besonders sichtbar.

In ihnen steckt eine Menge von ihren persönlichen Lebenserfahrungen, denen sie überwiegend phantastische, mythische, ja märchenhafte Züge verleiht. Ihre Bilder erzählen viele kleine Geschichten, in denen Realität und Fantasie, Lebenslust und Traurigkeit, erotische Anziehung und körperlicher Ekel, Neugier und Überdruss stets in einander überfließen.

Oft steht ein eben gerade gehörter Witz oder eine halb vergessene Erinnerung, sogar ein Traum am Ursprung der einen oder anderen Arbeit. Furchtlos und herausfordernd präsentiert sie ihre oft scheinbar düsteren Visionen, die jedoch immer locker und äußerst humorvoll wirken.

Ihr angeborener Sinn für Humor hilft der Künstlerin gleichzeitig mehrere Seiten eines Phänomens zu betrachten und wiederzugeben. Auf diese Weise bleibt sie in ihren Arbeiten stets objektiv und sich selbst treu. Vielseitig bleibt die Künstlerin auch in ihrer virtuosen Technik: Malerei und Zeichnung existieren bei ihr im engsten Zusammenhang, gehen ineinander über.

Dieses Zusammenspiel der Techniken samt der narrativen Note sorgt unter anderem dafür, dass die Arbeiten, trotz ihrer stark expressiven, ja momentanen Wirkung, uns zum genaueren Betrachten und so zum Ergründen vieler kleiner überall versteckter Details verleiten. Diese fügen wir dann zu unseren eigenen Märchen zusammen.

Unübersehbar in den Werken Iva Vachevas ist die Thematisierung von Exzess und Rausch. „Verdoppeln“ steht hier für exponentiale Steigerung und Maßlosigkeit. Deutliche Bezüge zum Barock wie Gold als Farbe und Perücken bekräftigen die hysterisch-euphorischen Gestalten, die einen Triumph der Materialität zu feiern scheinen.

Spätestens der Hintergrund dieser Figuren führt deren Zustand jedoch ad absurdum, nämlich in den Untergang der materiellen Merkmale ihrer Gier. Iva Vacheva (*1981 in Plovdiv, Bulgarien) zog 2004 von Sofia nach Berlin, um ihre künstlerische Ausbildung an der Universität der Künste in der Meisterklasse von Robert Lucander erfolgreich zu beenden.

Abbildung: Iva Vacheva: Auf Freunschaft 150x170cm acrylic on canvas 2009.

Die Künstlerin wird von der Janinebeangallery www.janinebeangallery.com Berlin präsentiert:

Kontakt:

janinebeangallery
Torstrasse 154
10115 Berlin

Tel.: 030 417 671 68.
 
M. Bergemann: matthias.bergemann@remove-this.janinebeangallery.com

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11.08.2017 emotionale Dimensionen

GFDK - Helene Bosecker

Nikita Schmitz begreift Systeme und Programmatiken der heutigen Welt als statische rationale und empirische Prozesse.

Auch wenn sich die Geschichtsbücher aufgrund neuer Entdeckungen theoretisch alle vier Jahre einer Kompletterneuerung unterwerfen müssten, bleibt der Wunsch nach einer historischen Festlegung bestehen.

Nikita Schmitz thematisiert die Unbegreiflichkeit

Nikita Schmitz` Malerei sucht die Befreiung von eben diesen gesetzten Grenzen von wahr und falsch, möglich und unmöglich und fragt nach dem Geschehen hinter, vor und über logischen Denkweisen. Das Unbekannte, das die Angst als treuen Begleiter an der Hand hält, ist Inspiration und Motiv zugleich.

Neben einer abstrakten Formensprache sind gegenständliche Bezüge das Mittel, um an einen kollektiven Erinnerungsschatz anzuknüpfen und eröffnen dadurch emotionale Dimensionen.

Die Unbegreiflichkeit von Innen und Außen bleibt das thematische Zentrum der Malerei von Nikita Schmitz, die der menschlichen Furcht vor Neuem eine fremde und magische Schönheit verleiht.

 

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10.08.2017 Relikte der Scheinwelt

GFDK - Redaktion

Mit den Bildern, Fotografien, Videos und Performances von Baccara Smart tauchen wir ein in eine seltsame Welt aus Masken, Kleidern, Geheimnissen, Magie, Kunststücken, Transformationen, Gesten, mimischen Ausdrucksformen, Pathos, Lachen und Weinen.

Es sind teils zeichnerisch und malerisch gestaltete Bildwelten mit überzeichnenden, comicartig gesteigerten und collagierten Kompositionen, teils tänzerisch oder schauspielerisch umschriebene Handlungsformen, die uns eine private Sicht auf die Welt des Zirkus, der trainierten Verwandlungen, des Hintergründigen, der zweiten Realität des Seins offenbaren.

Tiere oder tierartige Mischwesen, Menschen in Verkleidungen oder zu Monstern transformiert entstehen aus Farbe und Computergrafik, abstrakte Formen umschreiben malerische Paraphrasen bekannter künstlerischer Positionen, Erinnerungsbilder aus der Welt der Manege und der wunderkammerartigen Attraktionen werden mit Traumbildern zu stark kolorierten und zeichnerisch ausdrucksstarken Ikonen der Zirkuswelt geformt.

Relikte der Scheinwelt und der überzeichneten Spassindustrie begegnen uns mit der Macht der malerischen Metaphorik.

Baccara Smart nutzt in ihrer Malerei die schöpferische Kraft des kollektiven Gedächtnisses, um uns in vielschichtig- kombinatorischen Collagen mit den Urängsten, Urwünschen und Freuden des menschlichen Daseins zu konfrontieren. Wir fühlen die Nähe zu den Werken von Frank Stella, Sigmar Polke oder Martin Kippenberger.

In ihren Fotografien lenkt sie den Blick auf das Wesentliche der nach der Wirklichkeit gespielten Situationen und verwandelt die Szene in eine spielerisch theatralische inszenatorische Momentaufnahme.

In ihren Videos tanzt sie auf den Spuren von Pipilotti Rist träumend durch die lachend-traurige Welt ihrer Familiengeschichte und des Zirkuslebens um ihren Vater, nicht ohne dem Ganzen eine dekadent traurige, sehr private Note zu geben.

Reminiszensen an Videokünstler wie Bill Viola oder Douglas Gordon lassen sich ebenso spüren, wie der Wunsch nach einer Verdichtung von Aussagen aus den komplexen Informationswelten der Medien des Plakates, der Zeitung, des Films und des Fernsehens.

Baccara Smart ist eine reflektierende Träumerin im Dialog zwischen den Welten der privaten Biographie und des kollektiven Gedächtnisses.  

Bild: Baccara Smart, The Merry-Go-Round, 2009
Öl auf Leinwand / Oil on canvas, 182,88 x 152,4 cm / 6 x 5 ft, © Baccara Smart

 

 

 

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09.07.2017 Die Halsbandaffaire

GFDK - Annabelle Meinhold

Bei Die Halsbandaffaire erzählen Schmuckstücke Geschichten. Wer Schmuck nicht nur gerne trägt, sondern auf der Suche nach außergewöhnlichen Unikaten ist, der findet in der Franz-Joseph-Straße 44 sein Traumaccessoire.

Schmuckexpertin Christiane Scharrer-Sieb achtet bei der Auswahl ihrer Schmuckstücke auf deren Persönlichkeit, Geschichte und Ästhetik. Prunkstück in Ihrer Halsbandaffaire ist derzeit das Vintage-Schmuckset Sputnik, das der berühmte Juwelier Hans Stern 1950-60 aus Anlass des ersten Satelliten in der Erdumlaufbahn kreierte. Ein außergewöhnliches Stück Goldschmiedekunst, das Geschichte schrieb. Und bis heute nichts an seiner Strahlkraft verloren hat.

Sputnik als Inspiration

Halbkugeln in funkelndem Gold, besetzt mit farbenprächtigen Edelsteinen. Das Design des außergewöhnlichen Schmucksets – bestehend aus Ring, Anhänger und Ohrclipsen –  erinnert an Sputnik, den ersten sowjetischen Satellit im All.

Er erreichte 1957 – also vor 60 Jahren – die Erdumlaufbahn und brachte damit auf einen Schlag die geltenden Weltansichten ins Wanken. Sputnik wird zum Symbol der Entgrenzung und beflügelt die Faszination der Menschen für den technischen Fortschritt. Sputnik wird zur Ikone eines neuen Zeitalters, dessen Ästhetik auch viele Künstler und Designer in ihren Werken aufgreifen.

Hans Stern – Ausnahmejuwelier

Darunter auch der berühmte brasilianische Juwelier Hans Stern. Er gehört zu den faszinierendsten Schmuckdesignern des letzten Jahrhunderts. Geboren 1922 im Ruhrgebiet flieht Stern Ende der 30er Jahre vor den Nazis zu seinem Onkel nach Rio. Hier gründet er, der sich zunächst auf den Edelsteinhandel spezialisiert hatte, 1945 sein Unternehmen H.Stern und kreiert fortan seine charakteristischen Schmuckstücke. Sie sind eine Hommage an die vielfarbigen Edelsteine Brasiliens.

Mit innovativen Marketingkonzepten und Kooperationen mit Celebrities führt er die Marke zu weltweitem Erfolg. Nicht nur das Design und der Verkauf der Schmuckstücke obliegt dem Unternehmen, H.Stern übernimmt den kompletten Wertschöpfungsprozess, von den eigenen Minen bis hin zu den mehr als 160 Verkaufsstellen weltweit.

Hommage an die schöne Frau

Hans Sterns Schmuckstücke sind ein Fest der Farben. Seine Vorliebe für bunte Edelsteine sind Ausdruck des gemmologischen Reichtums seiner Wahlheimat Brasilien und des Lebensgefühls seiner Zeit. Sein Schmuck soll Spaß machen. Es sind Pretiosen für die moderne Frau, hochwertig, modern und erschwinglich; ebenso tagsüber wie auch abends tragbar. Ein innovatives Konzept, das H.Stern in den 60ern zum drittgrößten Schmuckunternehmen der Welt werden lässt.

Vintage Schmuckset

Hans Sterns Fokus, die Leidenschaft für Farb-Edelsteine zeigt sich in kaum einem Entwurf so deutlich wie in seiner Sputnik Serie. Auf goldenen Halbkugeln sitzen in hohen Zargenfassungen Aquamarine, Amethyste, Citrine, Granate sowie rosa und grüne Turmaline. Jedes Objekt der Sputnik Serie hat sein ganz individuelles Erscheinungsbild, das je nach Anordnung und Kombination der verwendeten Edelsteine variiert.

Mit seinem markanten Design traf Hans Stern genau den Zeitgeist der 50er/60-er Jahre des letzte Jahrhunderts. Sputnik umschreibt nicht nur ein neues Zeitalter und eine richtungsweisende Ästhetik, seine Wortbedeutung im Russischen steht auch für Begleiter oder Weggefährte. Einen schöneren und passenderen Name kann man für ein solch hochkarätiges Schmuck-Ensemble kaum finden, das bis heute nichts an seiner Modernität und Strahlkraft verloren hat.

Sputnik Vintage Schmuckset, Hans Stern um 1950-60, 3.500,00 €

bestehend aus Ring, Anhänger und Ohrclipsen

Gelbgold 750 / 18 Kt. Edelsteine von zusammen ca. 13,8 Carat.

Die Halsbandaffaire, Christiane Scharrer-Sieb

Franz-Joseph-Straße 44

80801 München

www.halsbandaffaire.de

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17.05.2017 Kunst als Erinnerungsarbeit

GFDK - Jörg Schwarz

„Du musst endlich politische Bilder malen“ sagte Professor Jörg Immendorff zu mir,  als ich mit gerade mal 19 Jahren in seine Klasse an der Kunstakademie in Düsseldorf kam“, erinnert sich die Düsseldorfer Künstlerin Johanna R. Wiens. Den Ratschlag (oder war es eine Anweisung) ihres Lehrers hat Wiens jedoch nie vergessen.

Nach dem Abschluss ihres Studiums bei Immendorff und Gerhard Merz (bei dem sie Meisterschülerin war) führte sie ihr Weg nach China, Taiwan und Japan….weg von Europa, weg von der europäischen Kultur, Geschichte und Politik hin zu ganz neuen Erlebnissen und Erfahrungen. „Das große Bild hat keine Form!“ das ist es, was ich in Asien gelernt habe, betont die im Saarland auf gewachsene Künstlerin und führt aus: „Ich habe mich ganz intensiv mit der asiatischen Kunst beschäftigt – mit flüchtigen, verschwommenen, fast schon verschwindenden Formen. Dabei habe ich im Kopf die absolute Freiheit empfunden.“

Asiatische Kunst

Hintergrund: Der chinesische Maler - und insbesondere der Landschaftsmaler - muss sich nach Ansicht der Theoretiker vielmehr in einen inneren Zustand der Entleerung, der Entsättigung, der daraus resultierenden Erweiterung, des Gelöstseins, der Sammlung, der inneren Disponibilität und Konzentration begeben, er muss sich von jeder zielorientierten Darstellungsintention befreien, um sich geistig "frei durch das Konkrete" bewegen zu können und "es kommunizierend-operierend zu halten".

Malerei der Gegenwart

Insgesamt lebte die Künstlerin drei Jahre auf dem fernen Kontinent. Neben der Auseinandersetzung mit der asiatischen Kultur hat Wiens versucht, die europäische Kultur aus fremder Perspektive zu betrachten, um ihre Eigenart besser zu begreifen. Wiens erklärt das so: „Die Lebensauffassung, die hinter der chinesischen Malerei steht, ist eine ganz andere als jene, von der die abendländische Malerei geprägt ist. Sich in chinesische Bilder zu versenken, bedeutet nicht nur eine neue Welt kennenzulernen, sondern die alte Welt neu zu sehen.“

Kunst als Erinnerungsarbeit

Ende 2010 kehrte die Künstlerin nach Europa zurück. Wiens: „Ich spürte die absolute Freiheit und den Willen, einen klaren Blick auf die europäische Kultur zu entfalten.“ Wiens war bereit, Immendorffs Wunsch und Aufforderung umzusetzen! Einen Auftrag aus Köln, den Untergang des Stadtarchivs künstlerisch umzusetzen, nahm sie gerne an. Denn: Wiens versteht Kunst als Erinnerungsarbeit, als künstlerisch gestaltetes Gedächtnis.

Ausstellung in Essen

Nun zeigt sie auf Einladung des Landgerichts Essen und des Vereins Justiz und Kultur im Landgerichtsbezirk Essen e.V. unter dem Titel „Das Gedächtnis der Städte“ ihre aktuelle richtungsweisende Arbeit „Aneurysma“ auf der die Göttin Europa am Kopf mit einen roten Faden genäht wird. Konrad Adenauer und Charles de Gaulle beobachten besorgt die Operation. Wiens erklärt: „Mit der Arbeit reagiere ich auf die derzeitig bedenkliche Situation in Europa!“

Neben „Aneurysma“ werden 15 weitere Arbeiten der Düsseldorfer Malerin präsentiert.

Die Ausstellungseröffnung ist am Mittwoch, dem 10. Mai 2017, um 18.30 Uhr im Landgericht Essen, Zweigertstraße 52, 2. Obergeschoss. Zu der Vernissage sind Sie herzlich eingeladen. Die Ausstellung läuft bis Ende August 2017.

Johanna R. Wiens, geb. 1976, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf als Schülerin von Jörg Immendorff und Meisterschülerin von Gerhard Merz. Sie lebte nach dem Studium einige Jahre in China, Taiwan und Japan und beschäftigte sich mit den dortigen Geistes- und Kulturformen. Ihre Arbeiten zieren mehrere Sammlungen. Auch die Sparkasse Essen hat drei Gemälde von ihr in ihre Kunstsammlung aufgenommen.

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15.03.2017 schöne Form mit kunstvollem Inhalt

GFDK - Herwig Nowak

Ohne Frage, es gibt sie: die Schönheit der Form in der Kunst. Dabei ist der menschliche Körper zentraler Gegenstand der schönen Darstellung. In oft idealistischer Gestalt symbolisiert er Schönheit und Begehren, hinter denen wir die göttliche Schöpferhand ahnen.

Unter den geometrischen Figuren ist es der Kreis, der das größte Vergnügen und Wohlgefallen bereitet, ihn als bloße Form zu betrachten.

Kunst - Ein Genuss für die Sinne

Gila Abutalebi, deutsch-iranische Künstlerin, in Köln arbeitend, ist es, die sich die schöne Form des Kreises zu Nutze macht und daraus meisterhafte Kunstwerke schafft. Quasi füllt sie die bloße schöne Form mit kunstvollem Inhalt. Ein Genuss für die Sinne!

Schicht für Schicht arbeitet sie sich vom Grund ihrer Bilder bis an ihre Oberfläche. Zwei bis vier Ebenen machen das Gesamtwerk aus, das auf transparenten Materialien, Plastik und Glas, entsteht. In völliger Meditation kreist sie in ihren mehrdimensionalen Arbeiten umher, schreibt immerzu den Buchstaben "M". Überhaupt sind es die Buchstaben, die geradezu zu ihrem Spielzeug, ihrem Ausdrucksmittel geworden sind, waren es einst Texte und Wörter. Jahrelang war es das "K", seit zwei Jahren nun das "M". Dennoch könnte man sagen, dass die reine Buchstabentrennung unterblieben ist, denn "K" und "M" kommen in ihren Werken durchaus auch gemeinsam vor. Für eines aber hat sie sich definitiv entschieden: für den Kreis.

Die Magie der Kreise

Der Kreis ist ein Signalsymbol, das für Ganzheit und Harmonie steht. Solange wir Menschen leben, von der Prähistorik bis zur Gegenwart sind wir vom Kreissymbol fasziniert; es lädt uns ein; es beruhigt uns: ob Kulturkreis, Kreis der Familie, Freundeskreis: der Kreis als Zeichen der Bindung. Alles Leben unterliegt einem Kreislauf. Im gesamten Universum wirkt die kreisrunde Form. Seit jüngstem übrigens wirkt ein neues Gestaltungselement in ihre Arbeiten hinein: der Punkt, nicht streng angeordnet nach pointilistischer Manier, sondern wild und effektvoll eingesetzt. Aber auch der Punkt ist letztlich nichts anderes als ein Kreis.

Ausstellung Gila Abutalebi

Buchstaben hin und Kreise her. Der Betrachter der Werke merkt, dass sie letztlich bloße Mittel sind, um die künstlerische Schale mit schönem Inhalt zu füllen. Und das ist reine Emotion. Was zählt, ist nicht der Buchstabe und auch nicht der Kreis, sondern die Empfindung, die beim Betrachter ausgelöst wird. Der Rezensent wünscht Ihnen lebhafte Emotionen beim Betrachten der Kunst von Gila Abutalebi. Die Voraussetzungen dafür sind optimal!

Herwig Nowak

Ausstellungseröffnungen:

Pullman Cologne & LAB12, Helenenstr. 14, Köln Innenstadt,

Vernissage am 14. März 2017, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 14. März. - 31. Juli 2017

Galerie Mitte, Karin Weber, Striesener Str. 49, 01307 Dresden

Vernissage am 22. März 2017, 19:30 Uhr

Midissage am 20. April 2017, 19:30 Uhr

Monsieur K und Lady M: Die Magie der Kreise“ vom 22.März - 6. Mai 2017

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08.12.2016 Poesie der Farben

GFDK Redaktion

In ihrer abstrakt expressionistischen Malerei richtet Sonja Kalb ihr Augenmerk auf das Wesentliche – die Farbe und ihre Verläufe. Bewusst verzichtet die Künstlerin auf Gegenständlichkeit. Farbkontraste, Komposition, Linien und Flächen, Oberflächenstrukturen und Texturen sind die Elemente, aus denen Sonja Kalb ihre „Farbverwebungen“ gestaltet.

Farbwelten, die immer neue Assoziationen wecken

Mal sind es dynamisch-abstrakte Rhythmen und Emotionen, die sich den Weg in rote und orange Kompositionen bahnen, mal verarbeitet die Künstlerin die Eindrücke einer Skandinavienreise in hinreißenden Blau-Grün-Silber-Variationen, in denen der Beobachter die Farben der nordischer Fjorde geballt wahrnehmen, ja geradezu „schmecken“ kann. Unmittelbar werden Assoziationen von Wasser und Land, von untergehender Sonne oder nachlebbaren Traumsituationen geweckt. Die fließenden Verflechtungen in Sonja Kalbs Bildern laden den Betrachter ein, die Gedanken wandern – und in ganz eigene Vorstellungen münden zu lassen:

„Die schönsten Auszeichnungen spiegeln sich in den Augen und den Worten meiner Käufer wider. Es ist schön, etwas Bleibendes zu schaffen, mit dem ich die Menschen zum Nachdenken anrege.“

Sonja Kalb – international erfolgreich

Die in Stuttgart geborene Künstlerin lebt und arbeitet heute in Düsseldorf.
Seit 2009 werden Sonja Kalbs Arbeiten kontinuierlich mit großem Erfolg auf diversen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Belgien, Österreich, Italien, Spanien, Türkei, Iran und USA gezeigt. Ihre Bilder sind in renommierten Privat- und Firmensammlungen vertreten.

Ausstellung in Düsseldorf

„Poesie der Farben“ – so heißt die neue Ausstellung der Düsseldorfer Künstlerin Sonja Kalb, die die Galerie Kellermann vom 1. bis 4. Dezember im Ballhaus Nordpark am Aquazoo präsentiert. Die Vernissage findet in Anwesenheit der Künstlerin am 1. Dezember um 19.30 Uhr statt und wird von Livemusik der Ratinger Band Cottonfields begleitet.

Ausstellungen seit 2010 (Auswahl)

2015
Galerie Kellermann, Düsseldorf
Frauenmuseum, Bonn
Galerie Art Cuestion, Ourense / Spanien
Galerie Heidefeld & Partner, Krefeld
Kulturbunker, Köln

2014
Quasr Museum Garden, Teheran, Iran
V. Internationale Biennale, Hamburg
Kunstverein Duisburg

2013
Frauenmuseum Bonn
Galerie Heidefeld & Partner, Krefeld
National Art Gallery Izmir, Türkei
The New York Art Connection Gallery, USA

2012
Affordable Art Fair, Rom, Italien
Gallery M, Wien, Österreich
Art Beijing, Art Fair, China
1. Internationale Biennale, Hamburg
Galerie Heidefeld & Partner, Krefeld

2011
International Art Fair Gent, Belgien
Galerie Heidefeld & Partner, Krefeld
Galerie Richter, Lenningen / Stuttgart
Zeche Zollverein, Essen
Frauenmuseum, Bonn
Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf

2010
Galerie Heidefeld & Partner, Krefeld
Galerie Anne Malchers, Bergisch-Gladbach
BBK Kunstforum Düsseldorf

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24.08.2016 freie Meinungsäußerung bedroht

GFDK - Redaktion

Stijn Peeters lebt und arbeitet in Eindhoven (NL). Seit seinen Anfängen an der Koninklijke Academie voor Kunst en vormgeving ’s Hertogenbosch (NL) und der Jan van Eyck Academie, Maastricht (NL) besteht seine Praxis aus Zeichnen und Schreiben.

Er sagt dazu: Die Bewegung meiner Hände unterstützt mein Denken. Ich kann mich dann besser an Informationen erinnern und es hilft mir die Dinge die ich gesehen und erlebt habe zu analysieren und zu internalisieren. Etwas später kam auch die Malerei dazu, die in Ihrem Gestus aber immer dem Zeichnen nahe steht. Der Künstler strebt in seinen Gemälden danach, sowohl die Anfänge als auch die Details sowie die unterschiedlichen Phasen der Erschaffung zu zeigen. Auf diese Weise kann der Zuschauer den Werdegang jedes Werkes erleben.

Seine Arbeiten waren bisher in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vorwiegend in den Niederlanden zu sehen. 1992 erhielt er den Philip Morris Preis. Seine Arbeiten sind unter anderen Teil der Sammlungen des Museum van Bommel van Dam in Venlo und dem van Abbe Museum Eindhoven.

Ausstellung in Bonn

Im ESSZIMMER zeigt Stijn Peeters neue Arbeiten der letzten 1-2 Jahre und er präsentiert sein Publikations-Projekt Ezel, von dem es aktuell 4 Ausgaben gibt – alle autobiographisch. In dieser Ausstellung stellt er zudem eine neue Ausgabe vor, die 10.000 heißt (eine Zahl, die mit der Einschätzung der vermissten Flüchtlingskinder übereinstimmt) und ungefähr der Hälfte der Größe der anderen Ezel Magazinen entspricht.

Ezel (dt.: Esel) basiert auf den Erfahrungen von Stijn Peeters als Mensch und als Künstler und reflektiert sowohl über die großen wie auch die alltäglichen Dinge, die sich gedanklich und visuell ineinander verschränken. Peeters verarbeitet in Ezel sein analoges Archiv aus Tagebüchern, Briefen, Transkripten davon, Telefon Notizen, Büchern, Tageszeitungen und vielem anderen aus der nicht-digitalisierten Welt.

Werk der Woche

In und durch die Kunst kann ich mich mit Dingen beschäftigen die ich für wichtig halte. Zum Beispiel warum es zentral ist, dass jeder Mensch seine Meinung äußern kann und seine demokratischen Rechte dies zu tun in Anspruch nehmen sollte. Peeters bezieht sich mit dieser Aussage auf seine eigenen Kämpfe unter den sich verändernden Bedingungen in den Niederlanden, wo Populismus die freie Meinungsäußerung bedroht und suggeriert, dass sich die kulturelle und intellektuelle Elite außerhalb der Gesellschaft befinden würde.

Ausstellung 27. August – 8. Oktober 2016

Das Esszimmer
Mechenstrasse 25
D - 53129 Bonn
www.dasesszimmer.com




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