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14.07.2019 heute wäre das Völkermord

NAZIS bei der Deutschen Bahn? Fliegerbombe verärgert Gut-Menschen-Frau

von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist ja nichts besonderes. In Frankfurt mußte mal wieder eine geräumt werden. Viele mussten evakuiert werden und der Verkehr kam zum erliegen. Auch die ICE-Verbindung von München nach Frankfurt mußte umgeleitet werden. Eine Durchsage im ICE verägerte eine "Gut-Menschen-Frau" aufs äußerste.

Eine fragwürdige Durchsage des Zugführers?

Laut der Mitreisenden Julietta F. soll er gesagt haben: "Liebe Fahrgäste. Unser Zug hat wegen der Entschärfung einer Bombe, die die Westalliierten auf die unschuldige Bevölkerung Frankfurts abgeworfen haben, zurzeit 45 Minuten Verspätung."

"Das sind Nazis, meiner Ansicht nach, die so etwas sagen. Jetzt mal deutlich ausgedrückt", äußerte sich die Mitreisende Julietta F. gegenüber dem "Stern". Ah ha, wer also sagt, dass die Fliegerbomen der Westalliierten Kinder, Frauen und alte Männer, die Jungen waren ja an der Front, umgebracht haben, ist also ein NAZI, was sonst.

"Ich saß in einem Großraumwagen – und keiner hat sich gerührt. Jeder ist vor sich hingedümpelt und ich habe mich innerlich immer mehr aufgeregt", sagte die "gute Frau" dem Stern.  "Da saßen Kinder, Jugendliche – das geht doch nicht", so.

Frau F. beschwerte sich bei der Bahn via Facebook, und die reagierte so: Die Bahn werde dem Fall nachgehen und mit dem Personal an Bord des Zuges sprechen und dann arbeitsrechtliche Schritte prüfen. "Sollte die Ansage tatsächlich so erfolgt sein, bitten wir unsere Reisenden um Entschuldigung."

Eine Entschuldigung, die laut Frau F. auch durchaus angebracht wäre. "Allein die Wortwahl, 'Westalliierte' und "'unschuldige Bevölkerung': Ich finde, das kann die Deutsche Bahn nicht durchgehen lassen", so Frau  F. im Gespräch mit dem "Stern".

Vielleicht hätte die Deutsche Bahn Frau F. antworten sollen, dass nach heutigen Regeln, die Bombadierung der Zivilbevölkerung von der UN als Völkermord eingestuft werde.

Der Historiker Jörg Friedrich legt die erste umfassende Darstellung des Bombenkrieges und dieser Katastrophe vor, die trotz ihrer beispiellosen Dimension im nationalen Gedächtnis der Deutschen kaum Niederschlag gefunden hat.


Zu guter letzt:

Zwei Drittel der Bürger sagen, man müsse sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich öffentlich äußere. Dazu gehören eindeutig die Flüchtlingsfrage und Muslime und der Islam, aber auch bei Themen wie Homosexualität, Patriotismus und Gendersprache müsse man vorsichtig sein, schrieb Andrea Seibel in ihrem Artikel, "Bei der Meinungsfreiheit droht ein Sozialismus light" auf "Welt-Online". Und über Fliegerbomen sollte man am besten auch nicht sprechen. So wie es aussieht, ist es um die Meinungsfreiheit schlecht bestellt.

Foto: U.S. Air Force  USAF website

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