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30.03.2019 Eskalation in Gaza

Unruhen im Gazastreifen verhindern Rettung von über 40 Zootieren

von: GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Aufgrund der anhaltenden Unruhen im Gazastreifen muss die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ihre geplante Rettungsmission verschieben. Der ursprüngliche Plan war es, über 40 Tiere aus dem verwahrlosten Zoo in Rafah zu evakuieren und in Tierschutzzentren in Jordanien und Südafrika unterzubringen.

Seit Montag, den 25.3., versuchte VIER PFOTEN mehrmals nach Gaza einzureisen, doch alle Grenzen waren aufgrund der gewaltsamen Eskalationen gesperrt.

Sobald sich die Lage entspannt hat, soll die Rettungsmission nachgeholt werden. In der Zwischenzeit unterstützen lokale Helfer im Gazastreifen VIER PFOTEN mit der Fütterung der Tiere.

Die über 40 Tiere – darunter fünf Löwen, eine Hyäne, mehrere Affen, Wölfe, Stachelschweine, Füchse, Katzen, Hunde, Emus und Strauße – des Zoos in Rafah stehen nach wie vor im Fokus der bisher größten Mission von VIER PFOTEN.

Das Rettungsteam bestehend aus Tierärzten und Wildtierexperten war montags bereits auf dem Weg nach Gaza, um mit den Vorbereitungen für die Evakuierung zu starten. Die eskalierenden Unruhen in der Region durchkreuzten diesen Plan jedoch.

„Aufgrund der geschlossenen Grenzen war es für unser Team unmöglich, in Gaza einzureisen. Wir behalten die Situation aber weiter im Auge und warten auf eine Stabilisierung der Sicherheitslage. Wir sind jederzeit bereit, die Rettung durchzuziehen.

Egal wie lange wir warten müssen, wir geben die Tiere des Rafah Zoos nicht auf“, sagt VIER PFOTEN Tierarzt und Leiter der Mission Dr. Amir Khalil, der 2014 und 2016 bereits zwei Zoos in Gaza evakuierte.

Rafah Zoo: Verstümmelte Löwin, ausgestopfte Tiere und erfrorene Löwenwelpen

Erst Anfang 2019 machte der Rafah Zoo weltweit auf sich aufmerksam. Aufgrund des harschen Wetters und den schlechten Haltungsbedingungen erfroren dort vier Löwenwelpen. Nur wenige Wochen später wurde eine erst 14-monatige Löwin durch das brutale und laienhafte Entfernen ihrer Krallen für immer verstümmelt.

Eröffnet wurde Gazas ältester Zoo 1999 an der ägyptischen Grenze. Von dort werden durch unterirdische Tunnel immer wieder Wildtiere nach und aus Gaza geschmuggelt.

Viele der Tiere kamen seit der Eröffnung des Zoos bei Raketenangriffen und Kriegsgefechten ums Leben. Einige von ihnen sind nach wie vor ausgestopft im Rafah Zoo ausgestellt.

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