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Präsentation von Künstlern und ihren Werken

05.08.2014 bildraum als bühne

GFDK - Redaktion

Im Vietnamkrieg bezeichnete man mit Mad Minute eine kurze Zeit heftigsten Einsatz automatischer Waffen. Axel Sanson verwendet den Begriff für das konzentrierte Zusammenfügen signifikanter Elemente in einem Bild.

Für Axel Sanson ist der Bildraum eine Bühne, auf der er Elemente komponiert, die, traumgleich, in keinem (zumindest keinem offensichtlichem) Zusammenhang stehen, ja sich gelegentlich sogar widersprechen.

Auf der Suche nach dem Kick

Junge Frauen, gelangweilt sich immer neu erfindend, mit mondänen Pelzcapes und schweren Samtschleifen im langen Haar. Selbstverliebt, versunken im Zauber der eigenen Ausstrahlung, stehen diese Geschöpfe etwas unsicher in der Welt, immer auf der Suche nach einem neuen, kleinen und amüsanten Kick.

Kriegsgeräte werden zur Folklore

Die Gefahr der sie umgebenden Szenerien dringt nicht in ihr Bewusstsein. Rauchende Kriegsschiffe, trudelnde Flugzeuge, in Rüstungen gepackte Samurai. Der Blick der Unschuldigen fällt, ohne das Geschehen wahr zu nehmen, durch diese bizarren Kulissen. Gefahren wirken niedlich, das Drohpotential der von Axel Sanson komponierten Fiktion, ist in dieser Welt nicht mehr real. Das Kriegsgerät vergangener Zeit mutiert zur Folklore, gibt die Bühne für den modischen Auftritt des Zeitgeistes. Wie in der Lasurtechnik legt Axel Sanson diese verschiedenen Zustände der Wirklichkeit übereinander.


Axel Sanson malt mit stark verdünnten Ölfarben, in Grautöne aller Schattierungen, auf Leinwand. Erweitert wird seine Farbpalette von blauen, rosanen, gelben, roten und grünen Pastelltönen. Seine Malweise ist schnell und der Aquarellmalenerei nicht unähnlich. Sein Bildaufbau erinnert, mit seinem Faible für Pyramidal- und Kreiskomposition und seinen Skalierungen der abgebildeten Personen und Objekten, an Vorlagen der Renaissance.

Axel Sanson wurde 1975 in Paris geboren, wo er auch lebt und arbeitet. Er studierte Jura und Kunstgeschichte.

Kontakt: Thomas Punzmann Gallery Frankfurt

info@punzmann-gallery.com

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08.07.2014 Malerei mit Hund

Redaktion/ Florinda Ke Sophie

Stefanie Hödlmoser bittet nicht nur Menschen, sondern auch einen Hund Platz zu nehmen und sich porträtieren zu lassen. So unterschiedlich wie die Gründe zum aus der Haut fahren sein können, sind auch die Gefühle die geweckt werden - wütend, angeekelt oder einfach nur fertig, genervt, resigniert.

Oder abwartend, bis man vor Spannung platzen oder aus der Haut fahren könnte. So wurden die zu Portraitierenden darum gebeten an etwas zu denken, bei dem sie aus der Haut fahren würden. Die Titel der einzelnen Portraits verraten die individuellen Gründe. Der Hund wird gebeten an einen Keks zu denken. Damit ihm das leichter fällt, hält ihm sein Frauchen einen Keks vor die Nase und nimmt ihn dann vorerst wieder weg. Das Frauchen weiß: „Ja, jetzt ist sie richtig genervt“. So entstanden Werke mit ungewöhnlichen Titeln wie "Jetzt gib mir endlich meinen Keks" oder "Das Geräusch vom Strumpfhosenanziehen".

Stefanie Hödlmoser portraitiert Mensch und Tier

Stefanie Hödlmosers Werkzyklus "Aus der Haut fahren" schließt mit der Materialität an die 2013 erstmals auf Müllsack gemalte Serie "plastic people" an. Neu im Schaffen der Künstlerin ist die dezidierte Konzentration und Reduktion in der Malerei auf den Gesichts/Gefühlsausdruck der Portraitierten. Ist in früheren Arbeiten noch das Gesicht Teil der Gesamtkomposition zugunsten eines einheitlichen Eindruckes, so ist er in Hödlmosers Personale der ungeteilte Mittelpunkt der Arbeit. Die Künstlerin schafft an den ersten Müllsack-Zyklus angrenzend neun weitere Ölmalereien auf (neuwertigen) grünen Plastiksäcken, die auf Keilrahmen gespannt sind. Wie eine sehr feine und verletzliche Haut spiegeln die Kompositionen in grüner Transparenz die jeweiligen Antlitze und deren situationsbedingte Emotionalität der Porträtierten wieder. Als Porträtistin erweist sich die Künstlerin als sehr empathisch, denn schon die ersten drei Müllsack-Werke zeigen viel Verletzlichkeit von Menschen, die auf der Straße und dort mit und ebenso aus dem Inhalt von Müllsäcken leben.

Stefanie Hödlmoser, geboren und aufgewachsen in Wels, Oberösterreich, studierte von 2006 - 2010 Industrie Design an der FH Joanneum Graz. 2009 wird ihr das erste Mal ein Künstleratelier im Rondo für ihre Malerei vom Land Steiermark zuerkannt. Nach ihrem Dipl.-Ing. (FH) Abschluss studierte  sie noch zwei Semester Kunstgeschichte an der KF-Uni Graz und machte sich 2012 als Designerin in Graz selbständig.

Mit einem neuerlichen Stipendium ist sie 2013/14 wieder im Rondo vertreten und beschäftigt sich dort mit Kunst und Design. Ihre überzeugenden Arbeiten präsentierte sie erstmals in einer Ausstellung in der Galerie Blaues Atelier.

Text: Florinda Ke Sophie

 

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20.05.2014 Werk der Woche

GFDK - Angelika Watzl

Die Bildwelten von Niki Elbe prägt ein vibrierender, poppiger und vom Gegenstand losgelöster Kolorismus und ein Bildraum, der sich über Fläche und Kontur organisiert. Obschon man in Versuchung gerät, formale Bezüge zum europäischen Modernismus oder zu Zeitgenossen wie Franz Ackermann, Beatriz Milhazes oder Marcel Dzama herzustellen, bewegt sich die Formensprache der Künstlerin unabhängig von kunsthistorischen Kontexten.

Einerseits weist Niki Elbes Formensprache deutliche grafisch-illustrative Elemente auf, vor allem hinsichtlich der Flächen- und Figurengestaltung, und den starken Kontrasten von scharf konturierter, schwarzer Tusche und intensiv leuchtenden Acryl-, Aquarell- und Gouachefarben. Zugleich zeichnet sie sich durch einen freieren, malerisch-gestischen Duktus aus, etwa wenn die Künstlerin unvermittelt zart lasierende, transparente Aquarellwolken in den Bildraum und auf das noch feuchte Papier setzt.

Die Figuren und ihre natürliche oder konstruierte Umwelt werden in Größenverhältnissen dargestellt, die sich nicht um Realitätstreue bemühen, sondern den Vorstellungen der Künstlerin folgen – und daher mit den Prinzipien des mittelalterlichen Bedeutungsmaßstabs in Verbindung gebracht werden können.

Auseinandersetzung mit dem Thema "Reisen"

Inhaltlich setzt sich Elbe mit dem Reisen im weitesten Sinne auseinander: Safari ist Swahili und bedeutet „Reise“. Weniger eine durchgängige Narration als vielmehr das Episodenhafte kennzeichnet insofern die Serie. Häufig wiederkehrende, fantastische Charaktere, mitunter symbolisch aufgeladen oder afrikanischen, indischen oder südamerikanischen Kulturkreisen entstammend, springen von Bild zu Bild: Eine blonde Frauenfigur findet sich ebenso häufig wieder wie kleine uniformierte Äffchen, Fische oder Vögel. Die Äffchen nehmen die Rolle des Störenfrieds ein: „Wilde Gesellen, Begleiter, die mit anarchischer und sexueller Energie das Leben aufmischen“, so Niki Elbe über ihren Werkzyklus.

Es ist unvermeidbar, dass die Künstlerin in ihren Arbeiten auch Persönliches verarbeitet. Allerdings verläuft Elbes Werkgenese oft derart intuitiv und unbewusst, dass ihre Kunst nicht im Sinne des Autobiografischen gelesen werden sollte.

Weibliche Stärke, Schönheit und Selbstbewusstsein

Subjektive Erfahrung, intime Wunschvorstellungen und fast mystisch-romantische Auffassungen vom Reisen in die Natur und die verschiedenen Kulturen schieben sich in „Safari“ neben breiter angelegte Themenkomplexe. So finden Stärke, Schönheit und Selbstbewusstsein der Frau gewiss eine besondere Beachtung  – doch auch den komplizierten Bedingungen weiblicher Identität und Sexualität, dem Verhältnis von Natur und Mensch, oder dem Verhältnis von Frau und Mann spürt die Künstlerin nach. So werden die Szenen von Begegnungen beherrscht, die zugleich anziehen und irritieren. Formale Qualitäten stehen sich diametral gegenüber; ein scheinbar vertrautes trifft auf ein eher exotisches, folkloristisches Motiv- und Figurenvokabular. Aus diesen vielschichtigen innerbildlichen Wechselwirkungen und Gegensätzen entwickelt sich eine stetige Faszination beim Betrachten.

Innerhalb der aktuellen Kunstproduktion, die bestehende Bilder in andere Bilder transformiert, bewegen sich Niki Elbes poesievolle Werke in einem weltumspannenden Zusammenhang, in dem persönliches Erleben und zeitgenössische Universalität miteinander verwoben werden.

 

NIKI ELBE - BIOGRAFIE

1970    * in Aachen, aufgewachsen in Süd-Afrika und Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin

1991 – 1997   Studium an der Hochschule der Künste, Berlin bei Prof. Christiane Möbus

1998    Meisterschüler bei Prof. Christiane Möbus

EINZELAUSSTELLUNGEN

2014   Niki Elbe – Safari, Morgen Contemporary, Berlin

2010   Tinderbox Contemporary, Hamburg;  Zeitkunstgalerie, Halle/Saale

2009   In The Woods, Galerie Morgen, Berlin

2008   Desperado, Galerie Tinderbox Contemporary, Hamburg

2007   Niki Elbe & Cornelia Schleime, Kunsthalle Mannheim

2006   Wir haben ein Kinderzimmer!, Heimatmuseum Reinickendorf, Berlin

2005   Offenes Atelier Öllermann, Berlin

2004   Zart und unanständig, Theater Brandenburg, Brandenburg

2003   Galerie Art & Henle, Berlin

1999   Museu de Arte Moderna, Salvador da Bahia, Brasilien;   dirty windows gallery, Berlin

 

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

2013   Leben an der Ackerstraße, Institut für alles Mögliche, Berlin;  UHU, Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin;  May Line Is My Line, Alte Schule Adlershof, Berlin

2012  Introspection (mit Christiane Möbus, Anna und Bernhard Blume, Günther Uecker u. a.), artlabmannheim, Mannheim;  Hasenlager, Kunstmuseum Erlangen

2010 / 2011 Frau sieht Frau sieht Frau, Kunstmuseum Erlangen, Wanderausstellung in Museen und Kunstvereinen der Metropolregion Nürnberg

2009   art scout one, Aktuelle Kunst in Mannheim, Mannheim;  Curator’s Choice, Swiss Art Institution, Karlsruhe; 10 Jahre Junge Kunst, Kunstverein Weiden, Weiden

2008   Tinderbox, Preview Berlin, Berlin; Ich Du Er Sie Es (mit Heike Pillemann und Lisa Endriss), Kunstverein Weiden, Weiden

2007 Strong women – pictoresque worlds (mit Cornelia Schleime und SEO),  Verena Foundation, Hydra, Griechenland;  Junge Kunst in der Graphotek Reinickendorf, Berlin

2006   Graphothek Reinickendorf, Berlin

2005   permanent zeitgenössisch, Atelierpreisträger 96-05, Haus am Waldsee, Berlin

2003   Haus am Waldsee, Berlin;  Works on paper (flatfiles), Galerie Völcker & Freunde, Berlin; Prêt-a-porter, Galerie Art & Henle, Berlin

2002   Vorstellung, Haus am Kleistpark, Berlin; ex cabina, Galerie Walden, Berlin; Emil-Bock-Institut, Berlin

2001   relate – Junge Kunst, Oberpfälzer Künstlerhaus, Schwandorf;  HIGH FIVE Vol. 3, Galerie Walden, Berlin

2000   10:10, Kunstverein Weiden, Weiden

1999   relate, Kunstverein Weiden, Weiden; HIGH FIVE, Projekträume Gormannstraße, Berlin; Looking abroad – Das Washingtonprojekt, Kunstverein Braunschweig, Braunschweig

1998 Looking abroad – Das Washingtonprojekt, Kunstsammlung Poll, Berlin; Contrapartida II, Hochschule der Künste, Berlin; HIGH FIVE, Projekträume Gormannstraße, Berlin; Erstausgabe / Messe der Ideen, Buchmesse Leipzig, Leipzig

1997   Corcoran Museum of Art, Washington D.C. HORST, Naturwissenschaftliches Museum, Berlin-Charlottenburg

1996   Hooghuis Arnhem, Niederlande; Galerie EndArt, Berlin

 

STIPENDIEN

2006 1. Preis, Wettbewerb Brandwand, Joachimstaler Straße 20, Berlin – Hochtief GmbH / Universität der Künste Berlin (mit Felix Müller); Wir haben ein Kinderzimmer!, Heimatmuseum Reinickendorf, Berlin

2002   Atelierpreis, Karl-Hofer-Gesellschaft e.V. Berlin

2001 – 2003  Karl-Hofer Atelierstipendium, Karl-Hofer-Gesellschaft e.V. Berlin

2001   Projektförderung HIGH FIVE, Kulturamt Prenzlauer Berg, Berlin

1999 Reisestipendium der Deutsch-Brasilianisch Kulturellen Gesellschaft nach Salvador da Bahia, Brasilien;   Projektförderung HIGH FIVE, Kulturamt Berlin-Mitte, Berlin

1998 Gründung von HIGH FIVE: Produktionseinheit für unabhängiges Ausstellungswesen /  Langzeitbeobachtung einer Dynamik

 

MESSEBETEILIGUNGEN

2010   SCOPE Miami Art Show, USA, Morgen Contemporary

2009    SCOPE Basel Art Show, Schweiz, Galerie Morgen

2008    Preview Berlin, Tinderbox


Morgen Contempory

MANAGING DIRECTOR  |  ANGELIKA WATZL
ACKERSTR. 162  |  10115 BERLIN

M  + 49 - (0)173 - 67 34 666
T   + 49 - (0)30 - 80 20 66 03
F   + 49 - (0)30 - 80 20 66 04
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WWW.MORGEN-CONTEMPORARY.COM

 

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08.05.2014 THINK BIG

Redaktion - LINDEN CORPORATE ART GALLERY

Abstrakt und großformatig sind die neuen Werke des Künstlers Hans-Jürgen Linden. Er erweitert sein Arbeitsspektrum von der Gegen-ständlichkeit in die Abstraktion. Das Großformatige ist Ausdruckskraft seiner Arbeiten, die sich in unterschiedlichen Interpretationen darstellen.

Abstrakte Kunst setzt den Kontext aus dem Zusammenhang und bildet neue Akzente. Von den Gegebenheiten seiner selbst fotografierten, floralen Fotovorlagen geht er in die Abstraktion. Hieraus ergeben sich Veränderungen in Stil, Struktur, Perspektive und Farbgebung. In der Darstellung dieser Abstraktionen bildet Linden in gewissem Sinne einen spezifischen Eigenstatus. Was hierbei als das Wesentliche Gültigkeit hat, bestimmt auf der einen Seite der Künstler und auf der anderen Seite die Wahrnehmung des Betrachters. Im Idealfall bildet sich ein positiver, kommunikativer Prozess.

Florale Fotokunst von Hans-Jürgen Linden

Die aktuellen Fotokunstwerke des Künstlers werden im Großformat mit Maßen von beispielsweise 300 x 180 cm oder größer umgesetzt. Sonderformate als Auftragsarbeit sind möglich, z.B. Triptychon: 3 m hoch x 5,40 m breit oder im Duo-Breitformat (2-teilig) 1,80 m hoch x 6 m breit. Sie werden in Galeriequalität im exklusiven und hochwertigen Diasec-Verfahren produziert. Dabei handelt es sich um ein patentiertes Verfahren, das Bilder von bestechender Klarheit und höchster Brillanz erzeugt. Alle Werke der neuen Reihe erscheinen jeweils in einer limitierten Auflage von 12 Stück und sind auf der Rückseite signiert, datiert und nummeriert. Die vollständige Serie der abstrakten Motive finden Sie unter Gallery II.

Zum Künstler:

Linden ist ein interdisziplinärer Grenzgänger zwischen Kunst und Kommunikation. Corporate Art eine logische Konsequenz seiner kreativen Laufbahn, die in den 1970er-Jahren mit einem Studium an den Kölner Werkschulen und der Kölner Fachhochschule für Fotografie startete. Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet er mit der digitalen Fotografie. Die floralen Motive seiner aktuellen Serie arrangiert er durch Verfremdung zu neuen Sichtweisen und Perspektiven, die abstrakten Creationen ergänzen sich dazu. Alle Werke und Kontaktdaten finden Sie unter www.linden-corporate-art-gallery.eu.

E-Mail: office@linden-corporate-art-gallery.eu

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15.03.2014 ausstellung in berlin vom 8. März bis 4. Mai 2014

GFDK - Egbert Baqué

Wolfgang Neumann malt, zeichnet, schreibt und singt. Seine Songtexte, so der Kunsthistoriker Tilman Osterwold, "sind beobachtend, selbstreflektiv, kombinatorisch angelegt; sie bieten einen denkbaren Schlüssel im Versuch, dem reichhaltigen bildnerischen Werk dieses vielschichtig inspirierten und komplex inspirierenden Künstlers näher zu kommen".

Dieser Mann macht neugierig

"Der Gang in Wolfgang Neumanns Atelier", berichtet Osterwold, "brachte die Ambivalenz in den Temperaturen seiner Bilder besonders intensiv zur Wirkung. Das Klima seiner Bilder wirkt auf den ersten spontanen Blick herb, gleichzeitig aber ist es von einer empfindsamen Wärme durchzogen. Die sensiblen Nuancen verstecken sich in den schroffen Temperamenten einer haltlosen bis aggressiven, engmaschigen bis weiträumigen Bildwelt, deren 'leere Fülle' sich kompositorisch und medial sucht und verliert: eine Art chaotischer Neuordnung…"

Ausstellung in Berlin - Flashlight und Blackout

Der Gang in unsere Galerie offenbart dem Kunstinteressierten eine Fülle neuer Malereien und Zeichnungen, eine großformatige digitale Radierung – und ein Bild, das Wolfgang Neumann nur für diese Ausstellung auf die größte Wand der Galerie malt. Besucher der Vernissage kommen zudem in den Genuss einer Live-Performance: Der Künstler tritt mit seiner Band ART-ATTACKE auf.

Ein Katalog zur Ausstellung ist in Vorbereitung.

Vernissage Samstag, 8. März 2014, 19 - 21 Uhr
Music-Performance ART-ATTACKE, 20.30 Uhr
Fasanenstr. 37   10719 Berlin
office@berlin-contemporary-art.com
www.berlin-contemporary-art.com

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10.02.2014 figurale Kompositionen

GFDK - Mario Berdic

Die junge Malerin Sladana Matic Trstenjak entwickelte speziell für  die thematische Personal-Ausstellung "Himmel über Sarajevo", in der Grazer Galerie Blaues Atelier, einige herausragende Bilder, die  ausnahmsweise auch figurale Kompositionen einschließen.

Sladana Matic Trstenjak bezieht  sich auf historische Motive des Sarajevo Attentats (Gavrilo Princip  und »Junge Bosnien«), die als eine Vorwarnung einer ganzen Reihe von katastrophalen Kriegsführungen auf dem bosnischen Gebiet im XX.  Jahrhundert betrachtet werden kann. Immerhin, der Himmel über Sarajevo war und bleibt unverzerrt, wie die Hoffnung auf eine ruhige  und perspektivenreiche Zukunft der multinationalen Bevölkerung, die  dort schon seit Jahrhunderten zusammen lebt und stirbt, den jeweiligen politischen Tumulten ständig trotzend.

Nachklänge des deutschen Expressionismus

In ihrem Malstil spiegeln sich überraschenderweise die Nachklänge des deutschen Expressionismus, die durch ausgeprägte  Flächenhaftigkeit, deformierte Formgebungen und einer starken, am  häufigsten schwarzen "noldischen" Kontur auf der einen Seite  gekennzeichnet sind. Auf der anderen Seite handelt es sich um  individuelle Variationen geometrisch stilisierter,  bildzeichnerischer Abbildungen von Landschaftsmotiven, die sie aus  der freien Phantasie nachempfindet. Sie liegen in ihrer Betonung auf  Wäldern oder einzeln herausragenden Bäumen. Obwohl die bildnerische Gesamtgestaltung auf den ersten Blick einen fast druckgrafischen Flächeneindruck vermittelt, wird durch die warm-kalte  Farbmodulierung, mit akzentuierten schwarzen Partien, trotzdem ein starkes Raumgefühl vermittelt. Als Besonderheit werden auf der Bildoberfläche kollageartige, mit Bleistift- oder Kohlezeichnungen  vorgefertigte und zerrissene Papierstücke aufgebracht.

Die Malerin Mag.a Sladana Matic Trstenjak ist in der Mariborer Kunstszene eine willkommene Bereicherung, da sie von der in  Slowenien weniger bekannten Akademie der bildenden Künste aus Siroki  Brijeg (BiH) kommt, welche von berühmten kroatischen Kunstprofessoren nach dem Krieg mit der Absicht gegründet wurde, die  traditionsreichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Kunstpädagogik in  breitere Kulturspheren auszustrahlen.

Mario Berdic, Kunstkritiker, Maribor



Kontakt:
Kerstin Eberhard
Kunst- und Kulturmanagement
florinda@inode.at
Galerie Blaues Atelier
Annenstraße 33
A-8020 Graz
Österreich

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10.02.2014 alles ist wert, genau betrachtet zu werden

GFDK - Redaktion

Die in Dortmund geborene Künstlerin Corinne Wasmuht wuchs in Peru und Argentinien auf. Bis 1992 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschülerin von Professor Alfonso Huppi. Die Künstlerin lebt heute in Berlin und ist Preisträgerin des August-Macke Preises, den sie 2011 verliehen bekam. Corinne Wasmuht zählt zu recht zu den einflußreichsten Künstlerinnen in Europa.

Das Werk von Corinne Wasmuht zeichnet sich durch eine vielschichtige, akribische Malweise und eine hohe Farbintensität aus. Die Künstlerin entwirft in großformatigen Ölgemälden Räume und Raumschichtungen, die mit Überlagerungen und Wiederholungen arbeiten.

Alles ist wichtig. Alles soll genau angeschaut werden

Einzelne Fragmente bleiben gegenständlich, andere lösen sich bis zur Abstraktion auf. Durch Doppelungen und Überschneidungen von Bildperspektiven und das Ineinanderblenden von Strukturen entstehen Eindrücke von rauschender Geschwindigkeit und leuchtender Farbigkeit.

Corinne Wasmuht malt nicht nur einfach Bilder, sie zeigt, dass die Bildende Kunst als Fachdisziplin für Wahrnehmung einer der ganz wenigen Orte unserer Gesellschaft ist, an dem grundsätzlich über unser Wahrnehmungsleben nachgedacht wird. Diese Einstellung hat sie wohl dem großen Geist der an der Düsseldorfer Kunstakademie der dort herschte zu verdanken.

"Wenn alles wert ist, genau betrachtet zu werden, muss ich mir dafür Zeit nehmen"

Die künstlerische Recherche von Corinne Wasmuht zeigt sich auch in ihren zahlreichen Papiercollagen. Diese sind Teil von Corinne Wasmuhts Bildarchiv, das Abbildungen aus Zeitschriften, Prospekten und weitere Drucksachen umfasst.

Die Papierarbeiten und ihre thematische Zusammenstellung unter Stichworten wie "Astronauten", "Wasser" oder "Explosionen" zeigen einmal mehr das elementare Interesse der Künstlerin an visuellen Strukturen und ihren großen Assoziationsreichtum. Eine Auswahl aus diesen Collagen wird ebenfalls Teil der Ausstellung sein.

Ausstellung in der Kunsthalle Kiel

Die Kunsthalle zu Kiel beginnt das Ausstellungsprogramm 2014 mit einer Werkschau der Künstlerin Corinne Wasmuht (*1964 in Dortmund), die zu den bedeutendsten deutschen Malerinnen der Gegenwart zählt. Die Ausstellung umfasst Werke von 1989 bis in die Gegenwart, von den frühen, mikroskopisch anmutenden Strukturbildern bis zu ihrem jüngst vollendeten Gemälde. Das wandfüllende Werk wird im Rahmen dieser Einzelausstellung zum ersten Mal öffentlich präsentiert.

15. Februar bis 9. Juni 2014

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07.01.2014 im Rahmen des Duesseldorf Photo Weekend 2014

GFDK - Beck & Eggeling

Die Freunde der Künste wollen Euch nun den Fotokünstler Thomas Wrede als Werk der Woche vorstellen. Beck & Eggeling präsentiert im Rahmen des 'Duesseldorf Photo Weekend 2014' neue Fotoarbeiten von Thomas Wrede aus seiner Serie „Real Landscapes“. Die Eröffnung findet am Freitag, 31. Januar 2014 um 19 Uhr in der Bilker Straße 4-6, Düssseldorf, statt. Der Künstler ist anwesend.

Thomas Wrede fasziniert mit dramatischen Landschaftsfotografien

Nicht zuletzt durch drei vorangegangene Einzelausstellungen bei Beck & Eggeling gehört Thomas Wrede (*1963) bereits als etablierte Position zur Düsseldorfer Fotoszene. Seine großformatigen, stillen, aber auch dramatischen Landschaftsfotografien faszinieren in besonderem Maße, da sich der Betrachter schlagartig mit allen Facetten der menschlichen Existenz konfrontiert fühlt.

Idylle und Katastrophe, Sehnsucht und Debakel bilden den schmalen Grad von Stimmungen, die hervorgerufen durch Wredes komplexe Regie, nachdenklich stimmen. Szenische Wolkenformationen oder gleißende Sonnenuntergänge am Horizont lassen die Grenzen verschwimmen.

Ausgangspunkt seiner fotografischen Arbeiten ist die Sehnsucht nach der Natur.

Dabei bedient sich Wrede in seiner Serie „Real Landscapes“ der Requisiten von Modelleisenbahnen und setzt Häuser und Bäume in Miniaturgröße in die reale Natur – an den Strand, in den Schnee oder in eine nahe gelegene Pfütze. Dabei ist jeweils nur ein kleiner, wenige Fußschritte umfassender Auszug der Natur von Belang. Die Wahrnehmung des Betrachters wird dadurch auf eine falsche Fährte gelenkt, da sich im Foto die ganze Umgebung nach der Größe der Häuser oder Bäume richtet. Die hervorgerufene Täuschung durch Widersprüche und Unstimmigkeiten der Proportionen ist Ergebnis der geschickten Nutzung einer analogen Plattenkamera mit Weitwinkel – Wrede greift in Maßstäbe ein und verringert Distanzen. So wird aus der Pfütze ein See, aus Schneehaufen verschneite Bergketten und aus ein paar Zentimeter ebenem Sand ein kilometerlanger Strand.

Thomas Wrede über seine Fotoarbeiten

„Es ist mir wichtig, in die Welt hinauszugehen und mich der Landschaft mit ihrer spezifischen Licht- und Wettersituation auszusetzen und anregen zu lassen, um dann mit geringen und simplen Mitteln neue Bildwelten zu schaffen, die ausschließlich durch die Fotografie, in der Fotografie, als Fotografie existieren.“ (Thomas Wrede)

Dass es nicht immer Sehnsucht verheißende, romantische Landschaften in Wredes Fotografien sind, sondern auch katastrophale Ausmaße von Naturgewalten zum Thema werden, zeigt die Fotografie „Nach der Flut“. Bekannte Bilder, die an echte Szenarien aus den Nachrichten erinnern, legen sich vor unser inneres Auge.

Thomas Wrede wurde 1963 in Lethmathe/Westfalen geboren. Sein Studium der bildenden Kunst absolvierte er in Münster und Berlin. Von 1998 bis 2005 hatte Wrede einen Lehrauftrag für Fotografie an der Kunstakademie Münster inne. Zahlreiche Ausstellungen der letzten Jahre präsentierten die Arbeiten Wredes im In- und Ausland. Besonders seien hier die Einzelausstellungen im Museum Kunst der Westküste, Alkersum (2010), in der Kunsthalle Bielefeld (2010) und im Wallraf-Richartz-Museum, Köln (2007) und folgende Gruppenausstellungen genannt: im Nationalmuseum für Geschichte und Kunst, Luxemburg (2013), im Seoul Museum of Art, Südkorea (2011) und im Kunstmuseum Wuhan, China (2009).

In den vergangenen Jahren fanden Fotografien Wredes Eingang in bedeutende Kunstsammlungen: Staatsgalerie Stuttgart, Landesmuseum Münster, The West Collection Philadelphia, Kunst-am-Bau-Projekte in Berlin für die Bundesrepublik Deutschland, UBS Zürich & Luzern, DZ-Bank Frankfurt.

Der Künstler wurde bereits mit bedeutenden Preisen gewürdigt, darunter der Karl-Hofer-Preis der  Hochschule der Künste Berlin.

Beck & Eggeling

Bilkerstr. 5 + 4-6

40213 Düsseldorfer

T +49 211 49 15 890

F +49 211 49 15 899

www.beck-eggeling.de

info@beck-eggeling.de

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30.12.2013 In love with K...... K Visuals

Herwig Nowak und Gottfried Böhmer

Die Künstlerin Gila Abutalebi, mit der die Gesellschaft Freunde der Künste schon mehrere Kunst und Kultur Projekte veranstaltet hat, unter anderem das Goethe-Festival 255 Jahre Goethe "Wie sehen Künstlerinen Goethe", erzählte uns dass sie eingeladen wurde zu einer Einzelausstellung zum 16. ISLAMIC ART FESTIVAL 2014.

Das Emirat Sharjah ist die islamische Kulturhauptstadt 2014. Im Emirat Sharjah gibt es über 20 Museen, Nationalparks und Botanische Gärten. Im Rahmen der Aktivitäten als Kulturhauptstadt 2014 ist auch eine gemeinsame Ausstellung des Museum für islamische Kunst in Berlin und des Museum for Islamic Civilisation in Sharjah geplant.


Kulturhauptstadt der arabischen Welt

Das Festival findet in Sharjah einem der sieben Emirate bei Dubai statt. Als Persisch-Deutsche Künstlerin empfindet Gila Abutalebi das als grosse Auszeichnung womit sie niemals gerechnet hätte.

Ungesehen. Unbeschreiblich. Unglaublich. Ein unbekannter Autor schreibt: „Orientalisch, persische Kreativität wird verbunden mit westlicher Realität und Innovation ...“ Die Künstlerin selbst nennt ihre Arbeit Transparente Lyrik. Nun präsentiert sie ihre Serie „In Love with K – K Visuals“.

Feuer der Liebe, Leidenschaft zur Sprache

Die Deutschiranerin Gila Abutalebi ist eine Ausnahmekünstlerin. Besser noch: ihr Werk ist eine Ausnahmeerscheinung auf dem Kunstmarkt. Das verwandte Material wie die bearbeiteten Themen und die Art ihrer Darstellung verleihen dem Oeuvre ein Alleinstellungsmerkmal in der Welt der vielfach von Picasso oder Warhol beeinflussten Plagiaten.

Zeitgenössische Kunst und Kalligrafie

Transparente Materialien und leichte Farben werden hier verwendet, die teils in mehreren Schichten übereinander gelegt in ihrer Mehrdimensionalität geradezu einen Schwebezustand erlangen. Der Hintergrund ist gekennzeichnet von einem vollkommenen Gleichmaß der verwandten, traditionellen nicht gegenständlichen Formen.

Mit ihnen wird die ganze Fläche in einheitlicher Farbgebung gestaltet. Die darüber liegende Schicht oder Schichten wenden sich der Darstellung der Gegenwart oder sogar der Zukunft zu. Sie sind also der Vergangenheit im wörtlichen Sinne „vor-gehängt“.

Kompositionen aus Sprache, Bild, Tiefe und Transparenz

In Gebärde und Ausdruck bilden sie das diametrale Gegenteil der Vergangenheit: unbestimmter, größer und wohl auch gröber gestaltet ,aber expressiver, ja geradezu explosiv in der Aussagekraft. Alles das eine zutreffende Charakterisierung von gestern, heute und morgen.

Das Gestern kennen wir im Detail, das Heute und das Morgen sind unbestimmt, unklar, allenfalls mit dem Herzen sichtbar. Die Werke beziehen aus dieser Korrespondenz, ja besser gesagt, Konkurrenz, ihre ungeheure Spannung.

Auf ihrer Reise zu sich und zu ihrer Kunst

Mit einer spürbaren Liebe, unendlichen Farbspielen, bis hin zum Kampf der Zeitalter, der Buchstaben, Gefühle und sogar der Welten beschreibt die Künstlerin ihre Werke. Seit bald zwei  Jahren visualisiert sie den Buchstaben „K“ auf ihre Weise in seiner ungeheuren sprachlichen und kulturellen Bedeutungsvielfalt. Es entstehen die „K Visuals“ . Das K wird zum Held ihrer Kunst. Dass ein Buchstabe und kein Wort visualisiert wird, erlaubt eine viel größere Deutungsvielfalt. Vom absolut Negativen bis zum hoffnungsvoll Positiven.

Es gibt also das gute „K“ (Kuss)

wie auch das böse „K“Krieg.

Auch K-opflose

K-reaturen, K-ommunikation, K-orruption

K-reation, K-ettenreaktion,

K-onflikt. 

Die dargestellten Deutungen beruhen auf der Reflektion der K-ünstlerin. Die Reflektion kann zur Gegenreflektion werden. Diese mag sich zwar vielleicht nicht jedem direkt erschließen. Aber derjenige wird reich belohnt, der sich die Mühe macht, sich mit dem Inhalt des Bildes detailliert auseinander zu setzen.

Fern ab ist Gila Abutalebi von jeglicher Bevormundung des Betrachters. Dieser wird im Gegenteil aufgefordert, eigene Überlegungen und Sinndeutungen anzustellen. Die Künstlerin sieht sich primär in der Rolle der Fragenden, die Fragen kommuniziert und die dem Betrachter Spielraum für eigene Antworten lässt. Jedenfalls wird die „Kunst Abutalebi“ damit der Aufgabe gerecht, die wir heute der künstlerischen Darstellung überwiegend geben - nämlich, sich gesellschaftskritisch zu Wort zu melden.

Nicht fototechnisch nicht verbal transportieren ihre Werke die volle Wirkung, sie sind durch das gezielt eingesetzte Lichtspiel ein absolutes Live Erlebnis. Wenn Leben künstlerische Entwicklung ist, dann haben wir von der jungen lebendigen, vor Originalität sprühenden Künstlerin noch manches zu erwarten.

Die Ausstellung des 16. Islamic Art Festival geht vom 06.01.2014 - 06.02.2014

(Herwig Nowak, 2013)

Solo Exhibition, Leipzig, Germany

salve art gallery

17/01/2014 – 03/03/2014 in Leipzig

Vernissage 17/01/2014 19h

Bartels Hof Hainstrasse 1-3 D-04109 Leipzig

Tel. +49 (0)341 1492369

Mobil + 49 (0)177 3506585

office@salve-art-gallery.de

www.salve-art-gallery.com


Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

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21.12.2013 Zeit des Überflusses und des Konsums

GFDK - Kunstverein Trier

Die Freunde der Künste wollen Euch nun den Künstler Stefan Philipps als Werk der Woche vorstellen. Die Weihnachtszeit naht und damit die Zeit des Überflusses und des Konsums. Unter dem Motto Schöne Bescherung zeigt Stefan Philipps im Kunstverein Trier Junge Kunst seine neuesten künstlerischen Ueberraschungen.

Wie schon zuvor thematisiert Philipps den Umgang des Menschen mit Umwelt und Natur, indem er Alltägliches zu kuriosen Objekten umformend den Vanitasgedanken thematisiert. Die Präsentation der Objekte erinnert dabei einmal mehr an barocke Wunderkammern, Kuriositätenkabinette oder auch an phantastische Traumbilder.

Stefan Philipps will den Betrachter zum Nachdenken bringen

Inhaltlich geht es dabei nicht nur darum, dem Betrachter ein Schmunzeln zu entlocken, sondern auch um assoziatives Betrachten und die Visualisierung der Ernsthaftigkeit des menschlichen Handelns in der Welt. Humor ist jedoch eine wichtige Zutat der ausgestellten Arbeiten und diese sollen so auch die oftmals sehr verbissene Ernsthaftigkeit des Kunstbetriebes in Zweifel ziehen.

Darf Kunst lustig sein?
Die Frage ob Kunst lustig sein darf, wird in der Hinsicht beantwortet, dass allen Objekten und Malereien eine tiefgreifendere, zum Nachdenken anregende Ebene zugrunde liegt. Jeder Betrachter kann diese in dem Bewusstsein, dass Humor nie gleichbedeutend mit Banalität ist, für sich entdecken.
Die Objekte und Installationen in der Galerie Junge Kunst werden zu Metaphern menschlichen Handelns und illustrieren auf humorvolle Weise Themen unserer Zeit.

Über seinen Werkzyklus "Knochenobjekte" sagt Stefan Philipps:

Humor spielt eine wichtige Rolle bei der Betrachtung der Knochen-Arbeiten, doch im selben Moment bleibt das Lachen im Halse stecken und eine weitere finstere und düstere Ebene offenbart sich. Kronleuchter, Teppiche und blumige Stoffmuster präsentiert Stefan Philipps in der Tradition barocker Wunderkammern. Schöpfung und Vergänglichkeit werden mit Hilfe witzig verfremdeter Objekte aus Hühnerknochenabgüssen thematisiert.

Brathähnchen und andere verlorene Paradiese

Alltagsobjekte wie Lampen, Teppiche, Tapeten oder eigenartige Gewächse in gemeinen  Blumentöpfe spickt der Künstler Stefan Philipps mit Hühnerknochen und läßt sie zu Versatzstücken einer absurden Inszenierung werden. Sie zeigen den Hang zum Künstlichen, die Suche nach dem ewig Neuen. Unter dem Deckmantel einer humoristischen Oberfläche beschäftigen sich Philipps Arbeiten mit der Genesis im Sinne einer Neukreation. Ihr Fetischcharakter ermöglicht eine Vielzahl von Interpretationen und Sichtweisen. Als Memento mori im barocken Sinn zitieren sie auch den Gedanken: Jegliche Kreatur gedenke ihrer Vergänglichkeit oder sie erzählen uns einfach phantastische Geschichten vom Brathähnchen und anderen verlorenen Paradiesen.

 

Vita Stefan Philipps

1958 geboren in Saarburg Bez. Trier, lebt und arbeitet in Trier und York

1978-94 Studium der Geographie und Politikwissenschaft in Trier und Montreal/Kanada

Lehrerausbildung, Zivildienst

Studium der Bildenden Kunst in Mainz, Staatsexamen

Studium der Freien Bildenden Kunst in Mainz bei Prof. Elfi Knoche-Wendel

seit 1993 Kunsterzieher in Wiesbaden, dann Trier

seit 1995 freie Arbeit in Trier

seit 2006 freie Arbeit in York

seit 2009 Vorsitzender Kunstverein Trier Junge Kunst in Trier

(http://www.junge-kunst-trier.de/)

 

Einzelausstellungen

2013 Trier, Kunstverein Trier, Schöne Bescherung!

Morbach, Kunst im Gewächshaus 2013

2011-14Y ork, Open Studios

2011 Echternach (Luxembourg), Studio Zenz, Rost-Rot II

2008 Rockenhausen, Mueum Pachen „Hühnerei“

2006 Schweich, Synagoge, „Rost-Rot, Neue Arbeiten“

Köln, Kunstraum 320, „Pret à manger…“

2005 Winningen, Galerie im Kelterhaus, „Pret à manger…“

Schönecken, Altes Amt, „Pret à manger…fast food in slow motion“

Trier, Rathaus, Trier Zimmer, „Rost Rot“

2003 Grevenmacher/Luxembourg, Kulturhuef, „Trautes Heim…“

2001Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst „Neues aus dem Wienerwald“

Altenkirchen, Galerie Scafare, „Prozesskunst“

Winningen, Galerie im Kelterhaus, „Textile Objekte“

 

Auszeichnungen

1990 1.Preis: Speyer Sozialgericht: Der Mensch und das Recht

1991 1.Preis: Jockrim, Z

 

Gruppenausstellungen

2012 York, Barlane Studios, Art Trier - Kunst York

Trier, Tuchfabrik, Reliquie - Teisch in Kirche, Kunst und Konsum

York, Greys Court, YOS Taster exhibition

York, Open Studios York 2012

2011 Luxembourg, Galerie beim Engel, L’art en marche

York, Open Studios York 2011

2009 Gloucester, UK, Art festival

Trier, Tufa, „Ad hoc“

2006 Köln Kunstraum 320, Mir sin die wo gewinne welle

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

2005 Bopard, Villa Belgrano, Kunstverein Mittelrhein, Künstler des

Kunstvereins Trier, Junge Kunst Trier,

Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

2004 Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

2003 Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst, Künstler der Galerie

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

Brüssel, Luxembourg, Pirmasens, Trier, „ Mein Aldi mon Cora de Lux (K)

2002 Trier Kunstverein Junge Kunst, Jahresausstellung

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst,: Sieh um Dich

Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst: Wahlverwandtschaften

2001 Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Baukasten Trier (K)

Trier, Katholische Akademie: Sein oder Nicht Sein

Trier, Rockenhausen, Kunstverein Trier Junge Kunst: 40 x40

1999 Trier, Tuchfabrik,: L´art en marche

Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst: 40x40

1998 Trier, Museum Simeonstift, Ramboux-Preis der Stadt Trier

Sprinkange (Lux): L´art en marche

Trier, Kunstverein Trier, Junge Kunst: Jahresausstellung

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst: Jahresausstellung

Thionville,(F), Centre Culturel Jaques Brel: L´art en marche

1996 Bad Mondorf, (Lux) Casino

1995 Winningen, Galerie im Kelterhaus, 50 x 50

1994 Mainz, Frankfurter Hof: Bitte anfassen – Kunst zum Begreifen

Frankfurt , Museum für Kunsthandwerk, 6. Triennale 1994 (K)

Leipzig, Grassi Museum, 6. Triennale 1994 (K)

1992 Luxembourg, LAC, Salon de Printemps 1992 (K)

Mainz, Landesmuseum Mainz :: Landeskunstausstellung (K)

1991 Kunstverein Neustadt: Textil

München, Galerie Handwerk: Sommerfahnen

Brandenburg, Petrikapelle: Plastik zum Begreifen

Jockrim, Zehnthaus: Junge Künstler Rheinland-Pfalz

1990 Speyer, Sozialgericht, Der Mensch und das Recht

Sindelfingen Textilpreis der Stadt Sindelfingen (K)

Saarbrücken, Metz, Mein Aldi mon Cora de Lux

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, „Oh Mosella“

Luxembourg, LAC, Salon de Printemps (K)

Mainz,, Kunstverein Trier Junge Kunst im Landtag, „40x40x40“Kunstverein Trier Junge Kunst, Wahlverwandtschaften

(K) = Katalog / Catalogue


Kontakt Stefan Philipps:
Merianstr. 15
54292 TRIER/D

21 Murray Street
YO24 4JE YORK/UK

stefanphilipps@gmx.de

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