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14.02.2019 neues Zuhause in den Schweizer Alpen

Neues Zuhause - Meimo und Amelia im Arosa Bärenland in die Schweiz überführt

von: GFDK - Kultur und Medien

Bären im Glück - Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat zwei der letzten Restaurant-Bären aus Albanien erfolgreich in das Arosa Bärenland in die Schweiz überführt. Die beiden 13-jährigen Bären verbrachten ihr bisheriges Leben in einem privaten Mini-Zoo eines Restaurants in Albanien.

Nach vier Tagen und 2.436 zurückgelegten Kilometern durch fünf Länder sind die beiden Bären wohlbehalten im Arosa Bärenland angekommen. Mit ihrer Ankunft erhielten die Bären auch ihre Namen: Meimo und Amelia leisten Bär Napa nun Gesellschaft in den schneebedeckten Schweizer Alpen.

Begleitet wurden Meimo und Amelia von einem VIER PFOTEN Team sowie Vertretern des Arosa Bärenland, den Arosa Bergbahnen und dem Tierarzt Dr. Frank Göritz vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW).

Der Transport startete bereits am Morgen des 29. Januar mit der Betäubung der Bären, damit sie veterinärmedizinisch untersucht und in die Transportkisten verladen werden konnten. Das circa 60 Quadratmeter große Gehege, in dem die beiden lebten, wurde zerstört.

Der Restaurantbesitzer will wegen der nicht-artgemäßen Bedingungen keine Tiere mehr halten. Als die Bären wieder wach waren, startete die Reise ihres Lebens: von Albanien über Mazedonien nach Griechenland und anschließend mit der Fähre nach Italien. In Italien angekommen ging die Reise weiter in die Schweiz und schließlich hoch nach Arosa.

Ausblick: Wie wird es weitergehen?

Der ehemalige serbische Zirkusbär Napa lebt seit Juli 2018 als erster Bewohner im Arosa Bärenland. Er staunte nicht schlecht, als plötzlich zwei neue Nachbarn vor seiner Tür standen. Neugierig beobachtete er die Ankunft von seinem abgetrennten Bereich des Geheges aus und ließ seine Artgenossen keine Sekunde aus den Augen.

Napa und die beiden Neuankömmlinge werden nun die Möglichkeit haben, sich durch den Zaun zu beschnuppern. Meimo und Amelia werden im Innengehege ihre Eingewöhnungsphase haben, da aufgrund der aktuellen Schneehöhe das Außengehege bis auf weiteres geschlossen ist.

Das Team vom Arosa Bärenland ist optimistisch, dass die beiden gesunden und wohlgenährten Neuankömmlinge in wenigen Tagen auch die Winterruhe antreten werden. Der wissenschaftliche Leiter Hans Schmid basiert diese Hoffnung auf dem festgelegten Futterkonzept:

„Wir werden in den ersten Tagen die Futtermenge regelmäßig reduzieren und erwarten, dass die Bären dann ganz natürlich in die Winterruhe gehen“. Im Frühjahr wird die Vergesellschaftung im Außengehege angestrebt, wobei das Arosa Bärenland mit einer Größe von drei Hektar jederzeit viele Rückzugsmöglichkeiten für jeden einzelnen Bären bietet.

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