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30.11.2018 The Winner Is Jana Wieland

Der Modepreis der Stadt Wien geht an Jana Wieland

von: GFDK - Stil und Lifestyle

Am 27. November 2019 wurden im Weltmuseum Wien die AFA-Austrian Fashion Awards 2018 präsentiert. Bestehend aus dem Modepreis der Stadt Wien und dem outstanding artist award für experimentelles Modedesign des Bundekanzleramts zählen die AFA – Austrian Fashion Awards mit einer Gesamtdotation von insgesamt EUR 20.000,- zu den bedeutendsten und höchstdotierten Design-Auszeichnungen in Österreich.

Eröffnet wurde der Abend mit einer Catwalk-Preview als Einstimmung auf die Intervention der Künstlerin Jakob Lena Knebl und einer Begrüßung durch den Hausherren des Weltmuseums Wien Dr. Christian Schicklgruber.

An dem von Dieter Chmelar moderierten Abend gab Mag.a Gudrun Schreiber, Leiterin der Abteilung Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Foto und Medienkunst des Bundeskanzleramts bekannt, dass Arthur Arbesser heuer den zum dritten Mal vergebenen outstanding artist award für experimentelles Modedesign des Bundeskanzleramts erhalten wird. Der offizielle Festakt findet am 29. November im Bundeskanzleramt statt.

The Winner Is - Jana Wieland

Mag.a  Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft verlieh den Modepreis der Stadt Wien an die Wiener Designerin Jana Wieland.

Die Auswahl der Preisträger-innen wurde von einer unabhängigen Jury getroffen, die aus einem interdisziplinär zusammengesetzten Kreis ausgewiesener nationaler und internationaler Expert-innen aus den Bereichen Design, Kommunikation und Mode besetzt war:

Mode ist Kommunikation, Konstruktion und Code

Der outstanding artist award für experimentelles Modedesign des Bundeskanzleramts wurde durch Alexa Bondi de Antoni – Executive Editor Vogue Deutschland, München, Hermann Fankhauser – Designer WENDY JIM, Wien und Ursula Guttmann – Designerin und Kuratorin, Linz nominiert.

Für den Modepreis der Stadt Wien wurden als Experten Thibaud Guyonnet – Head of Buying, Voo Store, Berlin und Daniel Kalt, Chefredakteur – Die Presse Schaufenster, Wien beigezogen.

Der outstanding artist award für experimentelles Modedesign des Bundeskanzleramts wird 2018 zum dritten mal vergeben und würdigt richtungsweisende und innovative Positionen, die hinsichtlich ihres konzeptuellen Ansatzes, ihrer Fragestellungen und ihrer Ästhetik einen Beitrag zur Weiterentwicklung des zeitgenössischen Mode-Schaffens und des Diskurses in Österreich und darüber hinaus leisten.

Jurybegründung

Dem österreichischen Modedesigner Arthur Arbesser gelang sein internationaler Durchbruch bereits mit seiner ersten Kollektion unter eigenem Namen. Trotz seines frühen Erfolges geht es ihm aber nicht darum gefällig zu sein, sondern seine eigene und sehr persönliche ästhetische Welt zu erschaffen.

Dazu bedient er sich vielschichtiger Bezüge aus unterschiedlichen Kunstgenres und arrangiert diese zu Kollektionen deren Struktur und Narrativ einem literarischen Werk gleichen.

Wenngleich die Inspirationsquellen etwa aus Design und bildender Kunst oft historischen Ursprungs sind, verleiten diese Arthur Arbesser stets zu einer neuen Vermessung tradierter Gestaltungsregeln: so spürt er in engagierter und intensiver persönlicher Beschäftigung mit dem kulturellen Erbe Österreichs Vorhandenes auf und knüpft an Traditionen an, unterzieht diese aber stets einer zeitgenössischen Betrachtung. (...)

„Vielen Dank für diesen wichtigen, motivierenden Preis - er ist bestärkend, am richtigen Weg zu sein und eine große Anerkennung.“  freute sich Arthur Arbesser über die Nominierung.

Jana Wieland spezialisiert sich auf frisches und unangestrengtes Modedesign für Frauen. Die typische Silhouette des Wiener Labels ist zeitlos und leger und umhüllt den weiblichen Körper mit Eleganz und Respekt.

Oversize und eine spielerische Pyjamareferenz sind wiederkehrende Charakteristika der Kollektionen, Schlichtheit und Extravaganz halten sich bescheiden die Waage.


Jede Kollektion wird von einer momenthaften Ästhetik getragen, einer emotionalen Ausgrabung des Unterbewussten, zu Tage befördert von Musik und Filmen.

Die bevorzugten Materialien sind natürlich, unprätentiös und angenehm, reichen bevorzugt von klassischem Hemdenstoff über festen Twill bis zu fließendem Cupro. Die Kollektionen sind saisonübergreifend tragbar, bilden eine sinnvolle Garderobe für alle Tageszeiten und Anlässe.


Die Philosophie des Labels beinhaltet die Unterstützung der lokalen Wirtschaft und eine nachhaltige Produktion, die sich den Auswirkungen der fast fashion entgegenstellt.

Mag.a Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kunst und Wissenschaft resümiert den Abend:

„Mode ist Kommunikation, Konstruktion und Code. Sie ist nie neutral, stets mit Bedeutung aufgeladen und immer präsent – auch in der verneinenden Geste als Anti-Mode. Und sie ist gelebte Praxis, wo sich Kreativität und Originalität, aber auch Verfremdung, Aneignung und Kopie überlagern und vermischen. Intellektuell, aber auch haptisch und sinnlich, eben wie das Leben selbst.

Die Austrian Fashion Association stellt genau diese Vielschichtigkeit in den Vordergrund und regt zur aktiven Auseinandersetzung mit den Ambivalenzen des vermeintlich Äußeren an. Jakob Lena Knebl hat in der heurigen Ausgabe diese Themen in ihrer Intervention aus der Perspektive der Kunst bearbeitet.“

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