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12.09.2014 verstörende Fälle von Gewalt

Erlöse uns von dem Bösen - Spannungsreicher Thriller über einen New Yorker Cop

von: GFDK - kino.de

In Scott Derricksons Thriller bekommen abgebrühte New Yorker Cops eine dämonische Lektion direkt aus der Hölle.

Bereits 2003 erwarb Produzent Jerry Bruckheimer die Rechte am Buch "Beware the Night", in dem der New Yorker Ex-Cop Ralph Sarchie von seinen paranormalen Fällen berichtete. Bereits damals war Regisseur Derrickson involviert, wurde von Sarchie zur Recherche auf ein Buch verwiesen, das den Genrespezialisten dann zum Hit "Der Exorzismus von Emily Rose" inspirierte. Jetzt legt Derrickson einen Thriller vor, in dem Sarchie selbst Hauptfigur und das Paranormale sogar den härtesten Cops aus der Bronx zu viel des Bösen ist.

Sarchies Sammlung von unerklärlichen Vorfällen, ruhelosen Geistern und besessenen Menschen sind in "Erlöse uns von dem Bösen" zu einer geradlinigen Story verdichtet, in der rational und spirituell miteinander ringen, das Unglaubliche letztlich aber nicht in Frage gestellt wird. Sarchie (Eric Bana), der im richtigen Leben 16 Jahre lang Polizeidienst leistete, glaubt in der Begegnung mit dem Unmenschlichen schon alles gesehen zu haben, leidet unter einem Trauma, in dem die dunkle Seite selbst von ihm Besitz ergriff.

Drei verstörende Fälle - ein tobsüchtiger Mann, der seine Frau halbtot schlägt, eine Mutter, die ihr Baby wie in Trance über die Abgrenzung eines Raubtiergeheges wirft, und ein Phantom im Kapuzenshirt, das selbst von Löwen gemieden wird - führen Sarchie, seinen Partner und einen Priester auf die Jagd nach dem gemeinsamen Nenner und zur Konfrontation mit einem Dämon, der Jahre zuvor aus seinem Höllenloch im Irak befreit wurde.

Die Motive des Dämons und seine widersprüchlichen, wenig zielgerichteten Handlungen geben einige Rätsel auf, womit Spannung und Inszenierung Führungsrollen übernehmen müssen. Derrickson inszeniert große Strecken in Halbdunkel, Dauerregen und engen, oft zu nahen Bildausschnitten, beunruhigt Figuren und Zuschauer durch Soundeffekte, lässt Lampen flackern und letztlich nichts aus dem Genre definierenden Spektrum aus.

Der Wirkungsgrad variiert bei den vielen Sequenzen, in den spärlich beleuchtete Gänge oder Räume durchsucht werden. Den einen oder anderen Treffer versteht das Böse dabei mit Jumpcuts und einer konsequent düsteren Atmosphäre setzen - inklusive mehrerer Kinderzimmerbesuche, die mit den Erwartungen des Zuschauers und den Nerven eines jungen Mädchens spielen. kob.

Quelle: kino.de

 

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